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Der Belpberg – Loop !

Ich bin noch einen Tourenbericht vom letzten Donnerstag Abend schuldig. Ich wollte mal in eine neue Richtung fahren und so suchte ich im Internet eine Tour rund um und auf den Belpberg. Von Fahrten ins Berner Oberland kenne ich den abgeflachten Berg, aber mit dem Mountainbike habe ich ihn noch nie erkundet. Die Anfahrt führte entlang der Aare hinaus aus der Stadt Bern und danach über das Belpmoos und entlang der Gürbe nach Belp.

Auf Radwegen ging es weiter ins Gürbetal und schliesslich bei Heitere einen überraschend ruppigen Forstweg die Flanke des Belpberges hinauf. Schon bald zeigten sich auf der einen Seite steile und imposante Sandsteinwände und auf der anderen gab es wunderbare Blicke in Richtung Thun, Niesen und die Gantrischkette. Der Trail führte nun in einem Bogen nach Gerzensee und langsam wieder zurück nach Norden.

Leider war ich etwas unter Zeitdruck, so dass ich nicht mehr auf den Belpberg sondern nur nach Belpberg fahren konnte. Es ist schwierig auf dem Plateau einen klaren höchsten Punkt auszumachen. Bei Hohburg galt es für die Fahrt nach Belp zwischen der Diretissima oder dem Forstweg zu entscheiden. Ich wählte wieder einmal den direkten Weg und büsste sofort. Fast den ganzen steilen Treppenweg musste ich das Bike tragen…

Nach dem Überqueren der historischen Auguetbrücke ging es auf der nördlichen Aareseite zurück nach Bern. Dabei fiel mir einmal mehr die genial Lage des Muribades auf. Das wäre auch mal ein Ausflug wert.

Fazit: Der Belpberg hat wunderbare Aussichten zu liefern und es gibt einiges historisches (Ruine Chramburg, Pfaffenloch, Ruine Hohburg, Schloss Gerzensee) zu entdecken. Ich werde mit etwas mehr Zeit in der Tasche zurückkommen. Vielleicht gibt es ja dann noch einige versteckte Wege auf dem Berg zu erkunden.

Statistik: 41.8 km, ca. 566 Höhenmeter, Fahrzeit 2:34 h

Die Laufrunde in Bern !

Die heutige Laufrunde diente dem Verhindern muskulärer Dysbalancen im Rahmen einer gesamtheitlichen, polysportiven Trainingsplanung. Nee, natürlich Quatsch, ich habe schon seit längerem keinen Trainingsplan mehr. Trotzdem drehte ich in den letzten drei Wochen jeweils eine lokale Joggingrunde.  Laufen scheint wenn das allgemeine sportliche Training im Vordergrund steht einiges effizienter zu sein. Zudem lässt sich so das Verhältnis zwischen ‘Sport machen’ und ‘Sport schauen’ auf angenehme 1:2 drücken. ;-) Tatsache ist, dass ich im Sommer wenig Lust habe Biketouren des Trainings wegen zu fahren.

Die Laufrunde ist im übrigen nicht ohne und fordert mich als Nichtläufer ziemlich heftig. Zuerst geht es runter an die Aare, danach bis zum Steg vor dem Tierpark Dälhölzli und weiter durchs Marzilibad in die Matte. Ablenkung gibt es so auf der Strecke mehr als genug. Danach folgt das Schlussbukett mit der endlosen Treppe auf die Nydeggbrücke und als Dessert noch den Aargauerstalden zum Rosengarten hinauf.

