Die Abendtour vor dem Regen !

Draussen regnet es bereits. Schon von Weitem konnte man heute Abend die schwarze Wolkenwand der nächsten Regenfront auf dem Meer draussen sehen. So reichte es noch knapp für eine Abendrunde auf dem 17 Mile Drive. Die Lichtstimmung auf dem Meer war sehr schön – grau – grün und das silberne Licht. Fast wie Titan! :grin: Heute waren auch die Wale sehr nahe an der Küste. Leider klappte es mit dem Fotografieren nicht. Sobald man die Fontänen sieht und bis man den Fotoapparat hervorgekramt hat, sind die Tier schon wieder abgetaucht. Dann lassen es wir mal regnen, das gibt mehr Zeit zum Schrauben.

Statistik: 38,8 km, ca. 488 Höhenmeter, Fahrzeit 02:01 h

Projekt Ti29-40: Der Potts Titanium – 29er Rahmen !

Nach neun Monaten Wartezeit konnte ich dieses Wochenende meinen Custom – Titanium – 29er Rahmen persönlich in der Werkstatt von Steve Potts abholen. Es ist einfach schön, so ein kleines Kunstwerk, direkt vom Hersteller entgegen zu nehmen. Da bleiben auch keine noch so detaillierte Frage offen. Weil ich gleich da war, konnte ich noch einige Ersatzdecals und einen Ersatz-Schaltauge mitnehmen. Dazu gab es noch ein kurze Ausbildung im Decals aufkleben. Das scheint fast schwieriger als Titan schweissen zu sein.

Ich bin sicher, dass ich bei irgendwelchen Problemen mit dem Rahmen auch in Zukunft einen guten Ansprechpartner haben werde. Die Wartezeit von neun Monaten ist sicher lange. Ich glaube aber, dass es durchaus noch länger hätte sein können. Meine bevorstehende Rückreise in die Schweiz hat die Produktion wohl etwas beschleunigt. Wie in Foren zu lesen ist, warten andere Kunden auch mindestens neun Monate.

Mir gefällt der Rahmen mit seiner klaren und klassischen Form. Das Design ist zeitlos und elegant, die schwarzen Decals unauffällig. Der erste Blick geht natürlich zu den Schweissnähten und da gibt es nichts zu klagen. Die gut sichtbaren Stellen sind nahe an der Perfektion geschweisst. Aber auch sonst gibt es praktisch keine Ausreisser. Nur wer sehr genau hinschaut sieht einige Unregelmässigkeiten. Der Rahmen ist matt, bestrahlt mit Glasperlen. Gemäss Steve sieht das nicht nur gut aus; es verbessert auch die Oberflächenstruktur des Titans und macht es länger haltbar.

Wichtig und sichtbar ist  die Liebe zum Detail. Kein noch so kleines Teil ist irgendwie scharf oder sieht billig aus. Ein Highlight ist natürlich der einpolierte Namen auf dem Oberrohr (Wer gut schaut, sieht, dass ich ihn auf dem  ersten Foto digital wegpoliert habe). Damit kommt auch keiner auf die Idee so einen Rahmen jemals weiter zu verkaufen. Ich bin wirklich gespannt wie lange mich dieses Teil begleiten wird.

Das eine ist die Schönheit, das andere ist die technische Funktionalität. Auch hier lässt Steve nichts anbrennen und man merkt die Jahrzehnte an Erfahrung. Die Bremsscheiben-Aufnahme am Hinterbau zeugt davon. Es ist die Gleiche wie am Castellano Silk Ti, von John designed, von Steve gebaut. Die lange Strebe leitet die Bremskräfte gleichmässiger in den Hinterbau und gleichzeitig ist sie noch sehr schön. Ob dieses gebogene, verdrehte Wunderding jemals parallel zur Bremsscheibe sein wird, kann ich im Moment noch nicht beurteilen.

Schweisstechnisch ist sicher das Kurbelgehäuse die echte Herausforderung. Ich denke das Resultat kann sich sehen lassen. Ich wage es fast nicht an dieses Sattelrohr eine Schelle für den Umwerfer zu befestigen. Gespannt bin ich wie die Zugverlegung funktionieren wird. Alle Halterungen sind jedenfalls da wo sie sein sollten und die Shimano Zugführung unterhalb des Kurbelgehäuses ist auch schon montiert.

Die letzten beiden Fotos gibt es nochmals vom Ausfallende, diesmal die rechte Seite mit dem auswechselbaren Schaltauge aus Titanium. In den nächsten Wochen baue ich das Teil auf und dann gibt es auch erste Berichte wie sich der Rahmen in der Werkstatt-Praxis schlägt. So ein Mountainbike-Rahmen muss ja einige Toleranzen im Zehntelmillimeterbereich besitzen.

