Beiträge des Monats - September 2006

Die Pässefahrt !

Mit Hinblick auf die nahende Motorradprüfung geht es heute mit der Suzuki auf die traditionellste aller klassischen Pässefahrten – Grimsel – Furka – Susten. Aber morgen um 0730 beschlägt das Visier vorerst mit Nebeltau. Spätestens ab Thun lichten sich die letzten Nebelfetzen. Auf menschenleerer Strasse fährt es sich wunderbar von Innertkirchen auf den Grimselpass. Die Kühle kriecht schon unter die Thermokleider und so geniesse ich das erste Kaffee doppelt.

Weiter geht’s runter nach Gletsch und rauf auf den Furkapass, der im Gegensatz zur Urnerseite im Wallis vollständig ausgebaut ist. Auf der anderen Seite dann ein Schüttel und Gerüttel bis zur langen Gerade nach Andermatt. Ab da dann in beide Richtungen Auto an Auto und Cars an Cars. Der Tunnel ist wieder mal gesperrt und die Blechlawine zwängt sich über den Pass. Auf der Gotthardrampe stehen die Lastwagen. Glücklich wer wie ich in Wassen gegen den Susten abbiegen kann. Die Bergfahrt dann ein Motorradtraum.

Am Mittag kehre ich bei nun warmen Temperaturen und strahlender Bergsonne im Hospiz Sustenpass ein. Nach dem Mittagessen geht es rasant hinunter, bis auf einige ‘eklige’ Kurven ein grosser Spass. Der Rückweg entlang des Brienzersees, Thunersees und via Emmental nach Hause zieht sich dann doch noch in die Länge. Fazit: Ich könnte den ganzen Tag den Susten rauf und runter fahren, Grimsel und Furka bieten nicht halb so viel!

Die Kommentare !

Bikemässig läuft im Moment nichts, weil ich anstatt auf dem muskelkraftbetriebenen Bike etwas mehr auf dem motorgetriebenen Bike unterwegs bin. Vielleicht ein anderes Mal mehr dazu. Doch nun etwas blogtechnische Informationen. Nachdem mein Blog nun inhaltlich einen gewissen Stand erreicht hat, sollte er etwas bekannter werden. Nach der Registrierung auf blogug.ch wird mein Blog nun regelmässig auf diversen Bloglisten und Suchmaschinen gelistet. Trotzdem sind noch keine Kommentare eingegangen, was vorwiegend daran liegt, dass der Internet Explorer mit der Blogger-Passwortverifikation nicht klarkommt. Ich habe deshalb die Funktion abgeschaltet und prüfe nun die Kommentare manuell, damit ich nicht zu viel Spam erhalte. Dann weiterhin viel Spass auf meiner Seite.

Die Belchenflue – 1. Versuch !

Heute war nach einem kurzen Blick auf die Karte wieder mal eine Tour angesagt. Start in Liestal nach Ramlisburg und dann alles gemächlich dem Jura-Höhenweg (Abschnitt Liestal – Belchenflue) entlang in Richtung Süd gefahren. Dass Wetter ist mit über 20°C und Sonnenschein für den September angenehm sommerlich. Um 18 Uhr steht die Sonne bereits tief und streicht die grüne Landschaft in wunderbare Farben. Doch wie üblich bleibt das Ziel, die Belchenflue, zwar immer im Blick, aber näher kommt sie nur langsam.

Nach einem verpassten Abzweiger scheitere ich schliesslich 200 Höhenmeter unter dem Ziel. Genau um 2000 Uhr stehe ich unterhalb der Lauchenflue im wahrsten Sinn des Wortes am Hag, heisst der markante Grat östlich der Belchenflue doch Rehhag. Der September schlägt nun zu und die Nacht bricht schneller herein als ich dachte. Ohne Licht und gute Ortskenntnisse heisst es sicherheitshalber rasch umkehren. Die Abfahrt nach Bennwil wird zum Adrenalin-Drive. Wer schon mal in der späten Dämmerung ohne Licht durch den Wald gefahren ist, weiss wovon ich spreche. Dank der gut ausgebauten Strasse ab Hölstein komme ich vor neun Uhr heil in Liestal an. Fazit: Aufgehoben ist nicht aufgeschoben und die Belchenflue werde ich noch bezwingen. Und die Lehre aus der Geschichte: Nie mehr ohne Notstirnlampe auf eine Abendtour im September!

