Beiträge des Monats - Oktober 2007

Die TOPO Schweiz Karte Update 1.1 !

Cover TOPO Schweiz Update 1.1Seit April 2007 bietet Garmin die TOPO Schweiz Vektorenkarte in der Version 1.1 an. In diesem Beitrag habe ich ja bereits ausführlich über die Karte geschrieben. Deshalb beschränke ich mich hier auf die Neuerungen. Gemäss Garmin sind die wesentlichen Updates: Geländeschattierung, Höhenprofil bei der Tourenerfassung, Neue Farben mit besserem Kontrast und Neue Points of Interests. Das Update kostet für Käufer vor dem 01.01.07 genau 150.- CHF. Das ist viel Geld und so habe ich Garmin per Mail angefragt, ob meine am 30.12.06 freigeschaltene Version nicht noch als Gratis-Update durchgehen würde. Zu meinem Erstaunen kam zwei Tage später die prompte Antwort, dass man mir ausnahmsweise noch ein Gratis-Update gewähren würde. Rasch habe ich die alte CD an Garmin Schweiz gesandt und einige Tage später war die neue CD im Briefkasten. Super kulanter Kundenservice kann ich da nur sagen!

Ansicht Garmin TOPO Schweiz 1.0Ansicht Garmin TOPO Schweiz 1.1Schauen wir uns zuerst die neue Darstellung auf dem GPS an. Links die Ansicht mit TOPO Schweiz Version 1.0 und rechts neu mit Version 1.1. In der Realität ist der Bildschirm aber viel blasser und kontrastärmer als diese Screenshots. Trotzdem fällt auf den ersten Blick die bessere Informationsübersicht der neuen Version auf. Endlich sind Wälder, Dörfer und besonders wichtig, Häuser als solches erkennbar. Zudem werden nun kleinere Strassen viel feiner dargestellt, was für mehr Übersicht sorgt. Ein klares Plus für die neue Version. Ob sich die neue Karte auch in der Realität beweist, muss ich noch austesten.

Update 09.11.07: Nach der ersten richtigen Tour mit der neuen Version, bin ich absolut überzeugt. Die Lesbarkeit in überbautem Gebiet ist um ein Vielfaches besser. Einzig störend ist die Tatsache, dass nun 3. Klass-Strassen und Waldwege die gleiche Strichdicke haben. Trotzdem, eindeutig besser als vorher, auch im Echteinsatz.

Mapsource TOPO Schweiz 1.1 Ansicht BurgdorfMapsource TOPO Schweiz 1.1 Ansicht ZoomDie gleich gute Darstellung findet sich nun natürlich auch im Kartenprogramm Mapsource von Garmin. Hier gibt es noch ein Zückerchen obendrauf, eine Reliefschattierung der Karte. Dies erhöht die Übersicht und Lesbarkeit der Karte massiv. Damit wird die Routenplanung mit Mapsource nicht mehr zum Ratespiel und die Software rückt in Sachen Übersicht deutlich zur Swiss Map 50 Software der Swisstopo auf. Ein erneutes Plus für die Version 1.1.

Track im Raum BurgdorfDas letzte Feature und lang ersehnt, ist die Darstellung des Höhenprofils eines mit Mapsource geplanten Tracks. Mit der Vorgängerversion konnten man nur bereits abgefahrene Tracks mit Höhenprofil anzeigen lassen. Mit dem Höhenprofil wird die Tourenplanung am PC erst richtig wert- und sinnvoll, sind doch die Höhenmeter für uns Mountainbiker entscheidend. Wieso das Profil in Mapsource jedoch so hässlich dargestellt wird, bleibt das Geheimnis von Garmin.

Mapsource TOPO Schweiz 1.1 HöhenprofilFazit: Wer Mapsource zur Tourenplanung verwendet oder ein GPS Gerät mit grossem Bildschirm hat, für den dürfte sich das Update auf die Version 1.1 lohnen. Ob man dafür 150.- CHF bezahlen will, muss jeder für sich entscheiden. Ich bin gerne bereit für ein gutes Produkt etwas mehr zu bezahlen im Wissen, dass ich mir damit einen echten Kundenservice mitkaufe. Als Gratisupdate hat es sich auf jeden Fall gelohnt! Danke Garmin!

Die Fehlerquote in Bike-Magazinen !

