Beiträge des Monats - Juni 2010

Der Chutzenturm Loop !

Am Montag habe ich über die Eröffnung gelesen, am Dienstag habe ich den markanten Turm vom Mont-Vully aus gesehen und heute war das Ziel der Abendrunde klar – der neu eröffnete Chutzenturm auf dem Frienisberg. Wie gut, dass auf GPSies eine Route der Feierabendgruppe auf den Frienisberg vorhanden war! So ausgerüstet startete ich relativ spät um der Tageshitze von ca. 30°C etwas zu entfliehen.

Feierabendgruppe-mässig war die Anfahrt von Zollikofen auf den Frienisberg. Man merkt, dass hier Locals am Werk waren. Mehr oder weniger direkt führt der Weg über Singletrails, Waldwege und Schotterwege, manchmal auch direkt über eine Wiese, zum Ziel. Dabei sind die Wege immer herausfordernd, wurzelgespickt und interessant, aber nie unfair. Solche Trails würde man nie basierend auf einer Karte abfahren. In solchen Momenten liebe ich mein GPS! Das ist der wahre Vorteil eines solchen Gerätes.

Beim Turm selber hatte es relativ viele Leute, schliesslich ist er erst seit Sonntag geöffnet. Auch aus der Nähe ist das Bauwerk sehr imposant. Die Zahlen sprechen für sich: 45m Höhe, 235 Stufen, 537t Gewicht und Kosten von 980’000 CHF. Die Holzkonstruktion ist faszinierend und gleichzeitig sehr schön. Natürlich hat man einen fantastischen Rundblick über das Mittelland und weiter. Leider war es heute ziemlich dunstig und so gibt es keine Panoramafotos mit den Berner Alpen.

Den Rückweg fuhr ich mit High-Speed, erst über Waldwege, später über die Hauptstrasse via Halenbrücke retour nach Bern. Einziges Hindernis war mein erster Abgang über den Lenker mit dem Ti29-40. Auf einem durch Brennnesseln und Brombeeren zugewucherten Trail befand sich ein Baumstrunk an dem das Vorderrad blockierte. Bei einem 29er geschieht der Abgang über das Vorderrad in surrealer Zeitlupe. Genug Zeit um die sanfte Landung vorzudenken. So ist den auch nichts passiert… ;-)

Schön war’s! Danke nochmals an knp2 für die tollen Tracks!

Statistik: 42.2 km, ca. 720 Höhenmeter, Fahrzeit 2:23 h

Der Piz Mundaun – Piz Sezner Loop !

Für den Sonntag hatten wir uns eine Panoramatour aufgehoben. Die Strecke führte rund um den Piz Mundaun und den Piz Sezner und heisst bei GPS Tracks bezeichnenderweise ‘Piz um Piz im Kreis herum‘. Auf der einen Seite gibt es wunderbare Aussichten ins Val Lumnezia und ins Valsertal, auf der anderen Seite liegt die Surselva zu Füssen. Angepasst auf die Fahrtechnik meiner Frau sind mehrheitlich einsame Berg- und Schottersträsschen zu befahren (wobei an  diesem schönen Tag auf Teil-Strecken einige Autos unterwegs waren).

Etwas verschwiegen hatte ich meiner Frau den ersten Anstieg, satte 800 Höhenmeter am Stück von Vella bis auf die Alp Nova auf 2074m. Nach 1.5km und 100 Höhenmeter gab es prompt den Aufstand und sie wollte umkehren und den Tag auf der Terrasse des Hotels verbringen. Es brauchte einiges Zureden damit meine Frau weiterfuhr. Danach achteten wir konsequent auf eine sehr langsame Fahrt im kleinsten Gang und so gewannen wir langsam aber stetig an Höhe.

Mit jedem Meter änderte sich das Panorama und die Bergblumen blühten in immer vielfältigeren Farben und Formen – herrlich! Nach der Alp Nove begann ein schöner Wiesentrail in Richtung Surselva. Dabei trafen wir auf neugierige Pferde und Kühe. Der Fahrtenfluss wurde dank bikefreundlichen Zaunübergängen nicht gebremst und so mussten wir nur für einen x-ten Panoramablick und weitere schöne Fotos anhalten.

Ab der Alp Stavonas begannen wir richtig Höhenmeter zu vernichten und ich fuhr mit viel Spass und Speed die Schotterstrassen runter. Die Fahrt wurde in Miraniga jäh durch einen Zaun gestoppt – unser geplanter Weg führte mitten durch die diesjährige Europameisterschaft im Rahmen des Hillclimbing Obersaxen. Eine kurze Tragepassage hinunter ins Festgelände war die Folge.

