Beiträge mit dem Stichwort - china

Der Rückflug !

Beijing Terminal 3 - EingangBeijing Terminal 3 - AbflughalleKurz vor dem Rückflug aus China bleibt noch Zeit für einen kurzen Beitrag aus der Lounge. Der Wetterbericht sieht gut aus und meine Bikesaison dürfte trotz Jetlag am Samstag so richtig starten. Heute hatte ich noch kurz die Gelegenheit den neuen Terminal 3 am Beijinger Flughafen zu besichtigen. China lebt nach dem olympischen Prinzip ‘Grösser, Schneller, Weiter’, so auch mit diesem Terminal. Es ist ein architektonisches und technisches Meisterwerk mit dem grössten Dach der Welt – Beeindruckend!

Beijing Terminal 3 - AussensäulenBeijing Terminal 3 - BahnhofDie Fotos zeigen aber auch, dass es heute in Beijing wieder olympische Smogwerte gab. Sichtweite wie bei uns im Herbst an der Aare! Obwohl dies ein Mountainbikeblog ist, werde ich nächste Woche noch drei Beiträge zu China posten. Quasi als Rückblick auf meine Aufenthalte hier, als Ausblick auf die Olympiade diesen Sommer und um über einen kleinen Ausflug von Gestern in die Provinz Hebei zu berichten.

Dann wünsche ich mir selber mal einen guten Flug!

Ich verpasse den MTB – Saisonstart !

Chinaflagge im heftigen WindIch sitze hier in Beijing in einem Hotel und arbeite. Nach der regenreichen und bikelosen Zeit habe ich das komische Gefühl, den MTB Saisonstart zu verpassen. Die Zeichen:

  1. Samstag und Sonntag habe ich meine Frau beim täglichen Telefon zweimal auf dem Bike erreicht. Ein untrügliches Zeichen für sehr gute Verhältnisse.
  2. Die Zugriffszahlen auf meinen Blog sinken in den Keller, ein Beweis, dass die Mountainbiker auf den Trails sind und nicht vor dem Computer.
  3. Mein Feedreader quillt über von wunderbaren Tourenberichten. Beispiele: Beat, Seppibucher, Znuk, Vazifar, Blaubär, Trailblazer

Vielleicht mag der eine oder andere nun denken, dass ich froh sein sollte in China arbeiten zu können! Doch nachdem ich nun zum 9. Mal hier bin, notabene ohne Zeit für touristische Aktivitäten zu haben, ist dies weniger lustig als mancher denken mag. So freue ich mich auf die Rückkehr zur Familie und auf die ersten kurz-kurz Biketouren!

Im fernen Osten !

Nun, zum vorläufig letzten Mal in näherer Zukunft bin ich in China. Deshalb kurz mal Blogpause! By the way: Es regnet und in Beijing regnet es eigentlich nie.

Wieder in der Schweiz !

Mein Name auf Chinesisch !

Nach einem langen Flug bin ich zurück auf heimischen Boden. Nach vielen Reisen nach China erscheint mir das Land nicht mehr so fremd wie früher. Obwohl ich der Chinesischen Sprache kaum mächtig bin, habe ich nach nunmehr 7 Reisen ein Stück Heimat gefunden. Das erste Mal sah ich noch hinter jedem Chinesen einen Kommunist oder ein Spitzel des Chinesischen Staates. Doch mit der Zeit wurden die fremden Gesichter zu Menschen und kurz darauf zu Freunden. Wir sind alles Menschen und beim gemeinsamen Bier gibt es immer gemeinsame Themen. Diese sind überall gleich und reflektieren die Maslovsche Pyramide der menschlichen Grundbedürfnisse. Schutz, Fortpflanzungen, Nahrung und einiges mehr. Entsprechend findet man immer den kleinsten gemeinsamen Nenner. Sei es auch nur in Männerrunden über das weibliche Geschlecht zu philosophieren.

Trotzdem bleibt vieles unergründlich. Ein Beispiel ist die Chinesische Schrift und damit ein Teil des Chinesischen Denkens. Im obigen Bild steht mein Name auf Chinesisch. Die Schriftzeichen sind und bleiben fremd und damit auch die Kultur. Die Faszination bleibt und ich bin dankbar diesen kulturellen Austausch erleben zu dürfen. Wie langweilig ist es doch alleine auf die Deutschschweizer Kultur fixiert zu sein. Welch ein Privileg die Welt aus dem Blickwinkel anderer Erdenbewohner erleben zu dürfen.

Der letzte Tag in Beijing !

CCTV Tower im BauMorgen geht es zurück in die liebe Schweiz und das nicht ungern. Natürlich ist Reisen immer interessant, doch beruflich ist das nicht so wunderbar, wie es aus der Ferne aussehen mag. So kehre ich morgen gerne zu meinen Lieben zurück, um gemeinsam die Vorweihnachten zu geniessen. Einzig das Wetter scheint in der Schweiz etwas garstiger als hier zu sein.

Live Band im CJW BeijingWas habe ich heute in Beijing nach getaner Arbeit gemacht ? Bei der Fahrt quer durch die Stadt zurück ins Hotel musste ich einmal mehr über die rege Bautätigkeit staunen. Die Hochhäuser sind meist architektonisch interessant, einige umwerfend. Ein Beispiel ist der neue CCTV (Chinesisch staatliches Fernsehen) Tower. Die beiden Häuser sind über alle Achsen schief gebaut und täuschen das Auge von jeder Seite. Im Moment wir in luftiger Höhe die Verbindung zwischen den Pfeilern gebaut. Faszinierend.

