Die Testtour nach Selzach !

Da mein Fully ziemlich schwer verletzt im Bikeraum liegt, muss ich auf Plan B ausweichen. Mit Schrecken stelle ich fest, dass ich das Ti29-40 seit 10 Monaten nicht mehr bewegt habe. Etwas die Reifen gepumpt und raus in die Natur. Auf den ersten Metern weiss ich wieder wo das Problem ist, die Bremsen greifen ins Leere – da müsste man(n) wieder die Maguras entlüften. Ich hasse Bremsen entlüften. 😉 Die Ausfahrt auf dem Ti29-40 macht trotzdem einen Riesenspass, was für ein tolles Bike !

Morgen ist die grenzwertige Biketour im Emmental und da will ich kurz eine Testfahrt machen. Das Wetter ist grandios und der Frühling in vollem Schwung. Die Obstplantagen bei Selzach sind in voller Blüte. Über das Länghölzli und den Bellacher Weier fahre ich zurück nach Hause.

Statistik: 17.3 km, ca. 170 Höhenmeter, Fahrzeit 0:56 h

PS: Dieses Wochenende bin ich wieder in Selzach durchgefahren, die Frostnächte haben den Plantagen den Garaus gemacht – sieht nicht gut aus…

Das Schaltwerkmassaker !

Der Bikegott meint es in diesen Wochen nicht gut mit mir. Da überwinde ich mich trotz massivem Wind und schlechtem Wetter zu einer kurzen Ausfahrt und dann so ein Beitragstitel. Noch ahnungslos fahre ich auf dem Radweg entlang der Hauptstrasse von Solothurn nach Grenchen. Die Gerade entlang des Jurasüdfusses ist endlos und zum Glück bläst der Wind in den Rücken.

In Grenchen ist Umkehrpunkt und auf dem menschenleeren Dorfplatz kontrolliere ich meine weitere Route. Vor der ETA Fabrik geht es aufwärts, ich greife in den Schalthebel und ein fürchterliches Geräusch kommt von der Hinterachse. Beim Blick nach unten traue ich meinen Augen nicht: Das Schaltwerk hat sich in die Speichen gewickelt, ist gebrochen, die Kette in alle Richtungen gebogen und gerissen. Kann ja nicht sein, denke ich mir, so einen Antritt habe ich unmöglich!

Zum Glück ist meine Frau auf Pikett und holt mich wenig später mit dem Auto ab und bringt mich nach Hause. Ich kann den Schaden kaum glauben, bin froh, dass es das Hinterrad nicht ausgespeicht hat. Trotzdem, das sollte wirklich nicht passieren! Ursache? Mein Velomech meinte in Ferndiagnose, dass ein krummes Schaltauge evtl schuld sei. Ich schliesse das aus. Eher schon hat das Schaltwerk selber einen Schaden gehabt.

Beim näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass die Befestigungsschraube der DT Swiss Steckachse bzw des Schaltauges am Rahmen glatt abgeschert ist. Leider kann ich  nicht beurteilen, ob das eine Ursache oder eine Folge des Schadens ist. Neue Teile sind bestellt, der Reparaturbeitrag folgt bald. 😉

Statistik: 11.7 km, ca. 40 Höhenmeter, Fahrzeit 0:35 h

Der Büren Loop !

Heute war wohl einer der ersten richtigen Frühlingstage in diesem Jahr – stahlblauer Himmel und angenehme Temperaturen. Zum Glück konnte ich mich etwas früher von der Arbeit losreissen (wie man sieht ausnahmsweise nicht in Genf) und eine Feierabendrunde fahren. Immer schön entlang des Buechibärges fuhr ich bis nach Büren an der Aare.

Obwohl es bereits sichtbar im Wald spriesst, braucht die Natur noch ein bis zwei Wochen für die volle Frühlingspracht. So ist der Bärlauch erst zaghaft in den Startlöchern und im Wald sind die Blumen noch rar. Dies im Kontrast zu den Gärten, wo Krokusse, Schneeglöggi und weitere Frühlingsblumen um die Wette blühen. Auf der Rütihöchi (507m) ob Rüti bei Büren halte ich an und geniesse die Abendsicht über das Aaretal.