Dieser Motorrad-Action konnten wir natürlich nicht widerstehen und so schauten wir uns das Treiben bei Bier und Bündnerteller von der Terasse des Restaurant Stai aus an. Unglaublich wie die Jungs auf ihren Motorrädern den am Schluss fast senkrechten Hang hinauffuhren! Schliesslich machten wir uns zum letzten Aufstieg in Richtung Cuolm Sura auf. Zum Glück war der Weg nun nicht mehr so steil und der Aufstieg nicht mehr so lang.

Das Panorama änderte sich erneut und es gab Ausblicke nach Illanz und bis weit nach Chur hinunter. Die sanften grünen Bergwiesen, der blaue Himmel und die vereinzelten Ställe  gaben wunderbare Fotosujets mit ‘Heidiland-Charakter’ ab. Am Kulminationspunkt vor der letzten Abfahrt zurück ins Val Lumnezia freuten wir uns noch an einem hervorragenden Eisbecher im Gasthof Bündner Rigi.

Der Rest bestand aus einer genussvollen Abfahrt hinunter nach Valle und durch das malerische Dorf Morissen. Hier gab es einen letzten Fotohalt mit den Hauptakteuren der Tour, unseren beiden Mountainbikes, dem Ti29-40 und dem Contessa meiner Frau. Es ist einfach super, wenn man zu zweit so eine Runde drehen kann. Nochmals Gratulation an meine Frau zu dieser Leistung!

Fazit: Eine sehr schöne Tour für eine Sonntagsrunde ohne Stress und ohne knifflige Singletrails, dafür mit wunderbaren Ausblicken und zahlreichen Einkehrmöglichkeiten und einer nicht zu unterschätzenden Anzahl von Höhenmetern.

Statistik: 32.2 km, ca. 1222 Höhenmeter, Fahrzeit 4:21 h

Die Val Miedra Tour !

Dieses Wochenende verbrachten die Kinder im Alpamare und so konnten meine Frau und ich das schöne Wetter ‘sturmfrei’ geniessen. Mountainbiken bot sich natürlich an – aber wohin sollte es gehen? Zufällig klickte ich mich auf GPS-Tracks.com durch die Touren und fand einige Tracks in der Surselva, genauer im Val Lumnezia. Ein Google Search später war das Hotel in Vella gebucht. Als ich heute in der Heidiland Raststätte das Graubünden Tourismus Büro nach Prospekten fragte, wurde mir bewusst, dass ich mit dem Val Lumnezia ein richtiges Glückshändchen hatte. Im offiziellen Mountainbike Prospekt Graubündens haben gleich drei Touren den Ausgangspunkt im Tal und das Hotel Gravas ist als Bike Hotel gelistet. Da kam Freude auf! Die neu gekaufte Swiss Singletrail Map ‘Bünder Oberland’ bestätigte den guten Eindruck und rasch wird klar, dass die Gegend auch den Bike Marathon Lumnezia – Obersaxen beheimatet.

So sind die Wegweiser im Val Lumnezia gefüllt mit MTB-Schildern und auch auf die nationale Alpine  Bike Nr 1 Route treffen wir mehrmals. Als Aufwärmrunde folgen wir einem GPS-Track ins Val Miedra mit dem Wendepunkt Alp Cavel. Die Hinfahrt führt uns vorwiegend auf Asphalt durch wunderbar malerische Bünderdörfer und man kann sich kaum an der Natur und der alten Architektur sattsehen. Doch auch die Blicke hinüber an die noch schneebeckten Berge lohnen sich.

Nach einer kurzen Passage durch den Wald haben wir den Umkehrpunkt erreicht und biegen in den versprochenen Singletrack ein. Leider erweist sich der Trail als ein ziemlich feucht-glitschiges Grüne-Hölle-Monster und meine Frau hat daran wenig Freude. Die Fahrt durch halbmeter-hohes Grün macht mir trotzdem Spass. Später zeigt sich, dass der Wanderweg auf der Singletrailmap nicht verzeichnet ist, dafür ein roter Singletrail oberhalb unserer Route eine wohl bessere Alternative gewesen wäre.

Die Rückfahrt ab Lumbrein entschädigt für die kleine Enttäuschung. Der Weg schlängelt sich erst den Berg hoch und traversiert danach in einem welligem Auf und Ab nach Vella. Während die Landwirte das Heu einbringen, geniessen wir den blauen Himmel, die grünen Wiesen und den Duft der Bergheuet. Vor Vella lädt der See Davos Munts noch zum Baden ein, doch wir müssen weiter um rechtzeitig das verdiente Abendessen geniessen zu können. Der Wanderweg runter nach Vella ist das Dessert dieser gelungenen Tour.  Soviel zum heutigen Tag  – nun noch noch einige Worte zum Hotel.