Hard Rock Café in BeijingBuffet in China - Sushi EckeProfitiert habe ich nochmals von einem asiatischen Buffet, das zum relativ kleinen Preis alles bietet was der Magen begehrt. Ich ziehe speziell die Dinge vor, die in der Schweiz schwierig zu bekommen sind oder dann zu einem unbezahlbaren Preis. Die Rede ist von Suhsi, Meeresfrüchten in allen Variationen, Fisch, Chinesische Dim-Sum usw. Auf dem Foto ein Ausschnitt aus der Sushi Ecke (man beachte die Samichlausmützen… Das ganze Personal trägt die…). Und natürlich bin ich wieder in einem neuen Hotel und damit gibt es einen neuen Fitnessraum. Mit Blick auf die untergehende Sonne habe ich ein grosses Programm gemacht und das viele Essen der letzten Wochen versucht abzutrainieren.

The Place - Beijing - LED HimmelEin weiteres Fitness in BeijingZum Schluss folgte ein verdienter Ausgang in Beijing. Nicht ins naheliegende Hard Rock Café sondern zum The Place, dem grössten LCD Bildschirm der Welt (mehr Infos)! Ein riesiger Platz ist überspannt mit einem LCD Bildschirm – Himmel, über den verschiedene Computer – Animationen flimmern. Hier ist alles grösser, neuer, höher und weiter. Zum Ende dann noch ein Glas im CJW (=Cigar, Wine and Jazz!), einer Bar mit wirklich guter Live – Musik – Empfehlenswert!

8. Tür – Die Mandarinen !

Das 8. Türchen !Chinesische Mini-MandarinenWie kaum ein anderer Gegenstand verkörpern für mich Mandarinen die Adventszeit. Natürlich wären da noch die ‘Spanischen Nüssli’, aber diese sind eben nicht halb so erfrischend wie Mandarinen. Immer wieder ärgere ich mich in der Schweiz über mindere Qualität! Entweder sind die Dinger nach 2 Tagen verfault, oder sie sind sauer wie eine Zitrone, oder ausgedörrt, oder gespickt mir riesigen Kernen. Welche Wohltat sind deshalb die zarten, saftigen, süssen und kräftigen Mini-Mandarinen, die es hier in China gibt. Noch mit den Blättern am Stiel, schmecken diese ca. 5 cm grossen Früchte wie direkt vom Himmel.

Die 3 Winterpokal – Punkte !

Laterne entlang des JoggingpfadesNach einem langen Tag in einem Seminarraum wollte ich heute Abend noch etwas für die Fitness und den Winterpokal tun. Doch zuerst musste ich ein typisch Chinesisches Nachtessen überstehen. Das geht so: 1800 – 1915, 2 Zehnertische, 1 Ausländer, 3 Gläser harten Reis-Schnaps, 3 Gläser Bier zum Spülen. Die Chinesen trinken etwas mehr, ich versuche etwas mehr zu essen. Einer kommt zu spät an den Tisch und muss erstmals vor dem Essen drei Schnapsgläser runterschütten. Das ist Gemeinschaftssinn auf Chinesisch!

Während die Chinesen mit roten Köpfen früh ins Bett gehen, ziehe ich mir drei Lagen an und trete hinaus in die -1°C kalte Nacht. Da es weder einen Fitnessraum noch sonst etwas gibt, bleibt nur Joggen. Ich beginne auf dem Gelände meine Runden zu drehen.

  • Runde 1+2: Ich will sterben. Schnaps und Essen kommen hoch, die Beine sind wie Blei, das Herz pocht im Kopf, das Hirn jammert ‘Du spinnst!’. 2 Runden = 11 Minuten – ich bin viel zu schnell.
  • Runde 3+4: Langsam komme ich in den Rhythmus, im Kopf schwirren die Gedanken, es ist hart!
  • Runde 5: Halbzeit !
  • Runde 6+7: Es läuft von alleine. Ich atme die frische Luft und geniesse die Nacht. Der Alkohol ist verflogen, ich fühle mich gut!
  • Runde 8+9: Auf dem iPod läuft 5* Musik aus meiner Sammlung. Zu Faithless, ‘Träne’ und Robbie Williams laufe ich durch die Dunkelheit. Die Chinesen denken ‘Der spinnt!’.
  • Runde 10: Ich überlege mir noch 20 Min anzuhängen, lasse es aber sein und lege dafür in der letzten Runde noch ein Spurt hin. Ich bin stolz. Der Wille hat gesiegt!

Statistik: 10.3km, 01:07 h, 3 Punkte!

Die Chinareise !

Mao Portrait zum Eingang der Vebotenen StadtEin weiteres Mal bin ich für zwei Wochen beruflich in China. Als Konsequenz wird hier erstens weniger gebloggt und wahrscheinlich gibt es auch weniger Winterpokalpunkte. Dafür freue ich mich wieder auf das chinesische Essen und etwas weniger auf den permanenten Beijing Grossstadtsmog. Mal schauen, vielleicht gibt es den einen oder anderen Beitrag zu Land und Leute. In Sachen MTB ist China ja weiterhin tiefste Provinz. Angesichts der Topkomponenten und -rahmen die dort produziert werden, sollte es eigentlich eine riesige Bikecommunity geben, aber wer Geld hat, steigt lieber aufs Auto um. Körperliche Ertüchtigung mit dem MTB wird dort noch nicht als ‘Freizeit-Luxus’ erlebt.

Der Flug ist diesmal via Paris mit Air France und ich scheine glücklicherweise ein Zwischenstreik-Fenster erwischt zu haben. Gute Reise wünsch ich mir…