Kleine Sommer – Sonntagsrunde !

Blauer Himmer - Oh Wunder...Die Äpfel künden den Herbst an

Blauer Himmel – ein rares Gut in diesem Sommer, aber heute gab es mindestens zeitweise etwas davon. Meine Frau und ich nutzten die Gelegenheit für eine gemeinsame Sonntagstour auf einer leicht abgewandelten Standardrunde nach Burgdorf. Irgendwie hatte ich nach der VexLaax14 zwei Wochen keine Lust mehr aufs Mountainbike zu sitzen. Die drei Fullies liegen immer noch demontiert im Veloraum und so muss ich wohl oder übel das Ti29-40 nehmen.

Burdorf Allmend und Kinderfest

Was für eine Wohltat. In kurz-kurz, mit den leichten Bikeschuhen und ohne grossen Rucksack fliegt das 29er Hardtail nur so über die Feldwege. Die Alpen sind schön, aber irgendwie habe ich das Flachlandbiken auch vermisst… ;-) Entlang der Route fällt mir auf, dass das Korn weg und der Mais schon fast reif ist; zudem hängen die Äpfel schwer an den Bäumen. Untrügliches Zeichen, dass der Herbst nicht mehr weit weg sein kann.

BMX Anlage AlchenflühEntenteich @home

Nach Bier und Bretzel im Schützenhaus fahren wir entlang der Emme zurück nach Hause. Die BMX Bahn in Alchenflüh scheint übrigens kurz vor der Eröffnung zu sein. Toll, dass in unserer Gegend so etwas gebaut wird. Sehr schön dieser Sonntag und immer wieder eine Riesenfreude zusammen mit meiner Frau unterwegs zu sein.

Statistik: 43.5 km, ca. 287 Höhenmeter, Fahrzeit 2:32 h

Montagsgedanken – 10!

Mutterkuhregel...

Auf meiner VexLaax14 Tour hatte ich wieder mal ein ‘Mutterkuhnaherlebnis’. Im Bikeprospekt der Gemeinde Flims werden zu diesem Problem obenstehende Regeln aufgeführt. So schön die Theorie. In der Realität fahre ich auf einem schmalen Schotterweg bis ganz nach Hinten ins Val da Pigniu – strömender Regen – als vor mir eine Kuhherde steht. Ca 15 Kühe mit etwa 8 Kälbchen, die Kleinsten noch richtig klein. Alle stehen auf dem Strässchen, glotzen mit aufmerksamem Blick zu mir, rechts geht es 7 Meter runter zum Bach, links geht es steil den Wald hinauf. Mittendurch oder nicht? Lieber nicht! 8km zurückfahren und das Tal 500 Höhenmeter weiter unten queren? Garantiert nicht! So schleppe ich das Bike unter den spöttischen Blicken und ermunterndem Muhen der Mutterkühe zum Bach runter, dem Bach entlang und wieder rauf auf den Weg. :-( Wieso stehen diese Kühe immer in Engnissen? Nun ja, ich habe es überlebt und das vorletzte Mutterkuherlebnis führte mich übrigens über die Geleise der Rhätischen Bahn. ;-)

Geht das nur mir so? Ähnliche Erfahrungen?

Laax – Übersicht !

Panorama Ferienwohnung Laax Grau

Zum Abschluss unserer kleinen (Bike-) Ferienwoche in Laax eine Zusammenfassung und ein kleiner Spotcheck. Laax, welches im Sommer als Flims vermarktet wird, hat uns gut gefallen. Natürlich hatten wir mit unserer Ferienwohnung und besonders mit der Aussicht vom Balkon viel Glück, wie die Fotos beweisen. Die Infrastruktur in Laax ist hervorragend, vom Shuttle-Bus, zu den aktuellen Prospekten bis zur tollen mobilen Webseite von Flims mit Biketouren und allen Infos.  Biketechnisch konnten wir wettermässig nicht alles ausprobieren (besonders die Gravity-lastigen Highlights Runcatrail und Never End Trail nicht), aber so ganz vergleichbar mit Davos oder Lenzerheide scheint mir die Gegend nicht zu sein. Das liegt nicht nur an den teuren Einzelfahrten der Bahnen, sondern auch am teilweise geografisch etwas eingeschränkten Tourengebiet. Das ist aber Jammern auf sehr hohem Niveau und Mountainbiker sind 1. herzlich willkommen und finden 2. vor Ort eine spezifische Bikeinfrastruktur vor – nun, im Bündnerland zum Glück Standard.

