Beiträge des Monats - November 2006

Die Velopumpe !

Das Thema Velopumpe ist nicht halb so trivial wie es scheint. Mein Verbauch an Velopumpen ist definitiv grösser als der Verbrauch von Velos. Eine Minipumpe aus Plastik ist nach genau 5 Minuten Gebrauch verbrochen, eine weitere billige Handpumpe war schlichtweg unbrauchbar. Schliesslich arbeitete ich mit meiner alten Handpumpe mit Metallbügel, die sich aber langsam in Ihre Bestandteile auflöste.

Für unterwegs besitze ich nun eine Minipumpe von SKS Germany die leicht ist und dank eines ausgeklügelten Mechanismus trotzdem viel Hub hat. Das Prinzip funktioniert und ich habe sie immer auf grösseren Touren dabei. Geschenkt bekam ich jüngst eine Standpumpe FÖHN von BETO. Das Modell ist angenehm robust mit Holzgriff und Metallfuss, das integrierte Manometer zeigt bis max. 11 Bar/160 PSI an. Dank dem Manometer kann ich nun erstmals meine MTB-Reifen präzis und nicht nach Gefühl aufpumpen. Die Pumpe gibt es bei Veloplus für 39 Franken. Erstes Fazit: Ich habe bisher die Reifen eher zu wenig stark mit Luft gefüllt. Eine erste Tour mit 2.5 Bar brachte gute Ergebnisse.

Das SCOTT Genius MC-40 2007 !

Endlich habe ich mal Zeit, um mir das 2007 Modell meines Bikes etwas genauer anzusehen. Das SCOTT Genius MC-40 vom nächsten Jahr kommt in auffälligem Silber daher. Natürlich gefällt mit ‘mein’ Schwarz des Jahrganges 2006 viel besser. Die Gabel ist eine neue Fox 32 Talas RL, die sich in drei Stufen von 140mm auf 100mm absenken lässt. Nach verschiedenen Aussagen, ist dies bergauf ein Rückschritt gegenüber der Fox Talas RL des 2006er Modells, die sich von 130mm auf 90mm absenken lässt. Im Gegensatz zum beinahe kompletten Shimano LX Set im letzten Jahr, hat SCOTT neu SRAM X-9 Schaltung und Avid Juicy 5 Bremsen angeschraubt. Der Rest bleibt sich in etwa gleich.

In der Dezember Ausgabe der BIKE wurde die Version 2007 getestet und erhielt die Note SEHR GUT. Der leichteste Rahmen und die höchste Steifigkeit des Gesamtfeldes bleiben die wichtigsten Merkmale.

Fazit: Wer das 2006 Modell besitzt (wie ich), braucht das Neue nicht zu kaufen, im Gegenteil!

Die 19,5 Grad Celsius Tour !

Ort: Höchi Flue
Höhe: 966m
Datum: 25. November 2006
Temperatur: 19,5 °C

Infolge eines Föhnsturmes über den Alpen mit Ausläufern bis in den Jura waren die Temperaturen in der Höhe so hoch, dass eine Biketour Pflicht war. Ich wählte eine Runde in der Nähe und mit Hilfe der Singletrail Map Solothurn. Startpunkt ist Oensingen (455m), ab da geht es via Usserberg auf einer Forststrasse rauf zur Alp bei Roggenschnarz. Der blätterlose Wald lässt die Sonne wunderbar durch die Bäume scheinen. Hier gäbe es bereits das erste von drei Alprestaurants auf dieser Tour. Ich bike weiter, am Restaurant Tiefmatt vorbei, alles entlang vordersten Jurakrete.

Die langen Aufstiege auf die Juraketten sind hart, aber einmal oben, gibt es nicht mehr viele Höhenmeter. Beim Pt. 811 verlasse ich den Kiesweg und fahre entlang dem Wanderweg quer über die Wiesen. Natürlich sind diese feucht und bald sind die Räder gefüllt mit Dreck. Mit wegrutschendem Vorderrad auf glitschigen Wurzeln und Steinen bleibt wenigstens die Konzentration hoch. Auf der Singletrail Map sind die Wege hier Rot eingezeichnet, was anspruchsvoll bedeutet. Auf diesem Abschnitt gilt das nicht und man kann entspannt über die Wiesen rollen. Im Herbst sind zudem die meisten Viehgatter geöffnet und so steige ich einige Male weniger ab.

Über Egg geht es bei der Alt-Bechburg vorbei zur Höchi Flue, die ich erst nördlich auf dem Forstweg umfahre, um dann auf dem Gratweg zurückzufahren. Die Höchi Flue (966m) bietet nebst einer fantastischen Aussicht und einer abenteuerlich in die Felswand gebauten Hütte, einen Singletrail vom Feinsten. Obwohl er nur kurz ist, macht es grossen Spass am Abgrund zum Mittelland entlangzufahren. Zurück geht es auf dem gleichen Weg bis zum Roggen.

Der Aufstieg erfolgt von Wändelboden vis Pt. 822, Pt 908 via Kretenweg zum Pt. 977 und weiter entlang des Roggen bis auf die Roggenflueh (922m). Ein etwas kniffliger Trail führt runter zum Bergrestaurant Roggen, wo ich mir einen sauren Most genehmige. Danach geht es mit Schwung und Spass via die Neu-Bechburg den Berg runter nach Oensingen.

Fazit: Dies war die beste Tour, die ich bisher im Jura gemacht habe! Bis auf wenige Meter auf der Höchi Flue und der Roggenflue ist alles fahrbar. Der Spassfaktor und die Aussicht ist sehr gut. Ich werde die Tour im Sommer sicher wiederholen. Absolut empfehlenswert!

Statistik: 19 km, 770 Höhenmeter, Fahrzeit ca. 2:30 h

Die Alt-Bechburg !

