Beiträge des Monats - November 2008

Ein Nachruf auf meine Canon IXUS 50 !

Bevor ich hier meine neue Digitalkamera vorstelle, schreibe ich gerne einen Nachruf auf meine Canon IXUS 50, die im Disneyland vor einigen Wochen den Geist aufgab. Die Mechanik des Autofokus scheint beschädigt zu sein. Mit kratzenden Geräuschen schafft es die Kamera nicht mehr, scharf zu stellen. Das ist schade.

Ich war begeistert von diesem kleinen, edlen Ding. Highlights waren die lange Batterielaufzeit, die intuitive Bedienung und die akzeptable Fotoqualität, speziell im Makromodus. Entscheidend waren jedoch die Kompaktheit und das Metallgehäuse, etwas das es so auf dem Markt leider nicht mehr gibt. Ich hatte die Kamera auf Biketouren, im Beruf, beim Skifahren und allen anderen Aktivitäten immer ohne Hülle in der Tasche oder im Rucksack. Sie hat verschwitzte Trikottaschen, tiefe Minustemperaturen, Schnee und Sand, Matsch und Dreck und andere Strapazen ohne Probleme mitgemacht.

Die Kamera war ein treuer Begleiter und ein wichtiger Partner um diesen Blog mit guten, manchmal sehr guten, meistens aber mittelmässigen Knipsbildern zu bereichern. Reparieren lohnt sich wohl nicht mehr und so kommt sie in die Schublade mit all dem modernen Elektronikschrott, der frühzeitig in den Ruhestand muss. Nach einem Wochenende in San Francisco berichte ich dann über die Nachfolgerin, die gestern von Amazon in meinen Briefkasten geliefert wurde – die Canon IXUS 85.

Die Spazierfahrt !

Heute gab es wieder einmal eine ganz gemütliche Sonntagsfahrt dem Meer entlang. Abendsonne, Sand, Salz und eine frische Brise, mehr braucht man nicht um den Sonntag zu geniessen. Ich freue mich, dass meine Frau mit mir zusammen einige gemeinsame Zeit auf dem Mountainbike verbringt. So selbstverständlich ist das ja nicht!

In Marina haben wir bei einem Outdoorshop noch kurz angehalten und das dringend benötigte Putzmaterial für unsere Velos eingekauft. Nun wäre ich ausgerüstet für den grossen Veloputz. Einzig die Motivation fehlt noch ein wenig.

Statistik: 35.8 km, ca. 300 Höhenmeter, Fahrzeit 2:12 h

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Kein chinesischer Titel, ich bin heute einfach den 17 Mile Drive rückwärts gefahren oder präziser gesagt, in die andere Richtung. Eigentlich macht man das ja viel zu wenig, oft notgedrungen, weil Bergauf mit dem Mountainbike definitiv nicht das gleiche wie Bergab ist. Meine Trainingsstrecke ist aber 100% Strasse und so war das problemlos. Interessant wie sich dieselbe Landschaft ändert wenn man sie aus der anderen Richtung betrachtet. Ich habe einiges Neues entdeckt.

So ging es heute also zuerst mal den Berg hinauf, rund um den Del Monte Wald und beim Sonnenuntergang alles dem Strand entlang nach Hause. Der Sonnenuntergang war heute Abend intensiver als auch schon. Zum Glück wird es mir davon noch nicht langweilig und so gibt es noch einige Sonnenuntergangs-Bilder mehr. Wie schön…

Statistik: 39 km, ca. 468 Höhenmeter, Fahrzeit 1:45 h

Die Zeitverschiebung !

Die Zeitverschiebung ist eine spezielle Sache, faszinieren, messbar, unfassbar. Obwohl ich intellektuell schon begreife wieso bei uns nun 17:00 Uhr, in der Schweiz 02:00 und in Asien 08:00 ist, dass sich die Zeit nicht wirklich verschiebt, die Erde rund ist, die Erde sich um die Achse und um die Sonne dreht und diese nicht wirklich rauf- und runtergeht, bleibt das Ganze gefühlsmässig ein Rätsel.

