Beiträge mit dem Stichwort - bantiger

Die Feierabendgruppe 2010 !

Nach über zwei Jahren konnte ich heute wieder einmal an der Feierabendgruppe von Bike Bern und dem Veloladen Leuthold teilnehmen. Um 1830 trifft man sich vor dem Laden in Zollikofen. Remo führt dabei immer noch die Touren an und auch der Anspruch hat sich nicht geändert. Es gilt mittels verbalem Tiefstapeln die letzten Kraftreserven zu mobilisieren um die besten Trails der Region abzufahren. So fand ich mich mit meinem Hardtail inmitten der Federwegfraktion in der ‘schnellen’ Gruppe wieder, welche ‘gemütlich’ via Schwarzchopf auf den Bantiger fuhr… Locker bleiben hiess die Devise und so blieb die 8er Gruppe den ganzen Abend ziemlich kompakt zusammen. Mit der beliebten ‘Augen zu und runter’ – Technik konnte ich auch abwärts bis auf einige fiese Treppenstufen mit der Gruppe mithalten. Ausgepowert kehrten wir zu später Stunde noch im Restaurant zur frohen Aussicht ein und genossen eine grosse Portion Rösti und das verdiente Bier.

Fazit: Das hat wieder mal extrem Spass gemacht. Nur schade, dass ich nicht öfters dabei sein kann. Wer es etwas ruhiger angehen lassen will kann übrigens in der anderen Leistungsgruppe mitfahren! An dieser Stelle und in Zusammenhang mit der Feierabendgruppe sei noch auf einen neuen Bikeblog hingewiesen: Patricks Bike Blog!

Statistik: 45,7 km, ca. 956 Höhenmeter, Fahrzeit 3:22 h

PS: Fotos gibt es keine, in den wenigen Halts ist jeder damit beschäftigt möglichst rasch einen Riegel einzuschieben um für den nächsten Anstieg fit zu sein… ;-)

Die Bantiger Tour (Teil 2)

BantigerantenneReifer WeizenHeute ist vielleicht der bisher schönste Tag in diesem Jahr und damit die Gelegenheit gleich zwei Versprechen einzulösen. Erstens die Bantiger Tour zu Ende zu fahren und zweitens mal im Sommer und nicht im Januar mit dem MTB zur Arbeit zu fahren. So liess ich um 1530 den Hammer fallen und setzte mich aufs Bike. Die Anfahrt führte auf den Spuren des Bantiger Loops über den Ostermundigenberg bis rauf zur Antenne (947m). Oben angekommen war ich bereits  ziemlich kaputt. Der Blick auf den Tacho zeigt warum: 15 Km, 660 Hm und dies praktisch alles auf Singletrails.

Blick auf die Strafanstalt ThorbergGratrail bei Krauchthal 01Kurz die fantastische Aussicht genossen und dann weiter dem GPS-Track der Bantiger Tour entlang. Bei der Abfahrt musste ich noch durch die Dornenhölle – überhaupt war die heutige Tour eine TorTOUR von Brennesseln, Mücken, Zecken und Dornen. Es folgte das Highlight der Tour, der Grat runter von der Chlosteralp nach Krauchthal (582m), hoch über dem Lindental. Wie es Gratwege so an sich haben, werden sie immer schmaler, der Grat immer gratiger und der Abgrund links und rechts immer tiefer.

Grattrail bei Krauchthal 03Grattrail bei Krauchthal 02Wer sein Bike und sich gerne hat und beim Blick in den Abgrund komische Bewegungen auf dem Bike macht, steigt bei einigen Passagen lieber ab. Richtig gefährlich wird es nie, schliesslich hat es Fixseile.  ;-) Vor Krauchthal gibt es wunderbare Ausblicke auf den Thorberg, der Strafanstalt wo die Gefangenen noch im Sand-Steinbruch arbeiten. In der Sandsteinfelswand gibt es zudem zwei in Höhlen eingelassene Häuser, den Fluehüsli. Den Bewohnern fährt man durch den Garten. Speziell!