Für die Mühe entschädigen touristische 1A Ausblicke auf die Berner Altstadt, den neuen Bärenpark und natürlich auf das Marzilibad. Heute waren bei heissen Temperaturen sehr viele Aareschwimmer unterwegs. Mir wurde wieder mal bewusst welche Freiheiten wir (beispielsweise im Gegensatz zur USA) geniessen. Wo kann man den sonst mit behördlichem Segen einen solchen Fluss runterschwimmen. Ich habe mir vorgenommen meine Kinder mal ins Aareschwimmen einzuführen. Für junge Berner und Bernerinnen ist das fast schon ein Initiationsritual.  Eine Mutprobe ist es in jedem Fall, denn wer den Ausstieg verpasst geht nur wenig weiter unten über die Schwelle…  :roll:

Statistik: 11.2 km, ca. 93 Höhenmeter, Laufzeit 0:50 h

PS: Ich trau der Statistik bzw. dem GPS in der Hosentasche nicht ganz, die Zeit scheint mir etwas sehr schnell zu sein. Die Strecke ist wohl eher bei 8km als bei 11km.

Die Tour um den Wohlensee !

Heute wollte ich unbedingt Abends eine kleine Tour fahren, schliesslich bieten die langen Tage dazu ideale Voraussetzungen. Leider hatte ich wenig Zeit und so lud ich ohne grosse Kontrolle die Tour Wohlensee auf das GPS und fuhr los. Ich hätte mir denken können, dass der Wohlensee erstens etwas lang für eine Feierabendrunde ist und zweitens das Gelände doch ziemlich hügelig ist. 1. Lehre – Die Tour von Bern aus zuerst in Richtung Nordufer fahren, dann ist auch der einzige kritische Abschnitt bei Wohlei fahrbar.

Am Südufer gibt es schöne Ausblicke auf den Wohlensee. Leider führt der Track durch Bern West und generell über viele Strassen. Als Entschädigung gibt es aber auch einige saftige Höhenmeter, geht es doch immer wieder runter ans Wasser und rauf auf die Ebene. Leider musste ich mich bei einer Stelle noch durch tiefen Kuhmatsch kämpfen. Mit schon ziemlich müden Beinen erreichte ich endlich den Umkehrpunkt, das Kraftwerk Mühleberg.

Danach beginnt der bessere Streckenabschnitt. Der Rückweg nach Bern führt meistens entlang des Aareuferweges. Dieser relativ breite Kiesweg sollte aber nur zu Randzeiten und keinesfalls am Wochenende befahren werden. Die zahlreichen Fahrverbote lassen sich nicht anders interpretieren. In vielen Kehren windet sich die Aare in Richtung Bern und der Weg wird länger und länger. Die Gegend strotzt nur so von kulturhistorischen Bauten und Sehenswürdigkeiten. Leider hatte ich keine Zeit die vielen Schautafeln zu lesen.

Wäre es nicht schon nach 21 Uhr gewesen und hätte ich nicht so gefroren (es war kaum über 18°C), wäre ich sicher noch bei einem der Restaurants am Aareufer eingekehrt. Doch so gab ich einfach nur den Drang nach Vorne und ich wollte möglichst vor der Dunkelheit zurück sein. Mit über 50km und fast 900Hm war das Ganze doch etwas schwerer als gedacht. Die Tour hat mir wieder einmal eine bekannte Gegend aus einer völlig unbekannten Perspektive gezeigt. Es ist schon erstaunlich an welchen Natur- und Kulturschätzen man auf der Autobahn achtlos vorbeifährt…

Statistik: 51,1 km, ca. 880 Höhenmeter, Fahrzeit 2:48 h

Der erste 29er Plattfuss !

