Beiträge des Monats - September 2009

Die Sonnenuntergänge sind zurück !

Abendtour 17 Mile Drive - KüsteSonnenuntergang Herbst 2009 - Asilomar BeachSo schnell kann es gehen. Kürzlich beklagte ich mich über den permanenten Nebel hier in Monterey und siehe da, heute war ein Traumtag. Der kühle Wind blies den Nebel weg und die Feierabendrunde entlang der Küste war entsprechend  traumhaft. Zum Schluss gab es einen Sonnenuntergang, der über den eingefahrenen Plattfuss hinwegtröstete. Nur wenige Kilometer von zu Hause entfernt, hatte ich keine Lust  den Schlauch zu wechseln und bestellte deshalb den Ehefrau-Shuttle. Bei diesem Wetter werden mir Monterey und der 17 Mile Drive auch nach einem guten Jahr noch nicht langweilig.

Statistik: 30.8 km, ca. 430 Höhenmeter, Fahrzeit 01:36

Washington: Museen !

National Air and Space Museum - RaketenNational Air and Space Museum - MondlandefähreWashington ist berühmt für die hervorragenden Museen entlang der Mall. Die meisten Museen gehören zu den Smithsonian Institutions und seit dem Film ‘Nachts im Museum‘ sind diese Anlagen auch einem weiteren Publikum bekannt. Der Film wird übrigens in den verschiedenen Museen gnadenlos vermarktet. Positiv ist zu vermerken, dass alle Museen gratis zugänglich sind. Leider wirkt sich dies auch auf die Besucherzahlen aus und so verzichtete ich wegen endlos langen Schlangen auf den Besuch des  National Museum of Natural History und auf das National Museum of American History.

National Air and Space MuseumNational Gallery of ArtBeide Museen habe ich bereits im 2002 gesehen und sie sind sehr empfehlenswert. Das beste Museum ist meiner Meinung nach das National Air und Space Museum. Hier gibt es viele Dinge zu sehen, welche man nur in Amerika besichtigen kann. Die Originale des amerikanischen Weltraumprogrammes stehen natürlich ganz oben auf der Besuchsliste. In vielen Sonderausstellungen wird die Geschichte der Luftfahrt anschaulich dargestellt. Super!

RaphaelVierwaldstätterseeDanach besuche ich noch die National Gallery of Art. Als Kunstbanause bin ich ziemlich beeindruckt über die wunderbaren und teils uralten Bilder berühmter Künstler. Angenehm finde ich die lockere Atmosphäre. Alle Bilder sind ohne Absperrungen zugänglich und fotografieren ist problemlos möglich. Dies ist ein ziemlicher Unterschied zu ähnlichen Häusern in Europa. Den Flügel mit der modernen Kunst besuche ich nicht und freue mich an Bildern, auf denen noch Landschaften oder andere bekannte Dinge abgebildet und als solches erkennbar sind.

van GoghRubensMonet

StilllebenMeine Favoriten waren die Bilder von Leonardo da Vinci, Monet, van Gogh, Rubens und viele mehr. Ich knipste einige unscharfe Bilder der Highlights. Sehr schön ist auch die Spezialausstellung The Art of Power mit wunderbaren Ritterrüstungen aus dem europäischen Mittelalter. So eine Dosis Kunst hat mir sehr gefallen und ich muss wohl öfters ein Kunstmuseum besuchen. Das sind richtige Oasen der Ruhe und mir gefällt die immer leicht feierliche Atmosphäre und der spezielle Geruch der Galerien.

Der Besuch der diversen Museen in Washington D.C. ist ein Muss und man sollte ca. 2 Tage nur für diesen Zweck einplanen.

Gauguinda VinciDürer

Der Travel Mode !

Pebble Beach MarketViele VögelAus unerfindlichen Gründen hat sich der Beitrag von vorgestern über meine kleine Entspannungstour nach der Rückkehr aus Washington in Luft aufgelöst.  Hier also nochmals eine schlechte Kopie des Beitrages.

Mit drei Stunden Zeitverschiebung im Blut bin ich immer noch ein wenig im Travel Mode und so stelle ich auch den Dämpfer meines Scott Genius in diesen Modus und mache eine langsame Tour rund um den 17 Mile Drive. Ausnahmsweise gibt es mal einen Kaffeehalt im Pebble Beach Market. Bei weniger als 15°C bin ich froh die Winterkleider dabei zu haben.

