Beiträge des Monats - Juni 2009

US Westen – 14. Etappe: Salt Lake City !

Touristenkutsche in Jackson HoleHirschgeweihbogen in Jackson HoleNun, die 330 Meilen Fahrt vom Teton Village nach Salt Lake City waren über weite Strecken ein “Kilometerfressen”. Am frühen Morgen besuchten wir noch Jackson Hole, um den Stadtplatz mit seinen bekannten Hirschgeweihbögen zu sehen. Die Hirschherden aus dem Norden überwintern nördlich von Jackson und so kann man im Frühjahr Tonnen von Hirschgeweihen sammeln. Jackson ist vollständig auf den Tourismus eingestellt und irgendwie kommt mir als Vergleich Interlaken in den Sinn. Ziemlich viel Touristen-Kitsch…

Geneva, IdahoFlagge im NirgendwoDie Fahrt über Land ist wenig ereignisreich. Wir kommen am ziemlich schönen Bear Lake vorbei und überqueren mehrere Bergkämme. Interessant sind lediglich die Namen einiger Weiler, beispielsweise fahren wir durch Geneva, Paris und Montpelier. Der Besuch auf dem gottverlassenen Friedhof von Geneva bestätigt mir, dass nicht alle Auswanderer sehr erfolgreich waren. Die Dörfer und Kleinstädte haben nichts mit ihren grossen Namensgebern gemeinsam.

Panorama Bear Lake

Salt Lake City lassen wir aus Zeitgründen links liegen. Die Mormonentempel interessieren mich nicht besonders. Dafür fahren wir noch auf den Antelope Island State Park im Great Salt Lake hinaus. Die Idee war, den Kindern den Korkenzieher-Effekt beim Schwimmen im hochsalzigen Wasser zu zeigen. Leider war der See ziemlich enttäuschend. Niedriger Wasserstand verunmöglichte das Baden und drohende Gewitter sowie sehr viele Mücken machten die Situation nicht besser. Der Great Salt Lake ist wenig sehenswert und der State Park sein Eintrittsgeld kaum wert.

Panorama Great Salt Lake

Statistik: 330 Meilen, 6:56h Fahrzeit, Übernachtung in Salt Lake City

US Westen – 13. Etappe: Teton National Park !

Mammoth Hot SpringsMammoth Hot Springs - WeissLangsam müssen wir an die Rückkehr denken, stehen doch noch einige Tausend Meilen Autofahrt vor uns. So verlassen wir den nördlichsten Teil des Yellowstone National Parks und fahren wieder gegen Süden. Natürlich müssen wir uns vorher noch die Hot Springs vor dem Hotel ansehen. Seit Hunderten von Jahren türmen sich Terrassen aus weissen Ablagerungen in der Landschaft und bedecken den nahen Wald. Obwohl das Ganze eindrücklich ist, fehlt etwas der Zauber.

Mammoth Hot Springs - TerrassenMammoth Hot Springs - TerrassenFrüher hatten die Quellen wohl mehr Wasser, so dass die Terrassen mit Wasser gefüllt waren und der optische Eindruck eines Marmorbrunnens besser war. Zudem haben die Hirschherden fast alle filigranen Pools mit ihren Hufen zertrampelt. Das fand ich schon etwas schade, Natur hin oder her, ein Zaun wäre da keine schlechte Idee gewesen. Egal, man kann nicht immer perfekte Bilder haben. ;-)

Mehr BisonsKojoteAuf der weiteren Rückfahrt durch den Yellowstone Park sehen wir noch den Smoking Mountain, ein Berghang aus dem es aus jeder Felsspalte und -ritze raucht und dampft. Wir geniessen nochmals die wunderbaren Landschaften und treffen erneut auf Bisons, Hirsche und Kojoten. Nahtlos an den Yellowstone fügt sich der Grand Teton National Park an. Im wesentlichen handelt es sich um einen grossen See und einige richtige, schneebedeckte Berge.

Smoking MountainTeton National ParkBerge im Stile der Alpen sind in der USA nicht so oft zu finden und entsprechend faszinierend scheint der Grand Teton für die Amerikaner zu sein. Für einen Schweizer hält sich der Wow-Effekt in Grenzen. Wer schon mal das Panorama am Thuner- und Brienzersee gesehen hat, wird vom Anblick des ca. 4200m hohen Grand Teton nicht sonderlich beeindruckt. Trotzdem ist die Landschaft natürlich sehr schön.

