Beiträge der Kategorie - bikegeschichten

Mountainbike Urlaub in der Schweiz aus US Sicht !


Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah!
Johann Wolfang von Goethe

Goethe hat sicher recht mit dem bekannten Spruch. Nur weil etwas weit weg ist, muss es nicht besser sein. Die Herausforderung liegt darin das Gute in der Nähe auch zu sehen. Seit ich in der USA lebe, habe ich eine etwas klarere Optik auf das Gute in der Schweiz. Mountainbiketechnisch und landschaftlich ist unser Land definitiv ein Traum. Die Bestätigung kriegt man in amerikanischen Blogs und Magazinen. Hier beispielsweise Zitate von Pinkbike (Preview 2010, Bericht 2009) und BigMountain über das Alpenrock DH Urlaubsangebot in der Schweiz.

The trail riding in Switzerland is unparalleled globally and sets an international standard for the concept of what long descents truly are. Everywhere you look there are trails, all of which are accessible by the nation’s immense network of lifts and transportation options. The dramatic loss in elevation from the rocky peaks to the wide-open valley floors is part of what makes Switzerland a mountain biker’s paradise. Switzerland is mountain biking’s Shangri-La. Epic descents on flowy singletrack, through ancient villages, a capuccino, back on the bike, jump on the gondola and do it all over the next day.

Da bleibt nichts hinzuzufügen! Schon bald liegt dieses Gelände wieder vor meiner Haustüre. Ich freue mich auf die Rückkehr in die Schweiz (…und befürchte dass ich schon bald wieder von den sandigen Flow-Trails in Kalifornien träume). ;-)

Die Geschichte der 29er Mountainbikes !

Guitar Ted vom der Webseite Twenty Nine Inches postete heute einen interessanten Beitrag über die Geschichte der 29er Mountainbikes. Die ersten 29er entsprangen aus dem gleichen Nordkalifornischen Umfeld wie das Mountainbike selber. Für mich natürlich besonders spannend ist dieser Satz über die Anfänge der 29er im Jahre 1999 bei WTB:

Mark Slate and Steve Potts worked hard on 29″ers and were instrumental in coming up with some of the earliest ideas about what would make a good 29″er.

Ein Steve Potts Rahmen ist eben nicht nur einfach ein Rahmen, er ist auch ein Stück Mountainbike- und 29er-Geschichte.

Gemäss Ted kam der erste Turnaround für die 29er im Jahre 2005, als Gary Fisher RockShox überzeugte die Reba Gabel in einer 29er Version zu bringen. Danach war es nur noch ein kleiner Schritt zum Massenmarkt, ein Wort, das man hier in der USA sicher brauchen darf. In einem kleinen Ausblick prognostiziert Ted den 29er in diesem Jahr den Durchbruch in Europa und teilweise auch im Rennsport. Wichtiger für mich ist die Prognose, dass 29er und 26er Mountainbikes in Zukunft friedlich koexistieren werden. Schliesslich möchte ich auch in 10 Jahren noch Reifen kaufen können!

Mountainbiken und Regen !

GPSmap 60CSx im RegenEs regnet über der Monterey BayIch gebe es gerne zu, ich bin kein Mountainbiker, der gerne im Regen fährt. Schnee und Kälte ist noch OK, aber Nässe und Kälte machen mir keine Freude. Laut Statistik war ich in den letzten drei Jahren genau 11x bei Regen unterwegs. Leider gibt es hier in Monterey eine längere Regenperiode und angesichts der knappen Zeit bis Ende Jahr, blieb nichts anderes übrig als die Regenausrüstung hervorzukramen. Die beste Gelegenheit um das Thema Regen und Mountainbiken etwas detaillierter zu betrachten.

Pulp Cycling Regenjacke - VornePulp Cycling RegenhoseBekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Für Regen habe ich zuerst mal eine Regenjacke. Ich bin mir nicht sicher ob dieses Modell schon als Regenjacke zählt, oder noch unter Windjacke läuft. Theoretische Angaben wie Wassersäulen haben mich heute beim Praxistest im strömenden Regen auch nicht interessiert. Die Jacke ist gut geschnitten und das knalle Gelb mit den Reflektoren ist bei regengrauem Wetter sicher eine gute Idee. Mir gefällt, dass die Jacke einen hohen Kragen hat und die Rückentasche gleichzeitig auch ein Verpackungssack mit Bändel ist. Damit kann man die Jacke einfach an den Rucksack oder um den Körper binden. Negativ fällt der kurze Rücken auf. Die Jacke könnt durchaus noch einige Zentimeter länger sein.

Pulp Cycling Regenhose DetailPulp Cycling Regenjacke - HintenVom gleichen Hersteller habe ich Regenhosen. Damit bin ich sehr zufrieden. Sie ist sehr leicht, hat aber innen noch ein angenehmes Netz. Ein langer Reissverschluss erlaubt es die Hosen auch über die Schuhe anzuziehen. Sehr sinnvoll bei einem plötzlichen Wolkenbruch. Am Knie ist die Hose überlappend geschlitzt und lässt eine gute Bewegung sowie eine Lüftung zu. Mit drei Klettriemen kann man die Hose eng ans Bein anlegen, damit sich nichts in der Kette wiederfindet. Beim Kauf ist auf die Länge der Hosen zu achten, immer auf einem Fahrrad ausprobieren! Weiter Regentools sind ein Helmüberzug sowie ein Rucksacküberzug. Für die Schuhe habe ich meine Winter-Neoprenüberzüge angezogen.