Laax MiniatureChur Downtown

Landschaftlich gibt es, dank dem Flimser Bergsturz viele Spezialitäten zu entdecken, die Rheinschlucht und die kleinen Badeseen sind sicher die Highlights. Bei Regenwetter ist Chur für einen Ausflug nur kurz entfernt und die Strassenanbindung ist natürlich sehr gut. Das romanische Umfeld der Surselva sorgt zudem für echtes Bündner Flair. Insgesamt waren wir sehr zufrieden und kommen sicher wieder in die Region – Es hat da noch einige Dinge auf der To Do Liste!

Piz Fess GrauPiz Fess Grau

Meine Beiträge zu Laax:

 Panorama Ferienwohnung Laax Blau

 

Laax – Bargis und Flimserstein !

Bargistal - GrauBargistal - Blau

Der letzte Tag in Laax und Nationalfeiertag. Bereits am Morgen prasselt der Regen aufs Dach und wir drehen uns in den Betten nochmals um, statt wie geplant den Runcatrail zu rocken. Irgendwann zieht es uns trotzdem aus den Federn und wir nehmen Regenjacken und steigen ins Postauto nach Bargis auf 1534m. Im Restaurant gibt es erst etwas zu Mittagessen und oh Wunder, die Sonne existiert doch noch.

Panorama Bargistal vom Felsenweg Flimserstein aus

Felsenwege ziehen magisch an und so fällt unser Blick rasch auf den steilen Weg, der sich kunstvoll von Bargis auf den Flimserstein durchs Felsband zieht. ‘Nur schnell da rauf’, heisst die Losung und so wandern wir los. Mit jedem Meter entledigen wir uns einer Kleiderschicht und auf halben Weg ist der Sommer zurück und lässt das wunderbare Bargistal in frischem Licht erscheinen. Ironischerweise habe ich mir beim 30 minütigen Aufstieg einen schönen Sonnenbrand eingefahren… ;-)

Panorama von Tegia Grinda auf dem Flimserstein

Auf dem Flimserstein hat der männliche Teil erstmal genug und geniesst die tolle Aussicht, während Frau noch eine Monstertour rauf zum Fil de Cassons anhängt, dort feststellt, dass die letzte Bahn ins Tal weg ist und den langen Abstieg nach Flims unter die Wanderschuhe nimmt. Währenddessen hängen die Jungs bereits am Lag Grond in Laax im Festzelt des 1. Augusts. Zum Glück hatte ich das erste Bier noch nicht gehabt und kann meine Frau bei Foppa aus der kleinen Bergnot retten. ;-)

Auf dem Flimserstein1. August am Lag Grond

Den Abend und unsere Ferien in Laax lassen wir gemütlich am Lag Grond ausklingen. Ein sehr stimmiger Ort für ein 1. August Fest und ein versöhnlicher Abschluss dieser Woche, die mindestens wettermässig sehr durchzogen war.

Laax – Der kurze Safiental – Loop !

Aufstieg von Bonaduz nach SculmsWiesentrails ins Safiental

Nach einem Regentag, den wir mit einem kurzen Ausflug nach Chur verbrachten, geht es heute wieder auf das Mountainbike. Wir machen eine kleine Tour ins Safiental. Start ist in Bonaduz – wir parkieren auf dem Gratisparkplatz am Dorfausgang in Richtung Versam. Das Safiental ist ja genügend bekannt und nebst Winterbiken lockt normalerweise auch der Tomülpass am Talende. Mich reizt erneut ein alter in den Fels gehauener Weg auf der rechten Talseite. Wer sich mehr zu den Verkehrswegen im Safiental interessiert, empfehle ich diese Arbeit der Uni Bern. Ziemlich ‘stotzig’ steigt es erst durch den Crest’ Aulta bis auf 945m, wo das Strässchen schliesslich ins eigentliche Tal einbiegt.