Landschaft - Yellowstone National ParkElche im Teton National ParkWir übernachten im Teton Village, einem Skigebiet in der Nähe von Jackson, dem Haupteinfallstor in den Yellowstone und Teton National Park. Die Wahl hat sich gelohnt, weil in der lokalen Osteria haben wir das bisher beste Essen in der USA gehabt. Italienisch wie in Italien, dazu gab es einen wunderbaren Barbera Rotwein. Vorgängig haben wir uns noch mit einer ehemaligen Schul- und Kindergartenkollegin von mir getroffen. Das war richtig lustig! Mehrere Dekaden hat man sich nicht gesehen und trifft sich dann auf einer Pferderanch im Grand Teton National Park!

…und zum Dessert für diesen Traumtag sahen wir in letzter Minute noch eine Elchmutter mit ihrem Kalb!

Statistik: 192 Meilen, 6:03h Fahrzeit, Übernachtung im Teton Village

US Westen – 12. Etappe: Yellowstone National Park !

Norris Geyser BasinNorris Geyser Basin - VixenAm zweiten Tag unseres Yellowstone National Park Besuchs fuhren wir in Richtung Norden an den nächsten Übernachtungsort, dem Mammoth Hot Springs Hotel. Obwohl ich vor Monaten gebucht hatte, gab es im ganzen Nationalpark keine Möglichkeit mehr drei Nächte zusammenhängend an einem Ort zu übernachten. Im Nachhinein waren die Einzelübernachtungen, verstreut über den Park, gar nicht so schlecht, weil die Distanzen im Yellowstone doch ziemlich gross sind. Entsprechend wichtig ist es aber auch im Park selber zu übernachten, um stundenlange An- und Wegfahrten zu vermeiden.

Great Fountain Geysir - PrognoseGreat Fountain GeysirDie Highlights auf dem Weg waren das Norris Geyser Basin, die Yellowstone Falls sowie die zahlreichen Tiere im Nordosten des Parks. Nachdem ich auf der Wegfahrt vom Old Faithful die Ausbruchszeit des Great Fountain Geysirs ausgerechnet hatte, entschlossen wir uns noch kurz vorbeizuschauen. Kaum hatten wir die Autotüren geschlossen, brach der Geysir bereits mir lautem Zischen und Fauchen aus. Was für eine schöne Überraschung nach dem Frühstück!

Norris Geyser Porcelain Basin Panorma

Norris Geyser Basin - PorkchopNorris Geyser Basin - Steamboat GeysirDas Norris Geyser Basin ist ein weitläufiges Areal mit vielen Geysiren und Hot Springs. Attraktion ist der höchste Geysir der Welt, der Steamboat Geysir. Leider ist sein Ausbruchsverhalten völlig unberechenbar und der letzte Ausbruch datiert im Jahr 2005. Trotz Inaktivität ist der Geysir sehr laut und aktiv und natürlich denkt jeder Besucher das Gleiche: Vielleicht habe ich den Lotto Sechser und das Ding explodiert vor meinen Augen! Ob das wirklich so angenehm wäre, ist eine andere Frage.

Norris Geyser Basin - Black GrowlerNorris Geyser BasinDas Norris Basin wirkt über weite Strecken wie eine Wüstenlandschaft. Die Natur wurde weggefressen durch giftige Dämpfe und heisse Gase. Die Bäume werden dabei oft richtiggehend durch Ablagerungen konserviert. Das Basin ist auch bekannt durch seine reinen Dampfgeysire. Aus allen Löchern dampft und faucht es, manchmal hört man die Geräusche meilenweit.

Norris Geyser Back Basin Panorma

Yellowstone CanyonYellowstone Lower FallNächste Etappe sind die Yellowstone Falls. Nach den spektakulären Schluchten in anderen Nationalparks dieser Reise, sind meine Erwartungen gedämpft. Die Realität ist jedoch wieder umwerfend. Der Yellowstone River ist kein kleiner Bach, sondern ein richtiger Fluss, in etwa in der Grösse der Aare. Wenn so ein Fluss 70m über eine Kante abfällt ist das ziemlich beeindruckend! Die darauf folgende Schlucht passt nicht so in die liebliche Landschaft des Yellowstone Parks und ist deshalb um so aufregender.