Fehlerhaftes Bild in Bike 10-07Seit einiger Zeit fällt mir die relativ hohen Fehlerquoten in Inhalt und Layout bei den prominenten Bike – Magazinen auf. Liegt dies daran, dass speziell das bike die Fehler jeweils in der nächsten Ausgabe korrigiert und dies früher nicht tat? Oder liegt es am immer grösseren Termindruck? Ich weiss es nicht, trotzdem zweifle ich etwas an der Qualitätskontrolle der Magazine. Fehler, die mir als Leser innert Sekunden ins Auge fallen, dürften eigentlich nicht zum ‘Gut zum Druck’.

Beispiele: Im Laufradtest des bike 09/07 wird der Mavic Preis mit 230 anstatt 395 EUR angeben. Einen Monat später merkt man, dass man die Speichenspannung wohl falsch gemessen hat und hebt die Wertung dreier Laufräder von GUT auf SUPER! Da werden sich die betroffenen Hersteller freuen, oder nicht? Im Korrekturartikel schneidet der Layouter dafür bereits wieder den letzten Satz weg – gibt es im November also eine Korrektur der Korrektur? Traurig auch der Layout-Fehlgriff zum Test der Sorglos-Bikes. Da werden doch tatsächlich Hardtails mit Nabengetriebe beschrieben und getestet und was sieht man auf dem Bild, ein Giant Fully. Oder ist das intelligentes Product-Placement?

Wenn das so weitergeht, muss ich noch ein Watchblog für die Mountainbike-Magazine eröffnen!

Die Thömus Jacke !

Thömus Lightrider 2008Specialized für 9999.- CHFAlle sechs Monate wieder, lädt Thömus zum Rampenverkauf ein. Erstaunlich wie man das Volk mit einem simplen Raclette – Gutschein in solchen Massen anlocken kann. Wie immer ist alles bestens organisiert und die neusten Bikes stehen bereit. Faszinierend die moderne Carbon-Technik. Interessant und klar erkennbar ist der Trend zu immer grösseren Federwegen und massiveren Enduro- und Downhillbikes. Ich frage mich nur wo denn diese Bikes alle gefahren werden sollen. Soviele ‘Bike-Bähnli’ und Parks gibt es ja auch wieder nicht. Noch erstaunlicher, wie sich die Preisspirale stetig nach oben dreht. Wie selbstverständlich steht ein Specialized Bike für schlappe 9999.- CHF im Heuschober-Ausstellungsraum. Wer gibt den für ein Mountainbike solche Summen aus?

Thömus Test-ParcourThömus SkijackeWir schauten noch etwas den Kindern und Jugendlichen zu, die mit viel Spass den Testtrail hinter dem Thömus-Bauernhaus abfuhren. Meinerseits hatte ich heute keine Lust auf eine Testfahrt. Dafür probierte ich dummerweise eine Thömus-Skijacke im Restposten-Festzelt aus. Die fühlte sich so gut an und glänzte mit so vielen guten Detaillösungen, dass ich sämtliche Vorbehalte gegen das Thömus-Volk über Bord warf und die runtergeschriebene Jacke für 369.- CHF kaufte. Ab heute gehöre ich damit mindestens optisch auf der Skipiste zu diesen Thömus-Jüngern. Was gutes Marketing alles bewirkt! Der Winter kann also kommen und ich freue mich bereits auf die ersten Schneeflocken.

Der Tunnel Loop !

Tunnel vor dem BrüggliHöhenprofil Tunnel LoopNach einer lange Arbeitswoche ohne Bike, konnte ich heute etwas früher nach Hause und habe noch eine Runde gemacht, die ich schon lange mal fahren wollte. Man muss nicht immer in die Ferne um spektakuläre Wege mit Tunnels und Klippen zu haben, den die schönsten Trails sind ganz in der Nähe. Einer davon war die heutige Tour, ich nenne sie den Tunnel Loop ! Die Anfahrt führt via Solothurn (430m) nach Im Holz (607m) und dann alles die breite Schotterstrasse in Richtung Althüsli hinauf.

Lochbachtunnel vor BrüggliGoogle Maps Tunnel LoopAuf halber Jurahöhe (Pt. 875) nehme ich die Schotterstrasse zur Schauenburg. Die Steigung ist einiges einfacher als auf den Balmberg, aber immer noch anstrengend. Beim Burgbühl hat der Lochbach eine Schneise in die erste Jurareihe geschlagen und gibt spektakuläre Blicke ins Mittelland frei. Der Weg ist in den Fels gehauen und der letzte Teil geht durch einen kurzen Tunnel. Eine wunderbare Szenerie, leider heute mit wenig Sichtweite. Hier staunt man über die schroffen Felsen und die spezielle Geologie des Juras. Die Flurnamen weisen darauf hin, dass diese Übergänge schon früher rege benutzt wurden, hätte man sonst sicher keine Wehrbauten und Burgen hier hinauf gebaut.

