Beiträge des Monats - Dezember 2008

Tschüss 2008 – Willkommen 2009 !

Ein ereignisreiches Jahr ist zu Ende, der Rückblick folgt im Januar. Das nächste Jahr wird ein weiteres in der USA sein und deshalb ein ganz spezielles. Wir werden viele Eindrücke sammeln und irgendwie zwischen Arbeit, Heimweh und permanentem Feriengefühl pendeln. Ich freue mich aufs nächste Jahr. Wenn Europa um 2400 hinüberrutscht, sind wir hier noch am Nachmittag am Silvesteressen vorbereiten. Zeit ist relativ und somit auch der Jahreswechsel. Hauptsache es geht vorwärts!

WIR WÜNSCHEN ALLEN DIE HIER MITLESEN EIN SCHÖNES NEUES JAHR, BLEIBT GESUND UND UNFALLFREI !

Nr 41, 49 und 50 !

Heute konnte ich meine Tour vom 12. Dez in Fort Ord zu Ende fahren. Das Wetter war schön und ich hatte Zeit um die Trails etwas genauer zu erkunden. Langsam kann ich mich im Gelände orientieren und auch mal nach Lust und Laune Singletrails testen, ohne Angst, mich komplett zu verfahren. Die Trails sind nach dem Regen besser fahrbar, man muss aber aufpassen um keine bleibenden Schäden im feuchten Sand zu hinterlassen. Die Verantwortlichen haben ein entsprechendes Warnplakat aufgehängt.

Natürlich musste ich wieder den Traumtrail Nr 50 abfahren. Heute habe ich auch den 49er und dann noch den Trail Nr 41 in der richtigen Richtung abgefahren. Traumhaft – volle Konzentration, links, rechts, Sprung und immer so weiter. Was für ein Jahresausklang. Biken vom Feinsten! Irgendwie stimmte heute Nachmittag alles – Fit in den Beinen, ein funktionierendes Mountainbike und Spass im Kopf. So spürte ich nicht mal die 1200 Höhenmeter, wenn ich zurückschaue habe ich letztmals am 4. November 2007 (!!) so viele Höhenmeter gemacht. Das ist sowas von schlecht, ich schäme mich fast diese Facts hier kund zu tun.

Vielleicht gehe ich der Jahresstatistik wegen morgen nochmals aufs Velo. Noch 40 km und ich habe 2500 km geschafft. Nicht im Jahresziel, aber wenigstens gleich viel wie 2007. In Fort Ord gibt es übrigens immer Wildtiere zu beobachten. Heute habe ich lange einem Fuchs zugeschaut, der sich durch Mountainbiker nicht stören liess. Gesehen habe ich auch Hirsche und irgendwelche Vögel, die von der Grösse her in der Region von Adler sein müssen.

Statistik: 45.2 km, ca. 1230 Höhenmeter, Fahrzeit 3:13 h

Die Lake Tahoe Skiferien – Schönwetter !

OK, hier also die Schönwetterfotos aus unseren Skiferien und eine Beurteilung des Skigebietes Heavenly am Lake Tahoe. Zuerst mal zur Lage (Skikarte links – Achtung, das Bild hat 2MB Grösse). Das Skigebiet ist von vier Basisstationen aus zugänglich. Bei uns war aber der Boulder Lodge Lift geschlossen. Die meisten Besucher kamen via Heavenly Village in South Lake Tahoe, einer effizienten 8er Gondelbahn. Die Höhe liegt zwischen 1890m und 3050m. Entsprechend unterschiedlich sind die Klimabedingungen. Unten gab es mit Glück Schnee und oben herrscht eine klirrende Eiswüste, die schon mal den Liftbetrieb einschränken kann. Das Skigebiet bietet umwerfende Panoramablicke hinunter zum Lake Tahoe und auf die Wüste von Nevada mit den Städten Reno und Carson. Damit ist der Hauptpluspunkt auch klar: Es ist bei schönem Wetter wunderschön!

Ein weiterer Pluspunkt ist das Tiefschneefahren. Weite Gebiete des Skigebietes sind markierte Waldgebiete, in denen man legal Tiefschneefahren kann. Leider war das bei uns nur knapp am letzten Tag möglich. Der Wald reicht bis hinauf auf die Berspitzen und so sind Lawinen keine Gefahr. Die schwarzen Pisten werden ausnahmslos nicht mit Maschinen bearbeitet, was speziell für Frühaufsteher Gelegenheit zu wunderbaren Fahrten bietet.