Yellowstone Upper Fall - ZuflussYellowstone Upper Fall - Close UpWer Zeit und gute Beine hat, kann auch an den Fuss der Lower Falls wandern. Auf beiden Seiten des Canyons gibt es Wanderwege in den Talgrund. Wir verzichten darauf und begnügen uns mit der Aussichtsplattform am Scheitel der Upper Falls. Mit lautem Donnern fliesst das Wasser über die Abbruchkante in den Abgrund. Langsam etwas unter Zeitdruck verlassen wir das “Canyon Village” und fahren weiter nach Norden.

Bär - der schwarze Punkt !Norris Geyser Basin - Einsamer SeeDer Nordosten des Parks scheint in den Sommermonaten einiges reicher an Tieren zu sein als der Süden. Auf alle Fälle sehen wir die ersten Bären vom Auto aus. Die Szenen, die sich dabei am Strassenrand abspielen sind etwas unwürdig. Autos parkieren auf schmalen Strassen an unmöglichen Orten, der Verkehr bricht zusammen und Massen von Besuchern mit immer längeren Teleobjektiven gieren nach einem Blick auf die Bären.

Bär - AuflösungBär - SuchrätselDiese nehmen das Ganze gelassen und bleiben in einem respektablen Abstand zur Strasse. Meist ist Meister Petz sowieso nur mit dem Fernglas richtig zu sehen. Die Aufnahmen mit meiner Canon Digicam gleichen deshalb einem Suchbildrätsel. Die Faszination ist trotzdem da! Bären in freier Natur zu beobachten hat einen speziellen Reiz, eine Mischung aus Angst und Faszination.

Versteckter HirschBisons mit KalbMeine Tochter führte eine Statistik und innert weniger Stunden sahen wir mehrere Schwarzbären, eine Mutter mit zwei Jungen, einen Grizzly, Bisons, stattliche Hirsche (die sich auch wenig fotogen verhalten), Kojoten, diverse Hörnchen, ordinäres Wild und natürlich allgegenwärtige Bisons. Dies lässt erahnen was man sehen könnte, wenn man früh am Morgen zu Fuss auf die Pirsch gehen würde. Einzig die Wölfe machen sich rar, was nicht anders zu erwarten war.

Versteinerter BaumYellowstone National Park - LandschaftBevor wir in Mammoth Hot Springs ankommen, besichtige ich noch einen versteinerten Baum. Ungaublicherweise STEHT dieser immer noch im Feld und man  muss dreimal hinschauen, um zu glauben, dass er nicht aus Holz sondern aus Stein ist. Der Baum hat aber eindeutig die Form stämmigerer Sorten, die heute im kühlen Klima des Yellowstone nicht mehr wachsen. Manchmal kommt mir der Yellowstone National Park ein wenig unwirklich vor -  wie ist es möglich so viele spannende Dinge in einen einzigen Park zu packen!?

Mammoth Springs Hotel - BadezimmerMammoth Springs Hotel - HirscheHeute Abend schlafen wir im Mammoth Hot Springs Hotel, erneut ein Haus aus vergangener Zeit. Das freistehende Bad im Badezimmer und die Dusche auf der Etage vermitteln nostalgische Gefühle. Vor dem Hotel weidet eine wilde Hirschherde den gepflegten Rasen ab. Die Wächter haben alle Hände voll zu tun, damit die Touristen genügend Distanz zu den Tieren halten. Hirschmütter scheinen ihre Kälber ziemlich aggressiv zu verteidigen und können durchaus neugierige Touristen verletzen. Wir geniessen derweil im Hotel eine historische Diashow, untermalt mit Live Pianomusik, zum Yellowstone Park.

Was für ein gelungener Tag!

US Westen – 11. Etappe: Yellowstone National Park !