Panorama - Alte TalstrasseAbenteuertunnelVerschüttete Strasse

Ab Sculms wird der Weg immer wie schlechter und wir lassen den letzten Hof hinter uns. Auf einem einsamen Feldweg geht es weiter bis zu den ersten ‘Tobel’, die der Weg zunehmend spektakulärer überwindet. Mit viel Spass fahren wir durch dunkle Tunnel, Bachrinnen und über einen immer schmaleren Weg. Der Blick ins tiefe Tal wir immer tiefer… Die Strecke ist bis vielleicht auf wenige Meter vollständig fahrbar – toll!

Tolle Blicke runter ins Tobel zur RabiusaEgschi-Stausee entleert

Beim Stausee Under Eschgi ist ausgetrailt und wir überqueren die Staumauer und wechseln damit die Talseite. Dem Stausee fehlt das Wasser und tief im See sind Arbeiter bei der Revision der Anlage. Immer wieder ein lustiger Anblick, so ein geleerter Stausee. Wir halten einen Mittagsrast ab und verpflegen uns aus dem Rucksack! Auf der heutigen Strecke gibt es keine Einkehrmöglichkeit.

Blick zurück auf die andere TalseiteAclatobel - Nur im Tunnel

Zurück talauswärts geht es auf der offiziellen Strasse hinaus aus dem Safiental. Die Strasse wird im Moment ausgebaut und der alte Flair der Naturstrasse scheint zunehmend zu verschwinden. Ich verstehe aber, wenn die Talbewohner für Nostalgie wenig übrig haben. Bevor es runtergeht, müssen noch einige Höhenmeter erklommen werden und genau am Höhepunkt der Tour auf 1275m beginnt es wieder zu regnen – Kleiderwechselhalt! Beim Aclatobel (siehe Bild oben rechts) führt ein langer Autotunnel durch den Berg. Wir versuchen zuerst aussen rum zu fahren, aber Erstens ist der Wanderweg offiziell geschlossen und Zweitens sieht er vor Ort auch so aus. Deshalb nehmen wir den Express durch den Tunnel – ebenfalls der Hauptgrund, wieso man die Tour nicht in umgekehrter Richtung fahren sollte.

Rossbodatrail von Versam ins Versamer TobelAlte Brücke über das Versamer Tobel

Bei Versam weichen wir vom GPS Track ab und nehmen den Singeltrail via Rossboda runter zur Versamer Brücke. Sehr empfehlenswert. Im Versamer Tobel wird ebenfalls massiv gebaut, angesichts der kiesig steilen Wände der Schlucht keine Überraschung. Eine neue Brücke überspannt nun die Schlucht, die alte von 1897 sieht wirklich nicht mehr sehr gesund aus. Gleich nach der Brücke geht es rechts weg und auf einem steilen, aber fahrbaren Serpentinenweg hinauf nach Parstogn. Oben angekommen biegen wir zum Dessert ein, ein Singletrail der parallel zur Strasse hoch oben der Bergflanke entlang führt.

Traumtrail hoch über der RheinschluchtRheinschlucht von Rieventius aus gesehen

Der Trail bietet nicht nur in Sachen ‘ausgesetzt sein’ einiges (eventuell mal absteigen), sondern liefert auf einer Brücke geniale Ausblicke hinunter in die Rheinschlucht (siehe auch bei Rotscher). Der perfekte Abschluss für diese kleine Tour in den vorderen Teil des Safientals – wenn wir mal die letzten Kilometer bei strömendem Regen zurück zum Parkplatz ausblenden. ;-) Das nächste Mal dann wieder weiter hinten.

Statistik: 33.5 km, ca. 945 Höhenmeter, Fahrzeit 2:54 h