
Vor einiger Zeit bin ich die nördlichen Trails um Burgdorf abgefahren und heute wollte ich die südlichen testen. Schnell die roten Trails aus der Singletrail Map ‘Bärner Seeland’ auf das GPS Gerät übertragen und dann los. Trotz schwülem Wetter fand ich die Temperaturen heute angenehm. Anfahrt via Ersigen wo ich spontan zwei schöne Linden auf einem Hügel sah. Der Umweg hinauf hat sich gelohnt. Wo Linden wachsen und gepflanzt werden, ist das gute Panorama garantiert. Bei der Weiterfahrt habe ich erneut den Färnstuhöchi – Trail gefahren und er gefiel mir so gut, dass es nun einen eigenen Beitrag für ihn gibt.

Südwestlich von Burgdorf liegt der Pleerwald mit dem Aussichtsrestaurant Rothöchi. Hier hat man einen wunderbaren Blick runter nach Burgdorf. Der Spielplatz wäre mal ein Besuch mit den Kindern wert. Nach einem stärkenden Kaffee ging es wieder runter. Die Trails sind gute und solide Waldwanderwege. Genau richtig um das Mountainbike mit hoher Geschwindigkeit kleinere Wurzeln schlucken zu lassen. Am Ende des Pleerwaldes, hinunter ins Underbärgetal führt ein 300m langer Traumtrail, den jemand mit Schaufel und Hacke bearbeitet hat. Sanft wellig, flitzt man zwischen den Bäumen durch. Hierhin werde ich sicher zurückkehren.

Weiter geht es entlang den Spuren dieser Tour, jedoch nicht unten im Tal sondern auf den angrenzenden Höhen. So gibt es immer wieder wunderbare Ausblicke nach Krauchthal hinunter. Die Strecke verläuft entlang des Krauchthaler Waldlehrpfades. Doch irgendwann musste ich runter ins Dorf und gleich wieder hoch zu den ‘Bösen Buben’, dem Gefängnis Thorberg. Eine steile Schotterstrasse führt auf fast 800m. Etwas erschöpft ass ich meinen Mittagslunch um für den 1.2km langen rasanten Downhill nach Chrouchtu bereit zu sein.

Unten vor der Post angelangt, wurde das Bidon am Brunnen gefüllt und ich fuhr gleich wieder rauf, der Sandsteinfluh entlang, bis Oberburg. Mit ausruhen ist nichts, wollte ich doch noch die Trails am Gibelwald ausprobieren. Nach der extrem steilen Anfahrt war die Luft langsam draussen und ich fuhr weiter nach Wasenegg. In der Karte Napfbergland ist dort ein Bikepark im Wald verzeichnet, aber vor Ort finden sich nur Lotharschneisen. Also zurück und runter nach Hasle bei Burgdorf und der Emme entlang nach Hause. Ausgangs Hasle gibt es einen wunderbaren Abenteuerspielplatz für Kinder. Ideal für eine kleine Tour entlang der Emme.

Fazit: Es ist ein mühsames Geschäft Trails zu erkunden, fährt man doch immer wieder rauf und runter. In Burgdorf gibt es viele kleine aber feine Abfahrten, die enormes Spasspotential haben. Wahrscheinlich muss ich noch einige weitere Erkundungstouren machen, bevor ich mich für meine Favoriten festlegen kann.
By the way, die Tour war die längste in diesem Jahr und hat damit fast schon Marathoncharakter. Das Training lohnt sich, wenn ich solche Dinge in 5 h mit sehr wenigen Pausen durchfahren kann.
Statistik: 85.3 km, ca. 1480 Höhenmeter, Fahrzeit 5:09 h
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