Beiträge des Monats - Februar 2010

Viel Wasser !

Es regnet hier deutlich mehr als in üblichen Jahren. Das sieht man auch am prall gefüllten Speichersee von Pebble Beach. Die Golfturniere der nächsten zwei Jahre dürften damit gesichert sein. Kalifornien tut diese Regensaison sehr gut. Heute morgen war das Wetter noch perfekt und meine Frau nutzte die Gelegenheit für eine Tour. Ich mag am Sonntag nicht früh aus dem Bett und hatte dafür schon wieder Nebel und Wolken auf dem 17 Mile Drive. Viel Wasser gab es gestern auch wegen dem Tsunami-Alarm. Jeder Haushalt entlang der Küste erhielt in der Nacht ein Telefon-Warnanruf. Nun, alles lief glimpflich ab, der Tsunami war ca. 30cm hoch und wir sind 40m über Meer. Die Organisation scheint aber zu funktionieren, das ist beruhigend.

Statistik:38.8 km, ca. 476 Höhenmeter, Fahrzeit 1:51 h

Die NAHBS 2010 !

Alle Jahre wieder trifft sich der die Crème de la crème der amerikanischen Kleinfahrradhersteller an der North American Handmade Bicycle Show. Beim aktuellen Regenwetter lohnt es sich etwas im Internet, oder auf der Homepage der NAHBS zu surfen und sich die Fahrrad-Kunstwerke anzusehen. Nachdem ich nun mein eigenes handgemachtes Mountainbike besitze, interessiert mich diese Show natürlich besonders. Urbanvelo bringt auch dieses Jahr wieder die volle Ladung Bilder. Natürlich hat auch die NAHBS eine eigene Gallerie. Viel Spass beim Träumen.

Die kurze Tour vor dem Sturm !

Wegen ziemlich viel Arbeit und viel Regen, war ich in der letzten Woche nie auf dem Bike. Heute wollte ich vor der nächsten Sturmfront nochmals eine Runde drehen. Mit dem stürmischen Wind hatten meine Frau und ich aber keine Lust auf eine längere Tour. Dafür hatte ich endlich mal Zeit einen seit längerem gesuchten Geocache zu loggen. Das Ding ist wirklich gut getarnt und wie immer gilt die Regel: Geocaches findet man nicht nur am Boden.

Entlang der Küste war dann der Kampf gegen den Wind das Hauptproblem. So am Morgen ist die Küstenstrasse ziemlich einsam – zahlreicher dafür die Tiere. Lustig sind immer wieder die Jungtiere, links beispielsweise neugierige Hafenrobben. Auch die Blumen sind ob dem vielen Regen schon wieder am Verwelken. Schade! Am Wochenende sollte es weiter regnen. Vielleicht finde ich ja trotzdem ein trockenes Fenster…

Statistik:13.6 km, ca. 140 Höhenmeter, Fahrzeit 0:51 h, Geocaches: George Washington

Projekt Ti29-40: Moots Titanium Spacer !

Völlig überraschend kam heute ein Paket von Moots. Darin waren die letzten Edelteile für mein Mountainbike. Nun steht einem Aufbau nichts mehr im Wege. Ich habe wenig Zeit und so gibt es heute ein Fahrradteil, welches rasch erklärt ist. Die Spacer. Die Titaniumspacer waren ein farbliches Muss und passen nun perfekt zum Vorbau und dem Rest des Rahmens. Natürlich gab es noch ein Moots T-Shirt für mich und meine Frau als kleines Geschenk dazu.

Statistik: 3g, 6g, 14g, Gekauft bei Moots

Projekt Ti29-40: Titanium King Cage !

Nun, zu einem Titanium Mountainbike gibt es genau einen Getränkehalter auf dem Markt: Der King Cage. Competitive Cyclist hat das Ding auf Kulanz nachgeliefert, nachdem in der ersten Packung kein King zu finden war. Die Verarbeitung des Teils ist nicht über alle Zweifel erhaben, die Schweissnähte nicht perfekt. Aber an den Rahmen geschraubt sieht man davon nichts. Dafür ist das Gewicht unglaublich – ganze 28g bringt der King Cage auf die Waage und macht darüber hinaus einen sehr stabilen Eindruck. Jetzt muss ich nur noch entscheiden ob der Bidonhalter ans Sattelrohr oder ans Unterrohr geschraubt wird …und ja, standesgemässe Schrauben brauch ich auch noch!

