Beiträge des Monats - Juli 2009

Der Moto GP 2009 in Laguna Seca: Rennen !

Red Bull Moto GP Laguna SecaSpass für die KidsFrüh am Morgen machten wir uns auf zur Rennstrecke nach Laguna Seca. Leider hatten wir das Wetter etwas unterschätzt und nahmen zu wenig warme Kleider mit. Während dem ganzen Tag wehte ein kalter Wind aus Meeresrichtung ins Landesinnere und liess uns frieren. Die Anfahrt wurde mit einem Bus-Shuttle Service wieder einmal perfekt organisiert. Es gab weder bei der An- noch Rückfahrt Wartezeiten.

Custom Bike am Moto GPDer Doctor flitzt vorbei...Die Zeit vor dem 500cc Rennen verbrachten wir im Ausstellungsteil der Anlage. Es war wie bei früheren Anlässen, einfach alles ein wenig grösser und mit viel, viel mehr Zuschauer. Die Ausstellung bot viel Action und alle wichtigen Motorradhersteller waren mit riesigen Ständen vertreten. Die Kinder konnten gar eine Runde mit Kinder-Enduros fahren, das war lustig! Nicht fehlen durften erneut gepimpte und kuriose Zweiräder.

Boxer Motor Bike ?Am Nachmittag ging es dann los mit dem Moto GP. Wir bezogen unseren Stehplatz auf dem Hügel und hatten so wieder die ganze Strecke im Blickfeld. Der Lärm der Motoren war ziemlich infernalisch, wenigstens im Vergleich mit den Superbike Motorrädern der anderen Klassen. Erneut war es faszinierend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die Stars der Motorradszene um den Kurs fuhren. Am Spektakulärsten war natürlich die Corkscrew Kurve! Beliebtester Fahrer war mit Abstand Valentino Rossi, gewonnen hat er das Rennen trotzdem nicht.

Laguna Seca Corksrew KurveDucatis überall...

Fazit: Der MotoGP war ein Super Anlass auf einer der schönsten Rennstrecken für Motorräder. Schade nur, dass die 125cc und 250cc den Weg nach Laguna Seca nicht gefunden haben. So bleibt angesichts des mickrigen 500cc Feldes ein etwas fader Nachgeschmack!

Der Moto GP 2009 in Laguna Seca: Auftakt !

Cannery Row in Biker Hand !Ducati mit viel CarbonVor einigen Wochen fand hier in Monterey das Moto GP Rennen der USA statt, natürlich auf der Laguna Seca Rennstrecke. Das Motorradrennen ist definitiv der grösste jährliche Anlass in unserer Gegend, weshalb ich noch kurz mit zwei Beiträgen darüber berichten möchte. Am Samstag fand auf der Cannery Row das grosse Treffen der Motorrad-Fans statt, natürlich mitsamt Fahrern, Maschinen und Beifahrerinnen. Klar auch, dass für einmal die Harley-Fraktion etwas in die zweite Reihe stehen musste.

Custom Bike RedCustom Bike Blue

DUFUCKINCATI ?Giger Bike ?Ich war erstaunt über die allgegenwärtige amerikanische Liebe zum ‘pimpen’. Da stand kaum ein Motorrad rum, welches nicht irgendwie aufgemotzt wurde. Entsprechend ‘Abartiges’ gab es zu sehen. Von dezenten Designs und Bemalungen bis hin zu futuristischen Motorrädern, die nur knapp fahrtauglich sein dürften, gab es alles zu sehen. Natürlich muss sich hier auch keiner mit komplizierten Inverkehrssetzungs-Vorschriften abmühen, was der Fantasie etwas mehr Raum lässt. Die Stimmung war ausgelassen, wenigstens für amerikanische Verhältnisse. Die Omnipräsenz der Polizei vermied jedoch irgendwelche Ausschweifungen, schliesslich muss alles seine Ordnung haben, Moto GP hin oder her.

Projekt Ti29-40: 15mm QR oder 9mm Achse ?

