Projekt Ti29-40: Shimano XTR FD-M970 Umwerfer !

Da ich wenig zum Bloggen komme, hier noch einige Tech-Beiträge zum Ti29-40. Beim vorderen Umwerfer habe ich das Modell Shimano XTR FD-M970 gewählt. Ich habe mich eher aus optischen Gründen zur Top-Swing Version entschieden, obwohl die Down-Swing Variante wohl mechanisch optimaler zu sein scheint, aber auch ein wenig schwerer ist. Die Klemmadapter (SM-AD16) für kleinere Rahmen brauche ich mit einem Standard-Sattelrohr mit 34.9mm Durchmesser nicht. Die Klemme wird mit 6Nm angezogen.

Statistik: 245g, Gekauft bei Competitive Cyclist

Auf der Harder Kulm bei Interlaken !

Heute war ich beruflich auf der Harder Kulm ob Interlaken. Obwohl ich in meiner Jugend das eine oder andere Mal dort oben war, hatte ich beinahe vergessen welcher geniale Ort dies ist. Von der Terrasse des Restaurants hat man eine geniale Panoramasicht auf die Berner Alpen, Eiger – Mönch – Jungfrau, Interlaken und die beiden Seen. Dabei ist der Blick gar bei solch garstigem Wetter wie heute beeindruckend. Daneben ist auch die Fahrt mit der historischen Standseilbahn ein Erlebnis für sich. Eine Fahrt auf die Harder Kulm lohnt sich in jedem Fall und ich werde das mal mit meiner Familie wiederholen.

Der Schönenbode – Loppertrail – Loop !

Wer hier in Luzern Feierabendrunden drehen will muss sich mental jeweils auf 1000 Höhenmeter Aufstieg einstellen. So war es auch gestern, als ich auf dem Asphaltsträsschen in relativ angenehmer Steigung zum Restaurant Schwendelberg und danach weiter zum Aussichtspunkt Schönebode fuhr. Ich bzw. der Track auf dem GPS hatte aber noch mehr vor.

Auf einem ziemlich steilen Schottersträsschen ging es in Richtung Fränkmünt zum Ziel der dortigen Rodelbahn, welche unter dem Namen Fräkgaudi vermarktet wird. Kaum angekommen verschwand die Sonne hinter dem Grat der Fräkmüntegg. Es folgte eine (für mich) ziemlich steile Abfahrt hinunter nach Rengg. Leider hat es im oberen Teil ziemlich viel lockeres Kies, im mittleren Teil grobe, verblockte Schotterfelder und im unteren Teil sehr steile Wiesenpassagen. So richtig Spass hatte ich mit dem Ti29-40 nicht.

Bei der alten und malerischen Kappelle bei Rengg begann der zweite Teil der Tour, die Abfahrt über den Loppertrail. Doch dieser will zuerst mit einem kleinen Aufstieg zum historischen Renggpass verdient werden – Mountainbike tragen war angesagt. Der Renggpass ist ein uralter Übergang von Luzern ins Sarnental und Richtung Brünig.

Der Loppertrail bietet in erster Priorität tiefe Einblicke runter zum Alpnachersee und die umliegenden Berge. Der Weg selber macht einen bautechnisch interessanten Eindruck und muss früher einiges breiter gewesen sein. Gebaut wurde er 1926 für militärische Bedürfnisse. Heute ist er ein ziemlich steiniger Singletrail mit meist fahrbarem Gefälle bzw.  Steigung. Der obere Teil fand ich nicht so genial, zu steinig und die Spitzkehren hatten für meinen Geschmack auch schon zu viele Spuren und Schäden von Mountainbikern.

Der untere Teil machte dann aber kräftig Spass und bei genügender Fahrtechnik lassen sich prickelnde Spitzkehren mit tiefen Blicken fahren, ohne dass es wirklich allzu gefährlich wird. Mit rauchenden Bremsen kam ich im Abendlicht am Alpnachersee an. Die Rückfahrt erfolgt auf gut ausgebauten Radwegen und natürlich auch über die Pontonbrücke, die das Lopper-Felssturzgebiet temporär umschifft. Nicht schlecht für eine Feierabendrunde…

Fazit: Der Umweg auf die Fräkmünt lohnt sich nicht, die Abfahrt bietet zu wenig. Die Aussicht im Aufstieg nach Schönebode ist jederzeit eine Tour wert. Der Loppertrail macht speziell im unteren Teil Spass, ist jedoch ein wenig überbewertet und lebt wohl besonders von der Aussicht. Wer nicht eine sehr gute Fahrtechnik hat, steigt öfters ab.