Panorama Grand Prismatic Spring 02

Yellowstone Lake HotelYellowstone LakeDer erste volle Tag im Yellowstone National Park war einer der längsten und eindrücklichsten dieser Reise. An diesem Tag habe ich 211 Bilder geknipst, was einen kleinen Eindruck vermittelt wie fotogen und faszinierend die verschiedenen Geysire und warme Quellen sind. Entsprechend lang wird dieser Beitrag werden. Es war schon schwer genug all die wunderbaren Bilder auf einige wenige zu reduzieren.

West Thumb Geysr BasinWest Thumb Geysr Basin - Fishing ConeÜbernachtet haben wir im Lake Yellowstone Hotel, dem ältesten Hotel des Parks. Wie alle weiteren Hotels des Yellowstones, vermittelt die Architektur ein wenig die Atmosphäre der Belle Epoque, der Zeiten der Kutschen und in denen die Gäste der Hotels noch anständig gekleidet waren. Die gute Streichmusik in der Hotellobby war wie ein Wehgesang auf die alten Zeiten. Leider kann die amerikanische Hotellerie in keiner Art und Weise den notwendigen Stil vermitteln, was aber auch an den Gästen liegt. Wir haben die Nacht trotzdem sehr genossen, mal was anderes als die ewig gleichen Inn’s und Motel’s.

Panorama West Thumb Basin

West Thumb Geysr BasinWest Thumb Geysr Basin - Big ConeErste Station war das West Thumb Geyser Basin. Der ganze Yellowstone Lake ist eine uralte Caldera eines riesigen Vulkans. Das Basin ist ein weiterer kleiner Krater, der nun mit dem See verschmolzen ist. Entsprechend gibt es heisse Quellen und Geysire unter Wasser zu besichtigen. Je heisser die Quellen sind, um so klarer ist das Wasser und um so mehr schimmern die Pools in allen Farben.

Panorama Heisse Quelle

Fountain Paint Pot - ClepsydraFountain Paint Pot - Hot SpringWir fuhren weiter zum Lower Geyser Basin, entlang des Firehole Lake Drives. Vor der Besichtigung der Geysire sollte man sich im Old Faithful Visitor Center mit der aktuellen “Ausbruchsvorhersage” eindecken. Leider sind die meisten Geysire nicht wirklich voraussehbar und viele brechen nur alle paar Jahre oder Monate aus. Zudem sind die Prognosen oft im Stil von “Geysir X bricht zwischen 6pm und 10pm für 5min aus”. Viel Zeit und eine gute Planung sind deshalb wichtig um die volle Action zu sehen.

Fountain Paint PotFirehole Lake Drive - White DomeGlück hilft natürlich auch und wir können gleich dem White Dome Geyser bei einem Ausbruch zuschauen. Das Schauspiel ist doch sehr eindrücklich und die Fotoapparate knipsen im Serienbildmodus. Die nächste Station war die Gegend des Fountain Paint Pot. Bei jedem Standort kann man sich mit Detailkarten eindecken, die viele nützliche Hintergrundinformationen bieten. Fountain Paint Pot brillierte mit einer eindrücklichen öden Landschaft, durchbrochen von wunderbaren farbenfrohen Heisswasser-Pools.

Panorama Fountain Paint Pot

Midway Geysr Basin - Hot and ColdMidway Geysr Basin - Opal PoolAuf dem Rückweg besuchten wir das Midway Geyser Basin mit der Grand Prismatic Spring. Die heisse Quelle schimmert an ihrem Rand in sämtlichen Regenbogenfarben. Schuld an der Farbenpracht sind Bakterien, die an die extremen Bedingungen bestens angepasst sind. Das Wasser der heissen Quellen fliesst übrigens heiss dampfend in den nahen Fluss. Ein Spektakel!

Panorama Grand Prismatic Spring 01

Upper Geysr Basin - Another PoolUpper Geysr Basin - NaturBei all der Pracht der vulkanischen Sehenswürdigkeiten darf man nicht vergessen, dass die umgebende Natur auch wunderbar ist. Frühlingsblumen, saftige Moore, Wälder, Seen und Gebirgsbäche prägen das Landschaftsbild. Leider geht dieser Aspekt des Parkes im “heissen” Teil weitgehend unter. Der Blick ist magisch von den unbekannten Formen und Farben der heissen Quellen angezogen.

