Im zweiten Anlauf ist es mir gelungen drei Geocaches in Peking zu finden. Das sind 50% der Geocaches der Multimillionenstadt! Wenn man bedenkt, dass in der Schweiz alleine 3085 aktive Geocaches versteckt sind, ist China ganz leicht im Rückstand. Natürlich ist ein GPS Gerät für chinesische Verhältnisse teuer, aber ich war gestern in einem Elektromarkt von enormer Grösse und es gab alles zu kaufen was es bei uns auch gibt und noch viel mehr. Die hiesige Jugend ist völlig verrückt nach elektronischen Gadgets und für iPods wir schon mal ein Monatslohn auf den Tisch gelegt.

Die Verstecke waren relativ einfach zu finden und leider scheint die Tauschfreudigkeit unter den Chinesen nicht sehr gross zu sein. Auf alle Fälle waren nur wenige Tauschgegenstände vorhanden. Etwas bizarr die Tatsache, dass mindestens ein Versteck in der Mitte von Grabhügeln war. Keine Ahnung wie das in China abläuft, wahrscheinlich sind dies illegale Gräber, für jene die sich kein Grab auf einem der offiziellen Friedhöfe leisten können.

Die Suche nach den Verstecken hat viel Spass gemacht. Wenn das GPS Gerät mich irgendwo in einem fremden Land in einen unbekannten Wald führt und ich einen Stein umdrehe und darunter ein ‘Schatztruckli’ finde, fühlt sich jeder als Entdecker. Zudem gibt es dieses starke Gefühl zu einer globalen Interessengemeinschaft zu gehören. Etwas, das es in dieser Art erst mit der zunehmenden Vernetzung gibt. Zeigt das Gerät noch an, dass man sich genau 8035.5 km von zu Hause weg befindet, ist das Erstaunen über die moderne Technik und die Freude grenzenlos.

Fazit: Geocaching macht Spass, im Ausland sogar noch mehr, weil es einen an Orte führt, die man als normaler Tourist niemals besuchen würde.

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