Beiträge des Monats - Februar 2007

Die Bikewoche im Graubünden – Planung !

Vom 16. – 24. Juni 2007 habe ich eine Woche Ferien und da die Kinder dannzumal in der Schule sind, kann ich ein wenig Mountainbiken. Nach der wunderbaren Bikewoche im vorletzten Jahr in Scuol zieht es mich wieder ins Graubünden. Vom 22. – 24. Juni werde ich mit meiner Frau an einem halbberuflichen Seminar in Arosa teilnehmen und so liegt es nahe in diese Region zu fahren.

Eine Googlesuche bringt in Arosa und Lenzerheide einiges zum Thema Mountainbike an den Tag. Speziell die Lenzerheide lockt mit 250km ausgeschilderten Bikerouten und massig GPS Downloadtouren. Viele Links verweisen auf die bekannten Bike Explorer Produkte. Müsste ich mir wohl anschaffen für die Woche. Die Touren gehen dabei bis auf 2500m rauf und hoffentlich reicht Mitte Juni für schneefreie Übergänge. Anstatt stationär zu sein, könnte ich auch den Grischatrail machen, Lenzerheide – Davos – Arosa – Lenzerheide. Mit den Gepäcktransport-Angeboten habe ich schon in Scuol mit der Nationalpark-Tour gute Erfahrungen gemacht. Angebote gibt es unter Daroserheide und BikeTourenArosa.Zum Übernachten wäre ein Bikehotel mit einer Pauschale angenehm. Das Hotel Aplina in Parpan sieht schon mal nicht schlecht aus. Ich muss sagen, das Angebot auf der Webseite der Lenzerheide ist beinahe perfekt und weckt viel Vorfreude. Vor lauter Bikeangeboten wird die Auswahl schon schwierig. Wer Erfahrungen und Ideen zur Region hat, kann gerne ein Kommentar schreiben. Dann werde ich die Sache mal in Ruhe studieren und wahrscheinlich ist Frühbuchen angesagt.

Die Kategorie ‘outdoor’ !

Etwas klammheimlich habe ich am 09. Februar 2007 vor den Skiferien die Kategorieoutdoor‘ eingeführt. Bereits in meinem ersten Beitrag schrieb ich von ‘anderen Outdooraktivitäten’ nebst dem muskel- und motorbetriebenen Zweiradfahren als Daseinszweck dieses Blogs. Natürlich lassen sich viele Geschichten unter ‘outdoor’ abhandeln und ich werde versuchen, dass diese nicht Überhand nehmen. Trotzdem ist die Kategorie dankbar um in düsteren Bikezeiten (keine Zeit, schlechtes Wetter) etwas zu berichten.

Die TOPO Schweiz Karte !

Mit dem Garmin GPSmap 60CSx habe ich mir auch die Vektorkarte Topo Schweiz gekauft. Die Freischaltung der Software ist leider eine Zumutung und sehr umständlich. Das Paket kostet ca. Fr. 400.-, im Bundle mit dem Gerät kann man bis zu Fr. 150.- sparen. Die Karte lässt sich mit den 260 MB problemlos vollständig auf das GPS-Gerät (mit 1 GB Speicherkarte) übertragen (dauert ca. 20 Min per USB Verbindung) und steht dann permanent zur Verfügung.

Es liegt in der Natur von Vektorkarten, dass sie stufenlos zoombar sind und deshalb keinen eigentlichen Massstab haben. Trotzdem kann man sagen, dass die Topo Schweiz im Wesentlichen die Informationen der 1:50′000 Karten der Swisstopo besitzt plus viele sogenannte POI (Points of Interests) wie Bahnhöfe, Tankstellen, Restaurants usw.

Zum Vergleich nehmen wir mal den Kartenausschnitt des Färnstuhöchi-Trails nordöstlich von Burgdorf. Als Referenz zuerst mal ein Bild von der 1:50′000 Karte der Schweizer Landestopografie und dann die Topo Schweiz mit höchster Auflösung. Ein grosser Vorteil der Vektorkarten ist die Möglichkeit, Details wie POI, Höhenkurven und andere Karteninformationen ein- und auszublenden. Als Beispiel hier derselbe Kartenauschnitt von Burgdorf einmal mit höchster, kleinster und mittlere Detaileinstellung. Die letztere wird man meistens auf dem GPS-Gerät verwenden.