Seit ich hier in der Kalifornien bin, werde ich permanent mit dem Problem konfrontiert. Mit 9h Zeitdifferenz retour ist es gar nicht so einfach den richtigen Zeitpunkt zu finden um mit Bekannten und  der Familie zu skypen. Das Ganze hat aber auch Vorteile. Am Mittag schaue ich mir die Tagesschau von SF1 an. Am Abend spät höre ich kurz die Morgennachrichten von Radio DRS. Speziell faszinierend es es aber auf Pressdisplay, wo ich einen beruflichen Zugang habe, um 1600 Uhr die Ausgabe der NZZ von Morgen zu lesen!

Das ist super, verwirrt mich aber immer wieder. Den Überblick behalte ich mit einem kleinen Firefox Add-on, Foxclocks, das mir in der Statuszeile schön und frei konfigurierbar die verschiedenen Zeiten anzeigt. Wirklich ein gutes Tool!

Die ersten vier USA – Geocaches !

Heute war erneut die Spanish Bay Runde angesagt, mit Sonnenuntergang und wildem Meer. Ich musste einfach nochmals bei den zwei Geocaches vom Montag vorbei. Bewaffnet mit einigen Hints aus dem Internet ging es heute besser. Nach einigem Suchen habe ich meinen ersten Cache (Unit Cache) auf amerikanischem Boden gefunden. Der zweite Cache (Woodsman West) war dann etwas knackiger. Das Filmdöschen im Baumstrunk beschäftigte mich einige Zeit. Mit geschärftem Cachersense waren zwei weitere Caches (The Old Tracks, GC141RC) auf dem Rückweg rasch gefunden.

Ich habe heute wieder einmal festgestellt, dass man beim Cachen etwas braucht, was ich die Goldenen Geocacher Regeln nenne:

  1. Schauen ! (nicht vor die Füsse, sondern mit einem 12-15m Scannerblick)
  2. Denken ! (wo würde ich das Cache verstecken)
  3. Nochmals Schauen ! (Zeichen von menschlichen Spuren, unnatürliche Formen)
  4. Langsam Umhergehen und Punkte 1-3 Wiederholen
  5. Nicht GRABEN sondern FINDEN!

Leider weiche ich immer wieder von dieser Regel ab, indem ich aufs GPS starre, am Punkt X den Blick vom GPS löse, vor die Füsse starre, einen Baumstrunk oder etwas ähnliches sehe, überzeugt bin das Versteck gefunden zu haben, 15 Minuten den Wald umgrabe und mir dreckige Hände hole, das GPS nehme und ich das Objekt nochmals einkreise, 5m weiter links wieder grabe und dann entnervt aufgeben will. Meist beginne ich dann mit den obigen Punkten und meist finde ich dann das Versteck.

Statistik: 24.4 km, ca. 306 Höhenmeter, Fahrzeit 1:29 h, 4 Geocaches

Strand und Surfen !

Am Sonntag waren wir das erste Mal so richtig am Strand. Obwohl die Meerestemperatur bei ca. 10°C lag, wagten meine Kids einen Sprung ins Wasser. Die meisten haben hier für ins Meer einen Neopren Anzug. Bei der gestrigen Bike-Tour entlang des Strandes sehe ich doch plötzlich zwei Kinder, die verdächtig nach meinen eigenen aussehen. Ein zweiter Blick und tatsächlich, da war jemand am Nachmittag im Surfshop! Kaum zwei Monate in Kalifornien und schon sind meine Kinder am Surfen…

Die Trockenanzüge sind Second-Hand und nach einem ersten Test im Wasser scheinen sie tatsächlich die Kälte abzuhalten. Die zwei Body Boards taugen vorerst um in den Wellen zu spielen. So einfach  wie es aussieht ist es nicht, wie meine Kinder feststellen mussten. Zudem ist Salzwasser nicht wirklich gut zu trinken. Der Spass scheint aber vorhanden zu sein. Ich muss mich jetzt mal über echte und unechte Gefahren hier orientieren. Die Warnhinweise der Amerikaner taugen nicht viel, nach denen wäre alles höchst gefährlich, was ich angesichts der vielen Kinder und Erwachsenen die Tag und Nacht am Surfen sind nicht glauben kann. Ich hoffe nur, dass das Surfen nicht zum Haupthobby der Kinder wird, sonst wird dann 1. die Schule zur Nebensache und 2. die Rückkehr in die Schweiz etwas hart. Heute war die Begeisterung schon etwas kleiner, sind die Temperaturen doch bereits wieder auf herbstliche Werte gefallen. Bin gespannt wie sich das entwickelt.

