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Tschüss USA !

Heute geht unser 18-monatiges Abenteuer in der USA zu Ende. In wenigen Minuten steigen wir in den Direktflug nach Zürich. Wir freuen uns alle riesig! Die Familie hat den langen Aufenthalt in Kalifornien bestens überstanden, wir haben viel gelernt und viel gesehen, wie haben die USA schätzen und hassen gelernt, wir haben unser Englisch aufpoliert und wir haben die schönsten Ecken der USA bereist – trotzdem sind wir nun froh endlich wieder zurück in die Heimat zu kommen. Wir haben auch einiges vermisst… nicht nur Raclette und Cervelats!

US Südwesten – Santa Monica !

Die heutige Fahrt nach Los Angeles hat viele neue Eindrücke gebracht. Nach den starken Regenfällen ist die ansonsten braune und trostlose Landschaft saftig grün und die Hügel sind teilweise ein einziges Blumenmeer. Später am Abend haben wir noch einen kurzen Rundgang durch Santa Monica gemacht. Der Strand, die Palmen, der Pazifik – alles zeigte sich in bester Ferienprospektpose.

Der Sonnenuntergang und der abendliche Gang über den bekannten Pier in Santa Monica wurden so zum richtig kitschigen Touristenerlebnis. Bei ca. 14 Grad fuhren wir in Monterey los, danach gab es mal eine längere Zeit 6°C und heute Abend war es schliesslich gegen die 25°C! So wird es wohl nicht bleiben, die nächsten Tage gibt es wieder mal etwas Regen und Kälte. In jedem Fall war das heute ein guter Beginn!

Blogpause und Urlaub !

Alles hat ein Ende, auch unser Aufenthalt in Monterey, Kalifornien. Bevor es aber zurück in die Schweiz geht, haben wir nochmals die Gelegenheit dieses wunderschöne Land während einigen Wochen Urlaub zu geniessen. Ich bin dieses Mal nicht sicher, ob ich die Zeit finde, um täglich Berichte zu bloggen. Wenn nicht, wünsche ich allen Lesern einen schönen April. Heute waren wir zum Abschluss nochmals im Monterey Bay Aquarium und haben uns die Sonderausstellung Hot Pink Flamingos angeschaut, die Morgen für das Publikum öffnet.

Ein schöner und farbenprächtiger  Abschied…

US Nordwesten – Tag 13 und 14: Redwood NP !

Howland Hill Road 02Howland Hill Road 01Dies ist der letzte Beitrag zu unserer Reise durch den US Nordwesten. Die verbleibenden Tage verbringen wir in San Francisco und darüber habe ich schon genug berichtet. Sobald wir die Grenze zu Kalifornien überfuhren veränderte sich wieder die Landschaft. Nur in diesen Graden wachsen die bekannten Redwood Bäume. Im Gegensatz zu den Sequioas, welche wir an anderer Stelle bewundert hatten, sind die Redwoods eher hoch und schlank.

Oregon South Coast

Viel Regen...Grosse Redwoods - kleines AutoErste Station im langestreckten Redwood Nationalpark ist der Jedediah Smith Redwoods State Park. Versteckt windet sich die Howland Hill Road durch die imposanten Baumriesen. Trotz strömenden Regens besichtigen wir einen besonders schönen Baumbestand zu Beginn des Parks. Der dunkle Wald, die Schotterstrasse und der Regen machen die Fahrt zu einem Abenteuer. Dies ist einer der Tipps, die man nur mit einem wirklich guten Reiseführer findet. Wir setzen noch einen drauf und fahren auf einem weiteren Schottersträsschen, dem alten Coastal Drive nach Klamath, der Küste entlang, immer leicht absturzgefährdet. Leider bietet die regenverhangene Küste keine schönen Aussichten mehr.

Silvester feiern wir mit einem improvisierten Zimmerbuffet in einem ziemlich gut besetzten Best Western in Eureka…

Tag 13: Statistik: 171 Meilen, 4:46h Fahrzeit, Übernachtung in Eureka, CA

Avenue of the GiantsRedwood Bäume und FarnAm ersten Tag des neuen Jahres fahren wir weiter nach Süden. Es folgt ein weiteres baumtechnisches Highlight mit der Avenue of the Giants, wieder einer engen Strasse, die sich durch die Riesenbäume windet. Der Tag ist etwas weniger regnerisch und so ist die Sicht besser, was die Redwoods noch etwas grösser macht. Trotzdem bleibt jedes Foto eine echte Herausforderung. Blitzen bringt gar nichts und ohne Blitz wird es ziemlich wackelig. Zudem passen die Bäume so schlecht ins Bildformat und zu allem übel ist noch jeder Baum naturgemäss im prallen Gegenlicht.

