Der Balmberg – Klassikroute !

BalmweidtrailBalmberg nach dem SeilparkPanorama bei der Ruine Balm

Noch ein schöner Sonntag dazu – wohin des Weges? Meine Frau und ich haben Lust auf Panorama und Höhenmeter und da bietet sich die klassische Route auf den Niederdörfer Stierenberg via Balmberg an. Ich habe noch eine ‚Hidden Agenda‘: Speck und Wurst Essen auf dem Berg und testen, inwiefern meine Frau mit dem e-Bike auf den Juratrails zurecht kommt. 😉 So fahren wir durch den Rüttenenwald und via Balmweidtrail bis zur Ruine Balm – Schiebepassagen inklusive.

Blick ins ThalNiederdörfer Stierenberg

Am (Balm-) Berg lässt mich meine Frau gnadenlos stehen und pedalt locker mit E-Unterstützung den Passhöhe entgegen. Ich versuche nicht zu viel Zeit zu verlieren und jage den Puls in dunkelrote Höhen. Aber es gibt Chancen – während ich mit aufgestelltem Rad locker neben einem Viehgatter durchkomme, ist das mit dem schweren e-Bike nicht so einfach. Zum Glück helfen ihr andere Biker über den Zaun. 😉 Speck, Wurst und Panorama auf dem Stierenberg sind gut wie immer. Nach der ausgiebigen Pause geht es über tolle Juratrails zurück nach Solothurn (Hinteres Hofbergli – Teuffele – Höchstelli – Bann – Günsberg).

SchmiedemattSolothurn und Aareböötle

Meine Frau fährt fast alles und ich bin etwas erstaunt. Die Wege über den Jurakalk sind teilweise knifflig zu fahren und es braucht oft einiges an Mut. Nach ihren Aussagen gibt das schwere E-Bike bergab sehr viel Stabilität und Sicherheit und tatsächlich fährt sie Dinge, welche sie früher nicht gefahren ist. Win-Win Situation würde ich mal sagen – da haben wir uns das Öufi Bier an der Hafebar verdient.

Statistik: 31.5 km, ca. 940 Höhenmeter, Fahrzeit 3:02 h

Der Mountainbikeloop ums Häftli !

Panorama entlang der Aare

Ein Traumwochenende, das trotz heisser Temperaturen zu Outdoor-Aktivitäten lockt. Ich verzichte auf grössere Ausfahrten und bleibe zu Hause. Der Samstag startet mit einem feinen Fischessen am Fest der Pontoniere von Solothurn, Blick auf die Aare inklusive. Da reift die Idee eine Mountainbiketour entlang der Aare anzuhängen. Gesagt, getan – rechts der Aare geht es aufwärts bis nach Büren an der Aare.

Pontonierfest Solothurn 2016Aareinseli

Heute scheint das halbe Mittelland auf und an der Aare zu sein. Wohin man blickt wird gebrätelt, geböötlet, gerudert und gestehpadlet. Natürlich sind ebensoviele Mountainbiker und Freizeitradler unterwegs. Langweilig wird es entlang der Aare nicht. Die Natur zeigt deutlich in Richtung Herbst, wenn Brombeeren und Haselnüsse reifen und man nicht mehr über die zu hohen Maisfelder blicken kann.

Boote bei Büren an der AareTurmglocken zu Büren

In Büren an der Aare sehe ich erstmals die beiden alten Glocken im Hafen. Weiter geht es via Häftli, der Mäander der alten Aare, zurück nach Solothurn, nicht ohne einen Desserthalt in der Fischerbeiz bei der Aarebrücke von Arch. Nichts spektakulären, aber trotzdem schön!

Statistik: 44.8 km, ca. 68 Höhenmeter, Fahrzeit 2:08 h

Die Tour nach Hermance und entlang der Grenze !