Veloplus RucksacküberzugAbsitzen nur mit Regenausrüstung !Wie sieht nun die Praxis aus? Erstens, wer Angst vor Dreck hat oder ein Weichei ist, sollte vielleicht Schutzbleche ans Bike montieren… ;-) Zweitens, der Helmüberzug bewährt sich sehr und ist in Sekunden montiert. Drittens, der Rucksacküberzug lässt sich nur gut montieren, wenn der Rucksack oben eine Kante hat und nicht direkt in den Träger übergeht. Zudem hat die Hülle dem starken Regen nicht wirklich Stand gehalten. Drittens, die Jacke ist angenehm und leidlich dicht. Leider scheinen die Reissverschlüsse nicht dicht zu sein, dafür klemmen sie permanent den leichten Stoff ein. Aber dieses Problem habe ich bei einer sehr teuren Rukka Regenjacke mit superdichten Reissverschlüssen auch. Viertens, die Regenhosen sind perfekt und stören beim Pedalen nicht. Zudem kleben sie nicht an den Beinen. Auch bei starkem Regen fühlte ich keine direkte Nässe. Fünftens, bei den Schuhen nützt alles nichts. Beim Durchfahren von Pfützen werden die Schuhe von unten mit Wasser gefüllt. Diese Schwachstelle lässt sich wohl mit Überzügen nicht wirklich lösen.

Feuchte AussichtenVaude HelmüberzugFazit: Trotz umfassender Regenausrüstung bleibt man bei starkem Regen wie dem heutigen nicht wirklich trocken. Diese Erkenntnis ist aber nicht neu. Die moderne Kleidung reicht höchstens dazu, um einen überraschenden Regen für 1-2 Stunden auszuhalten. Wer wirklich stundenlang im Regen biken will, muss wohl sehr tief in die Tasche greifen und dürfte erheblich in der Bewegung eingeschränkt sein. Zudem weiss man trotz aller atmungsaktiver Kleidung auch heute noch nie so genau, ob die Nässe von innen oder von aussen kommt. Lustig war es trotzdem und wenn morgen alles wieder trocken ist, geht es gleich nochmals auf Regentour!

Noch 122 km zum Jahresziel…

Statistik: 30.8 km, ca. 280 Höhenmeter, Fahrzeit 01:35

Ein Scott Genius 20 2009 im Ausverkauf !

Scott Genius 20 Jahrgang 2009In der USA dreht sich in diesen Tagen alles um den Ausverkauf und das Holidayshopping. Der Black Friday und der gestrige CyberMonday gelten als Gradmesser für die Kauflust der US Konsumenten und damit der US Wirtschaft. Ich habe etwas durch die Angebote geschmökert und wie so oft sind die billigsten Sachen jene, die man nicht braucht.

Eine Ausnahme ist jedoch JetsonUSA, welche im Moment ein 2009 Scott Genius 20 für 3500USD im Angebot haben. Das sind schlappe 45% weniger als der letztjährige Preis. Das lässt mich schon nachdenken. Erstens hätte ich gute Lust das Ding gleich zu kaufen, wenn nur da nicht mein Projekt Ti29-40 noch in der Warte- und Kostenschlaufe hängen würde. Zweitens fragt man sich schon wie ein Bike innerhalb von 12 Monaten fast die Hälfte des Wertes verlieren kann. Die Schlussfolgerung ist einfach, irgendjemand, entweder Scott oder die Händler, oder wahrscheinlich beide, verdienen an den Top-Bikes ziemlich viel Geld!

Etwas zum Lachen zur Wochenmitte !

Leser dieses Blogs wissen, dass ich von endloser digitaler Wiederverwertung wenig halte. Heute gibt es aber eine Ausnahme. Das war wieder einmal ein Video bei dem ich mich 10 Minuten lang vor Lachen nicht mehr erholt habe. Genial, die Jungs von RideTheMountain! (via IBC News)


Die Mountainbike Polizei !

Mountainbikes - Washington D.C. PoliceHier in der USA, oder mindestens in Monterey und in Washington D.C., sieht man die Polizei öfters auf Mountainbikes patrouillieren. Die Bikes sind allesamt von Specialized gestellt und in schönem Police – Schwarz gehalten. Vor dem Kapitol in Washington konnte ich eine MTB-Patrol fotografieren. Man beachte die kleinen Details. Das Bike hat doch tatsächlich ein Signalhorn und ein Rot-Blaues Blinklicht, massiver Akku im Flaschenhalter inklusive! Die Bikes der Monterey Polizei sind noch etwas moderner, leider konnte ich noch nie ein Foto machen. Ziemlich cool die Cops…

Wer mehr zum Thema Mountainbike und Polizei wissen will, wird bei der International Police Mountain Bike Association (IPMBA) fündig – bis hin zu Artikel, die über die Vorzüge von 29er als Police Patrol Bikes philosophieren! ;-)

Der Fahrrad – Fahrradstand !

Fahrradstand ?Kunst oder Fahrradstand ?Neulich in Washington D.C. sah ich spät abends am Strassenrand ein merkwürdiges Fahrrad. Was soll den das? Mein erster Gedanke war: Kunst! So machte ich zwei Fotos von diesem metallenen Velo. Am nächsten Tag musste ich dann meine Meinung revidieren. Es scheint kein Kunstwerk, sondern ein Fahrradständer der modernen Art zu sein, ein Fahrrad- Fahrradstand. Obwohl, so logisch scheint mir das bei diesem Standort am Strassenrand nicht… vielleicht ist es praktische Kunst oder wie man das auch immer nennt?

Fahrrad - Fahrradstand !

Morgenstund…

…hat Gold im Mund. Heute früh mit dem Mountainbike auf dem Weg zur Arbeit, Handycam…

Sonnenaufgang Monterey Bay