Beiträge des Monats - Juni 2007

Die Migration: Von Blogger auf WordPress ! (I)

Endlich ist es soweit. Nach unzähligen Stunden habe ich das Design meines Blogs auf Wordpress portiert. Die Funktionen in meinem Testblog laufen und die Grafik auf IE6, IE7 und Firefox mit Bildschirmauflösungen bis zu 1280 x 1024 sind mehr oder weniger korrekt. Im Moment wird der Blog bei Blogger als sogenannter FTP-Blog bei meinem Hoster betrieben. Wordpress kann aber nur bei Blogger selber (blogspot.com Adresse) gehostete Blogs importieren.

In einem ersten Schritt werde ich deshalb den Blog auf Blogspot konvertieren und versuche ihn danach in Wordpress zu importieren. Im besten Fall geht alles problemlos inklusive das Layout jedes Beitrages, funktionierende externe Links und verlinkte Bilder sowie die Übernahme aller Kommentare inklusive der Linkadresse der Absender. Im schlechtesten Fall geht gar nichts.

Am Sonntag Abend sollte ich wieder online sein und dann werde ich über die Erfahrungen berichten. Drückt mir die Daumen!

Die Touren von Bike GPS !

Wie berichtet, bietet die Lenzerheide ihre 20 GPS Biketouren via das professionelle GPS Portal bike-gps.com an. Gelegenheit das Tourenportal etwas näher vorzustellen. Initiant der Seite ist Ulrich Stanciu, Herausgeber des Bike-Magazins und Transalp Urgestein. Die Webseite bietet nebst Büchern, Hinweisen zu Events auch einen Shop und gute Tipps und Tricks für den Gebrauch von GPS Geräten auf Mountainbikes an. Kernstück sind aber die Touren und die Tourendownloads.

Auf einer übersichtlichen Satellitenkarte lassen sich die Bikeregionen (Für die Schweiz sind dies aktuell die Lenzerheide, St. Moritz, Tessin, Poschivao, Santa Maria und Alta Rezia) auswählen. Danach werden auf einer weiteren Sat Karte die Touren anklickbar dargestellt. Die Informationen pro Tour sind ausführlich. Auf der Übersichtsseite finden sich die Höhenmeter bergab und bergauf, der höchste Punkt, die Länge der Tour mit Detailstreckenangaben zum Untergrund, Bilder der Tour, ein Höhenprofil sowie ein Kurzbeschrieb. Nebst den Angaben zum Untergrund ist das Highlight die Kategorisierung der Touren auf einer Fünferskala in den Bereichen Kondition, Fahrtechnik und Panorama sowie die realistische Angabe von Fahrzeiten.

Danach kann man entweder die GPS Daten und / oder die Tourinformationen und das Roadbook runterladen. Die Bezahlung erfolgt nach Kilometer und entweder mit Kreditkarte (teurer) oder per Vorauskasse (billiger). Die GPS Daten selber kosten pro Kilometer mit Kreditkarte 4.7 Cent. Wer ein GPS mit Kartendarstellung besitzt, für den lohnen sich die Tourdaten kaum, lässt sich ausser dem Roadbook doch fast alles bereits auf der Webseite nachlesen. Auf der Lenzerheide waren die Touren zudem in einem Büchlein des lokalen Tourismusbüros detailliert beschrieben. So habe ich nur die GPS Daten runtergeladen. Die Bezahlung erfolgt problemlos via Kreditkarte und die Touren können danach via einen Link während 2 Wochen runtergeladen werden. Eine Registrierung ist während des Bezahlvorganges notwendig.

Die Daten sind in einer .zip Datei verpackt und bestehen aus einer GPS Tracks Datei (.btk) und einer Waypoint Datei (.wpt). Beides sind kopiergeschützte Binärformate der bekannten Fugawi GPS Software. Doch keine Angst, bike-gps liefert ein eigenes Programm namens BTK Uploader mit, das die Track Dateien auf jedes Garmin-GPS Gerät rauflädt. Ob andere GPS Geräte unterstützt werden ist nicht klar. Wenn man den Track dann gleich wieder mit einer anderen Software vom Gerät runterlädt, ist natürlich auch der Kopierschutz entfernt. Wer die Waypoints braucht (was man nicht wirklich tut), kann mit der Freewareversion des GPS Utility die Waypoints importieren und in einem gängigen Format exportieren.

Die Qualität der GPS Tracks ist nach meinen Erfahrungen mit den Lenzerheide Touren sehr gut. Die Daten sind sehr genau und auch die Höhendaten werden mitgeliefert, was es erlaubt das Höhenprofil der Tour auf dem GPS Gerät anzusehen! Kurzum, ich denke die kleinen Beträge, die man bei bike-gps für die Touren bezahlen muss, sind verschmerzbar und ein Lohn für Leute, die geniale Touren der Allgemeinheit mit einer Auflösung von wenigen Metern zur Verfügung stellen. Zudem hat man im Gegensatz zu Gratisportalen wie gps-tracks die Gewähr, dass die Untergrundangaben stimmen und die Schwierigkeitsgrade in etwa vergleichbar sind. Fazit: Empfehlenswert.