Fêtes de Genève - StrassensperrenHermance - Plage

Am Wochenende blieb ich mit meiner Frau in Genf um die Fêtes de Genève zu geniessen. Nichts aussergewöhnliches, ausser vielleicht die vielen Araber in den Strassen, die sich hier in Genf einmal pro Jahr so richtig gehen lassen. Nachdenklich stimmten zudem die Sicherheitsmassnahmen. Nach Nizza war das ganze Festgelände rund um den See hermetisch mit Betonelementen abgeriegelt und die Polizeipräsenz allgegenwärtig. Den Sonntag Nachmittag nutze ich für eine längere Tour nach Hermance, das Schweizer Grenzdorf am französischen Ufer des Lac Léman. Der Ort ist geografisch speziell und hier könnte sowohl eine Umrundung des Kantons Genf oder eine Umrundung der Schweiz ihren Ausgangspunkt nehmen.

Hermance - MairieHermance Dorfmitte

Das Dorf hat teilweise seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt und ein grosser Turm thront über dem See. Mir gefällt dieses Ambiente besser als die Villen entlang des Sees von Genf bis hierher. Nach einer ausführlichen Erkundung der Ortschaft und einem kleinen Abstechers nach Frankreich, beginne ich die Route entlang der Grenze.

Hermance - Grenzübergang FrankreichHermance - Grenzbrücke

Kilometerweit markiert der Rivière de l’Hermance den französisch-schweizerischen Grenzverlauf. Auf Schweizer Seite ist fast durchgehend ein Wanderweg vorhanden, der leider mit einem Radverbot belegt ist. Schade, ist der Singletrail doch sehr schön und wegen vielen Wurzeln und des Verlaufes entlang des Baches streckenweise fahrtechnisch herausfordernd. So bin ich im ‚Hike a Bike‘ Modus unterwegs sobald mir Wanderer entgegenkommen. Dafür gibt es gute Gespräche und wenn ich die Story vom Solothurner bringe, der Kantonsgrenzen mit dem Mountainbike umrundet, ist das Bikeverbot überhaupt kein Thema mehr. 😉

Trail entlang des rivière l'HermanceGrenzstein Genève - SavoieGrenzerfahrungen

Wie immer bei den Grenztouren werden die Wege ab und an wild und undurchdringlich. Im Abenteuermodus fahre ich weiter dem GPS folgend der Grenze entlang, immer Ausschau haltend nach Grenzsteinen und anderen Grenzzeichen. Die Steine sind zahlreich und auf der Landeskarte eingezeichnet. Die älteren Steine markieren die Grenze Genève – Savoie, beides Regionen, die noch nicht lange bei der Schweiz bzw bei Frankreich sind.

Schweizer Grenze mit ArmeespurenGrenzstein 157 Bois Rosset

Beim Pont Neuf wird der Grenzverlauf geradliniger. Die Panzersperren auf der Hauptstrasse stellen unmissverständlich den Grenzverlauf klar. Weiter geht es in ein Naturschutzgebiet Les Près de Villette bzw in den Bois Rosset, einem kleinen Grenzzipfel. Hier fühlt man sich wie am Ende der Welt in völliger Wildnis, nicht untypisch für viele Grenzgebiete und ein Glück für die Natur.

Maison La Fôret

Die erste Etappe endet im Grands Bois von Jussy mit seinem Maison de la Fôret. Die sternförmige Wegführung durch den Wald erinnert an französische Schlosswälder. Tatsächlich gehörte der Wald nach der Reformation dem Spital von Genf und das Haus diente zur Bewirtschaftung des Waldes. Noch heute ist Wald und Haus im Besitz des Forstdepartements des Kantons. Langsam bin ich müde und die Sonne sinkt gegen den Horizont – Zeit um zurück in die Stadt zu fahren.

Panorama mit Salève

Ich wähle den Weg querfeldein zurück nach Vésenaz und fahre entlang der Uferpromenade mit sehr viel Rückenwind hinein ins Stadtzentrum. Fazit: Eine sehr interessante erste Etappe der Grenztour rund um den Kanton Genf.