Panorama Redwoods

110m hoher Redwood Baum - Krone110m hoher Redwood Baum - StammAuf einer gottverlassenen Stichstrasse fahren wir zum Tall Tree, wie der Name sagt, einem der höchsten Redwoods der Gegend. Der Baum ist 110m hoch! Natürlich ist die Höhe im Wald nicht richtig erfassbar, der dicke Stamm ist aber schon eindrücklich genug. Nach einer kurzen Wanderung und der langen Strecke durch den Wald bleibt keine Zeit mehr für weitere Destinationen in Nordkalifornien und wir fahren auf dem Highway 101 an den Weingebieten vorbei nach San Francisco. Schön, abwechslungsreich und intensiv war diese Tour von Monterey nach Seattle und zurück!

Tag 14: Statistik: 280 Meilen, 5:30h Fahrzeit, Übernachtung in San Francisco

US Nordwesten – Tag 12: Oregon Südküste !

Brücke in Newport, ORSeelöwenhöhleUnsere heutige Fahrt entlang der Küste begann mit einem nebelverhangenen Blick auf die imposante Newport Brücke. Nach Yachats wird die Strecke sehr interessant und die Strasse schlängelt sich mal hoch über den Klippen, mal in brandungsnähe dem Meer entlang. Highlights sind das Cape Perpetua und der malerische Leuchtturm von Heceta.

Ausblicke - SeelöwenhöhleHeceta LeuchtturmKurz darauf folgt die Sea Lion Cave. Mit einem langen Fahrstuhl fährt man in eine riesige Höhle hinunter, welche Hunderten von Seelöwen als Quartier dient. Vor der Höhle auf dem Meer treiben weitere Hundertschaften von Seelöwen wie Ölteppiche auf dem ziemlich wilden Meer. Die Höhle ist ein richtig einzigartiges Erlebnis, welches die happigen 40USD Eintritt pro Familie vergessen lässt.

Oregon Südküste - AusblickeFleischfressende Pflanze - DarlingtoniaDie langen Dünen weiter südlich umfuhren wir heute ohne Stop. Dafür haben wir kurz einen kleinen Park mit wilden fleischfressenden Pflanzen, Kobralilien, besichtigt; etwas, das man eher im Amazonas erwarten würde. Spannend wird die Strasse 101 erst wieder nach Port Orford. Hier gibt es Ausblicke ähnlich des Highway No 1 südlich von Monterey. Dank einer etwas schneller Etappe konnten wir heute Abend noch bei Tageslicht den Strand in unmittelbarer Entfernung unseres heutigen Motels geniessen.

Statistik: 184 Meilen, 4:11h Fahrzeit, Übernachtung in Golden Beach, OR

US Nordwesten – Tag 11: Oregon Nordküste !

Haystack Oregon Coast 01Living History im Fort ClatsopBevor wir die wilde Küste Oregons geniessen konnten, gab es im Fort Clatsop, dem Überwinterungsort der Lewis and Clark Expedition, nochmals etwas US-Geschichte. Wir hatten Glück und konnten das Leben im Winterquartier 1:1 an einem Living History Projekt erleben. Die Kinder waren speziell fasziniert vom Expeditionsmitglied, welches einen Biber häutete und für’s Mittagessen vorbereitete. Danach ging es auf der 101 ans Meer. Das Wetter war heute richtig schlecht, dafür gab es einige dramatische Bilder und Ausblicke auf den Pazifik.

Cape Meares AusblickCape Meares LeuchtturmWahrzeichen der Küste sind verschiedene alleinstehende Felsen, sogenannte Haystacks, oder Heuhaufen. Die endlosen Strände sind zu dieser Jahreszeit menschenleer, die Touristen-infrastruktur ist aber Beweis dafür, dass es im Sommer hier weniger ruhig ist. Abenteuerlich ist ein kleiner Umweg der Küste entlang auf dem Three Capes Scenic Highway. Ich freute mich trotz vertikalem Regen an den Leuchttürmen und den stürmischen Aussichten.

Cape Meares Octopus BaumHaystack Oregon Coast 02Kap reihte sich an Kap und Strand an Strand. Dazwischen gab es immer wieder flachere Abschnitte und Lagunen mit Fischerhäfen. Die Landschaft erinnerte oft an die Atlantikküste. Im Moment ist Krabbensaison und so gab es heute sowohl am Mittag wie am Abend Seafood. So richtig fangfrisch am Ufer des tosenden Meeres schmeckt das am Besten.

Statistik: 164 Meilen, 4:31h Fahrzeit, Übernachtung in Newport, OR

US Nordwesten – Tag 10: Lewis and Clark NP !

Hoh Rainforest - Moos TrailHoh Rainforest - MoosDer südöstliche Bereich des Olympic National Parc ist ganzjährig dem Pazifikwetter ausgesetzt und deshalb eines der regenreichsten Gebiete der USA. Im Hoh River Tal lässt sich dieser Regenwald besonders schön besichtigen. Die 20 Meilen lange Stichstrasse führt dem wildromantischen Fluss entlang und hat bereits den Charakter einer ‘grünen Hölle’. Links und rechts ist der Wald urchig und durch und durch mit Moosen und Farnen begrünt.

