Der Tiocan Loop !

Reben bei PeissyBlick zum Reculet

An diesem Montag Abend zog es mich trotz kühlen Temperaturen wieder in Richtung Berge. Dieses Mal ging es nach Westen – zur Jurakette der Crêt de la Neige. Tatsächlich ist der ganze Bergrücken schön mit Neuschnee überzuckert und es interessierte mich, wie weit ich auf einer Feierabendtour aus Genf hinaus kommen werde. Zuerst geht es über gute Velostreifen auf direktem Weg via Vernier aus der Stadt und hinauf in die Rebberge von Satigny und Peissy. Die Rapsfelder kontrastieren wunderbar vor dem wolkenverhangenen Himmel. Ich fahre durch das Tal der Allondon und überquere die Landesgrenze nach Frankreich auf einem Feldweg. In Thoiry auf 460m beginnt schliesslich der Aufstieg. Die Anfahrt an der Jurasüdfuss dauert somit etwa 1h – länger und weiter als gedacht.

Aussicht nach Genf bei TiocanRhône vom Pont Butin

Eine Strasse in ziemlich schlechtem Zustand windet sich in angenehmer Steigung den Berg hoch. Kein Vergleich zu den brutalen Anstiegen am Weissenstein. Man darf sich aber nicht täuschen lassen – 1000 Höhenmeter am Stück sind hier kein Problem. Beim Aussichtspunkt Tiocan auf 869m lasse ich es gut sein und geniesse in der sehr kühlen Abendluft die Aussicht auf Genf und das Seebecken des Lac Léman. Während der Abfahrt wage ich nach ‚les Chavannes‘ die direkte Linie auf einem unmarkierten Trail mitten durch den Wald. Flow pur, aber man ist hier in Frankreich und sollte sich von einem Stacheldraht quer über den Trail nicht überraschen lassen! Den Weg zurück in die Stadt finde ich via Pont Butin, einer eindrücklichen Brücke hoch, sehr hoch, über der Rhône.

Fazit: Die Jurakette in Genf bietet noch einiges an Entdeckerpotential, aber für eine kleine Feierabendrunde ist es arg weit und ziemlich hoch. To be continued…

PS: Leider nur Bilder mit der Smartphone Cam.

Statistik Tour: 48,1 km, ca. 814 Höhenmeter, Fahrzeit 2:43 h

Das Garmin GPSMAP 64s !

Nach etwas mehr als neun Jahren habe ich mein geliebtes Garmin GPSMAP 60CSx in Rente geschickt. Bevor ich zum neuen Gerät komme, einem Garmin GPSMAP 64s, muss ich ein kurzes Loblied auf den Vorgänger anstimmen. In der heutigen Zeit ist es ja schon ungewöhnlich, wenn ein Elektronikgerät im Outdooreinsatz so lange durchhält. Das ist der Grund, wieso ich erstens Garmin und zweites dieser robusten Geräteserie weiterhin die Treue schwöre. Das Gerät hat extrem viel mitgemacht, einige Stürze und Stürme überlebt und hat nicht schlapp gemacht. OK, in der letzten Zeit ist der spröde Gummi immer mehr vom Gerät gefallen und die Satellitensuche dauerte manchmal eine Ewigkeit.

Garmin GPSMAP 60CsxGarmin GPSMAP 60csx versus 64s - FrontGarmin GPSMAP 60csx versus 64s - Back

Garmin ist ja bekannt dafür alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen und jedes noch so kleine Feature gleich als neue Geräteserie zu lancieren. Nun, in diesem Fall muss das nicht ein Nachteil sein. Die Geräte sind sich äusserlich sehr ähnlich und Modernisierungen wurden behutsam vorgenommen. Eine Übersicht habe ich bereits früher mal gebloggt. Das neue 64s ist leicht grösser, schwerer, der Bildschirm leicht kleiner und der Akku hält weniger lang. Das nennt sich Fortschritt! 😉 Spass beiseite: Das neue Gerät kann nun auch die GLONASS Satelliten empfangen und verarbeitet endlich grössere Tracks und hat einen Speicher von 8GB. Ebenfalls an Bord sind ANT+ sowie Bluetooth. Dazu später mal mehr.

