Beiträge des Monats - April 2007

Der Oenzberg Loop !

Heute Abend wollte ich den Travel Bug auf die Weiterreise schicken und was wäre besser dafür geeignet als der Reiseführercache beim Oenzberg. So machte ich mich querfeldein, immer dem GPS Gerät nach auf den Weg, meistens entlang der Mattstetten – Rothrist Neubaustrecke der SBB. Im Bereich Oenzberg gibt es einen Lehrpfad zur neuen Bahnstrecke mit interessanten Schautafeln. Das Ganze eignet sich gut für einen Bikeausflug. Tatsächlich sind die beiden sich kreuzenden Tunnels im Oenzberg ein technisches Unikum.

Bei einem Wildübergang befindet sich auch der Cache an einem ausgetrockneten Biotop, direkt über der Eisenbahnstrecke. Es ist spannend auf der vierspurigen Strecke den Zügen im Zweiminutentakt zuzuschauen. Die Tour selber war relativ hart: Gegenwind bei der Hinfahrt – Gewitterregen bei der Rückfahrt. Ein etwas veralteter pdf Prospekt zum Thema gibts hier.

Statistik: 32.3 km, ca. 290 Höhenmeter, Fahrzeit 1:29 h

Das Slow-Up Murten !

Wie geplant waren wir heute mit der ganzen Familie am Slow-Up Murten. Das erste und weiterhin grösste Slow-Up des Jahres war wieder ein Riesenerfolg. Ökologisch wenig sinnvoll machten wir uns mit dem Auto früh genug auf den Weg um in Avenches noch einen Parkplatz zu finden. Im Pulk von Hunderten Radfahrern und Skatern fuhren wir auf die 34km lange Rundstrecke um den Murtensee. Während der ganzen Tour ist Konzentration angesagt, will man Unfälle im leicht chaotischen Feld verhindern.

Alle paar Kilometer stehen Verpflegungsstände und das Ganze ist mehr ein langgezogener Jahrmarkt als eine sportliche Veranstaltung. Was solls, wir assen Bratgüggeli vor Salavaux und den hervorragenden Gâteau du Vully in Vallamand. Weitere Zwischenstopps gab es in Murten sowie zum Schluss in Avenches. Jedes Jahr aufs neue sind die Kinder vom Amphitheater in Aventicum fasziniert und mobilisieren mehr Kräfte um auf den Steinen rumzuturnen als während der ganzen Rundfahrt.

Fazit: Das Slow-Up Murten ist und bleibt ein Volksfest. Das Radfahren selber kommt dabei fast zu kurz, um so mehr als der Event immer noch viele Leute (55′000 in diesem Jahr) anzieht und man an manchen Stellen nur noch zu Fuss weiterkommt. Trotzdem: Ein sehr schöner Familienanlass!

Statistik: 34.1 km, ca. 200 Höhenmeter, Fahrzeit 2:49 h

Die BEA und mehr !

Jedes Frühjahr steht mit der Familie ein Pflichtbesuch der BEA an. Ich hatte geplant mit dem Bike nach Bern zu fahren, aber schliesslich musste ich als Chauffeur agieren. Früh genug vor Ort gingen wir sofort ins Grüne Zentrum und assen unsere obligate Portion frittierte Champignons. Weiter ging es mit Kühen, Pferde, Lamas, Schweine, Vögel und Hunde schauen. Dieses Jahr waren wir sogar an der Modeschau und Oh Wunder, das Ski-Velo-Center zeigte SCOTT Mode. Verzichtet haben wir auf die jährliche Weindegustation und -bestellung bei den Gebrüder Mounir und den Les Frères Dubois. Zufrieden und müde machten wir uns auf den Heimweg. Erstaunlicherweise hielten sich die Besuchermengen trotz schönstem Wetter in Grenzen.

Nachdem mein Fully wieder zurück aus dem Service ist, war ich richtig scharf auf eine Tour. Meine Frau begleitet mich bis zum neuen Emmensteg (hier das versprochen Foto) und ich fuhr dann weiter nach Burgdorf und machte einige Trails. Mittlerweile ist es so trocken, dass es an manchen Stellen bereits wieder rutschig wird. Aber wir jammern auf hohem Niveau, einen so guten April gab es schon länger nicht mehr und so komme ich endlich auf einige Kilometer.

Statistik: 47.6 km, ca. 415 Höhenmeter, Fahrzeit 2:45 h

Das SCOTT Contessa FX-15 – Teil 3

Im dritten und letzten Teil der Vorstellung des Contessa Bikes meiner Frau noch etwas zur Technik. Mit der Grösse von 158cm musste sie einen S Rahmen nehmen. Das Teil ist wirklich sehr klein. Vorteil: Bei den ersten Ausfahrten war meine Frau begeistert, da sie bei längeren Fahrten keine Rückenschmerzen mehr hat, was definitiv der besseren Geometrie zu verdanken ist. Nachteil: Ein richtiges Bidon hat keinen Platz mehr, weil es am Oberrohr anschlägt. Für mich ein Flop, aber wir suchen noch nach Lösungen, beispielsweise mit einer abgeschrägten Flasche.