Fox 15QR Steckachsen-SystemDiese Woche möchte ich das erste Teil für mein Titan-Hardtail bestellen, die Federgabel. Wie erwähnt werde ich die Fox 32 F29 FIT RLC kaufen. Die Gabel gibt es in zwei Versionen, eine mit Standard 9mm Achsen mit Schnellspanner und eine mit 15mm Achsen mit dem QR – Quick Release System. Während das Bike Magazin vor einiger Zeit keinen nennenswerten Steifigkeitsunterschied feststellen konnte, gibt es nun einige Testberichte, die das neue Achsensystem loben, speziell auch im Zusammenhang mit 29er.

Gewichtsmässig sieht es so aus: 15QR Fox plus Chris King ISO 15mm SD = 1964g, 9mm Fox plus Chris King ISO plus Schnellspanner = ca. 1900g

Die Steifigkeit der Laufräder ist definitiv ein physikalisches Problem der 29er. Aus diesem Sicht wäre die 15mm Achse sicher ein Vorteil. Zudem scheint die Marktmacht von Fox und Shimano diesen Trend etablieren zu können. Etwas weniger gefällt mir die Optik des QR Systems und die Tatsache, dass im Moment noch keine Drittanbieter (eloxierte) Alternativachsen verkaufen.

Deshalb ein Aufruf an die Leser hier:
Hat jemand Erfahrung mit dem neuen 15mm QR System? Ratschläge?

Das Do-It-Yourself Mountainbike-Video !

Gestern habe ich mein erstes Bikevideo publiziert und es lohnt sich noch kurz über den Entstehungsprozess zu berichten. Ich habe mich zum ersten Mal an das Thema gewagt und musste einige Dinge neu lernen. Hier also meine Erfahrungen in drei Schritten: 1. Produktion, 2. Bearbeitung, 3. Veröffentlichung.

1. Produktion

Meine Digitalkamera, Canon Powershot SD770 IS, kann Videos mit einer Auflösung 640 x 480 Pixel, 30 Bilder/sek aufnehmen, begrenzt nur durch die Grösse der Speicherkarte. Das Problem ist nur die Kamera zu montieren. Vor einigen Monaten versuchte ich mal die Kamera am Lenker zu befestigen, das Resultat war unbrauchbar. Die Schläge verwackelten das Video zur Unkenntlichkeit. Trotzdem war es eindrücklich zu sehen, welchen Belastungen ein Mountainbike und der Körper des Fahrers ausgesetzt sind. Da Frage ich mich jeweils ob sowas gesund sein kann…

Helm-Kamera GebastelZurück zum Thema. Am Sonntag befestigte ich die Kamera mit einem Gummiband auf dem Helm. Wichtig ist natürlich den richtigen Aufnahmewinkel zu erwischen, was nicht so einfach ist. Ich brauchte einige Testfahrten und -aufnahmen um Himmel und Trail im Bild zu haben. Da mir das Gebastel keinen zu stabilen Eindruck machte, verschlaufte ich zur Sicherheit den Kamerabändel am Helm. Erstaunlicherweise überlebte die Kamera die Abfahrt problemlos. ;-) Dann hiess es nur noch beim Start den richtigen Knopf zu drücken!

2. Nachbearbeitung

Windows Movie MakerFür die Nachbearbeitung des Videos nutzte ich erstmals den Windows Movie Maker, der auf jedem Windows PC vorinstalliert ist. Ich brauchte etwas Zeit um mich im Programm zurecht zu finden. Zuerst importiert man das Video und kann es gegebenenfalls auch noch zurechtschneiden oder mehrere Clips einfügen. Danach fügt man den Vorspann mit dem Titel und den Abspann mit den Credits ein. Das Programm bietet viele Möglichkeiten um die Titel zu animieren. Es ist aus möglich aus einer Vielzahl von Übergängen zwischen den Teilstücken des Videos zu wählen. Schlussendlich kann man noch eine Hintergrundmusik im .mp3 Format einfügen und gegebenfalls das Timing der Musik auf dem Zeitstrahl des Videos anpassen. Da der Originalton des Videos wenig spannend ist (speziell meine quietschenden Scheibenbremsen), habe ich diesen zu Gunsten der Hintergrundmusik ganz ausgeschaltet.

