Beiträge des Monats - Januar 2007

Joggen in Beijing

Heute habe ich es geschafft mir am frühen Abend eine Stunde frei zunehmen, um etwas Sport zu treiben. Zur Not geht auch Jogging und so habe ich eine kleine Tour im Westen von Beijing gemacht. Ziel war eines der fünf Geocache, die in Beijing versteckt sein sollten. Leider habe ich es trotz einigem Suchen nicht gefunden. Die Tour war lustig, hat doch ein joggender Westler in den Hauptstrassen von Beijing immer noch den Aufmerksamkeitswert eines UFO’s.

Dank dem GPS im Hosensack, kann ich hier die Route präsentieren. Auf dem Bild rechts ist mein Standort zu sehen, im rechten Drittel ist das Quadrat der verbotenen Stadt und die weisse Fläche des Platzes des himmlischen Friedens erkennbar. Auf dem linken Bild ist die detaillierte Route mit Google Maps dargestellt. Dies geht einfach online mit dem Track Viewer. Wer die Strecke genau betrachtet, stellt etwas Zick-Zack über die Strasse fest, dies ist die mangelnde Genauigkeit des GPS in der Trainertasche. In der Hand, war die Genauigkeit auch hier in Peking bei ca. 4 m!

Statistik: 9.6 km, 146 Höhenmeter, Rennzeit: 1 h

Mehr kuriose Velos aus China !

Nachdem ich mich in früheren Beiträgen mit Sättel beschäftigt habe, nun etwas zu den Rahmenformen von chinesischen Velos. Das erste Exemplar gefällt mir durch seine Einfachheit und klare Linien. Interessantes Detail die schöne Kabelführung der Hinterradbremse. Man stelle sich dieses Design in Karbon mit Vollfederung an der Hinterachse und einer Lefty-Gabel vor! Wie man die Steifigkeit hinbekommt, lassen wir mal den Ingenieuren ihr Problem sein.

Das zweite Velo überzeugt durch geschwungene Linien in schon fast Colanimässigem Design. Einzig die kleine eingeschweisste Strebe an der Kurbel, der etwas ordinäre Sattel und der billige Gepäckträger trüben den Gesamteindruck des Designstücks.

Nun, einen Kandidaten für diese Liste habe ich noch. Faszinierend sind die Velos mit Plastikrädern. Natürlich muss man auch die Vorteile sehen, kein Rost und wenig Gewicht.Doch der grösster Vorteil, den ein Fahrrad hier in Peking haben kann ist das Alter. Je älter und billiger es aussieht, je weniger es funktioniert, um so kleiner ist die Chance dass es gestohlen wird und dies scheint bezüglich Fahrradfahren in Beijing definitiv das grösste Problem zu sein.

Das Lied zur Reise !

Seit einiger Zeit läuft ja im Radio das Lied ‘Nine Million Bicycles’ von Katie Melua, einer im letzten Jahr äusserst erfolgreichen Nordirin georgischer Abstammung mit einer wunderbaren weichen Stimme. Der Song mit Ohrwurmpotential passt genau zu meiner Reise nach Beijing. Obwohl bei genauerer Betrachtung des Songtextes das Lied wenig mit Fahrrädern und Peking zu tun hat.

Nine Million Bicycles
Written by: Mike Batt

There are nine million bicycles in Beijing
That’s a fact,
It’s a thing we can’t deny
Like the fact that I will love you till I die.

We are twelve billion light years from the edge,
That’s a guess,
No-one can ever say it’s true
But I know that I will always be with you.

I’m warmed by the fire of your love everyday
So don’t call me a liar,
Just believe everything that I say

There are six billion people in the world
More or less
and it makes me feel quite small
But you’re the one I love the most of all

INTERLUDE

We’re high on the wire
With the world in our sight
And I’ll never tire,
Of the love that you give me every night

There are nine million bicycles in Beijing
That’s a Fact,
it’s a thing we can’t deny
Like the fact that I will love you till I die

And there are nine million bicycles in Beijing
And you know that I will love you till I die!

Wieso ein im September 2005 herausgekommenes Lied (Album: Piece by Piece) erst jetzt in die Radios kommt, ist mir etwas schleierhaft. Im Dezember ist es in die Schweizer Hitparade eingestiegen und heute auf Platz 69. Das technisch originelle Video gibt es hier zum Anschauen (Windows Media Stream).