Der Dämpfer lässt sich perfekt bis runter auf 45kg Fahrergewicht einstellen. Alles ist markiert und die Federung spricht wie vom Genius gewohnt sehr gut an. Am Lenker lässt sich der Dämpfer in drei Modis schalten (geblockt, halb geöffnet, voll geöffnet). Wer das System mal fährt, will nicht mehr auf andere Plattformen umsteigen. Das Ganze lässt sich in voller Fahrt schalten. Mit Gabel und Dämpfer auf Lock-Out fährt sich das Ding wie ein Hardtail. Vorne und hinten sind LX Scheibenbremsen montiert. Die kleinen 160mm Scheiben dürften für das Frauengewicht genügen.

Auf dem Rahmen prangt der Kleber ‘Entspricht Sicherheitsstandards’. Das will ich auf einem Bike für >3000 CHF auch hoffen. Etwas schwach die Rock Shox REBA SL Gabel mit 100mm Federweg und Lock-out. Problematisch für ein Damenrad, dass die Einstellung bei 60kg aufhört. Entsprechend schwammig reagiert die Gabel. Ich werde wohl noch etwas an den Einstellungen rumtüfteln müssen. Natürlich ist dies kein Vergleich mit meiner Fox Talas RL.

Der Vorbau sind SCOTT Eigenkomponenten. Ich schätze die vielen Beschriftungen inkl der Anzugsdrehmomente in Nm für fast alle Schrauben. Die Schaltung ist mit einem XT Umwerfer als Blickfang ausgestattet, während die anderen Komponenten wie Naben und Laufräder eher zur billigen Sorte gehören. Die Schaltung selber Shimano LX Rapidfire und die Kurbel kommt von Truvativ.

Fazit: Das Bike bringt es nach Hersteller auf 12.9 kg was ich als nicht schlecht erachte. Die Komponenten sind anständig, wenn auch zu diesem Preis nicht berauschend. Tuningpotential ist mit einem Upgrade auf XT, neuen Laufrädern und Reifen sowie evtl einem Gabelwechsel einiges vorhanden. Aber wie bereits geschrieben, was kümmert meine Frau die Technik solange alles läuft und das Design stimmt.

Der 1. Geocaching Travel Bug !

Heute konnte ich mich beherrschen und habe bei niedrigem Puls und 18 km/h Schnitt gemütlich mit offenen Augen für die Natur die Gegend erkundet. So folgte ich dem GPS im Dreieck Emme – Aare – A1 um einige Geocaches zu finden. Dabei musste ich wegen Schiessbetrieb auf einen Cache verzichten, der sich direkt im Zielhang befindet. Besucht habe ich noch den Nullstein der Emme am Emmenspitz. Er wird mir Ausgangsbasis für mein Sommerprojekt Emme – Bike – Tour sein.Zurück zum Geocaching. Gehoben habe ich den A5 Cache, Labyrinth #2 und dieser. Das Cache Spitzli war mitten im Dickicht und bevor mich die Tausenden von Mücken gefressen haben, flüchtete ich zurück auf den Weg. Beim Cache Wasseruhr hatte es zu viele Muggler um suchen zu können (Muggler werden Nicht-Geocacher genannt. Man sollte die Verstecke vor deren neugierigen Blicken schützen um Vandalismus vorzubeugen). Wegen einem brütenden Schwan auf 9 Eiern war es schliesslich schwierig den 1. Magic Aarecache zu heben.

Heute hatte ich erstmals ein Travel Bug aus einem Cache mitgenommen. Travel Bugs sind kleine Dinge mit einer speziellen nummerierten Markierung, die mit einem bestimmten Ziel von Cache zu Cache transportiert werden müssen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt Travel Bugs, die immer am Wasser sein wollen, Travel Bugs die ans Nordkap wollen, Travel Bugs die in die Südsee wollen und vieles mehr. Die Reise lässt sich auf Geocaching.com beispielsweise in Google Earth tracken. Mein erster Travel Bug heisst Swiss Bell II und will seiner grossen Schwester Swiss Bell nach New York folgen!

Statistik: 23.5 km, ca. 115 Höhenmeter, Fahrzeit 1:16 h

Das SCOTT Contessa FX-15 – Teil 2

Nachdem ich hier den Kauf vorgestellt habe, möchte ich im zweiten Beitrag etwas zum Design des Contessa sagen. Das FX-15 ist in Weiss – Gold gehalten, während das FX-25 in Weiss – Bordeaux daherkommt. Egal was die Powerbikerinnen der Bike Zeitschrift der April 07 Ausgabe zum Design von Frauen MTB sagen, meine Frau und nicht nur sie spricht das Design mehr an als die technischen Daten. Blickfang ist der schneeweisse Sattel, der in besagtem Artikel massiv Kritik einstecken musste, weil er überhaupt nicht auf das sportliche Bike passen würde.