Positiv sind weiter die effizienten Mehrfachsessellifte (es hat keine Skilifte) und die gute Organisation bei den Schlangen, die relativ klein sind. Und negativ? Zuerst mal die unglaublichen Preise von 82USD pro Tageskarte in der Weihnachtswoche. Wir haben so gleich den Saisonpass für 370USD gekauft. Da es in der USA aber nicht Skiressorts wie Sand am Meer gibt, können die Betreiber beinahe verlangen was sie wollen. Die Infrastruktur auf dem Berg ist erbärmlich. Die wenigen Restaurants haben noch höhere Preislagen als bei uns und zudem gibt es fast keine Indoorplätze. Skibars und heimelige Hüttli gibt es nicht. Gross hängen Alkoholverbotstafeln auf den Liften, gleichzeitig schliesst aber kaum ein Amerikaner den Schutzbügel auf den Sesselbahnen! Helmtragen ist hier zudem noch wenig verbreitet. Die Skis werden übrigens mehrheitlich gemietet und Möglichkeiten dazu gibt es überall (bei uns direkt im Hotel). Die Internetreservation funktionierte sehr gut und die Skis waren bei Ankunft bereit.

Bei schlechtem Wetter muss man deshalb schon sehr wetterfest sein, da rasches Aufwärmen in einer warmen Bar mit Glühwein nicht möglich ist. Die Sesseli sind weder geheizt, noch haben sie eine Schutzhaube, zudem waren sie oft total vereist. Das Skigebiet ist geteilt auf eine Nevada- und eine Kalifornienseite. Nur ein einziger Lift verbindet beide Bereiche. Ist der geschlossen und er war es mehr als einmal, ist man auf eine Seite beschränkt. Eine Talabfahrt nach Heavenly Village gibt es leider auch nicht. Am Abend muss man deshalb mit der Gondola retour.

Genug gemeckert. Heavenly ist das mit Abstand grösste Skigebiet am Lake Tahoe. Wir waren trotz der Nachteile zufrieden. Die Aussicht, der Tiefschnee und die Möglichkeit ohne Auto eine Woche zu verbringen waren die Pluspunkte. An das enorme Loch in der Haushaltskasse nach Skiferien habe ich mit gewöhnt.

Schaltung einstellen – ein Versuch !

Wie berichtet, lies ich den hinteren Freilauf reparieren. Nachdem ich zu Hause das Hinterrad wieder eingebaut hatte, krachte die Schaltung herzzerbrechend. Die Gelegenheit um endlich mal die Schaltung selber zu justieren. Ich kramte diverse Anleitungen aus dem Internet und machte mich Schritt für Schritt an die Arbeit. Links begrenzen, rechts begrenzen, Schrauben rausdrehen, Schrauben reindrehen, Probefahrt und alles wieder von vorne. Nach einer Stunde und dreckigen Händen kapitulierte ich.

Nach den Skiferien brachte ich nun heute das Bike wieder in die Werkstatt. FRUSTRIEREND! Der Mech löste kurz die Schraube am Schalthebel, prüfte mit einem kritischen Blick die Ausrichtung der Kette, drehte einige Male am Pedal, nahm den Schraubenzieher und drehte eine Justierschraube eine halbe Umdrehung, machte eine Probefahrt und fertig. Hat mich 6 USD gekostet! Ich muss mal in einen richtigen Kurs…

Ich habe auch noch gleich die Bremsbeläge gewechselt. Das gelingt mir mittlerweile in weniger als zwei Minuten. Die Swissstop Beläge vorne haben 1300km gehalten. Mangels Alternative habe ich XTR M06 Beläge (25 USD) eingebaut. Die sind aus Metall und ich freue mich schon auf ewiges Bremsquitschen. Mal schauen wie lange diese Beläge halten.

Zur Freude gab es mit meiner Frau eine kurze Fahrt dem Meer entlang. Anstatt ein Bier wie nach den Touren in der Schweiz, gab es ein Burger am Strand zusammen mit äusserst aggressiven Möwen. Das erinnert mich immer an die Möwenszene im Film Nemo. Bei 13°C ist es hier immer noch ziemlich warm und so kann ich morgen hoffentlich nochmals auf eine Tour.

Statistik: 13.8 km, ca. 132 Höhenmeter, Fahrzeit 1:08 h

Die Lake Tahoe Skiferien – Infrastruktur !

Dieser Beitrag ist als kleiner Reminder gedacht, wenn ich im Sommer wieder an den Lake Tahoe zum Biken will. Die An- und Rückfahrt ist rund 300 Meilen lang und dauert 5 1/2 bis 6 Stunden. Auf dem Hinweg wählten wir den schönen Weg ab Stockton via die CA-88 und CA-49. Auf dem Rückweg fuhren wir die klassische Route CA-50 und I-5. Zum Glück kamen wir ohne Schneeketten über den Echo Summit (ca. 2250m). Der Highway 50 wird mit grossem Aufwand schwarzgeräumt. Da wir mit Sommerpneus unterwegs waren, gab es trotzdem eine Fahrt auf Eiern und auf dem Rückweg musste ich in South Lake Tahoe für einige Meilen doch noch Ketten montieren. Richtige Berge gibt es hier übrigens nirgends. Die Bezeichnung ‘Alpine Lake’ für den Lake Tahoe  (ca. 1890m) lässt uns deshalb doppelt schmunzeln.