In diesem Zusammenhang bezweifle ich stark, ob es den noch 9 Millionen Fahrräder in Peking gibt. Auf alle Fälle steigt wohl die Anzahl Autos in etwa gleichem Ausmass zum Verschwinden der Fahrräder. Das Bild zeigt noch die letzten Exemplare dieser Spezies ;-)

In China !

Nach einem ruhigen Flug via Amsterdam bin ich im kalten, aber schönen und aussergewöhnlicherweise einmal mit Weitsicht ausgestatteten Peking angekommen. Im Januar ist hier alles braun in braun und der allgegenwärtige Staub / Dunst ist noch etwas präsenter als sonst. Glücklicherweise habe ich hier im Hotel einen guten Internetanschluss und die Zensur lässt mich gnädigerweise auf die meisten Webseiten, die ich brauche zugreifen. Die nächsten zehn Tage werde ich etwas weniger häufiger Beiträge schreiben, bin ich hier doch stark beruflich absorbiert.

Ich habe mir Gedanken gemacht, war ich doch hier in meinem Blog in den letzten Wochen sehr aktiv. Ich denke man muss die Themen beschränken, sonst könnte man definitiv der Blogsucht verfallen. Schliesslich sollte das Bloggen eine kleine und feine Nebenbeschäftigung bleiben und nicht zum täglichen Ziel werden. Zusätzlich besteht sowieso die Gefahr, dass die meisten Blogs sich in Beliebigkeit verzetteln. Wir wissen alle: es gäbe viel zu erzählen und noch viel mehr zu philosophieren. Bleiben wir darum bei den Themen Mountainbike, motorisierte Bikes (im Sommer und weniger extensiv) sowie anderen persönlichen Outdoortätigkeiten inkl. GPS.

PS: Natürlich werde ich wieder etwas nach chinesischen Velos Ausschau halten und wenn ich Zeit finde, möchte ich die Baustelle des olymischen Velodroms 2008 besuchen. Und gibt es keine Bikethemen, könnte ich mal meine Linkliste erweitern, schliesslich gibt es schon noch den einen oder anderen Bikeblog.

Der Velo-Plus Gutschein !

Vor einigen Tagen hat mir Veloplus einen Gutschein über 53.45 CHF geschickt. Zusätzlich gab es gesetzeskonforme Reflektoren, die so hässlich sind, dass sie sicher den Weg an mein Mountainbike nicht finden werden. Der Veloplusgutschein ist ein 3% Rabatt für die getätigten Einkäufe des letzten Kalenderjahres. Dass ich (bzw. meine Frau) im 2006 für 1781.60 CHF Veloartikel (und ein etwas teures GPS Gerät) eingekauft haben sollen, war doch etwas überraschend. Na Ja, am besten zählt man die Kosten für seine Hobbys nicht wirklich zusammen, sonst würde man den Spass wohl rasch verlieren. Fazit: Gute Sache Veloplus: die Kundenbindung steigt und solange ich mit Service und Qualität zufrieden bin, habe ich auch nichts gegen diese Aktionen.

Nachtrag 2008: Für das Jahr 2007 gab es einen 26.45 CHF Gutschein für 881.95 CHF Einkäufe und einen kleineren schöneren Reflektor!

Die Fitnessmaschinen !

Diese Woche war ich wieder einmal im Ausbildungszentrum in Schwarzenburg, wo ich immer den Fitnessraum im massiven Zivilschutzkeller benutze. Die Technogym Maschinen sind immer wieder ein Spass. Unglaublich, aber die kleinen grünen Leuchtdioden, die Steigungen simulieren, motivieren wirklich zum Training. Diese Attraktion ist auch nötig, halte ich doch Indoor-Fitness weiterhin für sterbenslangweilig im Vergleich zu einer satten Biketour.

Für mich als selten-sporadischer-Läufer ist natürlich das Laufband jeweils eine Herausforderung. Zum Glück gibt es dieses Safety Band, das die Maschine abstellt, wenn man hinten vom Band geworfen wird. Meine Hauptmotivation mit den Technogym Geräten ist aber der mysteriöse P.I. Index, der nach erfolgtem Training auf dem Display ausgegeben wird. Frustrierend ist nur, dass ich eine 29 hatte, wo doch 30 ‘SEHR GUT’ wäre. Aber eben, wichtiger ist die Tatsache trotz der beruflichen Belastung überhaupt etwas sportliches gemacht zu haben.