Ich kann mich dem anschliessen, trotzdem sind die gedruckten Details, das Contessa und Scott Logo, schön anzuschauen. Im Moment wage ich mir den Sattel nach einer Schlammtour nicht vorzustellen. Oder wenn man mit schmierigen Ölhänden das Teil anfasst…. Dann wäre wohl die Zeit für einen sportlichen Selle Italia in Weiss gekommen. Das Cockpit des Mountainbikes ist aufgeräumt übersichtlich. Einzig die Griffe passen nicht so recht in das Design hinein. Zudem sind sie viel zu weich, die Hände bleiben fast daran kleben.

Pragmatisch bei SCOTT die Verlegung der Kabel. So muss ich an einigen Scheuerstellen noch etwas Folie unterkleben, will ich den Rahmen nicht gleich ruinieren. Am Oberrohr ranken sich goldene Blätter und der Schriftzug Contessa; am Unterrohr ist der SCOTT Schriftzug, typischerweise auf der linken Seite von oben nach unten und rechts von unten nach oben geschrieben. Am Hinterbau wird das Design konsequent weitergeführt.

Einzig der Dämpfer steht in schwarzem Kontrast zum restlichen Rahmen. Auf dem Ausgleichsbehälter steht im Gegensatz zum Genius in silbernen Lettern noch Contessa.Fazit: Wie bereits gesagt ist das Bike eine Augenweide. Das Weiss und die Blumenmotive stehen voll im Trend und gehen nahtlos in die Damen – Bikebekleidung über. Ob das Ganze nach intensivem Gebrauch noch so schön aussieht, wird die Zukunft zeigen.

Das Heu im April !

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag anders benennen, aber Heu im April ist nun doch etwas sehr speziell. Heute Abend bin ich die grosse Runde OST gefahren. Entlang der Aare konnte ich einige schöne Fotos von Rapsfeldern machen. Meine Fotokünste bzw. meine Kamera reichen nicht aus für die tollen Bilder die David jeweils abliefert. Schön gelb sind sie trotzdem geworden.Es sollte eine gemütliche Tour nach meiner Erkältung von letzter Woche werden. Doch die knochentrockenen Singletrails wollten es anders. Das Wetter war perfekt, 25°C warm und irgendwie hatte ich Lust auf Tempo. Es sind dies die Tage, an denen der Tacho immer 4-5 km/h mehr anzeigt, als den ganzen langen Winter durch. Das Hardtail mit Druck im Pedal in die bestens bekannten Kurven zu legen und um die Bäume zu flitzen macht grossen Spass. Dank den bereits wieder allgegenwärtigen Fliegen musste ich mit geschlossenem Mund fahren und so kam ich trotz Durchschnittspuls von 140 BPM nicht in die rote Zone. Ich bin zufrieden, einen Schnitt von 24 km/h auf Wanderwegen ist nicht schlecht. So war den dieser Tag ein voller Erfolg und der Start in die neue Woche ist gelungen.

Statistik: 33 km, ca. 100 Höhenmeter, Fahrzeit 1:22 h

Das SCOTT Contessa FX-15 – Teil 1

Nach Geburtstagsparty und Grillorgie kann ich nun von unserem gestrigen Kauf des SCOTT Contessa FX-15 als Geburtstagsgeschenk für meine Frau berichten. Wir kauften das Bike bei de Riggi für 3399.- CHF plus 10% Rabatt. Während der Feier hatte das Fahrrad erst- und letztmals Gelegenheit im Wohnzimmer zu stehen. Die Bemerkungen der Partygäste deckten von ‘nicht interessiert’ bis ’sehr angetan’ das ganze Spektrum ab.

Heute hatte das Bike nebst einer Fotosession noch eine kleine Jungfernfahrt auf dem Programm. Von Gerlafingen ging es auf direktem Weg nach Oberdorf unterhalb des Weissensteins und dann entlang dieser Tour. Meine Frau kam ab den 400 Hm etwas ausser Atem, aber auch die schönsten Bikes muss man rauffahren. Der relativ anspruchsvolle Singletrail lief dann gut. Leider stürzte sie stehend und holte sich ein blutiges Knie. Ausnahmesweise war ich froh, dass ICH und nicht das Geburtstagsgeschenk daran schuld war! Doch meine Frau ist tapfer und der erste Eindruck des Contessa gut bis sehr gut, speziell beim Downhill macht es eine gute Figur – technisch gesprochen ;-) . Mehr wird erst der Langzeittest zeigen. Dass das Design traumhaft ist und das Montainbike wirklich ‘verdammt gut aussieht’ steht für uns beide sowieso ausser Frage. Doch dazu mehr in einem der nächsten Posts.

Statistik: 25 km, ca. 440 Höhenmeter, Fahrzeit 2 h