South Lake Tahoe ist ein Touristenort am südlichen Ende des riesigen Sees. Ein malerisches Bergdorf sollte man sich nicht vorstellen. Ein Hotel reiht sich ans andere. Die Grenze zwischen den Bundesstaaten Kalifornien und Nevada verläuft direkt durch den Ort und den ganzen See. Erkennbar ist dies durch die grossen Casinos auf der Nevada Seite. Wir waren im Embassy Suites untergebracht, gleich an der Stateline und in Gehdistanz zur Gondola, der Gondelbahn, die ins Skigebiet Heavenly führt. Das Embassy Suites sieht von aussen wie ein kleines einstöckiges Inn aus, sobald man aber die Lobby betritt, sieht man in die hohen Hallen, die der Embassy Suites Hotelkette eigen sind. Das grenzt schon fast an ein optisches Wunder.

Wir waren mit dem Hotel sehr zufrieden. Die Suiten bestehen aus einem Salon und einem Schlafzimmer. Die Kids konnten gut auf der Coach schlafen und es kam fast ein wenig Ferienwohnungfeeling auf. Zwischen 1630 und 1830 gibt es zudem in der Lobby Getränke (inkl dem ganzen alkoholischen Barangebot) und Snacks gratis. Der Après Ski ist damit gerettet. Die Kinder hatten zudem viel Freude am kleinen aber warmen Indoor Pool. Schliesslich ist auch das Frühstücksbuffet reichhaltig und so ist der Preis von 237 USD plus 24 USD Parkgebühr ganz in Ordnung.

Am Abend profitierten wir von den beiden Casino-Schwesterhotels Harrahs und Harveys, die einige Restaurants bieten. Empfehlenswert ist speziell das Forest Buffet im  18. Stock des Harrahs. Wer nicht stundenlang warten will, muss jedoch früh Essen gehen. Diese Regel gilt zu dieser Jahreszeit für viele Restaurants vor Ort. Fazit: Wir können das Embassy Suites nur empfehlen. Der Skimietservice im Haus, die Gondel in Skitragstrecken-Distanz und die Möglichkeit in mehr als einem Restaurant essen zu gehen ohne das Auto zu brauchen, sind ideal. Aber eben, Skiferienstimmung kam trotzdem nicht richtig auf. So waren wir ganz froh zumindest auf den Skiliften  vertrautes Schweizerischer und Österreichisches Material zu haben.

Die Lake Tahoe Skiferien – Schlechtwetter !

So wir sind zurück im sonnigen Monterey. Drei Beiträge zu den Skiferien und dem Lake Tahoe gibt es noch. Einen über die schönen Tage, einen über die Infrastruktur in Heavenlys und diesen hier über die schlechten Tage. Am Weihnachtstag hat es innert kurzer Zeit auf Seehöhe in einem veritablen Schneesturm ca. 50cm geschneit. Auf der Strasse herrschte blankes Chaos und das an einem der Hauptanreisetage. Die Amerikaner haben keine langen Ferien und so sind zwei- bis dreitägige Aufenthalte die Norm. Man fährt um 0430 in der Bay-Area los und steht dann um 0900 auf der Piste.

Doch an Weihnachten blieb die Gondel wegen den starken Winden geschlossen und so wurde nichts aus Skifahren. Wir haben uns den Tag mit DVDs und Spaziergängen in der wunderbaren Winterlandschaft um die Ohren geschlagen. Die Amerikaner haben derweil am Morgen die Geschenke ausgepackt, die der Santa Claus in der Nacht durchs Kamin gebracht hatte. Interessant war wir rasch das Wetter wechselte. Bereits am nächsten Tag strahlte die Sonne wieder um die Wette und als kleiner Vorgeschmack gibts hier ein erstes sonniges Panoramabild.

Schöne Weihnachtsgrüsse !

Wir geniessen die Ferien hier am Lake Tahoe und bisher gab es einen schönen Tag, den ich für einige Fotos nutzte. Das miese Wetter, der Schneefall und die Kälte haben auch gute Seiten: Pulver gut wird gemeldet und ich geniesse wunderbares Tiefschneefahren! Mit diesen Winterimpressionen aus Amerika wünschen wir Allen schöne Weihnachten. Wir vermissen die heimelige Chalet – Käsefondue – Schweiz um die Weihnachtszeit schon etwas. Anstatt einem echten Weihnachtsbäumli mit echten Kerzen, gibt es dafür Amerikanischen Jingle-Bells Weihnachtskitsch.

Ab in die Skiferien !

Eigentlich wollte ich ja heute noch aufs Bike um die 2500km Grenze auf Ende Jahr zu schaffen und noch einige Winterpokalpunkte reinzufahren. Leider regnet es in Strömen und das ist gut so, denn morgen gehen wir nach Lake Tahoe, Heavenlys in die Skiferien.

Ausnahmsweise nicht im Februar, da sie hier in Amerika sowas wie Sportferien nicht kennen. Wir freuen uns und hoffen auf eine schöne Woche.  Weil wir im Hotel sind, kann ich mir dieses Jahr den Weihnachtsbaum-Geschenk-Familienfest Aufwand ersparen. Allen Lesern wünsche ich bereits prophylaktisch schöne Weihnachten, da ich nicht weiss ob ich Lust und Zeit zum Bloggen haben werde.