1. Slow-up Emmental !

Heute war es soweit, das erste Slow-up im Emmental hat stattgefunden. Zusammen mit einigen tausend anderen Bikern, Radfahrern und Inline-Skatern haben wir die 38km Rundstrecke mit 250 Höhenmetern abgefahren. Von Kleindietwil ging es gemütlich den Berg hinauf und dann gleich rasant hinunter nach Affoltern im Emmental. Hier gab es nebst leicht verdaulichem Chäs-Brägu (Raclette auf Brot) auch Dampfzüge zu bestaunen. Während auf der eigentlichen Rundstrecke viel Animation und viel Action stattfand, war der Abstecher runter nach Sumiswald wenig interessant. Dafür gab es dann in Huttwil auf dem Dorfplatz Party satt.

Es versteht sich von selbst, dass die Slow-up jeweils mein SCOTT Bike nur wenig fordern. Obwohl ich hier als Anekdote anfügen muss, dass ich meinen bisher schwersten Sturz auf dem Mountainbike am Slow-up Murten im Frühjahr erlebte! Aber es geht ja auch um sehen und gesehen werden. Die Bike Konzentration ist jeweils beträchtlich. Und die Slow-up’s machen immer wieder eine Menge Spass. Das 1. Emmentaler Slow-up war hervorragend organisiert und die Animation entlang der Strecke lässt keine Wünsche offen. Ich bin sicher, dass sich die Emmentaler dank Gastfreundschaft und guter Organisation rasch als Slow-up Klassiker etablieren werden. Bis zum nächsten Jahr!

Die Schlange !

Da fährt man mit dem Bike nichtsahnend über den kleinen Steg bei Walliswil, der die Aare überspannt und was sieht man im Fluss: eine ca. 1m grosse Schlange, die seelenruhig dem Ufer entlang den Fluss rauf schwimmt. Da die Distanz von der Brücke runter etwas gross war, ist die Auflösung der Bilder meines Kamerahandys nicht umwerfend. Aber es handelt sich einwandfrei um eine Schlange und ich war schon etwas erstaunt. So vermutet man doch diese Tiere eher unter und auf Steinen im Jura oder den Voralpen oder dann in Biotopen und Feuchtgebieten – aber mitten auf der Aare? Bleibt nur noch herauszufinden um was es sich den handeln könnte. Die Auswahl ist ja begrenzt. Nach Recherchen in diesem Forum wird es wohl irgendeine Natter, wahrscheinlich eine Ringelnatter gewesen sein. Ungiftig zwar, aber trotzdem ein prickelndes Erlebnis auf einer Biketour!

Die grosse Runde OST !

Wie in einem früheren Post beschrieben ist meine Feierabendrunde beim Biken die kleine Runde. Diese Tour lässt sich beliebig verlängern und heute möchte ich die Grosse Runde OST vorstellen. Basierend auf der kleinen Runde geht es beim Wehr Flumenthal nicht zurück über die Aare, sondern alles dem kleinen Wanderweg rechts der Aare entlang. Wer nun schon müde ist, bekommt eine spezielle Gelegenheit in der Autobahnraststätte Deitingen-Nord einzukehren. Für Fussgänger und Verlofahrer gibt es gleich nach einer kleinen Brücke den Hintereingang durch den Autobahnzaun .Nach kurzer Zeit erreicht man Wangen an der Aare. Das alte Städtli ist mit seiner gedeckten Holzbrücke ein Blickfang und lädt zum Verweilen ein. Doch wir fahren weiter mit dem Fluss, vorbei am Übungsdorf der Rettungtruppen bis zum Steg in Walliswil. Nach den verheerenden Überschwemmungen im 2005 hat das Schwemmholz in der Hochwasser führenden Aare die Militärbrücke beim Übungsdorf weggerissen.

Doch zum Glück hat der Fussgängersteg bei Walliswil die Wassermassen überlebt und so können wir hier die Aareseite wechseln und wieder Richtung Wangen zurück fahren. Der Weg führt über die kleine Aareinsel, entlang der Kaserne der Rettungstruppen. Während der Woche lädt das Restaurant Fischermatte zur Einkehr ein.

Der Weg zurück bis zum Kraftwerk Flumenthal ist etwas weniger belebt und über weite Strecken ein echter Singletrail. Abwechslungsreich führt er unter der Autobahnbrücke hindurch, die man sonst achtlos überfährt und sich gar nicht bewusst ist was drunter Schönes ist. Danach geht es über kleine Brücken und steile Ufer entlang bis wir wieder beim Kraftwerk Flumenthal ankommen. Fazit: Separat oder in Verbindung mit der kleinen Runde ein wunderbarer Bikeausflug. Die Abschnitte sind abwechslungsreich und immer wieder gibt es was Neues zu sehen. Mehr davon demnächst auf diesen Seiten!