Das Hotel Gravas liegt in Vella und bietet urchige und praktisch eingerichtete Zimmer mit einem schönen Blick aufs Tal. Das Hotel lässt sich nicht als Bikemekka bezeichnen, verfügt aber über die minimalen Einrichtungen eines  Bikehotels. Die Küche war tadellos und wir schätzten die Gerichte und das Frühstück mit lokalen und biologischen Zutaten. Preis – Leistung ist in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Für Biketouren im Val Lumnezia ist das zentral gelegene Hotel in jedem Fall eine gute Adresse.

Statistik: 25.7 km, ca. 757 Höhenmeter, Fahrzeit 2:37 h

Die Feierabendgruppe 2010 !

Nach über zwei Jahren konnte ich heute wieder einmal an der Feierabendgruppe von Bike Bern und dem Veloladen Leuthold teilnehmen. Um 1830 trifft man sich vor dem Laden in Zollikofen. Remo führt dabei immer noch die Touren an und auch der Anspruch hat sich nicht geändert. Es gilt mittels verbalem Tiefstapeln die letzten Kraftreserven zu mobilisieren um die besten Trails der Region abzufahren. So fand ich mich mit meinem Hardtail inmitten der Federwegfraktion in der ‘schnellen’ Gruppe wieder, welche ‘gemütlich’ via Schwarzchopf auf den Bantiger fuhr… Locker bleiben hiess die Devise und so blieb die 8er Gruppe den ganzen Abend ziemlich kompakt zusammen. Mit der beliebten ‘Augen zu und runter’ – Technik konnte ich auch abwärts bis auf einige fiese Treppenstufen mit der Gruppe mithalten. Ausgepowert kehrten wir zu später Stunde noch im Restaurant zur frohen Aussicht ein und genossen eine grosse Portion Rösti und das verdiente Bier.

Fazit: Das hat wieder mal extrem Spass gemacht. Nur schade, dass ich nicht öfters dabei sein kann. Wer es etwas ruhiger angehen lassen will kann übrigens in der anderen Leistungsgruppe mitfahren! An dieser Stelle und in Zusammenhang mit der Feierabendgruppe sei noch auf einen neuen Bikeblog hingewiesen: Patricks Bike Blog!

Statistik: 45,7 km, ca. 956 Höhenmeter, Fahrzeit 3:22 h

PS: Fotos gibt es keine, in den wenigen Halts ist jeder damit beschäftigt möglichst rasch einen Riegel einzuschieben um für den nächsten Anstieg fit zu sein… ;-)

Die Tour um den Wohlensee !

Heute wollte ich unbedingt Abends eine kleine Tour fahren, schliesslich bieten die langen Tage dazu ideale Voraussetzungen. Leider hatte ich wenig Zeit und so lud ich ohne grosse Kontrolle die Tour Wohlensee auf das GPS und fuhr los. Ich hätte mir denken können, dass der Wohlensee erstens etwas lang für eine Feierabendrunde ist und zweitens das Gelände doch ziemlich hügelig ist. 1. Lehre – Die Tour von Bern aus zuerst in Richtung Nordufer fahren, dann ist auch der einzige kritische Abschnitt bei Wohlei fahrbar.

Am Südufer gibt es schöne Ausblicke auf den Wohlensee. Leider führt der Track durch Bern West und generell über viele Strassen. Als Entschädigung gibt es aber auch einige saftige Höhenmeter, geht es doch immer wieder runter ans Wasser und rauf auf die Ebene. Leider musste ich mich bei einer Stelle noch durch tiefen Kuhmatsch kämpfen. Mit schon ziemlich müden Beinen erreichte ich endlich den Umkehrpunkt, das Kraftwerk Mühleberg.

Danach beginnt der bessere Streckenabschnitt. Der Rückweg nach Bern führt meistens entlang des Aareuferweges. Dieser relativ breite Kiesweg sollte aber nur zu Randzeiten und keinesfalls am Wochenende befahren werden. Die zahlreichen Fahrverbote lassen sich nicht anders interpretieren. In vielen Kehren windet sich die Aare in Richtung Bern und der Weg wird länger und länger. Die Gegend strotzt nur so von kulturhistorischen Bauten und Sehenswürdigkeiten. Leider hatte ich keine Zeit die vielen Schautafeln zu lesen.