Statistik: 54.2 km, ca. 362 Höhenmeter, Fahrzeit 3:28 h

1. Etappe Umrundung Kanton Genf: 20.9 km, ca. 270 Höhenmeter, Fahrzeit 1:45 h
Viele lesenswerte Infos gibt es in dieser .pdf Broschüre (f).

Die 1. August Tour durch den Buechibärg !

BuechibärgstimmungSonnenblume 2016

Nach anderen Aktivitäten an diesem langen Wochenende hatten meine Frau und ich am 1. August doch noch Lust auf eine kleine Ausfahrt mit dem Mountainbike. Wir fuhren eine ziellose Tour nach Buechegg – Arch und zurück nach Solothurn. Dabei liessen wir uns vom GPS guiden, was immer sehr spannende und neue Wege verspricht.

Panorama bei Höchi

Beim Bänkli unter einem markanten Baum, am Ort Höchi ob Küttigkofen, geniessen wir die tolle Aussicht, die sich hier bietet. Leider ist die Sicht auf die Alpen verdeckt, dafür ist die Luft frisch (und etwas kühl).

Panorama bei StöckereTscheppachtrailAare bei Arch

Es ist erstaunlich wie schnell das Jahr vergeht. Das sieht man am besten an der Natur. Noch vor Kurzem sprachen wir vom nassen Frühling, nun sind die Kornfelder abgeerntet, die Kartoffel bereit und der Mais mannshoch. Der Buechibärg zeigt heute seinen ‚Bärg‘-Charakter und so kommen einige Höhenmeter zusammen, bis wir bei Arch die Aare überqueren und ihr entlang nach Solothurn zurück fahren.

Enten in der Aare1. August Feuerwerk Solothurn

Ich war mit dem Ti29-40 unterwegs und wie immer nach einer längeren Pause so richtig begeistert. Das Teil hat einfach Vortrieb und passt 100%. So macht biken Spass! In Solothurn ist das 1. August Feuerwerk zu unserem Nationalfeiertag bereit und den geniessen wir nun heute Abend.

Statistik: 34.9 km, ca. 425 Höhenmeter, Fahrzeit 2:14 h

Der Schafälplitrail reloaded !

Schafälplitrail - Impressionen 1Schafälplitrail - Impressionen 2Schafälplitrail - Impressionen 3Panorama Schafälplital

Der voraussichtlich letzte schöne Tag unserer Vater-Sohn Bikewoche in der Lenzerheide, da muss ein Klassiker auf das GPS – die Mountainbiketour von der Lenzerheide über das Parpaner Rothorn, durchs Schafälplital nach Arosa, rüber zur Ochsenalp, runter nach Chur und via Brambrüesch und Alp Stätz zurück in die Lenzerheide. Also erneut rauf mit der Gondel und durch die Schneefelder bis zur Galerie und zum Abzweiger auf den Schafälplitrail.

Schafälplital - Traumtrail 1Schafälplital - Traumtrail 1Panorama Älplisee

Ich muss sagen, der Trail ist immer wieder traumhaft. Einerseits ist er (fast) vollständig fahrbar und richtig flowig, andererseits ist die rauhe Natürlichkeit des Tals ein Erlebnis für sich. Die grünen Wiesen und der opalblaue Älplisee sind nur noch die Sahnehaube auf dem Erbeertörtchen.

Blick auf die Aroser Alp von Chlus

Nach dem See öffnet sich der Blick bei Chlus hinunter auf die Aroser Alp, den Schwellisee und Arosa. Nach einer kurzen Schiebepassage die Steilstufe runter kann man den Trail links oder rechts des Sees wählen. Nachdem ich vor Jahren rechts durchfuhr, ging es dieses Mal links durch und der Entscheid war richtig. Nochmals gibt es einige Kilometer Flowtrail bis runter zur Talstation der Hörnlibahn.

Schwellisee Aroser AlpHörnlibahn - Wegen zu geschlossen !