Ab Büren führt der Rückweg entlang der Aare via Altreu, wo die Störche klappernd den Frühling spüren und aktiv für Nachwuchs sorgen. Bereits werden die Schatten länger und mit der untergehenden Sonne fahre ich wieder in Solothurn ein, rechtzeitig um das alte Spital im letzten Licht zu fotografieren. Schöne Feierabendrunde!

Statistik: 38.9 km, ca. 360 Höhenmeter, Fahrzeit 1:58 h

Kleine Sonntagsausfahrt !

Erster Sonntagsausflug in diesem Jahr zusammen mit meiner Frau. Das e-MTB hat den Winter gut überlebt und so fährt meine Angetraute weiterhin federleicht die Hügel rauf und ich schnaufend auf Formsuche hinterher. 😉 Zum Glück ist die heutige Runde nur kurz. Wir fahren durch die Solothurner Quartiere rauf zum Höchifeld bei Oberdorf. Anschliessend geht es rüber nach Im Holz und die Froschwarntafeln künden eindeutig den Frühling an.

Im Busletenwald geniessen wir die Singletrails und lassen die Tour bei warmem Wetter auf der Terrasse des Pier 11 mit Blick auf die Aare ausklingen. Das Plättli mit Buechibärger Wurstwaren und -Käse war übrigens Top, speziell der Käse!

Statistik: 17.9 km, ca. 230 Höhenmeter, Fahrzeit 1:18 h

Der Wangen a/A – Burgdorf Loop !

Das neue Jahr beginnt wie das alte geendet hat. Ich finde am Wochenende oft weder Kraft noch Motivation für Biketouren und so gab es im Februar erneut ein Nullkilometermonat. Doch der Frühling kommt in Riesenschritten näher und heute passt alles. Ich fahre eine grosse Runde: Solothurn – Wangen an der Aare – Burgdorf – Solothurn. Heute war ich erstaunt, wie rasch sich die Landschaft in unserer Region ändert.

Im Attisholz steht auf der gegenüberliegenden Seite der Aare der Komplex der neuen Biotech Firma bereits dominant in der Landschaft. Da zeigen sich interessante Kontraste zwischen alter und neuer Industrie. Etwas weiter wurde bei Flumenthal entlang der Aare eine neue Zufahrtsstrasse und gleichzeitig biologische Ausgleichsflächen gebaut. Das Ziel ist, entlang der kanalisierten Aare, natürliche Biotope mit Artenvielfalt entstehen zu lassen.

Den Bibern gefällt es schon länger an diesem Aareabschnitt. Heute sah ich, dass die von den Bibern gefällten Bäume mit dicken Seilen angebunden werden. Das sei gut für die Biber und verhindert, dass diese erstens zu viele Bäume fällen und zweitens bei Hochwasser die Stämme eine Gefahr werden. Ich befürchte solche Dinge gibt es nur in der Schweiz.

In Wangen an der Aare fahre ich über Inkwil – Aeschi – Seefeld – Grasswil – Wynigen bis nach Burgdorf. Bei Aeschi sah ich heute etwas, das es definitiv nur in der Schweiz gibt und unter die Kategorie ‚Die Spinnen die Schweizer‘ fällt: Zwei 300m Schiessstände ca. 200 Meter voneinander entfernt. Der Grenzstein zwischen dem Kanton Solothurn und Bern ist des Rätsels Lösung. Geht ja gar nicht, dass man da einen gemeinsamen Schiessstand hat. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die Solothurner Kugeln doch noch während ca 100m über Berner Territorium fliegen. 😉

Im Schützenhaus hat man die grosse Terrasse noch nicht bereit, dafür gibt es auch in diesem Jahr mein Bikezvieri – Ämmebier und Bretzel! Zurück fahre ich entlang der Emme bis Solothurn. Eine langer Loop, der bei mir hoffentlich das Bikefieber fürs neue Jahr geweckt hat.

Statistik: 62 km, ca. 389 Höhenmeter, Fahrzeit 3:08 h