V-förmiger Pfad in der Nähe BurgdorfFluehüsli bei LindentalDoch die Tour führt noch zweimal nach oben, zuerst auf den Zimmerberg (714m). Danach folgt eine magische Abfahrt in einem dieser für die Gegend typischen V-Wegen – Monsteranlieger inklusive. Zum Schluss geht es denn Pleerwaldtrail hoch und dann runter nach Burgdorf zum verdienten Bier.

Fazit: Die Tour ist wegen dem Grattrail ziemlich anspruchsvoll (schwarze Route auf der Singletrail Map) und sollte keinesfalls bei nassen Verhältnissen gefahren werden. Teil 1 und 2 zusammen braucht dann schon einiges an Kondition! Die Strecke selber ist aber über weite Teile auf Strässchen und die kritischen Abfahrten lassen sich auch umfahren. Mir gefielen speziell die abwechslungsreichen Passagen und die spannende Geschichte der Region.

Statistik: 53.2 km Distanz, ca. 1073 Höhenmeter, 03:45h Fahrzeit

Der Bantiger Loop !

Bantiger FeierabendgruppeHeute Abend konnte ich wieder einmal vom Wissen der ‘Locals’ Mark und Remo profitieren. Anlässlich der Feierabendgruppe fuhren wir eine sportliche Tour über den Ostermundigenberg – Ferenberg – Bantiger und zurück zum Wankdorf. Auch heute genoss ich es einfach mitzufahren. Zudem hatten wir ziemlich Tempo drauf, was den Spass noch etwas erhöhte… und es regnete nicht!

Bantiger - Schlechtes Wetter im AnmarschMark packte nebst massig Singletrails noch einige Fahrtechnikpassagen in die Tour wie steile Anstiege, zwei kleinere Stufen, einige Treppen, darunter eine echte Treppenherausforderung bei Rüti sowie natürlich der Start auf dem Bantiger, mit einer ziemlich steilen Rampe. Trotzdem kein Vergleich zur Rutschpartie vom Wochenende im Jura.

Gerne mache ich etwas Werbung für die Feierabendgruppe und hoffe, dass es noch etwas mehr Teilnehmer werden. Nur Mut! Mehr Infos auf Bike-Bern.

Statistik: 25.4 km, ca. 723 Höhenmeter, Fahrzeit 1:55 h

Das Schneebiken !

Schneebiken VorderradSchneebiken SeiteVorgestern konnte ich auf meiner Bantiger – Tour ein paar schöne Bilder zum Thema Schneebiken machen und die möchte ich den Lesern hier nicht vorenthalten. Die Beschaffenheit (rauh) und Tiefe (10 cm) des Schnees war so gut, dass ich über verschneite Feldwege und offenes Gelände fahren konnte. Dank einer festgestampften Spur war es zeitweise sogar in tieferem Schnee möglich, verlangte jedoch erhebliche Steuerkünste am Mountainbike. Wenn die Räder mit Schnee gefüllt sind, merkt man schnell, wieso Mehrgewicht an rotierenden Massen grosse Auswirkungen haben. Die Beine sind beim Schneebiken gefordert, zudem braucht man eine gewisse Geschwindigkeit und einen runden Tritt, damit der Hinterpneu den Gripp behält.

Schneebiken SonneSchneebiken FrontMit den Nobby Nics bin ich auch im Schnee zufrieden. Bergrunter fährt es sich durch den Schnee sehr gut. Ich spielte schon mit der Absicht mir für den Winter Spike Reifen zuzulegen. Angesichts des spärlichen Schnees der letzten zwei Jahre dürfte sich dies aber kaum lohnen. Zudem bringen die Spike Reifen nur bei speziellen Verhältnissen einen Mehrwert. Schade eigentlich, dass wir nicht mehr zugeschneite Landschaften haben, den Schneebiken ist echt schön, Natur pur, schult die Fahrtechnik und die Kondition.