Leider stehen wir wie viele andere vor einem Schild ‚wegen technischem Defekt geschlossen‘. Immer wieder bewegt sich die Bahn einige Meter vorwärts – „Man(n) würde am Defekt arbeiten, könnte aber nicht sagen wann es weitergehen würde“. Nach einer kurzen Zwischenverpflegung brechen wir die Warterei ab und fahren durch Arosa hinüber zur Talstation der Weisshornbahn. Zum Glück hat es hier so viele Bahnen, dass Alternativrouten kein Problem sind.

Station Mittler HütteSchotterwege zur Ochsenalp

Wir steigen an der Mittelstation aus und fahren auf einer Höhe von rund 2000m mehr oder weniger flach um das Weisshorn, erst via Prätschalp, danach weiter zur Ochsenalp. Hier ist der ideale Ort für eine kleine Zwischenverpflegung in Form einer feinen Fleischplatte.

Einkehr OchsenalpDurchs Bleisa Tobel

Der Himmel wird immer schwärzer, die Kaltfront zieht erbarmungslos ins Land. Wir sind etwas pressiert, der Weg zurück auf die Lenzerheide ist noch lang. Über Löser geht es runter nach Tschiertschen und wir verzichten auf die Variante durchs Ruchtobel und nehmen das Bergsträsschen.

TschiertschenTrailabzweiger bei Höhi - lasst es sein!

Danach folgen wir der GPS Route und zweigen bei Höhi auf einen Singeltrail in Form eines Wanderweges ein. Der Weg entuppt sich aber als Murks, statt fahren wuchten wir die Bikes über eine Kuhhuflochpiste und ob Praden tragen wir die Räder eine (für uns) unfahrbare Treppe runter. Ich bin gespannt wie sich dieser Abschnitt in der Ride Tourenbeschreibung lesen wird. 😉

Blick nach Chur ob PassuggTreppenmonster beim Sagentobel

Wir haben genug von Experimenten und verzichten auf den Trailloop durchs Steinbachtobel und bleiben auf der Strasse. Mit Speed fahren wir bis Passugg und zweigen für den Endspurt nach Chur ab. Die Brambrüeschbahn ist übrigens immer noch nicht im Biketicket von Arosa-Lenzerheide inbegriffen und so greifen wir für die 1000 Höhenmeter gerne zum Geldbeutel.

Brambrüeschbahn - Blick auf die Alpenstadt ChurTrail Barmbrüesch - Malix - Parpan

Es folgt die wunderbare Abfahrt via Malix nach Churwalden, wo wir mit einigen mountainbikenden Briten aus Dubai ins Gespräch kommen. Etwas verdrängt haben wir den kurzen, giftigen Anstieg bei Oberhus. Zum Glück wartet bereits die nächste Bahn. In Churwalden wurde eine supermoderne Bahn zur Alp Stätz gebaut, die wir im leichten Nieselregen gerne benutzen. Der Eingangsbereich ist so schön, dass wir es fast nicht wagen, ihn mit schmutzigen Bikes zu queren.

Neue Bahn auf die Stätzer Alp

Von der letzten Abfahrt runter zur Lenzerheide gibt es keine Fotos mehr. Einerseits wegen der nassen Witterung, andererseits weil man es einfach laufen lassen muss. So geht eine Tour der Superlative zu Ende, obwohl ich mich angesichts der Statistik schon etwas schäme – dank Liftunterstützung gibt es ganze 3660 Höhenmeter runter! Nun ja, das nächste Mal komme ich wieder wenn die Bahnen Revision haben, vielleicht – äehmm – wohl doch nicht. 😉

Statistik: 58 km, ca. 500 Höhenmeter, Fahrzeit 3:39 h, 3659 Höhenmeter abwärts

PS: Reloaded übrigens deshalb, weil ich die Tour vor 9 Jahren in einer etwas anderen Form ohne Liftunterstützung schon mal gefahren bin.