Die Schnelligkeit !

War ich gestern über den Sommerbeginn noch pessimistisch, haben mich heute die Sonnenblumen wieder aufgestellt. Erstmals seit 6 Tagen wieder auf dem Mountainbike und ich habe so richtig Kraft in den Beinen gespürt. Immer nach einer kleinen Pause fahren sich die ersten Kilometer mit einer beflügelnden Leichtigkeit dahin. Heute stand das Thema Schnelligkeit auf dem Trainingsplan, den ich weiterhin nur äusserst lückenhaft befolge. Schnelligkeit trainieren heisst bei mir zuerst mal eine gerade, flache Strecke suchen. Gut eignet sich der Betonplattenweg zwischen Deitingen und Wangen a/A mit 1.85 km schnurgerader Länge.

Grösster Gang rein und dann auf Kommando bis Vmax beschleunigen. Hat man die Geschwindigkeit: 15 Sekunden halten. Der Puls ist dann bei mir jeweils auf 180bpm und ich fluche laut vor mich hin, um die letzten Sekunden durchzuhalten. Dann relaxen bis der Puls <130bpm ist. Danach beginnt das Ganze von vorn. Das ganze 4 Mal und es wird garantiert immer härter und härter. Mit dem Fully schaffte ich heute maximal 44km/h.

Laut meinem Bike Computer war die maximale Geschwindigkeit bisher 67.6km/h. Alles bis 50 finde ich auf dem MTB noch lustig, darüber beginne ich mir dann jeweils Gedanken zur Materialfestigkeit von Speichen und Gabeln zu machen. Mit 2x einer Stunde Kraftraining war diese Woche bisher sportlicher als ich dachte. Jetzt fehlt nur noch eine Tour am Wochenende. Nach dem Parpaner Rothorn habe ich Lust auf einen Jurahügel.

Statistik: 27.8 km, ca. 70 Höhenmeter, Fahrzeit 01:08 h

Der Siebenschläfertag !

Wer heute auch nur einmal das Radio gehört oder Fernsehen geschaut hat, weiss dass Siebenschläfertag ist und das Wetter in den nächsten sieben Wochen so bleibt wie heute! Vor zwei Monaten war es 15 Grad wärmer und wir freuten uns auf den Sommer und die langen Tage im Juli. Die Tage sind zwar lang wie das Foto heute Abend um 21:30 Uhr aufgenommen beweist, aber die Motivation auf dem Mountainbike eine Abendrunde zu drehen ist kleiner als im tiefsten Winter. Es regnet, ist feucht und mit 10°C echt kalt! Ungerecht ist die Wetterlage!Mehr zum Topthema von heute gibt es bei der Volkszeitung und beim Bauernregel.net

Die Fingerhandschuhe !

Seit längerem wollte ich mir Sommerhandschuhe mit langen Fingern beschaffen. Hauptzweck der Fahrradhandschuhe ist sicher der Schutz vor Verletzungen und hier sind speziell die Finger gefährdet. Schweren Herzens habe ich mir als Scott Fahrer diese Exemplare von Specialized, Marke BG Gel für ca. 45.- CHF gekauft und bin nach einigen Touren rundum zufrieden. Selbst bei grösserer Hitze schwitzt man nicht markant. Die Gelpolster sind sehr angenehm und geben am Griff viel Grip. Das Material ist leicht und die Passform perfekt. Damit haben meine durchgewetzten alten Kurzfingerhandschuhe ausgedient.

Die Schwalbe Nobby Nic Reifen !

Wie berichtet, habe ich mir zwei Schwalbe Nobby Nic Reifen geleistet. Nach langem hin und her habe ich mich für die 2.25 Zoll Version entschieden und nicht für die Breiteren. Ich denke, für meinen Einsatzbereich sind die 2.25″ ideal. Dafür habe ich die Snake Skin Version gekauft, die Durchschläge verhindern soll. Die Seitenwände sind zusätzlich mit einem Geflecht stabilisiert. Der Spass kostet 2 x 47.- CHF.

Auf die Waage bringen die Reifen genau 623 Gramm. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass meine alten SCOTT Cougar Reifen im abgefahrenen Zustand noch 633 Gramm wiegen. Ausser dem Firmennamen und dem Reifentyp gibt es nur zwei kleine schwarze Beschriftungen zur Reifengrösse und die Front – Rear Angaben. Erstaunlich einfach verlief die Montage. Ganz ohne Werkzeug liess sich der Reifen über die Felge heben.