Die echten Profis im Schneebiken findet man übrigens bei den Alaska – Bikern auf dem Blog: Bycicles und Icicles!

Die Bantiger Tour (Teil 1) !

Linde Ersigen im WinterLinde Ersigen - Blick auf den JuraNachdem ich am Samstag mein Mountainbike glänzend putzte, hatte ich wenig Lust es gleich wieder einzusauen. Heute sah es besser, weil es kälter war. Als protestantischer Berner kann ich dem komischen Katholikenbrauch mit dem Namen ‘Fasnacht’ gar nichts abgewinnen und so musste ich meine Kinder und meine Frau nicht an den Solothurner Umzug begleiten und hatte den Nachmittag frei für eine längere Biketour (DANKE!). Als Inspiration habe ich mir die Tour Bantiger I von GPS Tracks auf mein GPS Gerät geladen. Bereits auf der Anfahrt musste ich einen ersten Abstecher zu den Linden oberhalb Ersigen machen, um einen Microcache mit dem Namen ‘Jurablick‘ zu heben. Und tatsächlich, der Blick über das Mittelland zum Jura war es wert.

Färnstuhöchi Trail erster AbschnittFärnstuhöchi Trail zweiter AbschnittWeil ich nun bereits auf der richtigen Seite von Burgdorf war, wollte ich den Färnstuhöchi Trail einmal im Winter fahren und war wiederum begeistert. Was für eine flowige Strecke hinunter nach Burgdorf. Ich kann meine Fahrtechnik mittlerweile daran messen wie oft ich auf diesem Trail wegen Treppen oder Spitzkehren absteigen muss. Diesmal kam ich mit dreimal Absteigen durch. Weiter ging die Anfahrt zur Tour bis nach Hasle (571m) und so hatte ich bereits 20km in den Beinen vor dem eigentlichen Startpunkt.

Winterlandschaft bei SchwandBlick auf den Bantiger - WinterzeitGleich zu Beginn offenbarte sich der Charakter der Tour. Auf einem kleinen Strässchen stieg es gleich steil an und der Aufstieg hörte bis auf über 900m nicht mehr auf. Meist asphaltiert führte die Strecke hoch über dem Biembachtal via Schwand (830m) nach Diepoldshuse (850). Links und rechts des meist trockenen, gelegentlich aber auch sehr vereisten Wegen eröffnete sich eine grandiose Winterlandschaft. Es war einfach fantastisch !

Thorberg im WinterWinterwaldNach Diepolshuse fuhr ich über zugeschneite Feldwege, der Schnee war ideal zum Schneebiken. Weit in der Ferne zeigte sich das Tourenziel mit dem Bantiger. Doch dazwischen liegt das Lindental und so werden auf einem abenteuerlichen Weg mit kurzen Schiebepassagen die mühsam erkämpften Höhenmeter wieder vernichtet. Langsam fühlten sich meine Beine mit den Wanderschuhen und den vielen Lagen Kleider etwas müde an. Da ich nicht gleich eine 100km Tour im Februar hinlegen wollte, brach ich die Tour hier ab und fuhr via Krauchthal – Underbärgetal, an der Strafanstalt Thorberg vorbei, alles auf der Hauptstrasse retour nach Burgdorf und dann der Emme entlang nach Hause.

Bantiger Tour Höhenprofil Teil 1Bantiger Tour Google Maps Teil 1Gegen Ende wurde es richtig hart und ich hatte nur noch wenig Augen für die Natur. Vielleicht hätte ich doch etwas zum Mittag essen sollen. Die warme Badewanne vor Augen, fuhr ich trotzdem zügig nach Hause.

Fazit 1. Teil: Die Tour führt fast ausschliesslich über Asphaltsträsschen oder Waldwege und ist gut fahrbar. Ideal für den Winter wenn es wenig Schnee hat. Die Sicht war genial. Bei der nächsten Gelegenheit nehme ich mal den 2. Teil in Angriff. Schliesslich warten immer noch die Bantigertrails!