Garmin GPSMAP 64s RückseiteGarmin GPSMAP 64s Innereien

Externe Antennenanschlüsse gibt es immer noch und die Verarbeitung des Gerätes ist gewohnt robust und outdoortauglich. Kleine Mängel, wie die zu lockere Batteriehalterung, wurden eliminiert. Dafür braucht man nun starke Fingernägel um die Batterien einzusetzen. Apropos Batterien, ich bin da immer noch Fan von normalen AA Batterien. Da ist man sowohl bei tiefen Temperaturen, wie in entlegenen Weltgegenden auf der sicheren Seite.

Garmin GPSMAP 64st Lenkermount BoxGarmin GPSMAP 64st LenkermountGarmin GPSMAP 64st Lenkermontage

Die Halterung wurde geändert und die neue ‚Standardhalterung‘ der Garmingeräte übernommen. Was zu Beginn etwas wackelig aussieht, hat sich bereits auf vielen Touren bewährt. Im Gegensatz zur alten Halterung ist das Bruchrisiko deutlich niedriger. Bisher hat sich das Gerät sehr bewährt. Das Display mit der Darstellung der Topo und -Vektorkarte ist zudem ein Fortschritt, wenn auch kein grosser. Kurzum: Da weiss man was man hat!

Sonnenfenstertour nach Büren an der Aare !

Buchen im FrühlingFast gelbes Rapsfeld

Der Regenradar ist im April jeweils dein bester Freund um das nächste Sonnenfenster zwischen den Fronten abzuschätzen. Ich lasse noch kurz die Strassen abtrocknen und setze mich am Nachmittag auf das Mountainbike. Ziel ist entlang des Nordrandes des Buechibärgs nach Büren an der Aare zu fahren und mich dann mit dem heftigen Rückenwind wieder nach Solothurn tragen zu lassen.

Panorama Jura bei Arch

Dazu wollte ich noch ein ‚Kalenderfoto‘ vor einem leuchtgelben Rapsfeld machen. Leider ist die Natur hier noch nicht so weit wie entlang der La Côte am Lac Leman, wo man entlang der Autobahn von den Rapsfeldern richtig geblendet wird. Dafür sind die Obstbäume in voller Blust und entsprechend werden in der Landschaft allenthalben Bienenkästen aufgestellt.

Aarebrücke Büren an der AareBüren an der Aare

Büren an der Aare ist ein guter Umkehrpunkt. Ersten hat es den nicht unwesentlichen Vorteil einer Aarebrücke 😉 und zweitens ist es ein weiteres schönes Städtchen. Leider haben die Gartenrestaurants das Sonnenfenster nicht wirklich erkannt und so verzichte ich auf einen Rast.

Obstblüten 2016Blumenmeer und Jura

Entlang der Aare ist die Natur in vollem Schwung und die Kontraste sowie das Licht sind für Auge und Kamera ideal. Dazu kommt entspannendes Rückenwindradeln. So muss eine kleine Nachmittagstour sein!

Aare im April 2016Magnolienbaum Solothurn

Vor Solothurn gibt es im Pier11 am Aareufer noch ein Cooldown – Bier und ich geniesse die letzten Sonnenstrahlen. Bereits ziehen wieder dicke Regenwolken auf und es wird Zeit nach Hause zu kommen. Höchste Zeit auch um die schönen Magnolienbäume vor dem Schanzengraben abzulichten. Die Magnolien hatten in diesem Jahr einen harten Stand – Nässe und Wind sind Gift für die wunderbaren grossen Blüten.

Statistik Tour: 40,3 km, ca. 324 Höhenmeter, Fahrzeit 2:08 h

Die Sonntagstour nach Grenchen !

Frühling 2016Säublumen 2016

Gestern kühl, nass und grau – heute die volle Ladung Frühling (obwohl es noch nicht so richtig warm war). Ich und meine Frau fahren eine gemütliche Runde in Richtung Grenchen. Wir sind erstaunt wie viele Hobbyradler heute unterwegs sind. Aus Erfahrung weiss ich, dass sich das ab Juni wieder legt. Es spriesst rechts und links des Weges und in wenigen Tagen blühen die ersten Rapsfelder in leuchtendem Gelb.

In Richtung GrenchenStörche bei Altreu

In Altreu haben sich die Storchenpaare zum Nisten eingerichtet und ziehen mit lautem Geklapper die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Wir fahren mit Bise im Rücken weiter bis zum Fischbeizli bei der Aarebrücke bei Arch. Wir geniessen die warme Sonne und die feinen Fischknusperli am Aareufer und entscheiden uns auf eine Rückfahrt entlang der Panoramaroute am Jurasüdfuss.