Also ein Plattfuss bei einem 29er Rad sollte sich eigentlich nicht gross von einem normalen Mountainbike-Platten unterscheiden. Heute Abend war es ein wenig anders. Kaum fünf Minuten auf der Feierabendrunde, gab es hinten einen lauten Knall und nach einer Vollbremsung fuhr ich schon auf den Felgen. Ein riesiger rostiger Nagel hatte den Reifen und den Schlauch gleich doppelt durchbohrt und auch das Felgenband nicht unbeschädigt gelassen. Nerv…  :sad:

Anstatt zu fluchen setzte ich mich mit dem Rad ans Emmeufer und atmete einige Male tief durch. Zum Glück gehe ich immer voll ausgerüstet auf die Runden. Nach 10 Minuten war der Schlauch gewechselt und der Reifen aufgepumpt. Wahrscheinlich ist der Reifen aber nicht mehr für mein Tubeless Experiment zu gebrauchen. Das ist sehr ärgerlich. Es gibt für ca. 20 CHF bei Veloplus Tubelessreifenreparaturkits, aber das lohnt sich wohl kaum.

Ansonsten war die Tour warm (min. 26°C), die Trails bereits sommerlich überwuchert, die Entlein frisch und niedlich und die Hafenbar in Solothurn gut besucht. Problematisch war erneut der extrem hohe Chitin-Anteil pro m3 Luft, welcher die Sauerstoffzufuhr stark reduzierte weil der Mund geschlossen gehalten werden wollte.  :grin: Der Verursacher der Reifenpanne wurde am Ende der Tour auch noch gefunden. Beim Ersatz der alten Balken des Fussweges über die Emmebrücke ist wohl ein Nagel auf den darunterliegenden Trail gefallen.. Pech!

Statistik: 42 km, ca. 211 Höhenmeter, Fahrzeit 2:03 h

Die Solothurn Kantonsgrenze – Tour (Teil 3) !

Zum Abschluss der Bikesaison in der Schweiz habe ich gestern nochmals einen weiteren Teil der Kantonsgrenze Bern – Solothurn abgefahren. Bei schwülem Gewitterwetter dauerte die Anfahrt über den Buechibärg 15km bis ich den Rest der Grenze runter an die Aare fahren konnte. Gleich zu Beginn geht es im Mülirain bei Gossliwil wieder schön im Zick-Zack der Kantonsgrenze entlang, die sich aber im Wald nicht zeigen will. Dafür kämpfe ich mich wieder einmal durch einen Pfad mit mannshohen Brombeeren und Brennesseln.

Erst bei Bibern zeigt sich der erste Grenzstein für ein gemeinsames Foto mit dem Mountainbike. Rauf und runter geht es gegen Osten durch den Lochgraben und dann entlang des Leuzingenwaldes bis zur Kiesgrube bei Lüterkofen. Hier geht mir etwas die Puste aus und ich muss auf einen meiner abgelaufenen Notriegel im Rucksack zurückgreifen, um wieder etwas zu Kräften zu kommen.

Im Wald bei Bibern hat es erstmals keine Grenzsteine mehr, sondern Grenzbäume. Alle 15m ist in leuchtender Farbe das Solothurner Wappen an die Bäume gesprayt. Ein Wanderwegweiser zeigt mitten im Wald exakt die Kantonsgrenze an und wieder gibt es schön Schweizerisch je einen bernischen und einen solothurnischen Wanderwegkleber an der Stange zu bestaunen.

Endlich zieht die Grenze gegen Norden und der Blick kann über das weite Aaretal und den Jura streifen. Rassig fährt es sich runter an die Aare. Ab hier verläuft die Grenze für einige Kilometer in der Mitte des Flusses. Angesichts der Gewitterwolken kehre ich um und fahre entlang der Aare nach Solothurn. Das verdiente Tourenbier gibt es an der Hafenbar in den Kantonshauptstadt.

Damit habe ich die Kantonsgrenze südlich der Aare abgefahren. Ich habe viele neue Orte gesehen und schöne Wege befahren. Der Nordteil wird nun mit dem Jura eine echte Herausforderung. Mal schauen, ob ich im 2010 Lust dazu habe. Eines ist sicher, die Grenzsteine von 1764 werde auch in zwei Jahren noch an ihrem Platz stehen!

Statistik: 53.8 km, ca. 512 Höhenmeter, Fahrzeit 2:35 h

Der Winterabendloop !