Statistik: 70.8km Distanz, ca. 973 Höhenmeter, 04:05h Fahrzeit, 1 Geocache

Der Bantiger !

Bantiger Loop Google MapsBantiger Loop HöhenprofilIch habe heute morgen tatsächlich immer noch ein wenig Muskelkater in den Waden. Schuld war die Bantigertour vorgestern Mittag. Der Grund dürfte weniger der Aufstieg auf 947m, sondern die vielen Treppen bis zur Aussichtsplattform gewesen sein. Die Tour war wirklich schön und so gibt es hier noch das Höhenprofil und die Google Map nachgeliefert.

Panorama Jura Aussichtsplattform Bantiger

Die Antenne von NaheDer Bantiger war früher eine Hochwacht des alten Berns. Mit Feuer- und Rauchsignalen konnte innert drei Stunden der ganze Kanton, der damals vom Genfersee bis zum Rhein reichte, alarmiert werden und zwei Stunden später war der Landsturm bereits auf den Sammelplätzen. Als dann 1798 die Franzosen einmarschierten, halfen die Hochwachten trotzdem nichts mehr.

Blick von der Aussichtsplattform zum BikeAuch heute wird die markante Anhöhe über Bern von Swisscom broadcast zur Signalübertragung gebraucht. Der Turm verbreitet Radio- und Fernsehsignale für rund 1 Mio Einwohner und ist einer der wichtigen Knoten im Datennetzwerk der Swisscom. Der 190m hohe Turm ist ein technisches Meisterwerk und die Aussichtsplattform auf 33m Höhe bietet grandiose Rundumsicht. Mehr Informationen gibt es in diesem Flyer. Rund um den Bantiger scheint es sehr viele Singletrails zu geben und ich werde in Zukunft noch einige davon erkunden und dann hier berichten.

Wer also noch nie dort oben war oder immer nur in der Nacht die Antenne auf der A1 rot blinken sieht: Einen schönen Tag aussuchen und rauf auf den Bantiger!

bike@work – Der Mittagsloop !

Der Bantiger !Schöner Weg rauf zum BantigerVor einer Woche gab es bike2work, diese Woche bike@work. Weil mein Auto in Reparatur ist, habe ich einen Renault Kangoo als Ersatzwagen. Hier kann man das Mountainbike ganz reinstellen und so nahm ich es heute mit zur Arbeit. In einer etwas längeren Mittagspause fuhr ich via Ostermundigen – Deisswil (550m) – Flugbrunnen – Ferenberg auf den Bantiger (947m). Schon bei der ersten Steigung stellte ich fest, dass ich viel zu viele Kleider trug. Die Temperatur war bestimmt über 10°C. Es kam richtige Frühlingsstimmung auf und ich genoss jeden Meter.

Der Sendemast auf dem BantigerBantigertrail Quer über die WieseBei der Antenne angekommen, konnte ich unter verschiedenen Trails wählen. Ich entschied mich für den Trail die Treppe runter in Richtung Ferenberg – Stettlen. Es machte grossen Spass. Dieser Singletrail ist aber nichts für Treppen- und Wurzelhasser. Die Treppen selber konnte und wollte ich nicht runterfahren. Ich hoffe mein Fahrtechnikkurs im Mai nimmt mir etwas den Respekt vor steilen und längeren Naturtreppen. Dazwischen gab es dafür immer wieder herrlich fahrbare kurze Abschnitte.

Bantigertrail TreppenAlpenpanorama auf dem BantigerFazit: Die beste Mittagspause seit langem! Der Bantiger ist der ideale Berg um an so einem schönen Tag das umwerfende Panorama zu geniessen. Bike@work ist definitiv besser als bike2work. Ich muss wohl mein Hardtail am Arbeitsort einlagern. Übrigens: Was für ein Januar… ;-)

Statistik: 21.8 km, ca. 568 Höhenmeter, Fahrzeit 1:25 h