Panorama Grencher Witi

Dazu müssen wir erst das Naturschutzgebiet der Grencher Witi queren und dann bei Lengnau bis nach Allerheiligen etwas Höhe gewinnen. Immer auf etwas über 600m Höhe fahren wir gegen Solothurn und geniessen die Aussicht auf das Aaretal. Leider sind heute die Alpen nur schemenhaft zu erkennen.

Meine Frau vorausAussicht BurghofPanorama unterhalb der Burgmatt

Über Im Holz und durch den Busletenwald geht es zurück und runter ans Aaremürli. Das Aareufer ist heute Nachmittag so überfüllt, dass wir ein Kaffee auf dem heimischen Balkon vorziehen, umsomehr dieser bei Bise wunderbar windgeschützt ist. Schöne Sonntagsnachmittagfrühlingsfahrt!

PS: Ich muss wohl fitter werden, wenn ich diesen Sommer meine Frau und ihr e-Bike begleiten will. Vorbei die gemütlichen Zeiten, wo man locker mitradeln kann. 😉

Statistik Tour: 39,9 km, ca. 436 Höhenmeter, Fahrzeit 2:25 h

Die Mountainbiketour auf den Salève !

Der Montag Abend hat noch etwas Wärme in der Luft und Sonne am Himmel. Eine Möglichkeit um den Hausberg von Genf, den Mont Salève (1380m) als Feierabendrunde auszutesten. Die Höhenangabe lässt es erahnen – das wird hartes Brot! Zuerst muss man via Arveufer und über verstopfte Verkehrswege die französische Grenze erreichen. Danach über französische Hauptstrassen um den Petite Salève rum bis zum Beginn des Aufstieges in Bas Mornex.

Panorama le Chalet de la croix

Auf über 13 Kilometer kann und darf man gute 950 Höhenmeter zurücklegen. Die Franzosen haben dabei jeden Kilometer inklusive Steigung und Höhenangabe markiert. Für mich ist das psychologisch keine wirkliche Hilfe, im Gegenteil – der Aufstieg im Wald will nie enden und im Sommer möchte ich hier nicht rauffahren. Beim Restaurant ‚Le Chalet de la croix‘ kann man erstmals die Aussicht geniessen. Leider ist heute Abend alles grau in grau.

13 km Aufstieg bei MonnetierPanorama Bergstation Seilbahn Salève

Nächste Zwischenstation ist die Bergstation der Téléphérique du Salève, eine mögliche Alternative um den Aufstieg etwas zu kürzen. 😉 Im Moment frage ich mich aber, ob die Seilbahn überhaupt noch in Betrieb ist, so einsam stehe ich heute Abend auf dem Berg.

Seilbahn SalèveTibetisches Kloster

Weiter geht es. Nach einem langen Tag bin ich nicht wirklich fit und gegessen habe ich ausser einem Riegel auch noch nichts. Zudem wird es in der Höhe nun deutlich kälter. So bin ich froh um Zwischenstopps in jeder Kurve, beim tibetischen Kloster und bei der markanten Antenne, welche man von Genf aus gut sieht.

Antenne auf dem SalèveAbfahrt La Croisette

Einmal oben angekommen sucht man vergeblich eine Bergspitze. Der Mont Salève zeigt sich von oben als juratypische, langgezogene Wiese. Auf der anderen Seite würde man wunderbar in Richtung Savoyer Alpen sehen – würde, weil heute die Wolken tief hängen.

Panorama Salève in Richtung La Croisette

Bei La Croisette nehme ich die steile Strasse runter nach Collognes und zurück nach Genf, begleitet von der imposanten Felswand des Salève. Die Abfahrt ist ein guter Test für meine neuen Bremsen auf dem Ti29-40. Die Magura Storm SL halten. Mehr Sorgen macht mir das eiernde 29er Hinterrad. Da muss ich nochmals ran.

Nochmals die Felsflanke des Salève

Fazit: Eine sehr happige Feierabendrunde mit 100% Asphaltanteil und einer wenig schönen Anfahrt bis nach Mornex. Das letzte Mal bin ich trotzdem nicht auf dem Salève gewesen. An einem Tag mit guter Sicht muss es ein fantastisches Erlebnis sein. Zudem gibt es im nördlichen Bereich noch einige Biketrails zu entdecken und mit mehr Zeit kann man den ganzen Bergrücken abfahren.

Statistik Tour: 40,8 km, ca. 991 Höhenmeter, Fahrzeit 2:48 h