Wie man unten lesen kann, wiegt der Rahmen einige Gramm weniger als die Federgabel. Nicht schlecht. Ich habe aber keine Ahnung ob dies ein guter Wert für einen 29er Titanrahmen ist. Am Schluss zählt sowieso die Haltbarkeit und nicht das Gewicht.

Statistik: 1690g, Gekauft bei Steve Potts

Die windige Sonntagsspazierfahrt !

Heute Sonntag hatte ich wenig Zeit zum Biken (nicht nur weil ich meinen Titanrahmen fotografieren musste). ;-) Trotzdem gab es noch eine kurze Sonntagsspazierfahrt entlang des Coastal Trails. Es hatte wieder mal brutal Wind von der Meeresseite her. Das hiess nicht nur richtig in die Pedale treten, das hiess auch ‘Sand fressen’. Die Pelikane hatten es da einfacher, kein Flügelschlag war zu sehen. Je nach Fotografier-Richtung war es blau oder grau. Und wie immer – die Stunde draussen bei Wind und Wetter tat gut.

Statistik: 18,4 km, ca. 195 Höhenmeter, Fahrzeit 01:02 h

Projekt Ti29-40: Der Rahmen – Preview !

So, nach langem Warten konnte ich den Rahmen  persönlich in Empfang nehmen! Leider habe ich nach dem langen Tag heute Abend keine Zeit mehr mich länger damit zu befassen und darüber zu bloggen. Aber natürlich will ich den Lesern zum Sonntags-Brunch eine kleine Vorschau gönnen. Erste Eindrücke: Titan ist schön, edel und leicht. Man muss sich zurückhalten um nicht den Rahmen zu streicheln….  ;-) Morgen (bzw. am Montag in Europa) gibt es dann detaillierte Informationen und Fotos. Ich kann nur sagen: Das Warten hat sich gelohnt!

Die Fahrrad-Waage !

Ich gebe es ja zu, man (n) muss schon etwas geistesgestört sein, um sich ein Waage zuzulegen mit dem Ziel, die Fahrradteile auf das Gramm genau abzuwägen. Auf der anderen Seite sehe ich mich damit in guter Gesellschaft, gibt es doch in den einschlägigen Foren haufenweise Teile-auf-der-Waage-Bilder zu sehen. Nun, solange ich beim Körpergewicht in Kilogramm oder Zentner messe, sind die Gramms eigentlich zu vernachlässigen. Trotzdem macht das Wägen Spass, schon nur wegen der Statistik. Zudem gilt der alte Spruch immer noch: “Ein Gramm leichter kostet 1 CHF, oder wohl eher 1 EUR!” Man möchte ja sehen wohin das Geld hingeht.

Ich kaufte die Hängedigitalwaage DS-1 von Park Tool. Das Ding lässt sich einfach am Bike-Rack oder sonstwo montieren und zeigt zuverlässig das Gewicht an. Eine Taste ist für die Tara-Funktion, eine zum einfachen Umschalten zwischen Unzen und Kilogramm. Maximalgewicht ist 25kg und die Präzision auf 20g genau.

Für die kleineren Teile (und die Küche) gibt es die Tischwaage DS-2. Das Ding wägt alles bis zu drei Kilo auf das Gramm genau. Auch hier gibt es eine praktische Tara-Taste und eine Gramm/Unze-Taste. Hier in der USA ist die Unze Taste ziemlich wichtig. Sonst gibt es da nicht viel zu sagen, ausser…

…dass nach dem ersten Wägen einiger Teile das Fazit schon jetzt klar ist: Die Herstellerangaben sind mit grosser Vorsicht zu geniessen. Doch dazu später mal mehr.

Probleme mit dem Hoster !

Nun, ich war bisher eigentlich sehr zufrieden mit hoststar, der Hosting Firma dieses Blogs. Seit einiger Zeit stelle ich aber kleiner Systemausfälle fest. Zum einen war letzte Woche die ganze Domain für zwei mal einen halben Tag weg. Das ist besonders ärgerlich, weil ich sämtliche e-Mails über spoony.ch schleuse und so auch meine ganze Familie dranhängt.

Immer wieder gab es zudem kleinere Ausfälle der SQL Datenbank. Vor einigen Tagen war die Datenbank für mehrere Stunden offline. Der Blog zeigt dann nur noch eine lapidare Fehlermeldung. Deshalb ein grosses Sorry an jene Leser, die vor einem weissen Bildschirm gelandet sind. Ich muss mal schauen, wie man dieses Problem umgehen kann und eine etwas bessere Fehlermeldung erscheint.

Ein weiteres Problem ist, dass in diesen Situationen sämtlicher Spammail direkt an den Mailaccount weitergeleitet wird. Mir ist das noch egal, bei meinen Kindern hört der Spass aber rasch auf. Der Grund für die SQL Probleme ist mir nicht ganz klar. Eventuell hat der Server bzw. die Datenbank Probleme mit zu vielen Zugriffen und hängt sich auf.