Hoh Rainforest - Gespengstisch...Hoh Rainforest - Moos NahaufnahmeIm Hoh Rainforest Visitor Zentrum begnügen wir uns bei Temperaturen unter Null mit dem kurzen Naturweg, welcher durch verschiedene Mooslandschaften führt. Gleich zu Beginn gibt es Fischotter zu beobachten, die sich auf Fischjagd begeben. Der Lernpfad erklärt gut die Fauna und Flora des Regenwaldes und die Wichtigkeit der fallenden Bäume, die Licht und Lebensraum für eine neue Baumgeneration schaffen.

Lachs im Hoh RiverHighway 101 SouthWir haben Glück und können gleich beim Besucherzentrum in einem kleinen Flüsschen noch zahlreiche Lachse beobachten. Die Tiere scheinen am Ende der Kräfte zu sein und können nur noch knapp die Strömung halten. Faszinierend wie diese ziemlich grossen Fische hier so zahlreich rumschwimmen und sichtbar bestes Futter für Vögel, Otter und andere Tiere abgeben. Anschliessend verlassen wir den Nationalpark und fahren auf dem Highway 101 weiter nach Süden durch eine eher uninteressante, durch die Forstindustrie geprägte Landschaft.

Panorama Columbia River Mündung am Cape Disappointment

PazifikküsteColumbia River SunsetSpannender wird es wieder im Cape Disappointment State Park. Die Landzunge ist der nördliche Abschnitt der Mündung des Columbia Rivers in den Pazifik und der Ort an dem die berühmte Lewis and Clark Expedition 1805 den Kontinent durchquert hatten. Der Park mit Leuchturm, Bürgerkriegsfort, Lewis und Clark Museum und einer wunderbaren Sicht auf die knifflige Flusseinfahrt gehört zu den verschiedenen Standorten des Lewis and Clark historischen Nationalparks. Mit einem schönen Sonnenuntergang fahren wir über die imposante Brücke welche den Columbia Fluss überspannt, nach Astoria und sind damit wieder im Bundesstaat Oregon. Morgen geht die Küstenfahrt erst so richtig los…

Statistik: 247 Meilen, 5:39h Fahrzeit, Übernachtung in Astoria, OR

US Nordwesten – Tag 9: Olympic NP !

Seattle Skyline auf der FähreMount Rainier im Morgenlicht von Seattle ausJede Stadt, die an der Küste oder an einem See liegt, sollte man mal aus der Wasseroptik anschauen. Seattle eignet sich sehr gut. Anstatt mit dem Auto rund um die Bucht zu fahren, nimmt man die Fähre und kriegt den wunderbaren Blick auf die Skyline kostenlos. Einzig mit den Panoramafotos ab einem fahrenden Schiff will es nicht so recht klappen. Die Fotobedingungen am frühen Morgen waren aber auch etwas schwierig. Sehr gefallen hat mir zum wiederholten Male der Mount Rainier, heute im Gegenlicht vor den Hafenanlagen.

Seattle Panorama

Hurricance Ridge und Olympic MountainsContainer Schiffe im Puget SoundAuf der anderen Seite des Puget Sound befindet sich die Olympic Mountains Halbinsel. Der grösste Teil der Gegend ist durch den Olympic Mountains National Park abgedeckt. Wir fahren auf der Hurricane Ridge Stichstrasse in den Park hinein und wieder mal rauf in den Schnee. Oben gibt es am heutigen Sonntag leider nur einen überfüllten Parkplatz wegen den vielen Schneesuchern aus tieferen Lagen. Die Blicke hinüber nach Kanada und auf die schneebedeckten Berge des Parkes lohnen den Aufwand aber trotzdem.

Rialto Beach Nord mit TreibholzCresent Lake am AbendWeiter geht die Fahrt via Port Angeles in eine ziemlich verlassene Gegend. Der Blick hinüber zum kanadischen Victoria erinnert mich daran, dass wir in wenigen Monaten sowohl die Nord- wie Südgrenze der USA gesehen haben. Das erklärt etwas den Meilenstand an unserem Fahrzeug. :smile: Die Strasse führt teils gerade, teils schön kurvenreich (wie am Crescent Lake) durch dicke Wälder.

La PushRialto Beach Süd Wir übernachten in Fork, jedem Leser der Twilight Saga ein Begriff. Mit unserer Tochter fahre ich deshalb noch die möglichen Schauplätze des Romans ab, welche zu ihrem Leidwesen keine Ähnlichkeit mit den Film-Schauplätzen haben. Trotzdem sehr eindrücklich und besuchenswert ist Rialto Beach. Das ist der richtige Vorgeschmack für die nun folgende über 1000km lange Küstenfahrt zurück nach Monterey.

Statistik: 222 Meilen, 5:37h Fahrzeit, Übernachtung in Forks, WA