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Der erste 29er Plattfuss !

Also ein Plattfuss bei einem 29er Rad sollte sich eigentlich nicht gross von einem normalen Mountainbike-Platten unterscheiden. Heute Abend war es ein wenig anders. Kaum fünf Minuten auf der Feierabendrunde, gab es hinten einen lauten Knall und nach einer Vollbremsung fuhr ich schon auf den Felgen. Ein riesiger rostiger Nagel hatte den Reifen und den Schlauch gleich doppelt durchbohrt und auch das Felgenband nicht unbeschädigt gelassen. Nerv…  :sad:

Anstatt zu fluchen setzte ich mich mit dem Rad ans Emmeufer und atmete einige Male tief durch. Zum Glück gehe ich immer voll ausgerüstet auf die Runden. Nach 10 Minuten war der Schlauch gewechselt und der Reifen aufgepumpt. Wahrscheinlich ist der Reifen aber nicht mehr für mein Tubeless Experiment zu gebrauchen. Das ist sehr ärgerlich. Es gibt für ca. 20 CHF bei Veloplus Tubelessreifenreparaturkits, aber das lohnt sich wohl kaum.

Ansonsten war die Tour warm (min. 26°C), die Trails bereits sommerlich überwuchert, die Entlein frisch und niedlich und die Hafenbar in Solothurn gut besucht. Problematisch war erneut der extrem hohe Chitin-Anteil pro m3 Luft, welcher die Sauerstoffzufuhr stark reduzierte weil der Mund geschlossen gehalten werden wollte.  :grin: Der Verursacher der Reifenpanne wurde am Ende der Tour auch noch gefunden. Beim Ersatz der alten Balken des Fussweges über die Emmebrücke ist wohl ein Nagel auf den darunterliegenden Trail gefallen.. Pech!

Statistik: 42 km, ca. 211 Höhenmeter, Fahrzeit 2:03 h

Die Fort Ord Tour – Bye Bye !

Heute war der letzte Tag an dem ich nochmals in Kalifornien aufs Mountainbike konnte. Zum biketechnischen Abschied gab es die besten Trails in Fort Ord. Das Wetter spielte mit und so gab es blauen Himmel und frühlingshafte Temperaturen. Ich startete direkt am höchsten Punkt beim Laguna Seca Raceway. Dank meiner Frau, die mich hinauffuhr, profitierte ich von etwas mehr Downhillmetern und mehr Fahrspass. Trotzdem sammelten sich wieder mal über 1000 Höhenmeter an.

Fort Ord wird speziell im Sommer und Herbst oft als braune Graswüste wahrgenommen. Zu dieser Jahreszeit blüht und grünt es wohin das Auge blickt. Wer die Augen vom Singletrail löst, sieht zudem viele Wildtiere. Heute liefen mir in den ersten 30 Minuten ein wilder Truthahn und eine Bobcat, ein Rotluchs über den Weg. Beide Tiere liessen sich nicht wirklich durch den farbigen Mountainbiker stören. Nahe genug um scharfe Bilder zu schiessen war ich leider doch nicht.

Vom Anblick der sanften Linien der Singletrails in den grünen Hügeln kann man nicht genug bekommen. Nebst den flowig – sandigen Trails wurden in den letzten Wochen auch die berüchtigten ‘Hike-a-Bike’ Dirtroads ausgebessert. Dank Obama – ‘Bring America to Work’ Millionen aus Washington konnten die Karrwege neu geschottert werden. So sind die teils schroffen Aufstiege nun allesamt fahrbar. Gute Voraussetzungen um noch einige Lieblingstrails, wie der 49er anzuhängen.

An meinem üblichen Platz, einem Felssporn mit traumhaften Weitsichten bis runter zum Meer, machte ich eine dringend nötige Rast. Die Beine spürten die 40 windigen Kilometer von Gestern. Anstelle von klebrigen Riegeln gab es ein ‘zünftiges zVieri’ aus dem Rucksack. Brot, Käse und Wurst, so muss eine Zwischenverpflegung aussehen. Das Essen, der warme Fels und die Aussicht waren so gemütlich, dass ich fast nicht mehr weiterfahren wollte.