Was tun? Es ist mir klar, dass ich für 60 CHF pro Jahr keinen richtigen Service erwarten kann. Die Erfahrung zeigt, dass in den Nachtstunden sich niemand um die Probleme kümmert. Was den Europäer vielleicht nicht stört, ist für mich in der USA nervig. Hoststar verspricht 99% Verfügbarkeit. Das heisst umgekehrt, dass pro Jahr 88 Stunden Totalausfall möglich sind. Objektiv betrachtet wurde diese Zahl bisher wohl nicht überboten.

Die weiteren Angebote von Hoststar bieten nicht wirklich eine Lösung des Problems. Die Angebote unterscheiden sich nur im Speicherplatz und in der Anzahl Datenbanken. Ich brauche aber keine 100 mySQL Datenbanken, nicht mal 25, eine die funktioniert wäre schon genug.

Die Alternative wäre ein virtual oder dedicated Server. Das hätte noch einige Vorteile mehr. Beispielsweise könnte man einen Proxy einrichten und so im Ausland (wie ich hier in der USA) geo-gesperrte Programme laufen lassen, wie beispielsweise Zattoo. Ein dezidierter / virtueller Server macht aber nur Sinn, wenn ich wirklich vollen Zugriff auf die Apache Konfigurationen habe und so WordPress richtig nutzen kann.

Ein kurzer Blick auf Google zeigt, dass diese Angebote nicht billig sind und sich eher im Bereich 60 – 200 CHF pro Monat bewegen. Alternativ könnte man natürlich einen eigenen Server aufsetzen. Es scheint, dass ein schneller Breitbandanschluss und eine feste IP Adresse für einen Blog dieser Grössenordnung vollauf genügen würden. Mal schauen, wenn ich zu Hause in der Schweiz bin, überlege ich mir das Projekt noch. Zuerst muss aber mal die interne Datenverteilung geregelt werden. In Zukunft sollte irgendwo im Haus ein Media- und Datenserver stehen. Von da ist es dann nur noch ein  kleiner Schritt zum eigenen Webserver.

Fazit: Ich hoffe hoststar, bzw. der Hoster von hoststar können noch etwas an der Zuverlässigkeit schrauben. Nachdem ich diesen Post geschrieben habe, geht es mir wieder besser und die Tatsache, dass ihr diesen Beitrag lesen könnt bedeutet, dass alles wieder läuft. ;-)

Am Wegesrand…

…gibt es viel zu sehen. Heute wollte ich die Trainingsrunde auf dem 17 Mile Drive langsam angehen. Dafür richtete sich das Objektiv und der Blick wieder mal etwas auf den Wegesrand. Neben den Blumen sind nun auch die japanischen Kirschen am blühen. Schon länger wollte ich mal den rostigen Ford Truck fotografieren. Der Rost passt gut zu meinem Mountainbike, das auch langsam wegrostet. Sogar das Foto scheint an den Ecken etwas im Gegenlicht zu rosten. :smile:

Auch ein Fotosujet sind die schöne Kakteen vor einer Residenz in Pebble Beach. Dafür habe ich heute extra in einer Abfahrt gebremst. Rechts sieht man noch den Unterschied zwischen einer privaten Gemeinde und einer öffentlichen Gemeinde. In Pebble Beach wird vor jedem Regen sichergestellt, dass der Strom nicht ausfällt. Bei uns bleibt man dann wieder ein paar Stunden im Dunkeln. Schön war’s!

Statistik: 38,7 km, ca. 457 Höhenmeter, Fahrzeit 02:01 h

Projekt Ti29-40: Das Zubehör !

Nun, wie angekündigt war der Postbote bei mir. Es gab eine Kiste voller schöner Anbauteile für mein Mountainbike. Für einen ersten Vorgeschmack gibt einen Blick auf die Kisten. Natürlich habe ich gleich mal alles ausgepackt und bestaunt. Leider fehlte der King Cage in der Kiste, obwohl er auf der Lieferliste abgestrichen war. Nun wird sich herausstellen, ob die Firma Competitive Cyclists etwas taugt. Eine erste Rückmeldung der Sales Abteilung war jedoch positiv.

Angesichts der vielen Schrauben und Anleitungen habe ich vor dem Aufbau doch ziemlich Respekt. Die High-End Teile sind doch teuer und das filigrane Aluminium ist schnell mal ‘vermurkst’. Nun, ich werde mir Zeit nehmen und wenn der Aufbau in der USA nicht mehr reicht, werde ich eben in der Schweiz weiterwerkeln. Der Sinn und Zweck des Projektes Ti29-40 ist ja auch endlich mal fahrradtechnisch etwas selbständiger zu werden. Entsprechend werde ich die einzelnen Teile in den nächsten Wochen hier auch lang und breit vorstellen, quasi als ein Anleitungsbuch mit technischen Daten und Links zu den Herstellern für mich selber.