Die Pneus selber bestehen aus drei verschieden harten Gummi – Mischungen, die dem Reifen den spezifischen Charakter verleihen. In meinen Ferien auf der Lenzerheide hatte ich genügend Gelegenheit, um die neuen Nobby Nic Reifen auf Herz und Nieren zu testen.

Zuerst fällt das laute Abrollgeräusch auf Asphalt auf. Ob sich das etwas mindere Gewicht positiv auf die Agilität des Bikes auswirkt, kann ich nicht fühlbar beurteilen. Dafür klebt der Reifen am Boden wie Leim. Ich bin hell begeistert! Die Gripeigenschaften auf allen Untergründen sind fantastisch und eine klare Steigerung zu meinen SCOTT Pneus. Legt man sich in die Kurve beissen die Stollen förmlich in den Untergrund. Man muss sich zuerst etwas daran gewöhnen und mit mehr Schwung und Seitenlage in die Kurve ziehen. Konsequenz: Ich fahre bergab schneller und sicherer. Bergauf lassen sich subjektiv etwas steilere Steigungen als bisher meistern!

Fazit: Vielleicht bin ich dem Marken – Hype oder den Testberichten erlegen, aber die Dinger fahren sich wirklich Spitze! Mal sehen wie es längerfristig aussieht.

In Arosa !

Von Freitag bis Sonntag war ich zusammen mit meiner Frau an einem Anlass in Arosa. Wir waren beide erstmals in diesem Höhenkurort und erstaunt über die Grösse des Ortes. Die Unterkunft im Waldhotel National haben wir sehr genossen, der Wellnessbereich ist superb, das Essen gut und das Ambiente gediegen. Dank des Arosa all-inclusive Programmes, haben wir heute bei schönstem Wetter eine kurze Wanderung und einen Ausflug auf das Weisshorn gemacht. Dank der guten Sicht hinüber zum Parpaner Rothorn, konnte ich meiner Frau nochmals die Tour von letzter Woche ins Gelände legen. Auf den ersten Blick scheint Arosa eine Reise wert, speziell im Winter. Bikemässig würde ich eher die Lenzerheide als Ausgangsbasis empfehlen. Dafür spricht auch die äusserst mühsame Anreise über 360 Kurven nach Arosa!

Das Hotel Dieschen !

Nach 4 Nächten im Sporthotel Dischen auf der Lenzerheide kann ich nun ein Fazit ziehen. Das Hotel preist sich auf der Webseite als MTB – Hotel an und bietet entsprechende Pauschalen an. Zuerst mal zum Hotel selber. Die Zimmer sind freundlich, heimelig mit Arvenholz eingerichtet, das Bad ist schön und ein Fernseher steht auch zur Verfügung. Das Viergang-Menü am Abend im Rahmen der Halbpension ist sehr gut und qualitativ überdurchschnittlich. So hatte ich gar keinen Grund nach speziellen Bikemenus zu fragen. Weiter bietet das Hotel eine Bar und gratis drahtlosen Internetzugang im Fernsehraum an. Die Begrüssung und Bedienung im Hotel ist ausnahmslos sehr freundlich und familiär.

Neu, klein aber sehr fein und gemütlich ist der Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Heubad und Whirlpool. Leider kollidieren die Öffnungszeiten von 1600 – 2000 etwas mit den Essenszeiten 1800 – 2000. Kommt man von den Touren spät nach Hause, bleibt keine Zeit für Wellness mehr. Bikemässig sieht es etwas schlechter aus. Der Bikeraum ist zu klein und eher ungeeignet, die Werkstatt nur ansatzweise vorhanden. Es fehlen Waschplatz und andere Dinge wie Wäscheservice, Lunchpaket und Verkauf von Bike-Artikeln. Die Gastgeber organisieren zwar alles was man wünscht, aber man ist trotzdem nicht vollständig auf die Zielgruppe Mountainbiker fokussiert.Negativ? Schlecht finde ich, dass bei der Buchung nicht erwähnt wurde, dass die Bergbahnen noch geschlossen sind. Hätte ich eine Woche Freedride Spass geplant (Tour Nr. 11 Runda Lei, 335m aufwärts, 2374m abwärts), wäre das ganz schön in die Hose gegangen.

Fazit: Gemütliches, familiäres Hotel, das alles bietet was man als Mountainbiker haben muss. Die Lage ist für alle Touren und speziell für Downhiller ideal. Dass der Einzelpreis nur die Hälfte des Doppelzimmer-Preises kostet, findet man auch nicht mehr überall. Ich würde wiederkommen und kann es allen wärmstens empfehlen, die nicht höchste Ansprüche an die Bikeinfrastruktur haben.