Upper Geysr Basin - Old FaithfulUpper Geysr Basin - Old Faithful ZuschauerZurück beim Old Faithful besuchen wir den berühmtesten Geysir der Welt, eben den Old Faithful, der pünktlich alle 90 Minuten ausbricht. Tatsächlich lässt sich der Geysir nicht lumpen und bietet ein perfektes Schauspiel. Die Fontäne erinnert etwas an den Genfer Jet d’eau. Erwähnenswert sind aber auch die Tausenden von Cartouristen und Hotelgästen, die den Ausbruch mitverfolgen. Wir haben den Old Faithful deshalb nochmals Abends um 23 Uhr bei wunderbarem Sternenhimmel und in intimerer Atmosphäre angeschaut.

Beauty Pool Panorama

Lobby des Old Faithful InnUpper Geysr Basin - BlubbernVor dem Nachtessen wanderten wir noch durch das Geysirfeld des Upper Geyser Basin, erreichbar von den Hotels der Old Faithful Gegend aus. Ich wartete zwei Stunden auf den Ausbruch des Grand Geyser, bevor ich enttäuscht kapitulierte und dem Geysir ein Abendessen im legendären Old Faithful Inn vorzog.

Es verbleiben bleibende Bilder…

Upper Geysr Basin - Castle GeysrUpper Geysr Basin - Castle GeysrUpper Geysr Basin - Castle im Abendlicht

Firehole Lake DriveUpper Geysr Basin - Lion GroupUpper Geysr BasinMidway Geysr Basin - Grand Prismatic Spring

Midway Geysr Basin - ExcelsiorMidway Geysr Basin - BlumenUpper Geysr Basin - Wunderschön !Upper Geysr Basin - Chromatic Pool

Das war’s, war wohl der bisher längste und grösste Beitrag in diesem Blog… ;-)

US Westen – 10. Etappe: Yellowstone National Park !

Wind River CanyonWind River Canyon - Strasse und BahnNach einigen sehr intensiven Tagen im Yellowstone Nationalpark, ohne Internet, ohne Fernseher, dafür mit sehr viel Natur, folgen die Reisebeschriebe unserer US Westen Sommerreise mit etwas Zeitverzögerung. Doch bevor wir an unserem eigentlichen Ziel ankamen, hatte die Anfahrt noch weitere Highlights auf Lager. Nach den endlosen Weiten Wyomings war der Wind River Canyon eine spektakuläre Abwechslung im Landschaftsbild. Wie in ganz Wyoming stehen gut ausgeschilderte Informationstafeln am Strassenrand, die die Geschichte der Schlucht erklären.

Heisse Quelle in ThermopolisHeisse Quellen in ThermopolisNach der Schlucht folgte Thermopolis. Wie der Stadtnamen schon sagt, sprudeln hier die grössten heissen Quellen der Welt aus dem Fels. Vor dem Yellowstone-Erlebnis war das noch ganz beeindruckend. Zum Baden im öffentlichen Badehaus blieb leider keine Zeit mehr. Dafür gibt es ein Panoramafoto von der alten Hängebrücke über den Wind River und den Sinterterassen der heissen Quellen.

Panorama Thermopolis Quellen und Wind River

Buffalo Bill Museum in CodyDer nächste Halt war die Touristenstadt Cody. Sie war und ist nebst Jackson im Südwesten das primäre Einfallstor zum Yellowstone National Park. Cody wurde durch den legendären Buffalo Bill, William Cody, gegründet. Buffalo Bills Wild West ShowDas lokale Museum sollte man sich nicht entgehen lassen. Es bietet eine sehr gute Ausstellung über das Leben und die Shows von Buffalo Bill, ein Naturkundemuseum der lokalen Flora und Fauna, ein Kunstmuseum sowie eine sehr umfangreiche Waffensammlung. Absolut empfehlenswert!

Tote Bäume im Yellowstone National ParkErster Eindruck Yellowstone National ParkEndlich fahren wir über die Ostzufahrt in den Yellowstone National Park. Die Schneeresten an der Strassenseite machen rasch klar auf welcher Höhe wir uns bewegen. Entsprechend kühl sind auch die Temperaturen. Der erste Eindruck des Parkes sind tote, abgebrannte Bäume, die kilometerweit die Strasse säumen. An das Bild muss man sich erst mal gewöhnen. Später werden wir alles über den natürlichen Waldbrand-Zyklus erfahren. Daneben gibt es wunderbare unberührte grüne Natur zu sehen.

