Beiträge des Monats - März 2009

Der Winter ist zu Ende !

Wetterprognosen Bern und MontereyIn der Schweiz ist man ja etwas pessimistisch eingestellt ;-) und so erkläre ich aus dem kühlen Kalifornien den Winter als offiziell beendet. Es gibt einige klare Anzeichen dafür.

Sonnenaufgang auf dem ArbeitswegErsten ist es in der Schweiz wenigsten am Tag wärmer als hier in Monterey. Zudem ist der gestrige Sonnenaufgang auf meinem Arbeitsweg ein Beweis, dass es wärmer und heller wird.

Winterpokal 08-09 StatistikZweitens ist der Winterpokal zu Ende. Es lohnt sich das Fazit erst jetzt zu ziehen, den wir alle wissen, abgerechnet wird im Winterpokal erst am Schluss, ganz am Schluss! Der Aargauer, David und Riz haben sich ein spannendes Kopf an Kopf Rennen geliefert und mit einigen wenigen Punkten Vorsprung hat David den Sieg nach Hause getragen. Die drei haben drei Viertel unserer Teampunkte eingefahren und dies trotz dem rauhen Winter! Brige und ich haben den letzten Viertel zugefügt. Damit war ein Rang unter den ersten Hundert bei den Mountainbikern nie gefährdet. Bei den Rennradfahrer hätte es zu Rang 120  gereicht, 10 Ränge schlechter als im letzten Jahr. DANKE an die Swiss Bike Bloggers!

Winterpokal 08-09 Statistik - TorteWinterpokal 08-09 Team- und EinzelstatistikFür mich gibt das 370 Punkte und Rang 947. Die Vorjahrespunkte und mein Saisonziel von 420 Punkten habe ich klar verfehlt. Traurig bin ich aber trotzdem nicht, weil ich alle Punkte draussen auf dem Mountainbike gefahren habe und nicht im Fitnesscenter.

Facts und Prognosen 2009 - MärzUnd drittes ist der Winter zu Ende weil bereits wieder ein Viertel des Jahres vorbei ist. Ich habe in den letzten Monaten 944km gefahren, so viel wie noch nie. Nach drei Monaten habe ich bereits über 1/3 meines Jahreszieles in km und hm erreicht! Da will ich nur hoffen, dass es weiter so gut läuft. Während wir hier in Monterey direkt in den Sommer springen, wünsche ich der Schweiz einen schönen Frühling und allen Mountainbikern tolle unfallfreie Touren in der neuen Saison!

Im Pinnacles National Monument !

Pinnacles National Monument - SchildPinnacles National Monument - Bear Gulch ReservoirAm Samstag besuchten wir das Pinnacles National Monument. Ein National Monument ist ein Nationalpark, nur kleiner. Pinnacles ist nur zwei Autostunden von Monterey entfernt und berühmt für seine vulkanischen Felsformationen sowie das Aussiedlungsprojekt des Kalifornischen Kondors. Wir fuhren zum weniger überlaufenen Westeingang via die Strasse 146 und fanden problemlos einen Parkplatz. Die Wanderwege sind gut bezeichnet und das Wandern ein Genuss solange man mit den Schuhen auf dem teils losen Kies einen guten Halt hat.

Pinnacles National Monument - Panorama

Pinnacles National Monument - AussichtPinnacles National Monument - Felszacken 02Der Weg führte steil im Zick-Zack den Berg hinauf und die imposanten runden Felsen kamen immer näher. Dank den Höhenmetern konnten wir den Blick über das ganze Hügelmassiv schweifen lassen. Eindrücklich sind die alleinstehenden, rundgeschliffenen Felsspitzen. Diese Felsen sind Zeugen der geologischen Kräfte entlang der San Andreas Spalte. Immer noch bewegt sich die pazifische Platte rund 2 – 3cm jährlich gegen Norden.

Pinnacles National Monument - Felszacken 01Pinnacles National Monument - EidechseDie Wege sind gut unterhalten und die Amerikaner wie unsere Kinder freuten sich über zwei aus dem Fels geschlagenen Tunnels. Wir wanderten ein Stück auf dem High Peak Trail, um dann auf der anderen Seite wieder in Richtung Tal zu gehen. Die Gegend ist karg und es gibt nicht viel Schatten. Wir hatten bereits sehr hohe Temperaturen mit 27°C am Schatten. Genügend Getränke, Hut, Sonnenschutz und gute Schuhe sind wie immer Pflicht.

Pinnacles National Monument - Gelbe BlumenPinnacles National Monument - Rote BlumenLinks und rechts des Weges lassen sich viele Tiere und Blumen entdecken. Es hatte Eidechsen, Kojoten und unser Sohn sah gar eine Schlange. Die Bergblumen spriessen in allen Farben. Am Himmel zogen Raubvögel ihre Kreise. Den kalifornischen Kondor haben wir leider nicht gesehen, obwohl wir dem Condor Gulch Trail entlang gewandert sind. Beim Parkplatz des Osteingangs war dann etwas mehr los und die Wege ziemlich gut mit Touristen gefüllt.