Auf der Tour fallen mir die vielen Vögel im Meer auf. Wahrscheinlich gibt es viele Fische in der Brandung. Ich freue mich auf die Jahreszeit, wenn das Meer wilder und der 17 Mile Drive leerer wird. Nach dieser Tour bin ich wieder fit für den Arbeitsalltag.

Statistik: 38.7 km, ca. 496 Höhenmeter, Fahrzeit 01:55

Washington: The Mall !

The Mall - Reflection Pool und Washington MemorialKorean War Veterans MemorialThe Mall in Washington ist keine Einkaufsmeile, sondern die lange Fläche zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial. Die Mall ist gesäumt von den bekannten Smithsonian- und anderen Museen. In der Querachse zur Mall befinden sich das Weisse Haus und das Jefferson Monument. Zusätzlich sind im westlichen Teil das Vietnam Veterans Memorial und das Korean War Veterans Memorial angesiedelt. Dominiert ist die Mall vom hochaufragenden Washington Monument im Zentrum. Kurzum, es gibt hier in einem Tag mehr als genug zu besichtigen und man sollte gute Marschschuhe mitnehmen.

Vietnam Veterans Memorial - NamenVietnam Veterans MemorialDie Kriegsdenkmäler waren heute wenig besucht, was eher positiv ist. Sowohl das Monument für den Vietnamkrieg, wie das Monument für den Korea Krieg sind eindrückliche Schauplätze. Die symbolische Architektur gibt den beiden Gedenkstätten die für solche Orte nötige Würde. Vor einigen Jahren besuchte ich die beiden Denkmäler am Memorial Day, dem US Gedenktag für ihre gefallenen Soldaten und damals spielten sich sehr eindrückliche Szenen ab. Die meisten Touristen suchen auf der endlosen Namensliste nach möglichen Namens-Verwandten. Meine Vorfahren haben es wohl nicht in die USA geschafft, oder mindestens nicht in den Vietnam Krieg.

I have a dream !Lincoln Memorial - InnenGeehrt werden auch die Gründerväter und Präsidenten der USA. An erster Stelle Abraham Lincoln, mit einem bombastischen Tempel. Im Innenhof thront ein väterlicher Lincoln auf einem riesigen Stuhl und wacht über die Arbeit des Kongresses auf der anderen Seite der Mall. Auf den Treppen des Lincoln Memorials hielt Martin Luther King die berühmte ‘I have a dream’ – Rede. Die Treppen bieten einen wunderbaren Blick über den Reflecting Pool zum Washington Monument.

Thomas Jefferson Memorial - InnenThomas Jefferson Memorial - AussenEin weiterer riesiger Säulen- und Kuppelbau ist das Jefferson Memorial. Wie viele Gründerväter der USA war auch Jefferson einiges mehr als nur Präsident und Unterzeichner der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Das Ende des 18th Jahrhunderts war die Zeit der Universalgenies und entsprechend interessant ist es, etwas mehr über das Leben und die Aktivitäten Jeffersons zu erfahren. Wie bei allen Monumenten gibt es oft ein unterirdisches kleines Museum und ausführliche Informationen in mehrsprachigen Broschüren. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist übrigens so ziemlich alles an der Mall kostenlos zu besichtigen.

The White House - Das Weisse HausLincoln Memorial - AussenAuf keinen Fall darf natürlich ein Blick auf das Weisse Haus fehlen. Wenn man zudem durch die Gitterstäbe hindurch fotografiert, scheint der Präsidentensitz näher als er ist. Das Gelände ist in der Realität weitläufig abgesperrt und vor den Zäunen sammeln sich Hunderte von Touristen. Die Besichtigung des Weissen Hauses selber ist im Gegensatz zu ‘Vor 09-11′ nur selten möglich und für den normalen Touristen nicht mehr machbar. So, das war ein langer Tag. Der nächste Beitrag ist über die Museen entlang der Mall.

Washington: Gettysburg und Mount Vernon !