Entlang der Strecke der 19.5 °C Tour liegt die Ruine Alt-Bechburg, deren Besuch durchaus lohnt. Die relativ umfangreiche Bausubstanz lädt zum Entdecken ein. Zudem ist die abgelegene Ruine kaum besucht und deshalb auch nicht so überlaufen. Die Burg wurde 1050 von den Freiherren von Bechburg gegründet. Diese erweiterten mit Rodungen ihr Einflussgebiet.

Entlang unsere Bike-Tour gelangten sie über den Roggen und gründeten oberhalb Oensingen die Neu-Bechburg. Nach diversen Handänderungen gelangte die Burg 1418 in Besitz der Stadt Solothurn. 1713 brannte sie nieder und wurde nicht mehr aufgebaut (Quelle: Burgen der Schweiz, Band 7). Weitere Information gibt es hier und hier.

Die Labels !

Eine kleine Renovation der Sidebar (rechter Balken) war fällig. Mit den Labels und dem Archiv ist es nun gut möglich durch meinen Blog zu navigieren. Es folgen dann später noch einige interessante Links zu anderen Bike-Blogs. Hier eine kleine Erklärung zu den gewählten Sachgebieten (Labels):
  • bikegeschichten - Geschichten und Erlebnisse rund um das Biken
  • bikelinks - Interessante Seiten im Internet, die sich mit dem Thema Bike befassen
  • bikeshops - Online oder Offline Geschäfte die mit Bikes und Zubehör handeln
  • bloggen - Alles das sich um Blogs und das technische dieses Weblogs dreht
  • events - Artikel mit einem besonderen Bezug zu einem Bike-Anlass
  • lesen - Besprechungen und Hinweise auf Bücher und andere Medien zum Thema
  • motorrad - Posts die sich mit motorisierten Bikes befassen
  • reisen - Reisen im Ausland mit oder ohne Bike aber immer mit einem Bezug zu meinem Hobby
  • sehenswert - Was sonst noch neben den Trails und Strassen sehenswert ist
  • technik - Eben Technik am, auf und im Bike
  • touren - Das wichtigste Label mit Biketouren in allen Varianten
  • training - Hier dreht sich alles um die sportlichen Aspekte

Wahrscheinlich kommen dann mit der Zeit noch weitere Labels dazu.

Das Bike-TV !

Wer auf iTunes das Stichwort BIKE eingibt, landet rasch beim Bike-TV Podcast. Die österreichische Seite www.bike-tv.cc publizierte seit März 06 bereits 38 Kurzfilme zum Thema Mountainbike. Die Filme sind in verschiedenen Auflösungen vorhanden und dauern von 7 bis 30 Minuten. Highlight sind nebst der äusserst blonden und äusserst österreichischen Moderatorin die Fahrtechnik-Tipps. Bewegte Bilder sind ein vielfaches aussagekräftiger als beispielsweise die Fotos in verschiedenen Bike-Zeitschriften. Gut gefällt die frische und leicht verständliche Art der Videos. Speziell erwähnenswert ist die rassige Musik und teils spektakuläre Kameraeinstellungen mit Blick auf Gabel, Dämpfer und Hinterrbau in voller Fahrt. Da kann man die Werbeeinblendungen und teils fehlende Objektivität bei gesponserten Beiträgen verschmerzen. Natürlich ist ein rascher Internet-Anschluss notwendig. Fazit: Mit Abstand bester Videopodcast zum Thema!

Der Schlamm !

Und hier sind sie, die weniger lustigen Erlebnisse in dieser Jahreszeit. Obwohl die Sonne scheint, ist der Waldboden feucht bis nass und das heisst nichts anderes als Schlamm und Matsch. Einverstanden, nachdem man die erste Pfütze mit Schwung durchfahren hat und das Wasser wegen teilweise fehlender Schutzbleche in Gesicht und Rücken spritzt, ist die zweite ‘Glungge’ schon nicht mehr so schlimm. Nach einer Stunde Schlammfahrt beginnt man sich an die frühe Jugend zurückzuerinnern, als man als 6 – 8 Jähriger auf Baustellen Schlammburgen baute und später im Pfadfinderlager in den Badehosen mit Wonne in metertiefe Schlammgruben sprang oder versuchte mit den Gummistiefeln möglichst so im Dreck einzusinken, dass man von den Kollegen in den Socken rausgezogen werden musste. Irgendwann ist dann der Moment da, wo man mit einem breiten Grinsen – aber geschlossenem Mund ;-) – und etwas Extraschub durch das nächste Schlammloch fährt. Fazit: Nach der ersten Überwindung macht es ja richtig Spass!

Der Herbst !

Es gibt zum Biken viele schöne Momente, aber der Herbst hat seinen besonderen Reiz. Speziell wenn er so wunderbar sonnig ist wie in diesem Jahr. Die farbigen Blätter in der tiefen Sonne am Abend, die kühlen Nebelschwaden am frühen Morgen, das Rascheln der Blätter unter den Rädern machen die Herbsttouren zum Erlebnis. Die Singletrails verschwinden im Laub und machen die Abfahrt spannend, schlagen doch Wurzeln und Steine unverhofft in die Gabel. Zum Glück sind nun viele Wege wieder breit und einsichtig, weil Brennesseln und anderes Grünzeug verdorrt sind.

Doch das Beste am Herbst ist die klare, kühle Luft ohne die vielen Fliegen, Mücken und anderes Getier in Helm und zwischen den Zähnen. Geniessen wir also diese Jahreszeit und sorgen mit entsprechenden Kleidern und Thermobidons für genügend Körperwärme um die Touren durchzustehen. Aber über die unangenehmen Seiten des Herbstes sei ein anderes Mal berichtet.