Das Video lässt sich dann in verschiedenen Auflösungen exportieren. Ich wählte die Auflösung HD 720p (1280×720 Pixel) und das Breitbildformat 16:9. Nach einiger Rechnungszeit liegt das Video dann im .wmv Format auf der Festplatte.

3. Veröffentlichen

Zuerst versuchte ich es mal bei YouTube. Die Anmeldung ist relativ einfach, weil sich der YouTube Account mit dem Google Account verbinden lässt. Danach kann man sein Video raufladen. Das dauert seine Zeit und YouTube braucht nochmals einige Stunden um das Video zu transformieren. Danach bietet der Anbieter noch viele Möglichkeiten das Video mit In-Video Links, alternativer Hintergrundmusik und Kommentaren zu versehen.

Leider war der erste Versuch ein Flop. Ich hatte das Video mit wunderbarer Dire Straits Musik hinterlegt, nur damit mir YouTube mitteilte, dass das Video Copyright-Rechte der Warner Group verletzen würde und der Ton automatisch abgeschaltet wurde. So ging ich im Internet auf die Suche nach freier Musik. Fündig wurde ich schliesslich auf Jamendo, es gibt aber noch einige andere Anbieter. Natürlich ist es nicht so einfach ein gutes, freies Musikstück zu finden, welches auch noch ein wenig zum Video passt.

YouTube NormalVimeo Normal

Leider war ich mit der Qualität des YouTube Videos nicht zufrieden – obschon wenn ich mir nun die Vergleichsbilder ansehe, der Unterschied nicht so gross ist. Zudem scheint man die HD Version nur hier in der USA aufrufen zu können. Hier geht es zum Video auf YouTube (normal / HD).

YouTube HDVimeo HD

So wiederholte ich den ganzen Prozess bei Vimeo. Mit einem Basisaccount sind die Möglichkeiten auf dieser Platform eingeschränkt, die Qualität des gerenderten Videos stimmt jedoch. Damit bin ich zufrieden. In Zukunft werde ich mal noch versuchen ein Video in Originalauflösung hochzuladen und zu schauen ob man dies in HD Auflösung anschauen kann.

Fazit: Ich werde wohl auch in Zukunft nicht unter die Videoproduzenten gehen und ich kaufe wohl auch keine Helmkamera. Wenn man aber einmal einen kurzen Trail unbedingt für die Nachwelt auf Video festhalten möchte, ist das erwähnte Vorgehen eine Alternative.

Das Fort Ord – Trail No 50 Video !

Auf der sonntäglichen Biketour in Fort Ord habe ich noch etwas mit meiner Digitalkamera rumgespielt. Mit einem dicken Gummi befestigte ich sie an meinem Helm und filmte die Fahrt über den flowigsten Trail der Gegend, den No 50. Das Ergebnis ist gar nicht so schlecht, obwohl man die Kameraposition noch etwas verbessern könnte. Viel Spass!

Fort Ord Trail No 50 from Spoony on Vimeo.

Der alte Nobby Nic !

Der alte Nobby Nic !Seit über zwei Jahren (!) fahre ich nun meine Nobby Nic Reifen. Eigentlich wollte ich die Dinger in der USA möglichst rasch wechseln, aber die Preise von 80 USD für die Snake Skin Version haben mich bisher davon abgehalten. Hier gibt es wenig Gelegenheit bei nassen Verhältnissen zu biken und so hatte das Hinterrad trotz abgefahrenen Stollen bisher genügend Grip, um auch steilere Anstiege zu meistern.

So kann ich auch im langfristigen Test nur Gutes über die Reifen berichten. Natürlich gab es einige Plattfüsse, die verstärkte Seitenwand überstand jedoch auch härtere Einsätze und Durchschläge gab es keine. Nach 5266 Kilometer sind die beiden Nobby Nic Reifen im Alltagsgebrauch immer noch fahrbar. Reife Leistung sag ich da! Wahrscheinlich komme ich jedoch um einen Grauimport eines neuen Satzes nicht herum. Ein Päckli aus der Schweiz ist dringend nötig. Die Reifenwahl fällt mir dabei nicht schwer…

Die Fort Ord Trails im Sommer !