Trocken und Hell !

In nicht bös gemeintem Gegensatz zum heutigen Blogpost von David, geniessen wir hier weiterhin unglaubliches Wetter. Sunny California schlägt nun doch voll durch. Ich bin aber beruhigt, dass selbst die Amerikaner etwas staunen. Die heutige Tour führte wieder an die Spanish Bay und durch die Wälder von Pebbles Beach. Ich suchte heute zwei Geocaches und musste leider zwei mal kapitulieren. Irgendwie habe ich das Auge für die Verstecke in den Pinienwäldern noch nicht.

Der Abend und der Tag wurden gekrönt mit einem Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch an der Asilomar Beach. Ich konnte einfach nicht weiterfahren, bis das rote Feuerwerk verschwunden war. Danach fuhr ich dem Meer entlang nach Hause. Zum Glück hatte ich meine Lampe mitgenommen.

Irgendwie hat es heute etwas viel Bike in den Fotos – Sorry. Wer sich über die miese Qualität wundert, ich fotografiere seit Wochen nur noch mit diversen Handycams. Meine Kamera hat den Disneylandausflug der Kids nicht überlebt und die neue ist noch nicht da.

Statistik: 25.8 km, ca. 284 Höhenmeter, Fahrzeit 1:23 h

PS: Respekt vor meinen WP Teammitgliedern, die trotz Kälte und Nässe im Winterpokal so richtig loslegen während ich hier die Sonne geniesse anstatt richtig Kilometer runterzuspulen!

Der Lookout Loop !

Heute habe ich ein echt schlechtes Gewissen diesen Blog Beitrag zu schreiben. Das Wetter in der Schweiz ist ja eher neblig, kühl. Es war heute hier so ca. 28°C im Landesinnern und so musste ich natürlich zwingend raus aufs Bike und einige Kilometer im Fort Ord abfahren. Ohne Frau ging es etwas flotter vorwärts und ich konnte die weitere Gegend um den Parkplatz erkunden. Das Gelände ist wirklich, wirklich sehr gross. Ziel war ein Lookout, ein Aussichtspunkt etwa in der Mitte des Areals.

Die Base wurde früher genutzt um die Amerikanischen Truppen für den Einsatz in Vietnam vorzubereiten. Tatsächlich kommt man sich im weiten Buschland manchmal wie im Dschungel vor. Natürlich sind die Pflanzen anders, aber das endlose, wirre Wegsystem und einige markante Höhen, haben doch eine gewisse Ähnlichkeit. Ich lasse die Vergangenheit ruhen und geniesse die Fahrt. Vom Aussichtspunkt gibt es einen grandiosen Blick hinüber nach Salinas und in Richtung Monterey Bay.  Die Anstiege sind übrigens alle machbar, der Grip auf dem Sand meistens besser als es zuerst aussieht. So richtige Berge gibt es hier in der Umgebung keine.

Ich bin sage und schreibe ca. 32km reinste Singletrails gefahren, von einer Qualität, die es in der Schweiz so nicht gibt. Alle Wege werden mehr oder weniger unterhalten und so trüben keine Hindernisse den Fahrspass. Einzig die Sandlöcher lassen den Puls oft ein wenig steigen, aber mit etwas Technik schlittert es sich bereits ganz gut um die Kurven. Jeder Meter ist flowig und butterweich, entsprechend Spass macht die Sache. Man ist permanent verleitet so richtig Gas zu geben.

Entsprechend ausgelaugt war ich nach der ersten Hälfte der Tour. Die Hitze habe ich etwas unterschätzt und das nächste Mal muss ich mehr zu trinken mitnehmen. So schnell mal beim nächsten Brunnen das Bidon auffüllen geht nicht. Wer hier zusammenbricht wird nicht mehr gefunden. Den ganzen Nachmittag habe ich genau drei andere Menschen gesehen.

Ich bin begeistert… Bei diesen Konditionen war es nicht erstaunlich, dass ich die tiefe Sonne bis zur letzten Minute ausnutzte.

Statistik: 34.9 km, ca. 831 Höhenmeter, Fahrzeit 2:31 h