Statistik: 35.8 km, ca. 1204 Höhenmeter, Fahrzeit 3:23 h

Der 12 Minuten Lauf – 2010 !

Heute hatte ich wieder mal einen 12 Minuten Lauftest zu bestehen. Gut, dass ich in diesem Blog graben konnte und so habe ich mir den Rat des Beitrags von 2007 zu Herzen genommen und die 12 Minuten eingeteilt, bzw. mir die Rundenzeiten auf die Hand geschrieben. Das Ziel war 2800m und das habe ich auch geschafft. Vielleicht wären auch noch einige Meter mehr möglich gewesen, aber eine Ziel ist Ziel. Statistisch scheine ich also ca. 25m jährlich schlechter zu werden. In 112 Jahren kann ich dann endlich beim Start stehenbleiben… ;-)

Die 29er Mountainbikes gewinnen Rennen !

Die 29er scheinen nun definitiv Europa erfasst zu haben. Das äussert sich nicht nur in der beinahe schon  hypemässigen Berichterstattung in den jüngsten Zeitschriften, sondern auch daran, dass seit kurzem die 29er auch auf dem alten Kontinent auf den Rennstrecken sichtbar erfolgreich sind. Beispiele sind die Siege von Christoph Sauser an der Trans Germany 2010 und Platt / Sahm bei der Transalp, Platt auch an der Grand Raid, alle auf 29er. Währen der Durchbruch der 29er auf gewissen Langstrecken absehbar war, sagte Thomas Frischknecht noch im Mai anlässlich des 29er Workshops der Bikedays, dass sich 29er im Cross Country Rennsport nicht durchsetzen würden. Letztes Wochenende haben nun seine Jungs 29er in Muttenz eingesetzt und prompt die Plätze 1 und 3 belegt. Der Gesinnungswandel erstaunt doch etwas. Natürlich kann man spekulieren, dass auf 26″ Rädern das gleiche Resultat erzielt worden wäre, dass der Kurs in Muttenz 29er bevorzugt und dass die Räder der Profis wenig mit Mountainbike zu tun hätten. Dass die Athleten aber 29er nur aus Marketing-Gründen einsetzen, erscheint mir eine etwas gewagte These. Ohne handfeste oder mindestens psychologische Vorteile würde wohl keiner eine solche Umstellung wagen. Ich bin gespannt wie sich die Sache weiter entwickelt. Es wird interessant sein zu beobachten auf welchen Strecken die Sportler eher 29er und auf welchen eher 26er einsetzen.

Ich meine: Die 29er werden einfach eine Auswahl mehr im schon grossen Menu der Mountainbikearten. Die Frage 29er oder 26er stellt sich deshalb so nicht!

PS: Das Sportpanorma hat eine guten Bericht zu Muttenz geliefert.

Der Fräkmüntegg Wurzeltrail – Loop !

Heute war ich wieder mal mit dem 29er Hardtail unterwegs und die Umstellung war riesig. Die zwei Kilo Unterschied zum Fully sind massiv spürbar… genau richtig für die heutige Feierabend Tour. Ich arbeite seit meiner Rückkehr aus der USA in Luzern und so gibt es wohl in Zukunft mehr Beiträge zu den Bergen der Region. Am Nächsten liegt der Pilatus mit der Krienseregg und der Fräkmünt. Schon vor drei Jahren hatte ich mal ein grösseres Abenteuer hier erlebt.

Heute hatte es keinen Schnee und meine Planung ging perfekt auf. Gegend Abend verschwanden die letzten Regenwolken und die Sonne trocknete die Strassen ab. Wer die Trails hier erkunden will muss zuerst mal 1000m rauffahren. Die Pilatus Gondelbahn nimmt keine Mountainbikes mit und so muss man im Aufstieg oft etwas neidisch auf die Personen in den Gondeln blicken. Heute Abend waren zum Glück nicht mehr viele unterwegs und nach der Bergbahnfahrerei im Engadin war ich froh wieder selber den Berg raufzufahren.