Wäre es nicht schon nach 21 Uhr gewesen und hätte ich nicht so gefroren (es war kaum über 18°C), wäre ich sicher noch bei einem der Restaurants am Aareufer eingekehrt. Doch so gab ich einfach nur den Drang nach Vorne und ich wollte möglichst vor der Dunkelheit zurück sein. Mit über 50km und fast 900Hm war das Ganze doch etwas schwerer als gedacht. Die Tour hat mir wieder einmal eine bekannte Gegend aus einer völlig unbekannten Perspektive gezeigt. Es ist schon erstaunlich an welchen Natur- und Kulturschätzen man auf der Autobahn achtlos vorbeifährt…

Statistik: 51,1 km, ca. 880 Höhenmeter, Fahrzeit 2:48 h

Den Google Reader ausmisten !

Nachdem ich gestern den Blogroll der Schweizer Bikeblogs ausmistete, ging es heute den Feeds im Google Reader an den Kragen. Zum Glück bietet Google Reader eine Funktion mit dem Namen ‘Trends’. Dort gibt es unter Abotrends den Tab ‘Inaktiv’, wo man sofort sieht welcher Blog schon länger nichts mehr gepostet hat! Ein Klick auf den Papierkorb und weg ist der Feed. Eine weitere nützliche Funktion ist die Detailansicht im jeweiligen Feed. Hier sieht man am Beispiel meines Blogs, dass ich wöchentlich im Durchschnitt 4 Beiträge schreibe, dass ich meistens Sonntags und Montags die Beiträge schreibe und dass mein Blog 41 Abonnenten hat! Auch hier ein grosses DANKE an die 40 Feedreader von Spoony’s Bike Blog.

Mountainbike Blogs – Stagnation ?

Seit fast vier Jahren betreibe ich nun diesen Themenblog und glaube, dass ich mich in der Szene der (Deutschschweizer-) Mountainbike – Blogs gut auskenne. Obwohl Mountainbiken weiterhin an Popularität zunimmt, sowohl als Freizeitaktivität, wie als aktive oder passive Sportart, scheint sich dies nicht in einer grösseren Anzahl von bloggenden Mountainbikern auszuwirken. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass die Anzahl Blogger generell abnimmt und sich die Aktivitäten mehr auf soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Foren verlagern.

Ein Blick auf den Blogroll und die Feed-Liste bringt die Wahrheit zu Tage. Blogs sterben jung und werden kaum je erwachsen! Auf meiner Linkliste sieht es so aus: Linda Morgi hat kürzlich aufgehört und die Seite ist schon vom Netz; Ammunation sendet seit Oktober 2007 nicht mehr; gleiches gilt für Darkthrone, Manchazeks und Two Wheels; auch Brödu hat schon lange nichts mehr zum Thema Biken geschrieben. Natürlich gibt es einige erwähnenswerte Newcomer wie Chregu und Rotscher, aber die Anfangsmotivation vergeht schnell.

Treue virtuelle Gefährten sind Beat, der Aargauer, David, Marco, Seppibucher und Vazifar, die bereits vor drei Jahren schon in die Tasten gehauen haben. HERZLICHEN DANK an diese Personen und hoffentlich bloggt ihr weiter. An alle Anderen da draussen, nehmt eine Tastatur und eine Kamera und bloggt von euren Mountainbike-Abenteuern! Ein Leser ist euch sicher… Etwas besser sieht die Entwicklung in Deutschland aus, aber auch da sind Blogs mit einem klaren Bezug zu Mountainbikes an wenigen Händen abzuzählen.

Bei dieser Gelegenheit kann ich also mal meine Linkliste entschlacken und ich nehme mir vor die Links in Zukunft wieder etwas aktiver zu bewirtschaften! Endlich kommen auch Trailblazer und Mojo auf die Linkliste. Als nächster Schritt will ich noch einige deutsche Blogs aufnehmen.

PS: Wenn irgendwo da draussen ein Mountainbike Blog auf seine Entdeckung wartet, nur zu, Werbekommentare in dieser Sache sind erwünscht!

WordPress 3.0 Upgrade !

Bei so einem Regentag kommt das WordPress Upgrade der Version 3.0 gerade richtig. Ich fasse mir diesmal ein Herz und lasse das automatische Update laufen (nachdem ich natürlich den Blog gesichert hatte). Zu meiner Überraschung ist das Ganze nach knapp einer Minute über die Bühne… und soweit ein erster Test zeigt läuft alles noch. Langsam wird WordPress erwachsen. Die Benutzeroberfläche wurde sanft renoviert und ist etwas schlanker. Ich werde wohl die Chance nutzen und mein Theme dem Stand der Zeit anpassen und dazu das neue Standardtheme TwentyTen ins Design von Spoony’s Bike Blog verändern. Na Ja, jedenfalls solange das Wetter nicht zum Biken einlädt.