Fort Ord - AusblickFort Ord - SingletrailsEndlich wieder mal Singletrail-Surfen! Ich hatte heute Lust und Zeit um ziel- und planlos die Trails von Fort Ort abzufahren. Mittlerweile kann ich mich in der Geografie soweit orientieren, dass ich auch mal ‘auf Glück’ neue Trails ausprobieren kann. Trotzdem durften natürlich die Klassiker von Fort Ord nicht fehlen und den ‘Ziegentrail’ bin ich gleich zweimal gefahren, weil es so schön war.

Fort Ord - GespengsterbäumeDie Trails sind nun im Sommer knochentrocken, gleich wie die umgebende Landschaft. Das Gras ist völlig braun und steht im Kontrast mit den grünen Büschen. Sobald man in einen Creek fährt, hat es jedoch wieder diese Bäume mit den langen Flechten an den Ästen. Das macht auf mich immer den Eindruck eines feuchten Waldes, obwohl er das gar nicht ist.

Fort Ord - Detail BaumstrunkDas Fahren macht grossen Spass, der trockene Boden ist meistens sehr griffig und die teils ruppigen Anstiege sind so alle fahrbar. Leider gibt es aber auch sehr viel Sand und an einigen Orten muss man das Vorderrad sehr gefühlvoll fahren, um nicht einen Abgang zu machen. Entgegen dem letzten Mal am Sea Otter Plauschrennen, war ich heute nicht unter Zeitdruck und so verlief die Runde ohne Zwischenfälle.

Fort Ord - Trockenes GrasFort Ord - SchlangeninformationstafelDie vier Stunden Singletrail und Feldwege haben meine Batterien wieder für die neue Arbeitswoche aufgeladen. So entspannt habe ich schon lange keine Tour mehr gefahren!

Am Parkplatz sah ich noch ein neues Plakat, das über die Schlangen der Gegend informiert. Bis auf die Klapperschlange scheint keine giftig zu sein. Das Exemplar oben links, war wohl die Schlange, die wir am Seaotter Festival gesehen haben.

Statistik: 47.7 km, ca. 1502 Höhenmeter, Fahrzeit 03:46 h

Das California Rodeo in Salinas !

Salinas Rodeo - Bull RidingSalinas Rodeo - FlaggenparadeHeute stand ein speziell amerikanischer Anlass auf dem Programm, das California Rodeo in Salinas. Wobei amerikanisch zu relativieren ist, angesichts der absoluten mexikanischen Mehrheit vor Ort. Der Tag war richtig spannend, lehrreich und erfüllte jedes Klischee. Die Besucher waren fast alle als Cowboys und Cowgirls gekleidet und der Tag startete mit einer Flaggenparade. Nach der obligaten Nationalhymne ging es dann los mit dem ‘Rodeo’-Sport.

Salinas Rodeo - Horse RidingSalinas Rodeo - Fang die KuhDie Cowboys sind ziemlich harte Jungs. Die Bullen und die Pferde sind nicht unzimperlich im Umgang mit den ungeliebten Reitern. Noch eindrücklicher war die Disziplin ‘Kuheinfangen’. In der ersten Variante muss auf Zeit ein ‘Muni’ ab dem Pferd mit dem Lasso im vollen Galopp eingefangen werden, danach springt der Reiter vom Ross, reisst die Kuh zu Boden und bindet ihr die Beine zusammen. Dies alles irgendwo in 7 Sekunden. Noch spektakulärer die zweite Variante, bei der der Reiter im Galopp seitwärts vom Pferd springt und den ‘Muni’ an den Hörnern packt und zu Boden reisst!

Fazit: Unbedingt ansehen! Ein Kuh-, Schwing- und Älplerfest auf Amerikanisch!