Der Aufstieg verlief erstaunlicherweise ziemlich entspannt, trotz den ruppigen Abschnitten im obersten Teil. Auf der Fräkmüntegg genoss ich einmal mehr die schöne Aussicht. Danach folgte ich einem GPS-Track aus dem Internet. Dabei musste ich das Garmin GPSmap 60CSx etwas improvisiert am Lenker befestigen, weil ich die Halterung vergessen hatte. Natürlich überlebte die Konstruktion den Downhill nicht. ;-)

Die anschliessende Abfahrt lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: Wurzelhölle. Kilometerlang fährt bzw. läuft man über ein Gewirr aus glitschigen Wurzeln. Leider war das unter diesen Verhältnissen für mich nur sehr selten fahrbar. Zudem sind die Reifen auf dem Ti29-40 wohl nur für kalifornischen Wetter gedacht. Etwas fluchend kämpfte ich mich so talwärts. Entschädigt wurde ich mit grandiosen Blicken auf den abendlichen Vierwaldstättersee.

Zeitweise war der Weg etwas besser im Schuss und man konnte zufahren. Speziell die schnellen Abschnitte quer über grüne Wiesen haben mir gefallen. Gegen Ende gab es dann nochmals steile Schotterpassagen durch den sogenannten Schlund nach Horw. So kann ich diese Route leider nicht empfehlen, aber mein GPS hat noch viel Trails für weitere Feierabendrunden am Pilatus.

Statistik: 29.5 km, ca. 1068 Höhenmeter, Fahrzeit 3:03 h

Engadin – St. Moritz: Chillout-Biken im Stazerwald !

Nach den zwei anstrengenden Tagen war heute Chillout-Mountainbiken im Stazerwald angesagt. Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass ich ohne Bahnunterstützung bei der schnellen Gruppe keine Chance hätte. So war es denn auch und nach dem ersten Aufstieg liess ich die Pro’s ziehen. ;-) Der erste Loop zum Fullun Hügel entpuppte sich nicht nur als ziemlich technischer Singletrail auf nassen Wurzeln, sondern bot auch einige exponierte Stellen und dafür erneut schöne Blicke hinüber nach St. Moritz.

Trotz des Regens hängte ich noch einen Anstieg rauf zur Stazeralp an und genoss die, trotz Sonntag, leeren Alpwiesen. Doch das Mittagessen rief und so traf sich die ganze Gruppe ein letztes Mal zum feinen Essen im Restorant Lej Staz. Obwohl einige schon nach Hause fahren wollten, einigten wir uns noch auf eine kleine Runde ‘um den Morteratschgletscher zu sehen’. Natürlich wurde die kleine Runde etwas länger. Beim Morteratschtal angekommen beschloss die starke Gruppe noch eine Extratour einzulegen.

Die Folge war ein kleiner, steiler, technischer Loop entlang der Bernina. Während ich mich die Rampe raufkämpfte, überholte mich Nino Schurter im Schnellzugstempo. Nicht nur wir, sondern auch die richtigen Bikeprofis schätzen die Trails im Engadin! In strömendem Regen fuhren wir auf einem absoluten Traum-Singletrail der rechten Talflanke entlang zurück nach Pontresina und Celerina. Damit hat mein dreitägiger Aufenthalt aufgehört wie er begonnen hat – mit Regen und Kälte, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht! Schön war’s und ich komm garantiert zurück, es gibt noch einiges zu entdecken.

Eine Übersicht und mehr Informationen zum Mountainbiken im Engadin – St. Moritz gibt es in diesem Beitrag (Link folgt).

Statistik: 37.7 km, ca. 950 Höhenmeter, Fahrzeit 2:53 h

Engadin – St. Moritz: Die Frischi Bike Safari !

Heute stand das absolute Mountainbike-Highlight der Region Engadin – St. Moritz auf dem Programm: Die Frischi Bike Safari. ich hatte bereits vieles über die Tour mit den über 5000 Hm Abfahrt gelesen und war entsprechend neugierig. Mit Hilfe der Bergbahnen und einem ausgeklügelten Programm sollten wir von früh bis spät nur Eines tun: Die Trails oberhalb von St. Moritz rocken. Es wurde nicht zu viel versprochen…

Die Frischi Bike Safari lässt sich am Besten mit einem Blick auf das Höhenprofil zusammenfassen. Wir fuhren folgende sieben ‘Berge’:

  1. Celerina (1744m) – Marguns (2277m) – Las Trais Fluors (2752m) und Abfahrt via Cristolais nach Celerina
  2. Celerina – Marguns – Las Trais Fluors und Abfahrt via Fuorcla Valletta (2858m) und Alp Munt nach Celerina
  3. Celerina – Marguns und Abfahrt nach Chantarella
  4. Chantarella (2020m) – Corviglia (2486m) und Abfahrt nach Chantarella
  5. Chantarella – Corviglia und Abfahrt zum Lift Salastrains
  6. Salastrains (2047m) – Salastrains Bergstation (2688m) und Abfahrt nach Chantarella
  7. Chantarella – Corviglia – Piz Nair (3022m) und Abfahrt nach Champfer (1799m)

Werden die statistische Unschärfen weggelassen, gibt das rund 5500m Abfahrt bzw. Aufstieg, davon ca. 5100m per Bahn! ;-)

Um halb neun fuhren wir fünf und unser Guide Till erstmals den Berg hinauf. Als Überraschung gab es oberhalb des Morgennebels einige blaue Abschnitte am Himmel – die Stimmung stieg nochmals. Es folgten gleich mal zwei Abfahrten nach Celerina mit über 1000 Höhenmetern. Damit hätte man den Tag bereits beenden können, den beide Strecken boten einfach alles was man sich als Mountainbiker wünschen kann.

Im oberen Abschnitt gab es anspruchsvolle Wege in alpinem Terrain. Dazu gehörte das Queren eines kurzen Geröllfeldes und im zweiten Loop auch eine kleine Tragestrecke hinauf zum Fuorcla Valletta. Entschädigt wurden wir mit schönen Gebirgspanoramen. Im unteren Teil gab es einige technische Leckerbissen mit vielen Spitzkehren im steilen Wald. Der Rest war nur eins… Flow Trails vom Feinsten, sowohl im steinigen wie im waldige Terrain.

Beim vielen Bahnfahren fehlte die Zeit für lange Mittagspausen. So genossen wir einen mitgebrachten Lunch auf Marguns. Kalorien sind übrigens zwingend notwendig, denn entgegen der allgemeinen Meinung gehen die Abfahrten ganz schön an die Substanz. Natürlich gab es in unserer Gruppe auch Jungs, die noch genug Kraft hatten, um die Treppen zur Corviglia Standseilbahn hinauf zu hüpfen.

Die Frischi Bike Safari lässt sich ohne Guide nur eingeschränkt fahren. Die Sesselbahn Las Trais Fluors wird nur Mittwochs betrieben. Wer auch noch auf den Piz Nair will oder die Sesselbahn Salastrains nutzt, der kommt um eine gebuchte Tour mit Engadin Mountain Bike Tours nicht herum. Angesichts des Erlebniswertes und weil die Strecke auch mit GPS Tracks nicht einfach nachzufahren ist, kann ich eine gebuchte Tour für 95 CHF uneingeschränkt empfehlen.

Nach weiteren Abfahrten waren wir bereit für den Piz Nair. Mit der Gondelbahn fuhren wir auf über 3000m. Bei Nebel und Kälte wollten wir nicht auf dem Gipfel bleiben und suchten die Fallinie. Erstaunlich einfach ging es auf feinem Schotter runter zum Lej Suvretta. Hier konnten wir  zwischen einer technischen Abfahrt nach Champfer oder der Tourenvariante des Suvretta Loops nach Bever wählen. Natürlich entschieden wir uns für die erste Variante und genossen auf den letzten 1000m runter nochmals das ganze Fahrtechnikspektrum. Unten im Tal angekommen, fuhren wir via St. Moritz und den Bobbahntrail zurück nach Celerina.

Fazit: Die Frischi Bike Safari muss jeder gute Mountainbiker einfach mal gemacht haben. Die Eindrücke welche man am Abend an der Hotelbar mit den Mitfahrern teilen kann sind sehr intensiv und unvergesslich. Natürlich braucht die Tour gutes Material und einiges an Fahrtechnik. Für einen guten Hobbyfahrer (oder einen schlechten mit etwas mehr Mut ;-) ) ist die Tour durchaus machbar und zudem kann man je nach Geschwindigkeit die eine oder andere Bahnfahrt zufügen oder streichen. Eines hat die Frischi Bike Safari geschafft – meine Vorbehalte gegenüber dem ‘Bähnlifahren’ zu zerstreuen. ;-)

Statistik: 52.7 km (plus 21km mit der Bergbahn), ca. 5558 Höhenmeter Abfahrt, 329m Aufwärts (plus 5124m mit der Bahn), Fahrzeit 5:41 h

Eine Übersicht und mehr Informationen zum Mountainbiken im Engadin – St. Moritz gibt es in diesem Beitrag (Link folgt).