Grösster Nachteil eines GPS-Gerätes ist natürlich der kleine Bildschirm und damit die fehlende Übersicht. In der Realität wird man die Karte in etwa im Zoombereich von 80m einstellen. Mit der beschränkten Geschwindigkeit eines Mountainbikes lässt sich so genug weit voraussehen ohne zu viele Details auf dem Display zu haben. Solange man vorher abgespeicherte Routen oder Tracks fährt, ist dies kein Problem. Will man mit dem GPS einen Weg nachfahren, ist es gut eine Papierkarte dabeizuhaben, sieht man doch dort auf den ersten Blick welcher Weg wohin führt. Nur mit dem GPS artete dies sonst zu einer ständigen Zoom -In / Zoom – Out Übung aus. Der Detailvergleich mit der 50′000 Karte zeigt dann aber den Vorteil und den besseren Überblick bei einem Zoom auf 80m.

Fazit: Der Detailreichtum und die Präzision der Topo Schweiz Karte ist hervorragend und für Bike-Touren absolut ausreichend. Was nicht auf der Karte ist, dürfte in den seltensten Fällen fahrbar sein. Für Wanderer und Mountainbiker ist diese Karte ein MUST und die Investition lohnt sich. Der Wert eines GPS Gerätes steigert sich damit um ein Mehrfaches. Von den Möglichkeiten der Tourenplanung und Tourendarstellung auf dem PC auf der Kartenbasis der Topo Schweiz bin ich in diesem Beitrag noch gar nicht eingegangen. Einzig das kleine Display und die teilweise schlechte Sichtbarkeit der Gebäude trübt die Freude ein wenig.

Die Pfadi wird Hundert !

Aus aktuellem Anlass erlaube ich mir einen Off-Topic Beitrag. Heute feiert der Begründer der Pfadi, Robert Baden-Powell seinen 150. Geburtstag und die Pfadfinderbewegung dieses Jahr den 100. Geburtstag. So suchte ich im Keller nach meinem über 20 Jahre alten Pfadi-Halstuch und besuchte mit meiner Familie die kleine Feier der Pfadi Gerlafingen. Mit Ballonen und Hunderten von Kerzen gedachten wir diesem speziellen Tag und ich konnte ein wenig in Jugenderinnerungen schwelgen. Unvergesslich wie wir mit Velos in die verregneten Pfingstlager fuhren, oder die schwimmende Luftmatraze im Zelt während des verschlammten Bundeslagers (BULA) 1980 oder das wunderbare Jamboree 1985 in Finnland! Egal ob die Pfadi heute altmodisch ist oder nicht, sie vermittelt auch nach einem Jahrhundert weiterhin viel Naturerlebnis, Gemeinschaftssinn und Wissen. So freut es mich speziell, dass meine Tochter an der Pfadi ihren hellen Spass hat und damit die Bewegung im zweiten Jahrhundert mitgestaltet.

Vom Training und dem Wetter !

Gestern und heute war ja Traumwetter und die Temperaturen frühlingshaft. Da ich beruflich nichts besseres zu tun habe, als quer durch die Schweiz zu fahren und hunderte E-Mails abzuarbeiten, begannen die Arbeitstage extrem früh und endeten sehr spät, obwohl es nun ja bereits wieder relativ lange hell ist. So leide ich den gründlich und spule meine Trainingsstunden Indoor auf dem Spinning – Bike ab! Als Aufsteller erzählt die Familie von der gestrigen Super-Wetter-und-Stimmung-Fasnacht in Solothurn (man hat ja frei) und heute Mittag bekomme ich ein SMS: “Hallo! Bi uf dr Lueg. Äs isch (zu) warm. Super!”. Man hat ja frei und kann eine kleine Biketour machen. Da freue ich mich doch auf den Sonntag, dann kann ICH auch auf das Bike!

Die Mountainbike – Regeln !

