Beiträge des Monats - Juli 2006

Die Fahreigenschaften !

Bereits sind einige hundert Kilometer mit dem neuen Bike abgefahren und es lassen sich erste Aussagen zu den Fahreigenschaften und der Technik machen. Nun, im Vergleich zu meinem alten Hardtail ist das SCOTT weiterhin extrem wendig, spritzig und bequem. Speziell berauf- und bergab zeigt es sein ganzes Talent. Längere Fahrten in der Ebene und auf Kies sind immer noch etwas ungewohnt und führen zu Schmerzen im Hintern und teilweise auch in den Händen.
Die Scheibenbremsen greifen gut, quietschen aber zeitweise. Nach einer bösen Talfahrt dem First-Lift entlang, glühte die Scheibe und seither ist sie blau angelaufen. Keine Ahnung, ob dies die Funktionalität einschränkt. Weitere Details sind die Sattelstütze, die sich bei gröberen Talfahrten immer wieder von alleine absenkt und der rechte Griff, der sich verschiebt. Bei nächsten bzw. ersten Händlerbesuch werden wir diese Garantiearbeiten erledigen. Ansonsten läuft alles wie Butter!

Die Hasenmatt !

 

Einer der schöneren Ausflüge im Raum Solothurn führt auf die Hasenmatt. Da ich dieses Mal mit meiner Tocher unterwegs war, legte ich die 1000 Höhenmeter mit Motorenkraft zurück. Der Weg führt via Solothurn – Langendorf – Oberdorf nach Im Holz und danach auf einer Naturstrasse steil den Berg hinauf. Oben empfängt der Gasthof Althüsli (1317m). Zu Fuss ist es dann nur noch einen Katzensprung bis auf die Hasenmatt (1444m). Obwohl Weissenstein, Grenchenberg und Belchenfluh bekannter sind, überragt die Hasenmatt sie alle.

Die Hasenmatt, die auf der einen Seite steil, auf der anderen tatsächlich als Matte mit Kühen daherkommt, ist der höchste Punkt im Kanton Solothurn und für uns Solothurner natürlich ein Erlebnis. Der Blick aufs Mittelland und den Aareverlauf ist fantastisch. Schliesslich tragen wir uns noch ins Gipfelbuch ein und studieren die vielen Beiträge von Wanderern aus nah und fern. Für mich ist klar: einer der nächsten Biketouren wird auf die Hasenmatt führen. Zum Schluss genehmigen wir uns an diesem schönen Sonntag noch eine Meringue im Althüsli. Wer nicht strampeln muss kann sich eine solche Sünde ja leisten.

Die Kleine Scheidegg !

Als Übernachtungsgelegenheit lässt sich das Hotel Lauberhorn in Grindelwald nur wärmstens empfehlen. Die familiäre Atmosphäre und Bike- Infrastruktur sind sehr gut. Gestartet wird auf dem grossen Parkplatz der Männlichen- Bahn (943m). Nach dem Bahnübergang geht es nur noch aufwärts. Bis zum Berghaus Brandegg, das als Kaffeehalt dienen muss, fährt es auf Teer, danach auf Schotter. Nach rund 1000 Höhenmetern mit Zwischenhalt in Mettla und einer kleinen Schiebepassage kann man das einzigartige Panorama auf Eiger, Mönch und Jungfrau sowie die bewundernden Blicke der japanischen Touristen geniessen. Dank einem kleinen Mittagessen und Rivella Grün auf der kleinen Scheidegg (2061m), bleibt noch Kraft um in Richtung Station Eigergletscher zu treten.
Auf der Krete (2200m) mit wunderbarem Blick auf den Eigergletscher heisst es dann kapitulieren. Ohne die vielen Wanderer wäre der schmale Gratweg auf der Moräne eine Herausforderung gewesen, aber so ist es wohl besser umzukehren und via Wengernalp den langen Downhill nach Wengen zu fahren. Auf breiten Alpwegen rollt es schnell und gefahrlos hinunter. Ab Wengen geht es dann in schwierigen und steilen Kehren die Flue nach Lauterbrunnen hinunter. Es ist nicht empfehlenswert es umgekehrt zu versuchen. Wenn ich denke, dass die Teilnehmer des Inferno Triathlons nach der Bikestrecke bereits die Grosse und die Kleine Scheidegg in den Beinen haben und hier noch locker aufs Schilthorn rennen, kann ich nur meinen Respekt zollen. Ich selber geniesse an diesem heissen Tag mit 33°C die schattige Strecke entlang der weissen Lütschine hinunter nach Zweilütschinen (655m).
Ab dort geht es wieder hinauf nach Grindelwald. Der lange Anstieg bei Stalden in der brutalen Nachmittagssonne erscheint endlos. Die Trinkvorräte sind schon lange erschöpft und Grindelwald immer weiter weg. Aber schliesslich habe ich es doch geschafft und den rettenden Parkplatz in Grund wieder erreicht und damit die Tour abgeschlossen. Fazit: Eine schöne Rundtour um Lauberhorn und Männlichen, ohne spektakuläre Singletrailerlebnisse, aber mit einem kernigen Aufstieg entlang beeindruckender Bergkulisse.