Gettysburg - SchlachtfeldGettysburg - SoldatenGestern schaute ich mir die Schlachtfelder von Gettysburg und den Landsitz von George Washington, Mount Vernon an. Wie auf den meisten Schlachtfeldern, gibt es in Gettysburg nicht wirklich viel zu sehen. Die Schlacht im Jahre 1863 gilt als eigentlicher Wendepunkt im Amerikanischen Bürgerkrieg. Die Konföderierten mussten hier gegen die Unionstruppen eine empfindliche Niederlage einstecken und waren danach bis zum Ende des Krieges in der Defensive. Zudem gilt das dreitägige Gemetzel als die wahrscheinlich blutigste Schlacht des amerikanischen Kontinents.

Gettysburg - MonumenteGettysburg - Little Round TopDer hohe Blutzoll ist im Gelände an den vielen Monumenten ablesbar. Wer Zeit und das nötige Hintergrundwissen hat, wird in Gettysburg viele interessante Details entdecken können. Wir hatten das Glück einen exzellenten Führer zu haben, der auch Nichtamerikanern die Bürgerkriegsgeschichte verständlich vermitteln konnte. Diese Geschichte ist nicht unwichtig. Es waren der Bürgerkrieg und die grosse Versöhnungsleistung danach, welche die USA erst auf ein solides Fundament stellte, im Gegensatz zu den Europäern, die sich bis und mit Bosnien lieber weiterhin gegenseitig umbringen.

Herrenhaus George WashingtonAm Nachmittag besichtigten wir den Mount Vernon. Hier hatte der erste Präsident der USA, George Washington, sein Anwesen. Das Gelände ist eine Mischung aus Museum, Wallfahrtsstätte und kleinem Freilichtmuseum. Mir hat es sehr gut gefallen. Obwohl Washington etwas idealisiert dargestellt wird, gibt das Museum einen sehr guten Einblick in die Gründerzeit der USA, eine Geschichte, die uns Schweizern ja ziemlich fremd ist.

Sklavenraum Mount VernonDie USA hatten Glück in ihren Anfangsjahren an der Spitze einen Mensch gehabt zu haben, der bereit war seine persönlichen Ansprüche den Landesinteressen unterzuorden. Wäre Washington ein machtbesessener General gewesen, wäre die Geschichte wohl anders ausgegangen. Natürlich werden die dunklen Seiten nicht verschwiegen, schliesslich war der Wohlstand Washingtons zu einem grossen Teil auf seinen Sklaven gebaut.

Fazit: Gettysburg ist für militärisch Interessierte sicher ein Besuch wert. Allen Anderen sei dafür eher ein Besuch der Schlachtfelder des ersten Weltkrieges in Verdun oder anderswo empfohlen. Der Mount Vernon hingegen ist sehr empfehlenswert und gibt tiefe Einblicke in die Gründungsgeschichte und -identität der USA.

Washington: Capitol Hill !

e pluribus unumKapitol beim BesucherzentrumIch bin bis Sonntag in Washington D.C. und es gibt viel zu sehen. Seit meinem ersten Besuch im 2002 hat sich einiges verändert. Die Sicherheitsmassnahmen sind so hoch wie nie und im Gegensatz zu früher, wurden viele sicherheitsrelevante bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Regierungsviertel war schon immer rausgeputzt, jetzt macht es jedoch einen richtig sterilen Eindruck. Irgendwie geht so viel von der Ambiance einer Hauptstadt verloren.

Kilometer 0 der USAKapitol - AussenansichtDer Besuch des Kongresses, des Capitol Hill, war interessant, obwohl man dem Senat bzw. dem Repräsentantenhaus nicht mehr auf der Gallerie bei der Arbeit zusehen kann. Dafür wurde das Besucherzentrum auf Vordermann gebracht. Eher amüsant ist wie die Amerikaner die für unsere Verhältnisse ziemlich junge Geschichte der Gebäude hervorheben. Eher befremdend ist die fast königliche Verehrung des Präsidenten. X-mal mussten wir auf der Führung hören, welcher Präsident welche Türen und Treppen des Kapitols benutzt hat. Obama hier, Obama da…

Kuppelsaal KapitolSäulen im alten RepräsentantensaalDas Kapitol ist beeindruckend und speziell fasziniert der Innenhof der Kuppel, wie alle grossen Kuppeln dieser Welt. Der Trick mit den staunenden, halsverdrehenden Blicken nach oben, funktioniert schliesslich in den Kirchen und Moscheen schon seit mindestens zwei Tausend Jahren, von Aussen im Bundeshaus, im Deutschen Bundestag, im Peters Dom, in der Blauen Moschee oder im römischen Pantheon.