Die Polizeinews !

Beim recherchieren nach einem kleinen Bike-Unfall Artikel in den heutigen 20 Minuten bin ich auf die Seite Polizeinews gestossen. Bikerelevante Artikel der letzten Tage sind diese:

Artikel vom Mittwoch, 24. Januar, 2007 – 14:11

Mit Bike abgestürzt: Rega musste retten

Brugg/AG. Ein 44-jähriger Mountainbike-Fahrer stürzte einen Steilhang hinunter und blieb in unwegsamem Gelände verletzt liegen. Ein Rettungshelikopter musste ihn aus seiner misslichen Lage befreien. Der Mann befindet sich im Spital. Der aus der Umgebung stammende Mann war am Dienstagnachmittag, dem 23. Januar 2007 mit seinem Mountainbike am Bruggerberg unterwegs. Etwa um 15.30 Uhr fuhr er auf der steil abfallenden Ostseite des Berges einen schmalen Pfad hoch. Dabei verlor er das Gleichgewicht und stürzte etwa 40 Meter den Steilhang hinab. Ein Gebüsch fing den Sturz auf, worauf der verletzte Mann in steilem und unwegsamem Gelände liegen blieb. Die ausgerückte Ambulanzbesatzung musste feststellen, dass die Bergung unmöglich war und forderte einen Rettungshelikopter der Rega an. Mit Rettungswinde und Transportnetz gelang es, den Verunglückten zu bergen. Die Rega flog ihn mit Brust- und Lungenverletzungen ins Kantonsspital Aarau.
Armer Kerl. Aber irgendwie war gestern ja auch nicht wirklich Wetter für eine Biketour, oder?
Artikel vom Donnerstag, 25. Januar, 2007 – 17:22

Velofahrer flüchtet nach Sturz

Am Donnerstag, 25.01.2007 um 7.10 Uhr ereignete sich auf der Verzweigung, Wiesen-/Linth-Escher-/Ziegelbrückstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem Radfahrer und einem PW. Der Velofahrer, den Unfall verursacht hatte, verschwand und wird gesucht. Der Automobilist beabsichtigte von der Wiesenstrasse über die Ziegelbrückstrasse nach der Linthescherstrasse zu fahren. Gleichzeitig fuhr ein Radfahrer von der Ziegelbrück- in die Linthescherstrasse. Beim Abbiegen stürzte der Velofahrer und touchierte das Auto. Nach dem Sturz rappelte sich der Fahrradlenker auf und entfernte sich in Richtung Linth-Escher Schulhaus. Der fehlbare Velofahrer beziehungsweise Zeugen des Unfalles werden gebeten sich bei der Kantonspolizei Glarus, 055 645 66 66 zu melden.
Das nun schon Radfahrer Fahrerflucht begehen, wenn sie Autos über den Haufen fahren, ist mir nun doch neu. Die Suchfunktion ergibt noch einige tragische, aber auch einige unglaubliche Geschichten zum Thema Radfahren und Polizei.

Der Umzug ist gelungen !

Was gestern noch grün war (siehe Bilder aus meinem Bürofenster), ist heute weiss. Wie der erste Schnee dauerte die Umstellung meiner Domain eine Nacht, bis alle Domain-Name-Server (DNS) dieser Welt die Adresse blog.spoony.ch an den neuen Standort weiterleiteten. Heute morgen konnte ich dann den Blog via Blogger neu publizieren und auf Anhieb lief es wieder. Dabei funktionieren sogar alle Links in den Posts. Einzige Ausnahme ist der RSS Feed. Er ist jetzt unter dieser Adresse abonnierbar. Weiter funktioniert nun das sogenannte favicon, das kleine Velorad im Titel bzw. in den Bookmarks des Browsers. Grösster Vorteil ist natürlich, dass die nervigen Pop-Up Werbefenster nun wegfallen und der Eindruck des Blogs so einiges besser wird. Zudem kann ich die Bilder nun auf den gleichen Server uploaden, um sie später einfach in den neuen Blog zu überführen. Schliesslich kann ich nun posten wie der Teufel, reichen doch die 10GB Speicherplatz noch für Jahrzehnte. Letzter Vorteil, in der Adresszeile des Browsers steht nun die richtige Adresse und nicht nur “www.spoony.ch”. Das ist sicher benutzerfreundlicher. Operation gelungen, Blog lebt!