Statistik: 28g, Gekauft bei Competitive Cyclist

Der Park Tool PCS-10 Montageständer !

Es ist bekanntlich mein erklärtes Ziel mit dem Aufbau des Projekt Ti29-40 zum Fahrradschrauber zu mutieren. Nebst einer ordentlichen Werkzeugkiste muss natürlich ein richtiger Montageständer ins Haus. Mountainbikes habe ja die Angewohnheit, dass sie schlecht selber im Raum stehen und immer irgendwohin rollen. Der klappbare Park Tool PCS-10 Montageständer war einfach zusammengebaut und basiert auf einem stabilen Dreibein. Wichtig war mir die Möglichkeit den Ständer einfach wegräumen zu können, weil eine permanente Werkstatt kann ich mir zu Hause aus Platzgründen schlecht einrichten.

Mit wenigen Handgriffen ist das Teil zusammengeklappt und in die Ecke gestellt. Die Klemme ist sorgfältig gearbeitet und sollte den Rahmen nicht zu stark belasten. Trotzdem habe ich Respekt vor dem Einspannen. Wer die Rohrdicke der modernen Rahmen kennt, sieht vor dem geistigen Auge schon ein gestauchtes Rohr. Das Rad lässt sich natürlich auch an der Sattelstütze einspannen. Weiter lässt es sich gut vertikal drehen und die Höhe ist einfach mit dem bekannten Schnellspannersystem eingestellt.  Der erste Eindruck des Montageständers ist sehr gut. Das Teil ist sehr stabil und die Handhabung ist durchdacht. So, dann kann ich den aktuellen Regen nutzen und mit dem Schrauben beginnen, ohne Rückenschmerzen zu befürchten.

Das ‘Obligatorische Schiessen’ in Monterey !

Als Schweizer Wehrpflichtiger wird man jährlich zum Obligatorischen Schiessen aufgeboten. So konnte ich die Einladung des Carmel Gun Club zum ‘Obligatorischen’ nicht ablehnen. Heute ging es in aller Früh raus nach Gonzales zum Schiessstand des Monterey County Swiss Rifle Club. Mangels elektronischer Trefferzeigeanlage wurde noch von Hand gezeigt. Gegen die mehrheitlich älteren Schützen mit ihrer sehr guten Ausrüstung hatte ich natürlich keinen Stich. Wir schossen traditionell mit GP 11 und Karabiner 31 auf 300m. Liegend, im freien Anschlag, braucht das schon etwas Übung. Geschossen wurde das obligatorische Programm, das Einzelwettschiessen und das Murtenschiessen. Wer die notwendigen Punkte schiesst, kriegt mit ca. einem Jahr Verspätung die offizielle Medaille aus der Schweiz. Nach sechs Stunden verschiedener Funktionen als Schütze, Warner und Zeiger, draussen bei Wind und 11°C waren wir froh um das BBQ Chicken! Insgesamt war dies ein ziemlich beeindruckender Anlass. Man mag über die Schützen denken was man will, aber die Schweiz kriegt hier extrem viel Goodwill, was das Land angesichts von UBS- und anderen Skandalen bitter nötig hat. Es zeigte sich wieder mal, Schweizer im Ausland (und oft auch Ausländer in der Schweiz) sind manchmal die traditionelleren Eidgenossen.

Ein sportlicher Nachmittag !

Heute kann ich mich nicht rausreden. Es war einfach perfektes Wetter, 19°C und die zwei Bilder sprechen für sich. Manchmal ist Kalifornien tatsächlich so wie man es sich in Europa vorstellt. So liess ich die Arbeit rechts liegen und genoss eine kleine Tour der Küste entlang. Nicht in der Statistik ersichtlich sind die Pausen auf den verschiedenen Bänkli. So schön und warm war es hier schon lange nicht mehr. Die Winterpokalpunkte trage ich nur mit einem schlechten Gewissen ein.

Am Abend war ich mit meiner Tochter erstmals in der lokalen Kletterhalle, im Sanctuary Rock Gym, zu Besuch. Die Jungs haben sich ganz schön Mühe gegeben und ich weiss gar nicht, wieso wir mehr als ein Jahr brauchten, um dieses Freizeitangebot zu entdecken! Hätte ich keinen Beruf, genügend Geld und wäre der Tag doppelt so lang, würden mir noch einige Hobbys einfallen, Klettern wäre ganz vorne auf der Liste.

Statistik:47.8 km, ca. 419 Höhenmeter, Fahrzeit 02:12 h, Geocaches: Monday’s Child