Die Grosse Scheidegg !

Wegen dem wunderbaren Wetter und den Temperaturen oberhalb 30°C war der Entschluss 2 Tage Bike Ferien zu nehmen, rasch gefällt. So zog es mich nach Grindelwald, um am ersten Tag eine Tour “Grosse Scheidegg – First” und am zweiten Tag “Kleine Scheidegg – Wengen” zu fahren. Ein grosser Teil der Strecke folgt dem Eiger Bike Marathon. Wegen der Hitze war der Start früh am morgen und los ging es beim Parkplatz Pfingstbahn (1020m). Immer schön im Schatten des Wetterhorns entlang, geht es über kleine Wege und ein Stück Waldtreppe zum Hotel Wetterhorn. Dort steht die Replik der ersten Standseilbahn Europas. Danach geht es die geteerte Strasse via 19 Kurven auf die Grosse Scheidegg (1962m) hinauf. Die Anstrengung wird eingerahmt vom Dü-Da-Daa des Postautos. Im Restaurant genehmige ich mir einen ersten Kaffee und geniesse die famose Aussicht. Obwohl es ein Dienstag ist, hat es zwei andere Biker, die den Weg von Meiringen her unter die Pedale genommen haben.
Ab hier geht es nun auf einem herrlichen Singletrail via Wanderweg hinüber zur Bergstation First (2200m). Highlight ist eine kleine Brücke über den Bergbach. Im Berghaus First gibt es erst einmal einen kleinen Snack. Trotz den Völkerwanderungen asiatischer Touristen bike ich weiter bis zum Bachsee (2265m).
Die Strasse ist breit und trotz Bikeverbot gibt es keine Probleme mit den Wanderern. Natürlich ist dies keine Strecke, die man am Wochenende fährt. Der Singletrail runter zum Waldspitz ist dann technisch schwieriger und nicht mehr so einfach zu fahren. In Missachtung der guten Ratschläge auf der Karte, war dann der Weg hinauf in Richtung Bussalp ein Fall für Abenteurer. Der Trail nur noch ein grüner Streifen in der grünen Wiese. In der Folge war Bike tragen angesagt. Schliesslich habe ich doch noch die Alp Holzmatten (Feld, 2130m) erreicht.
Als Belohnung winkt ein wunderbarer Bergfrühling, mit Blumen soweit das Auge reicht. Der anschliessende Trail runter auf die Bussalp macht extrem Spass. Nach dieser Leistung darf ein kühler saurer Most im Restaurant Bussalp (1823m) natürlich nicht fehlen. Es folgt die lange, sehr lange Abfahrt auf Forst- und kleinen Teerstrassen hinunter nach Grindelwald. Der Weg führt via Uf Nothalten unterhalb die Mittelstation der First Bahn. Danach habe ich den Weg entlang der Firstbahn genommen. Ein richtiger Bremsenkiller, 500 Höhenmeter auf etwas mehr als 2 Kilometer, da glühen die Scheiben. Etwas nach 1530 war ich dann im Hotel. Fazit: Eine anstrengende, landschaftliche sehr reizvolle Tour in Grindelwald.

Das Bike !

Super! Nach einigen Jahren des Wartens habe ich mir ein neues Bike gekauft. Ein SCOTT Genius MC 40 Version 2006. Der Kauf war spontan und nach einer kleinen Probefahrt im strömenden Regen – Liebe auf den ersten Blick! 3999.- CHF und zusätzlich 15% Rabatt, ein fairer Preis. Jetzt warten wir mal auf die Ausfahrt und die ersten echten Erfahrungen.

Der Blog !

Es ist soweit! Endlich läuft computertechnisch alles. Zu Beginn muss ich etwas Geschichte aufholen und werde deshalb zwischen aktuellen Touren und Events sowie vergangenen Anstrengungen hin- und herwechseln. Der Weblog soll sich natürlich hauptsächlich um das Biken drehen, aber nicht nur. Andere Outdoor Aktivitäten werden auch besprochen.