Wohlbekannt und oft gelesen sind die Verhaltensregeln der Mountainbiker. Als Grundlage dienen oft die International IMBA Rules of the Trail. Obwohl ich nicht englischer Muttersprache bin, erscheint mir dieser Titel etwas wenig aussagekräftig. Im Original:
  1. Ride On Open Trails Only.
    Respect trail and road closures (ask if uncertain); avoid trespassing on private land; obtain permits or other authorization as may be required. Federal and state Wilderness areas are closed to cycling. The way you ride will influence trail management decisions and policies.
  2. Leave No Trace.
    Be sensitive to the dirt beneath you. Recognize different types of soils and trail construction; practice low-impact cycling. Wet and muddy trails are more vulnerable to damage. When the trailbed is soft, consider other riding options. This also means staying on existing trails and not creating new ones. Don’t cut switchbacks. Be sure to pack out at least as much as you pack in.
  3. Control Your Bicycle!
    Inattention for even a second can cause problems. Obey all bicycle speed regulations and recommendations.
  4. Always Yield Trail.
    Let your fellow trail users know you’re coming. A friendly greeting or bell is considerate and works well; don’t startle others. Show your respect when passing by slowing to a walking pace or even stopping. Anticipate other trail users around corners or in blind spots. Yielding means slow down, establish communication, be prepared to stop if necessary and pass safely.
  5. Never Scare Animals.
    All animals are startled by an unannounced approach, a sudden movement, or a loud noise. This can be dangerous for you, others, and the animals. Give animals extra room and time to adjust to you. When passing horses use special care and follow directions from the horseback riders (ask if uncertain). Running cattle and disturbing wildlife is a serious offense. Leave gates as you found them, or as marked.
  6. Plan Ahead.
    Know your equipment, your ability, and the area in which you are riding — and prepare accordingly. Be self-sufficient at all times, keep your equipment in good repair, and carry necessary supplies for changes in weather or other conditions. A well-executed trip is a satisfaction to you and not a burden to others. Always wear a helmet and appropriate safety gear.

Die miese deutsche Übersetzung macht daraus:

  1. Fahren Sie nur auf Wegen.
  2. Hinterlassen Sie keine Spuren.
  3. Halten Sie Ihr Fahrrad unter Kontrolle.
  4. Üben Sie Rücksichtnahme.
  5. Nehmen Sie Rücksicht auf Flora und Fauna.
  6. Planen Sie im voraus.
Leicht angepasst unter dem Titel ‘Trail Rules’ die ausführlichere Erklärung, geliefert von der Deutschen Initiative Mountain Bike, DIMB:
  1. Fahre nur auf Wegen
    Fahre nie querfeldein, du schädigst sonst die Natur! Respektiere lokale Wegesperrungen! Forstwirtschaft, Viehtrieb und Belange des Naturschutzes rechtfertigen dies. Auch in Naherholungsgebieten können lokale Sperrungen berechtigt sein. Die Art und Weise in der du fährst bestimmt das Handeln der Behörden und Verwaltungen. Auf Privatgrund bist du oft nur geduldet!
  2. Hinterlasse keine Spuren
    Bremse nicht mit blockierenden Rädern! (Ausnahme in Notsituationen) Blockierbremsungen begünstigen die Bodenerosion und verursachen Wegeschäden. Stelle deine Fahrweise auf den Untergrund und die Wegebeschaffenheit ein. Nicht jeder Weg verträgt jedes Bremsmanöver und jede Fahrweise.
  3. Halte dein Mountainbike unter Kontrolle
    Unachtsamkeit, auch nur für wenige Sekunden, kann einen Unfall verursachen. Passe deine Geschwindigkeit der jeweiligen Situation an. In nicht einsehbaren Passagen können jederzeit Fußgänger, Hindernisse oder andere Biker auftauchen. Du musst in Sichtweite anhalten können! Zu deiner eigenen Sicherheit und derer anderer Menschen.
  4. Respektiere andere Naturnutzer
    Kündige deine Vorbeifahrt frühzeitig an. Erschrecke keine anderen Wegenutzer! Vermindere deine Geschwindigkeit beim Passieren auf Schrittgeschwindigkeit oder halte an. Bedenke, dass andere Wegenutzer dich zu spät wahrnehmen können. Fahre, wenn möglich, nur in kleinen Gruppen!
  5. Nimm Rücksicht auf Tiere
    Weidetiere und alle anderen Tiere in Wald und Flur bedürfen besonderer Rücksichtnahme! Schließe Weidezäune, nachdem du sie passiert hast. Verlasse rechtzeitig zur Dämmerung den Wald, um die Tiere bei ihrer Nahrungsaufnahme nicht zu stören.
  6. Plane im Voraus
    Beginne deine Tour möglichst direkt vor deiner Haustüre. Prüfe deine Ausrüstung, schätze deine Fähigkeiten richtig ein und wähle die Gegend, in der du fahren willst, entsprechend aus. Schlechtes Wetter oder eine Panne kann deine Tour deutlich verlängern. Sei auch für unvorhersehbare Situationen gerüstet: denke an Werkzeug, Proviant und Erste-Hilfe-Set. Trage eine Sicherheitsausrüstung! Ein Helm kann schützen, ist aber keine Lebensversicherung.
Interessant die nicht genaue Übersetzung bzw. die unterschiedliche Schwergewichtsbildung im englischen und deutschen Text. Und wir Schweizer bzw. der VSMF (Verband Schweizer Mountainbike Führer) machen daraus folgendes:
  1. Fahre nur auf bestehenden Wegen
    Fahre nicht querfeldein und bleib auf bestehenden Wegen, um die Natur nicht zu schädigen. Respektiere lokale Wegsperrungen, sie haben meist einen sinnvollen Grund.
  2. Sei rücksichtsvoll und gewähre Vortritt
    Kündige deine Vorbeifahrt frühzeitig an um andere Wegbenutzer nicht zu erschrecken. Reduziere deine Geschwindigkeit beim Überholen und Kreuzen, halte nötigenfalls an. Mit einem flotten Gruss erfreust Du die freundlichen und verblüffst die kritischen Weggenossen!
  3. Nimm Rücksicht auf Tiere
    Wildtiere in Wald und Flur bedürfen besonderer Rücksichtnahme. Siehst du ein Tier, halte an und warte, bis es sich in Sicherheit bringen konnte. Schliesse Weidezäune, nachdem du sie passiert hast.
  4. Hinterlasse keine Spuren
    Bremse möglichst nicht mit blockierenden Rädern, da dies das Auftreten von Erosion begünstigt. Meide Trails nach Regenfällen. Nimm deine Abfälle mit und entsorge diese umweltgerecht.
  5. Rechne mit Unvorhergesehenem
    Fahre immer konzentriert und kontrolliert. Passe deine Geschwindigkeit der jeweiligen Situation an. Du musst in Sichtweite anhalten können. In nicht einsehbaren Passagen können jederzeit andere WegbenutzerInnen oder Hindernisse auftauchen.
  6. Fahr auf “Nummer Sicher”
    Beginne deine Tour direkt vor deiner Haustüre oder benutze möglichst die öffentlichen Verkehrsmittel zur Anreise. Prüfe deine Ausrüstung, schätze deine Fähigkeiten richtig ein, informiere dich über die Gegend, in der du deine Tour planst. Fahre in abgelegenen Gebieten nie alleine. Sei für unvorhersehbare Situationen gerüstet: Nimm Werkzeug, eine Notfallapotheke und wenn möglich ein Mobiltelefon mit. Trage zu deiner Sicherheit immer einen Helm und Handschuhe.
Ich unterlasse mal alle kritischen Kommentare und appelliere an ANSTAND und RESPEKT sowie GESUNDEN MENSCHENVERSTAND (den wir Schweizer zum Glück recht gut besitzen, sonst wäre dieses Land mit seiner direkten Demokratie schon lange den Bach runter)!
Obwohl oft auf Swiss Cycling verwiesen wird, habe ich auf deren Seite keine Regeln gefunden. Weitere Regeln gibts hier und hier und hier.

Die Schlauchreparatur !

Auf dieser Tour ist heute das Unvermeidliche passiert. Mit einem schwammigen Wippen kündigte sich ein platter Hinterreifen an. Nachdem ich nun sicher schon Tausende Kilometer Ersatzschlauch, Pumpe, Reifenheber und Flickzeug mitgeschleppt hatte, endlich mal ein Ernstfall (bzw. der erste Platten auf dem SCOTT). Doch die tollen Sprüche in den Bikemagazinen von ‘Reifenwechsel in 2 Minuten’ sind in der schlammigen Realität, mitten im Wald und mit klammen Fingern nicht so einfach umzusetzen.