Heute war es im Gegensatz zu Monterey so richtig schwülheiss, fast tropisch. Kein Wunder, Washington D.C. wurden in den Sumpf gebaut, weil keiner der Staaten gutes Agrarland für eine Hauptstadt hergeben wollte. ;-)

Nebel oder Sonne ?

Sonnige Seite

Banana PowerWie so oft hier in Monterey, musste ich heute wieder mal eine schwere Entscheidung treffen. Vor dem Haus war blanker Sonnenschein, hinter dem Haus eine dicke Nebelsuppe. Ich wollte mich heute etwas quälen und so fiel der Entscheid auf Nebel und 17 Mile Drive. Ab Beginn war das Ziel klar, eine neue Bestzeit! Die Methode war auch klar, immer Druck aufs Pedal, bergab immer Gas geben, bergauf zügig fahren ohne völlig in den roten Bereich zu gelangen und kleinere Hügel ‘durchdrücken’. Es lief ziemlich gut und der feuchte Nebel erleichterte mir die Konzentration auf die Strasse.

Wo ist sie, die Sonne ?Am höchsten Punkt der Strecke, 231m über Meer, schien die Sonne gar milchig durch die weisse Wand. Ich machte meine Standardpause auf meinem Standardbänkli und genehmigte mir ausnahmsweise eine Banane. Damit sollte doch die Rekordfahrt problemlos sein. ;-) Lustig wie die Touristen sich hier vor einer  Nebelwand ablichten lassen, nach dem Motto, den Ausblick auf den Pazifik kann sich jeder selber ins Bild denken.

Wunderschöne ImpressionenMit Rückenwind und trotzdem viel Leiden radelte ich nach Hause. Natürlich musste ich noch einige Fotos von der sehr schönen  Sonnen-Nebel-Stimmung machen. Zu Hause dann das Resultat. Neue BESTZEIT und sieben Minuten schneller als im Mai. Den Schnitt von 24km/h habe ich erneut verpasst. Auf den letzten Metern den Berg hinauf zum Haus verliere ich ca. 0.5 km/h Durchschnitt. Ich denke aber nicht, dass ich noch viel schneller kann. Zum Glück war keine Pulsuhr dabei. Trotzdem bin ich zufrieden. Es tat gut wieder mal das Blut pumpen zu hören. Zudem hatte ich nach der höhenbedingten Schlaffigkeit am Lake Tahoe schon etwas an mir gezweifelt.

Statistik: 38.7 km, ca. 485 Höhenmeter, Fahrzeit 01:38, Schnitt 23.7 km/h

Neblige Seite

PS: Heute liessen sich die Bilder nicht zu einem Panorama zusammenfügen. So gibt es halt zwei Hälften. Die verschiedenen Belichtungen und die fehlenden Referenzpunkte wegen dem Nebel und der Brandung haben die Panoramasoftware ausgehebelt.

Der Fort Ord Loop mit Kind !

Fort Ord - Schöne TrailsFort Ord - FlechtenWie versprochen war ich heute mit meinem Sohn auf dem Mountainbike unterwegs. Wir machten einen kleinen Loop in Fort Ord. Zuerst gab es eine Ausbildung in Schalttechnik, schliesslich gibt es bei einem richtigen Mountainbike etwas mehr zu schalten als bei einem Kinderfahrrad. Danach ging es gleich richtig los, inklusive dem Trail No. 50. Der Kleine schlägt sich sehr gut, obwohl die knochentrockene Strecke wegen dem vielen Sand sehr rutschig und ziemlich herausfordernd ist.

Fort Ord - Kid PowerFort Ord - weniger Kid PowerNach dem zweiten Anstieg zeigen sich erste Ermüdungs-erscheinungen und den Spruch ‘Papi, ich sterbe!’ höre ich mehrmals bergauf, obwohl er bergab angemessener gewesen wäre. ;-) Der junge Padawan muss noch etwas an seiner Kondition arbeiten. Ansonsten war das ein guter Einstieg und es sind schon bald richtige Touren möglich. Wenn wir in der Schweiz zurück sind, gibt es vielleicht ein Mountainbike für den Sohn, am besten ein Erwachsenenrad mit kleinem Rahmen. Das Contessa meiner Frau hat gar nicht so schlecht gepasst.

Statistik: 21.5 km, ca. 564 Höhenmeter, Fahrzeit 02:04