Yellowstone National Park - Mud VulcanoYellowstone National Park - Mud VulcanoEs bleibt noch Zeit um das erste Ziel im Yellowstone anzusteuern, die Mud Volcanos. Die Zufahrt wird gestört durch mehrere Bison-Bullen, die die Strasse als kurzen Verbindungsweg zwischen den Weiden benutzen. Der Verkehrskollaps ist programmiert. Die Kinder sind schockiert und begeistert zugleich. So ein Büffel in Armweite zu sehen ist schon etwas Spezielles. Wir werden uns an den Anblick noch gewöhnen!

Yellowstone National Park - Mud VulcanoYellowstone National Park - Mud VulcanoBei den Mud Volcanos zeigt der Park was in ihm steckt. Zuerst sticht der Geruch verfaulter Eier in die Nase, auch ein ständiger Begleiter im Park. Danach faszinieren die blubbernden Schlammlöcher. Etwas weiter sprudelt das schlammige Wasser fast einen Meter hoch und grosse Dampfschwaden verdunkeln die Szenerie. Begeisterung pur! Wir freuen uns auf das Kommende. Alle Sehenswürdigkeiten sind übrigens auf Boardwalks, Holzstegen, einfach zugänglich. Zur Freude der Kinder sind stundenlange Wanderungen im Yellowstone nicht nötig.

Statistik: 260 Meilen, 5:19h Fahrzeit, Übernachtung im Yellowstone Lake Hotel

US Westen – 9. Etappe: Flaming Gorge N.R.A. !

Flaming Gorge N.R.A.Szene Flaming Gorge NRAHeute stand eine reine Fahretappe auf dem Programm. Nach der nicht immer angenehmen Nacht im Tipi (Stichwort Grillen im Zelt und ein Regenguss um 0400), stiegen wir früh morgens aus den Federn und freuten uns am hausgemachten Frühstück. Die Bed and Breakfast Hausherrin war sehr liebenswert und das Frühstück schmeckte so um ein Vielfaches besser als ein Hotelfrühstück. Die anschliessende Fahrt führte über einen richtigen Bergpass zur Flaming Gorge National Recreation Area.

Wyoming - CowboylandHoch über dem langestreckten See führte die Strasse durch eine wunderbare Berglandschaft. In der Ferne waren erste schneebedeckte Berge sichtbar. Doch schon bald verschwanden die Berge und die Weite Wyomings beherrschte das Bild. Busch und Grasland soweit das Auge reicht und in der Ferne erneut schneebedeckte Berge. Die Weite der USA war immer wieder beeindruckend, doch das menschenleere Wyoming ist nun definitiv der bisherige Höhepunkt.

Red Canyon vor LanderCarissa MineDazu passt eine Geisterstadt, South Pass City, die wir kurz besuchten. Der einzige Arbeitgeber schien die nahe Mine gewesen zu sein und nachdem die schloss, gab es kein Auskommen mehr. Das letzte Stück Fahrt war landschaftlich erneut interessant, speziell der Red Canyon kurz vor unserem Übernachtungsort, Lander. Da das Hotelzimmer noch nicht bereit war, besuchten wir noch den Sinks Canyon State Park.

Hier gehts rein...

...und nach 2 h kommt es hier wieder hoch !Bighorn SheepIn einem schönen Tal verschwindet ein grösserer Bergbach in einer Höhle, nur um dann einige Hundert Meter weiter unten wieder an die Oberfläche zu quellen. Das war ziemlich spannend! Das Tüpfchen auf dem i war dann noch ein Bighorn-Sheep. Die Hörner dieser wilden Schafe sind aus der Nähe doch ziemlich gross und man sieht sich schon auf der Flucht. ;-)

So ein Fahrtag hat auch sein Gutes, früh im Hotel haben wir wieder mal Zeit zu entspannen und um Blogbeiträge zu schreiben.

Statistik: 270 Meilen, 5:21h Fahrzeit, Übernachtung in Lander

US Westen – 8. Etappe: Dinosaur National Monument !