Trail zum BrüggliWirtschaft Ober-BrügglibergVor der Schauenburg zweigt ein kleiner Pfad ab und quert der Felsflanke entlang in Richtung Brüggli. Ein kurzer, knackiger und leicht ausgesetzter Singletrail bietet Abenteuer und Fahrspass. Langsam kriecht die Kälte unter die Windstopper-Jacke und so kommt der Kulminationspunkt der Tour, das Restaurant Ober-Brüggliberg (1159m) gerade richtig. Mitten im Nebel ist das Haus kaum zu sehen. Nach einem Apfelpunsch geht es rasant die kleine Strasse hinunter in Richtung Selzach. Auf den typischen Jurastrassen der Bergflanke entlang, kann man richtig Gas geben. Auch hier gibt es noch zwei spannende Tunnels zu durchfahren.

Tunnel bei StockholenTrail im HeimlisbergwaldIm unterenTeil des Staatswaldes gibt es noch einige Trails. Danach kann man an der Waldgrenze entlang schön nach Lommiswil – Im Holz hinüberqueren. Als Zückerchen wartet noch ein interessanter Singletrail entlang einer ‘Suone’, eines Wasserkanals im Heimlisberg – Wald.

Fazit: Eine Super Tour mit anstrengendem Aufstieg, spannenden Tunnels und imposanter Landschaft. Absolut empfehlenswert! Der Loop lässt sich kombinieren mit Fahrten auf den Bettlachberg, Grenchenberg oder die Hasenmatt. Das spare ich mir aber gerne für einen schöneren Tag auf.

Statistik: 44.7 km, ca. 902 Höhenmeter, Fahrzeit 02:41h

Die Bildbearbeitung mit GIMP !

GIMP LogoVor einiger Zeit hat mich kleinmantara gefragt, wie ich den die abgerundeten Bilder in diesem Blog mache. Nun leider funktioniert das nicht mit einem Plugin, obwohl das natürlich traumhaft wäre. Ich bearbeite alle Bilder vorgängig mit dem Freeware Bildbearbeitungsprogramm GIMP. Das Programm kommt aus der Linux Welt und ist für Windowsuser mit seinen vielen freischwebenden Fenstern etwas gewöhnungsbedürftig in der Bedienung. Dafür kriegt man umsonst eines der leistungsfähigsten Bildbearbeitungsprogramme überhaupt.

Folgende Schritte muss ich ausführen um die Bilder hier in den Blog zu stellen:

  1. Dem Bild unter Werkzeuge/Farben/Werte etwas mehr farblichen Pepp verleihen. Oft genügt die Automatik, manchmal braucht es Handarbeit.
  2. Wenn notwendig unter Bild/Transformation/90° Drehen
  3. Mit Bild/Bild skalieren die Bildgrösse auf 1024 Pixel Breite runterrechnen
  4. Unter Skript-Fu/Dekoration/Runde Ecken die Bilder abrunden lassen
  5. Das Ganze als .jpg mit 80 Qualität speichern. Beim Speichern nehme ich noch die EXIF Daten raus, damit das Bild nicht willkürlich gedreht wird und hinterlasse noch ein Copyright Hinweis im Kommentar.

Danach ist das Bild bereit zum Upload in WordPress. Nun, die Methode ist wirklich aufwändig und ich verliere viel Zeit damit. Theoretisch könnte man noch einiges automatisieren, aber bisher hatte ich zu wenig Zeit mich in die Script Sprache von GIMP einzulesen und wer weiss, vielleicht hat ja jemand eine bessere Lösung um die Fotos in diesem Stil zu bearbeiten. Ich habe bereits mit den schönen Bildfunktionen vom aktuellen MS Office rumgespielt, aber irgendwie passt mir das Resultat nicht.

Die rostigen Velos I !

Rostvelo im Europa ParkHier der Start einer kleinen Serie. Die rostigen Velos, anziehend, faszinierend, traurig. Was mag wohl die Geschichte dieses Bikes sein? Wer hat alles darauf gefahren? Welche Lebensgeschichten sind damit verbunden? Unbeantwortete Fragen, die ich mir immer stelle, wenn ich solche Fahrrad-Greise irgendwo sehe.

Hier also die Nr 1, jüngst im Europa Park als Deko für den Themenbereich ‘Frankreich’.

Das Herbst-Trainingsloch !