Winterliche Wolkenformationen über AttisholzBike in der WinterabendsonneHeute war ein sehr büro- und computerlastiger Tag und ich wollte noch etwas aktives tun. Als ich auf der Heimfahrt mit dem Auto die frische klare Luft, die speziellen Wolkenformationen, die tiefe Sonne und die vereinzelten Schneegestöber sah, war der Entschluss rasch gefällt. Ab aufs Bike mit einer Doppelschicht Kleider und raus in die Natur. Der Boden war bereits hart und so freute ich mich über eine flüssige Trailrunde entlang von Emme und Aare.

Winterliche Emme im SonnenlichtErstaunlich wie lange es nun schon wieder hell ist. Trotz Sonnenuntergang konnte ich die zweite halbe Stunde der Tour ohne Licht fahren. Erst kurz vor zu Hause musste ich wegen dem Autoverkehr die Lampen am Mountainbike einschalten. Ich freue mich auf die Zeitumstellung. Danach sind abendliche Touren wieder problemlos möglich, ohne dass man bereits um 1630 Uhr aus dem Büro muss. Heute war ich richtig guter Stimmung! Was für ein Unterschied eine Stunde so zu biken gegenüber den stündigen Indoor-Spinning Sessions der letzten Tage.

Statistik: 23.1 km, ca. 141 Höhenmeter, Fahrzeit 01:00 h

Der Sonnen – Loop !

Emmenspitz in der FebruarsonneJura bei strahlendem SonnenscheinNach einer durchzogenen Woche, gab es heute den ganzen Tag nur strahlender Sonnenschein. Da kommen bereits erste Frühlingsgefühle auf. Obwohl ich eigentlich keine Zeit hatte, fuhr ich eine rasante Feierabendrunde nach Wangen an der Aare und zurück. Bei der Hinfahrt musste ich alles geben um den 25 km/h Schnitt in etwas halten zu können, blies die Bise doch fürchterlich ins Gesicht. Die Belohnung kam auf dem Rückweg. Die Tour war ein würdiger Abschluss dieser Arbeitswoche – Sonnentanke pur – ein Sonnen – Loop!

Statistik: 26km Distanz, ca. 89 Höhenmeter, 01:03h Fahrzeit

Die Saunafahrt !

Entenpärchen am EmmenspitzEmmenspitz zu Winterszeit ! Diese Wochenende war so richtig polysportiv. Skifahren, Schwimmen, Wellness, Biketour und heute nochmals ein Saunagang. Der Sonntag fing trüb an und so stieg die Lust einige Stunden im Saunapark des Sportzentrums Zuchwil zu verbringen. Um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, fuhr ich die kleine Runde zum Emmenspitz. Verlassen und grau liegt die Natur da. Wer den Blick für die Details hat, erlebt trotzdem viele schöne Dinge, seien das turtelnde Entenpärchen oder schöner Schilf.

Schöneheit im DetailFinnenbahn beim Sportzentrum ZuchwilBeim Sportzentrum sah ich erstmals die Finnenbahn im Wald und ich werde sie sicher mal im Sommer austesten. Während die Kinder sich im Hallenbad vergnügten, genoss ich die verschiedenen Saunen. Zusätzlich schwamm ich noch 30 Minuten wie bereits am Samstag, was mein Rücken sicher verdankt! Nach dem Mittag war es dann etwas überfüllt und ich machte mich bei Sonnenschein auf den Rückweg, der Emme und Aare entlang. Dabei konnte ich noch zwei Geocaches heben, die schon allzulange auf der Liste standen. Vor lauter Spaziergänger liess sich kaum eine Minute finden, um an den Verstecken zu hantieren. Das Sonntagswetter zog halb Solothurn an das Aareufer.

Statistik: 20.7 km, ca. 107 Höhenmeter, Fahrzeit 1:06 h, 2 Geocaches (Aareblick und 1. Magic Aarecache)