Pinnacles National Monument - Bear Gulch CavePinnacles National Monument - Bear Gulch Cave EingangHighlight des Parks sind zwei begehbare Höhlen. Unsere Kinder hatten einen Riesenspass auf dem abenteuerlichen Weg durch die Bear Gulch Cave. Der Weg wird immer wie enger und teilweise muss man sich in echter Höhlenforschermanier durch ca. 1m breite und kaum höhere Durchgänge zwängen, mit den Schuhen im knöcheltiefen Bächlein stehend. Eine gute Taschenlampe und Normalgewicht sind deshalb ein Muss. Wir hatten Glück, weil die Höhle ab Ende März teilweise gesperrt ist, weil sie eine grössere Kolonie geschützter Fledermäuse beheimatet.

Pinnacles National Monument - Felsen und WanderwegPinnacles National Monument - KletterfelsenNach der Höhle kamen wir noch am idyllischen Bear Gulch Reservoir vorbei, um dann erneut die High Peaks zu bezwingen. An exponierten Felsen wird heftig geklettert, obwohl ich mir bessere Orte dafür vorstellen kann. Der Weg ist nochmals ziemlich spektakulär und teilweise aus dem Fels gehauen. Insgesamt hatten wir für die Rundwanderung inklusive Pausen ca. 6 Stunden gebraucht.

Fazit: Das Pinnacles National Monument ist ein Tagesausflug wert. Im Sommer würde ich den Park jedoch wegen der Hitze nicht besuchen. Die Höhlen sind ein Ereignis für Kinder und je nach gewählter Zufahrt nach einer kurzen Wanderung erreichbar.

Die Hitze in Fort Ord !

Fort Ord - GrünFort Ord - FrühlingshitzeAm Freitag waren wir erneut auf Singletrail Tour in Fort Ord. Die ganze Gegend erstrahlt immer noch in saftigem Grün. Angesichts der Tatsache, dass es hier wohl bis im Dezember 2009 nicht mehr regnet, kann man meine Begeisterung über diesen Farbton etwas besser verstehen. In den grünen Wiesen sind die Singletrails zudem noch viel schöner sichtbar. Die Temperaturen stiegen deutlich über 20°C und wir mussten bereits Wasser “sparen”. Es gibt hier weder Brunnen noch sonstige Einkehrmöglichkeiten. Einzig in Laguna Seca kann man Wasser tanken. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen im Hochsommer in Fort Ord zu biken.

Statistik: 35.7 km, ca. 873 Höhenmeter, Fahrzeit 03:24 h

Point Lobos zum Zweiten !

Point Lobos - Schwertlilienartige BlumenPoint Lobos - rauhe SeeVor lauter Outdoor – Aktivitäten bleibt kaum Zeit zum Bloggen. Ausnahmsweise habe ich deshalb drei Artikel zurückdatiert. Heute war ich mit meinem Besuch in Point Lobos auf einer Wanderung. Es war ziemlich kühl und windig. Der Monterey Nebel hatte sich glücklicherweise verzogen. Im Gegensatz zum letzten Mal sahen wir keine Wale, aber viele schöne Frühlingsblumen, Hirsche und Seeotter. In einer Bucht gab es gleich drei Seeotter, einer mit einem Jungen auf dem Bauch. Ein Fernglas ist aber Pflicht um die Tiere beobachten zu können.

Point Lobos - Poison Oak WarnhinweisPoint Lobos - Poison OakEin Amerikaner hat uns auf das viele frische, grüne Poison Oak im Park hingewiesen. Das Kraut wuchert im Moment an jeder Ecke. Poison Oak verursacht bei Berührung je nach Veranlagung mittlere bis schwere allergische Reaktionen. Man wird auf Schritt und Tritt vor dem Gewächs gewarnt. Persönlich habe ich glücklicherweise noch keine Erfahrungen damit gemacht. Im Gegensatz zu vielen Amerikanern bin ich aber beim Wandern richtig ausgerüstet mit Wanderschuhen, hohen (nicht roten) Socken und allem weiteren Drum und Dran.

Point Lobos - Bucht mit HafenrobbenAm Abend fuhren wir noch dem Coastal Bike Trail entlang. Erstmals kam meine Tochter auf dem Mountainbike meiner Frau mit. Wir haben die Kindervelos zu Hause gelassen, weil die Kids hier in der USA nicht mit den Fahrrädern in die Schule fahren können. Ich hoffe meine Tochter kommt noch einige Male mit auf eine Biketour. Wenn sie Freude am Mountainbiken bekommt, würde ich mich vielleicht zu einem neuen Bike überreden lassen.