Nach vier Wochen WK bin ich die nächsten vier Wochen bereits wieder wochenweise unterwegs. So bleibt wenig Zeit zum Radfahren. Mittlerweile haben sich meine Rückenschmerzen so gesteigert, dass ich wohl oder übel einen Arzt aufsuchen muss. Obwohl das Mountainbike nicht der Hauptgrund sein kann, tun speziell die Uphill-Belastungen meiner Wirbelsäule nicht sehr gut. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass ich erstens mein Trainingsziel in diesem Jahr nicht mehr erreichen werde und dass ich zweitens meine subjektiv gute Form wie üblich per Ende Jahr eingebüsst haben werde.

That’s Life!

(Übrigens, meine Post-Titel beginnen sich zu wiederholen – siehe das Frühlings-Trainingsloch !)

Der Europa Park !

Eingang Europa ParkSilver Star von ObenGestern war es wieder einmal soweit. Von den Kindern lange erwartet, machten wir uns frühmorgens nach Deutschland in den Europa Park bei Rust auf. Eigentlich war ein Wochenende in einem der parkeigenen ****Hotels geplant, aber die scheinen auf Monate hinaus bis auf das letzte Bett ausgebucht zu sein. Die Anfahrt ist angenehm und nach weniger als 1:40h ist man vor Ort. Der nahe Rhein lässt den Park in einer grauen Nebelwand versinken und die 0°C lassen auch nicht Freude auf die Wasserbahnen aufkommen. An der Kasse müssen wir nicht anstehen, da man die Tickets mittlerweile praktisch per Internet kaufen, mit Kreditkarte bezahlen und ausdrucken kann. Das funktioniert sehr gut und geht rasch.

Auf der Silver Star kurz vor dem AbsturzKürbis und HalloweenPunkt 0900 Uhr strömen wir mit einigen Tausend anderen Frühbesuchern durch das Eingangstor und stürzen uns gleich auf die Silver Star Achterbahn. Ohne gross anzustehen, können wir das Highlight des Europa Parks gleich zu Beginn geniessen. Die Silver Star ist wirklich der Hammer. Schade nur, dass man nicht gleich für ein paar Fahrten darauf sitzen bleiben kann. Danach geht es schrittweise weiter zu den vielen anderen Attraktionen.

Poseidon im MorgenlichtEuromirAls wir bei den diversen Wasserbahnen angelangt sind, lüftet sich der Nebel und die Sonne bringt bei stahlblauem Himmel etwas Wärme. So überlebt man auch die Wasserspritzer der Poseidon und Atlantica Wasser-Achterbahnen. Die Kinder wollen natürlich noch auf die rasanten Bahnen Euro Mir und Euro Sat. Ich drehe dafür mit dem Parkzug eine Runde und freue mich an der wirklich hervorragenden Halloween-Dekoration. Kürbis soweit das Auge reicht.

HerbstfensterDas schöne am Europa Park ist, dass es wirklich für alle Altersschichten etwas gibt. Mich faszinieren immer wieder die ‘Bühnenbilder’ der Themenbereiche. Das Ganze ist deutlich weniger kitschig als im Disneyland und die Pflanzen sind meistens echt. Schön finde ich Attraktionen wie die Piraten in Batavia oder die nostalgische Tiroler Wildwasserbahn. Hier bin ich bereits als Kind stundenlang angestanden, war das doch früher die Hauptattraktion. Heute haben unsere Kinder dafür nur noch ein müdes Lächeln.

StrandkorbSchliesslich schickte ich die Kids alleine auf Tour und verbrachte fast 2 Stunden mehr oder weniger schlafend im Strandkorb bei herrlichem Sonnenschein. Was für eine Entspannung! Am Abend fuhren wir dann noch traditionell nach Rust ins Dorf, um im Gasthof Ochsen ein währschaftes (nahrhaftes für die Deutschen Leser) Nachtessen zu bezahlbaren Preisen zu essen.

Blick auf den Europa ParkFazit: Der Spass kostet für 2 Erwachsene und 2 Kinder 113 EUR plus Parkgebühr plus ziemlich teures Essen. Unter 200 – 300 CHF pro Tag und Familie kommt man nicht weg. Trotzdem denke ich lohnt sich ein Tag im Europa Park. Noch effizienter wäre wohl ein Zweitagesaufenthalt, möglichst unter der Woche, ausserhalb der Schulferien. Wir gehen etwa alle 2-3 Jahre und mit diesem Rhythmus werde ich fortfahren. Der Park ist eben einzigartig und dafür muss man bezahlen.