Die Bantiger Tour (Teil 1) !

Linde Ersigen - Blick auf den JuraLinde Ersigen im Winter

Nachdem ich am Samstag mein Mountainbike glänzend putzte, hatte ich wenig Lust es gleich wieder einzusauen. Heute sah es besser, weil es kälter war. Als protestantischer Berner kann ich dem komischen Katholikenbrauch mit dem Namen ‚Fasnacht‘ gar nichts abgewinnen und so musste ich meine Kinder und meine Frau nicht an den Solothurner Umzug begleiten und hatte den Nachmittag frei für eine längere Biketour (DANKE!). Als Inspiration habe ich mir die Tour Bantiger I von GPS Tracks auf mein GPS Gerät geladen. Bereits auf der Anfahrt musste ich einen ersten Abstecher zu den Linden oberhalb Ersigen machen, um einen Microcache mit dem Namen ‚Jurablick‚ zu heben. Und tatsächlich, der Blick über das Mittelland zum Jura war es wert.

Färnstuhöchi Trail erster AbschnittFärnstuhöchi Trail zweiter Abschnitt

Weil ich nun bereits auf der richtigen Seite von Burgdorf war, wollte ich den Färnstuhöchi Trail einmal im Winter fahren und war wiederum begeistert. Was für eine flowige Strecke hinunter nach Burgdorf. Ich kann meine Fahrtechnik mittlerweile daran messen wie oft ich auf diesem Trail wegen Treppen oder Spitzkehren absteigen muss. Diesmal kam ich mit dreimal Absteigen durch. Weiter ging die Anfahrt zur Tour bis nach Hasle (571m) und so hatte ich bereits 20km in den Beinen vor dem eigentlichen Startpunkt.

Winterlandschaft bei SchwandBlick auf den Bantiger - Winterzeit

Gleich zu Beginn offenbarte sich der Charakter der Tour. Auf einem kleinen Strässchen stieg es gleich steil an und der Aufstieg hörte bis auf über 900m nicht mehr auf. Meist asphaltiert führte die Strecke hoch über dem Biembachtal via Schwand (830m) nach Diepoldshuse (850). Links und rechts des meist trockenen, gelegentlich aber auch sehr vereisten Wegen eröffnete sich eine grandiose Winterlandschaft. Es war einfach fantastisch !

WinterwaldThorberg im Winter

Nach Diepolshuse fuhr ich über zugeschneite Feldwege, der Schnee war ideal zum Schneebiken. Weit in der Ferne zeigte sich das Tourenziel mit dem Bantiger. Doch dazwischen liegt das Lindental und so werden auf einem abenteuerlichen Weg mit kurzen Schiebepassagen die mühsam erkämpften Höhenmeter wieder vernichtet. Langsam fühlten sich meine Beine mit den Wanderschuhen und den vielen Lagen Kleider etwas müde an. Da ich nicht gleich eine 100km Tour im Februar hinlegen wollte, brach ich die Tour hier ab und fuhr via Krauchthal – Underbärgetal, an der Strafanstalt Thorberg vorbei, alles auf der Hauptstrasse retour nach Burgdorf und dann der Emme entlang nach Hause.

Bantiger Tour Höhenprofil Teil 1Bantiger Tour Google Maps Teil 1

Gegen Ende wurde es richtig hart und ich hatte nur noch wenig Augen für die Natur. Vielleicht hätte ich doch etwas zum Mittag essen sollen. Die warme Badewanne vor Augen, fuhr ich trotzdem zügig nach Hause.

Fazit 1. Teil: Die Tour führt fast ausschliesslich über Asphaltsträsschen oder Waldwege und ist gut fahrbar. Ideal für den Winter wenn es wenig Schnee hat. Die Sicht war genial. Bei der nächsten Gelegenheit nehme ich mal den 2. Teil in Angriff. Schliesslich warten immer noch die Bantigertrails!

Statistik: 70.8km Distanz, ca. 973 Höhenmeter, 04:05h Fahrzeit, 1 Geocache

7 Kommentare zu “Die Bantiger Tour (Teil 1) !

  1. Pingback: Die Utzigewull – Lindental Abfahrt ! | Spoony's Bike Blog

    1. Spoony Artikelautor
      Antworten

      Nix mit Wull… Ich blieb unten im Tal! Wieso, muss man dieses Stück fahren und welchen Weg meinst du genau – jener südlich Pt. 746 durch den Wald oder den direkten Weg Sterchihubel – Pt 746 – Lindental?

    2. Spoony Artikelautor
      Antworten

      Sorry, ich war bei meinem Beitrag von gestern. 😉 Habe die Abfahrt nicht mehr so in Erinnerung, war aber glaub ich im Winter eine ziemliche Herausforderung. Ziemlich steil, oder?

  2. Pingback: Spoony’s Bike Blog » Blog Archives » Die Bantiger Tour (Teil 2)

  3. Pingback: Spoony’s Bike Blog » Blog Archives » Das Schneebiken !

  4. Chrigu
    Antworten

    War auch diesen Sonntag auf dem Bantiger… Die verschneiten Trails waren einfach super, musste richtig aufpassen, dass ich vor lauter bezaubernder Winterlandschaft die Augen noch auf dem Trail hielt 🙂 Weiter unten wurde es anschliessend teilweise zur Schlammschlacht – kann ja auch ganz lustig sein. Übrigens Kompliment zu deinem spannenden und informativen Blog, bin erst kürzlich darüber gestolpert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.