Arches - Windows 01Arches - Windows 01Der Besuch des Arches Nationalparks braucht viel Zeit und so fuhren wir heute Morgen zum 3. Mal in den Park um noch die Steinbögen der sogenannten “Windows” anzuschauen. Durch die natürlichen Fenster der riesigen Steinbögen lässt sich die morgendliche Landschaft bewundern. Damit verlassen wir definitiv den Arches Park, leider ohne den Delicate Arche, das Symbol des Bundesstaates Utah, von der Nähe gesehen zu haben. So schlimm ist das aber auch nicht, schliesslich muss man was für einen eventuellen späteren Besuch aufheben.

On the Road - Gebirgspass mit einsamen WäldernOn the Road - Regen und MotorräderVon Moab aus geht die Fahrt in Richtung Norden, dem Dinosaur National Monument entgegen.  Natürlich statten wir auch diesem Park einen kurzen Besuch ab. Leider lassen sich die eigentlichen Dinsoaurier Ausgrabungen seit einigen Jahren nicht mehr besichtigen, weil das Besucherzentrum wegen statischen Problemen gesperrt ist. Das temporäre Visitor Center bietet aber viele Informationen. In der brütenden Hitze verzichten wir auf lange Wanderungen und fahren mit dem Auto einen beschilderten Loop ab.

Dinosaur National Monument - Indianische FelsmalereienDinosaur National Monument - VersteinerungenDie meisten Stationen erklären die lokale Geologie, eines der Hauptthemen der US Nationalparks. An zwei weiteren Haltepunkten lassen sich frühe Indianer – Felszeichnungen anschauen. Schliesslich gibt es am Ende eines Tals noch eine alte Farm zu besichtigen. Insgesamt lohnt ein kurzer Besuch im Dinosaur National Monument und hoffentlich lassen sich die Ausgrabungen der Dinosaurier bald wieder in natura anschauen.

Marshmallows über dem FeuerTipi im Jensen InnDen Abend verbrachten wir im Jensen Inn, einem Bed and Breakfast in der Nähe des Parks. Als Überraschung für die Kinder schliefen wir in einem Tipi-Zelt. Es war schön wieder mal zu “bräteln” und anstatt Cervelats gab es über dem Feuer geschmolzene Marshmallows. Natürlich gab es einen schönen Sonnenuntergang gratis dazu. Danach flüchteten wir bald vor den Mücken ins Zelt. Der Abend hat richtig Spass gemacht, die Nacht wurde dann etwas ungemütlich – der Abtenteuerfaktor war in jedem Fall hoch. ;-)

US Westen – 7. Etappe: Arches National Park !

Impressionen Arches National Park

Impressionen Arches National ParkImpressionen Arches National ParkHeute verbrachten wir den ganzen Tag im Arches National Park. Der Park ist nur einige Minute von Moab weg, unserem Unterkunftsort. Angesichts des Hypes um Moab im Bereich Mountainbike, war ich etwas enttäuscht. Die Stadt ist nichts anderes als ein typisches amerikanisches Nest, mitten in rostiger Sandsteinwüste, mit dem Vorteil den nahen Colorado River zu haben, der etwas Grün in die Szene bringt. Sowas wie Charme kommt aber nicht wirklich rüber.

Impressionen Arches National ParkImpressionen Arches National ParkImpressionen Arches National Park

Impressionen Arches National ParkImpressionen Arches National ParkDer Arches Park beeindruckt mit riesigen Sandsteinformationen und natürlich den berühmten Bögen. Die wollen aber zuerst erwandert werden und so machten wir uns am Morgen auf in den Devils Garden. Der Trail war etwa 12km und speziell der Landscape Arch war sehr beeindruckend. Der Rückweg durch die Steinwüste wurde dann trotz grossem Wasservorrat zur Überlebensübung. 35° Temperatur und sandiger Boden, abwechselnd mit Kraxeleien auf dem Slickrock saugten die Energiereserven rasch leer.

Impressionen Arches National ParkImpressionen Arches National ParkImpressionen Arches National Park

So war die Familie froh, als wir am frühen Nachmittag wieder im Hotel waren. Die Anstrengung hat sich aber gelohnt, wie die Bilder beweisen.

Impressionen Arches National ParkImpressionen Arches National ParkImpressionen Arches National Park