Statistik: 19,4 km, ca. 167 Höhenmeter, Fahrzeit 01:36 h plus eine kräftige Wanderung

Die Touristenrunde !

17 Mile Drive - Lonely Cypress17 Mile Drive - Ghost TreeWir haben zur Zeit Besuch aus der Schweiz und so komme ich etwas weniger zum Bloggen. Heute stand meine 17 Mile Drive Spezialrunde mit sämtlichen Highlights auf dem Programm. Erstaunlicherweise waren nicht nur wir sondern auch ganze Carladungen von Touristen unterwegs. So gab es am Ghost Tree, an der Lonely Cypress und am Cypress Point fast ein Gedränge. Auch auf der x-ten 17 Miles Drive Runde gab es  Neues zu entdecken. Am Cypress Point hatte es einige Seeotter und eine ganze Meute ziemlich aktiver Harbour Seals, Hafenrobben. Wir haben uns viel Zeit genommen und das ist gut für die letzten paar Winterpokalpunkte in diesem Jahr.

Statistik: 40 km, ca. 525 Höhenmeter, Fahrzeit 02:49 h

Wandbild III

Mittwoch, schönes Wetter mit einem leichten Nebelschleier über dem Meer. Zeit für den 17 Miles Drive und den 2. Teil des Wandbildes über die Geschichte von Monterey. Nach den Indianern siedelten hier viele Chinesen. Pacific Grove wurde schliesslich als religiöses Camp gegründet und besitzt noch heute Kirchen unzähliger Religionsrichtungen.

Wandbild Monterey Coastal Trail - Teil II

Statistik: 38.7 km, ca. 470 Höhenmeter, Fahrzeit 01:56 h

Der Frühling in Monterey !

Frühlingsblumen Fort Ord - 02Frühlingsblumen Fort Ord - 04Frühlingsblumen Fort Ord - 01

Wie jedes Jahr gibt es wieder einige Blumenfotos zum Frühlingsbeginn. Frühlingsblumen Monterey - 02Wie erwähnt ist der Frühling an der kalifornischen Pazifikküste direkt abhängig von den jährlichen Regenfällen im Januar und Februar. Während an der Küste die Blumen üppiger sind, ist es im Landesinnern, beispielsweise in Fort Ord, eher mit einem Bergfrühling zu vergleichen. Die kleinen farbigen Blumen eignen sich gut für Markoaufnahmen. Speziell gefallen mir auch die grossen weissen trichterförmigen Blumen, die überall wachsen. Und weil ich gleich einige Bilder poste, möchte ich noch ein Schöfli-Bild von gestern anfügen. Der Mittelteil erinnert mich irgendwie an ein Windows Hintergrundbild.

Frühlingsblumen Monterey - 01Frühlingsblumen Fort Ord - 03Schöfli in Fort Ord

Der Fort Ord – Extended Loop !

South Boundary RoadLaguna Seca - heute mit Wasser !Wir haben Besuch und so ist die Familie und das Auto auf Sightseeing Tour in San Francisco und dem Yosemite Nationalpark, während ich hier arbeiten muss. Doch heute war Biken angesagt. Ich wollte ein wenig die Trails in Fort Ord abfahren. Ohne Auto gibt das einen Anfahrtsweg von ca. 20km. Bis hinauf nach Laguna Seca hat es eine breite, stetig ansteigende Strasse, die für den Verkehr gesperrt ist. Da fährt man ziemlich einsam den Berg hoch. Zum Glück hatte ich vom Meer her Rückenwind.

Goat Trail - Heute Sheep TrailFort Ord - Grüner TrailIch habe die üblichen Trails abgefahren und bin via Marina und dem Coastal Trail wieder zurück nach Monterey. Fort Ord ist nun vollständig grün und kaum wiederzuerkennen. Der Laguna Seca ist nicht seca, sondern mit Wasser gefüllt. Das kommt ziemlich selten vor. Die Feuchtigkeit tut auch den sandigen Trails gut, sie sind griffig und kompakt.Wahrscheinlich ist dies die schönste Jahreszeit um in Fort Ord biken zu gehen. Auf dem Goat Trail hatte es noch eine Schafherde. Wie passend.

Es hat gut getan wieder mal eine Tagestour zu fahren. Wie man an der Durchschnittszeit entnehmen kann war es ziemlich anstrengend. Ca. 25km Singletrails waren wohl schon dabei. Zudem gibt es für den Winterpokal Endspurt noch ein paar Punkte. Die fehlende Minute schenke ich mir. ;-)

Statistik: 73.9 km, ca. 1519 Höhenmeter, Fahrzeit 04:59 h