Wenigsten war der Aus- und Einbau des Rades problemlos. Der Unterschied zwischen den groben Reifen des Fully zu einem Schlauchwechsel mit dem Hardtail war dann doch etwas überraschend. Machen wir es kurz: Ich habe dem Reifen nur mit roher Gewalt von der Felge gekriegt und beim Raufwuchten des Reifens den Ersatzschlauch mit dem Reifenheber ruiniert. Also kurz mal den neuen Schlauch mit Flickzeug geflickt und nach etwas längerer Zeit, war ich wieder fahrbereit. Zum Glück hat mir keiner zugeschaut und ich werde nun den Schlauchwechsel etwas mehr üben. Vielleicht brauche ich doch einen Fahrtechnikkurs mit Schlauchwechseldrill. Aber als Mann steht man ja über solchen Kleinigkeiten, oder etwa doch nicht?

Die Burgdorf Trails Nord !

Nach den Skiferien war heute morgen eine grössere Mountain-Bike Tour angesagt. Start um 0800 in der Früh ab Gerlafingen, im sehr dichtem Nebel der Emme entlang nach Burgdorf. Nachdem ich noch im letzten Jahr einen guten Trail in der Gegend fuhr, wollte ich nochmals ein wenig Burgdorf auskundschaften. Die Singletrailmap Napfbergland zeigt nebst dem Eggtrail noch einen Singletrail auf dem Düttisberg und einer vom Gärstler nach Blatte. Die Strecken habe ich auf mein GPS übertragen und war nun gespannt auf die Qualität dieser kurzen Abschnitte.

Der Start am frühen Sonntag Morgen war die ersten Kilometer kalt und feucht. Dafür liess sich die absolute Ruhe geniessen, die es nur an nebligen Sonntagen gibt. An der Kleidung bildete sich weisser Raureif und die Brillengläser waren so beschlagen, dass der Blick auf das GPS stark getrübt war. Die Erlösung kam auf der Höhe Kirchberg, als die Sonne durch den Nebel strahlte und klar wurde, dass der Tag wunderschön würde. In Burgdorf (530m) startete ich dann bei hellem Sonnenschein und wärmeren Temperaturen mit dem kurzen Aufstieg Richtung Düttisberg oder präziser zur Färnstuhöchi (651m).Bereits beim Aufstieg machte ein starkes Wippen auf technische Probleme aufmerksam. Oben angelangt die bittere Realität: Ich hatte mir meinen ersten platten Reifen auf dem SCOTT Mountainbike eingefangen. Mehr dazu hier. Der anschliessende Trail der Flanke des Hügels entlang, ist ein kleiner Traum mit viel Flow, einigen Treppen und ein paar Spitzkehren. Auf alle Fälle hat der Färnstuhöchi-Trail so Spass gemacht, dass ich gleich eine zweite Runde anhängte, diesmal mit dem Sattel tief und etwas mutigerem Fahrstil.

Weiter ging die Tour zum nächsten Trail mit dem Aufstieg über Kaltacker (706m) nach Gärstler (727m). Der in der Karte eingezeichnete Weg war dann leider eine Enttäuschung. Die hohle Gasse im Sandstein erwies sich wegen den Holzarbeiten, als matschige, schlecht fahrbare Abfahrt, die keinen grossen Spass aufkommen liess. Also abgehakt und via Rumstal wieder rauf auf die Egg und zum Abschluss den bekannten Eggtrail. Auch dieser war im Vergleich zum letzten Jahr durch Holzarbeiten mitgenommen, aber der untere Abschnitt bleibt Spass pur.Das Dessert blieb die Rückfahrt der Emme entlang und der Abschnitt Burgdorf – Kirchberg entwickelt sich langsam zu meinem absoluten Favoriten-Singletrail. Das nächste Mal gibt es darüber einen detaillierten Blog Eintrag.

Fazit: Burgdorf hat einige Überraschungen parat und die 20km An- und Rückfahrt lohnen sich durchaus. Die Trails lassen sich auch gut mit einer Tour auf die Lueg kombinieren. Dabei habe ich bisher nur den Osten Burgdorfs erkundet, mehr folgt…

Statistik: 55 km, ca. 665 Höhenmeter, Fahrzeit ca. 3:30 h (mit Schlauchflicken länger…)