Bei diesen Verhältnissen war ich logischerweise nicht alleine unterwegs. Erstmals sah ich ganze Mountainbike-Gruppen in Fort Ord. An einem Anstieg überholte ich eine ca. 18köpfige Gruppe, welche nur so den Berg raufkroch. Das lag sicher an der Gruppengrösse, aber auch an den fetten Mountainbikes, welche die Amerikaner hier bevorzugen. Das bestätigte mich wieder mal in meiner Überzeugung: Alleine unterwegs zu sein ist nicht so schlecht.

Der Regen der letzten Wochen hat deutliche Spuren hinterlassen. Überall gibt es flache Seen mit einer unglaublichen Vogelvielfalt. Leider waren auch die Trails ziemlich nass. Da hiess es einfach Augen zu und durch. Leider gibt es viele Biker welche die Pfützen lieber umfahren, anstatt langsam durch die Mitte zu fahren. Die Folge ist ein immer breiterer Weg und Erosion. Was in der Schweiz ein kleines Problem ist, wirkt sich hier massiv aus weil die Humusschicht über dem sandigen Untergrund nur wenige cm dick ist.

Weil es so schön war, fuhr ich gleich nach Hause. Der sandige, eingetrocknete Schlamm ist Gift für die Technik. Die Kurbel klang wie wenn sie schon Jahrelang kein Schmiermittel mehr gesehen hätte. Am Ende gab eine Speiche am Hinterrad den Geist auf. Genau die richtige Zeit um das Scott zu waschen und zu verpacken. Die Kette habe ich gleich in den Abfall geworfen. Zurück in der Schweiz kriegt das Bike zuerst mal eine Totalrenovation. Das war’s…

Statistik:55.3 km, ca. 1126 Höhenmeter, Fahrzeit 3:41 h

Alle Beiträge zum Fort Ord gibt es unter dem Stichwort Fort Ord

Der Uphill !

Nobbys von Dorn durchstochen !Blick vom Nesselboden nach WestenHeute musste ich mich einige Male im Geschäft nerven, danach nochmals als ich eine ID machen lassen wollte und schliesslich als ich zum Abregen aufs Bike wollte, war der Vorderpneu wieder mal platt. Was zuerst aussah wie ein Nagel entpuppte sich bei näherer Betrachtung als Holzdorn. Da helfen auch die Snake Skin Nobby Nic nicht mehr. Also geflucht, Pneu gewechselt und mit viel Verspätung ab in die feuchte Kälte. Bei soviel Ärger gab es nur eins – eine Powertour berauf !

Nesselboden WegweiserHöhenprofil Nesselboden TourAuf direktem Weg ging es in Richtung Solothurn – Langendorf – Oberdorf und Weissenstein. Ich habe mir selber ein zeitliches Limit zur Umkehr gesetzt, um nicht zu übertreiben. Umso mehr als ich heute ausser einem Gipfeli, einem Sandwich, einer Crèmeschnitte und etwa sieben Kaffee noch nichts im Magen hatte und das Bidon natürlich zu Hause vergass. Trotzdem fühlte ich mich ziemlich gut und kämpfte mich in Richtung Weissenstein hinauf. Wie das Schild in Oberdorf verkündet, hat die Strasse 22% Steigung und das ist kein Spass mehr.

Warnschild WeissensteinstrasseDoch je höher ich fuhr umso besser ging es mir und beim Blick auf das Mittelland beim Eindunkeln, die sich schlängelnde Aare und den glitzernden Bielersee waren die Strapazen bereits wieder vergessen. Ganz hinauf reichte es nicht und so kehrte ich auf dem Nesselboden (1057m) um. Der Downhill via Wanderweg war nichts Spektakuläres, ausser dass er mich daran erinnerte langsam die vorderen Bremsbeläge zu wechseln.

Fazit: Eine Tour fürs eigene Ego, zur Entspannung und als Beweis, dass ich mit 674 Höhenmetern in ca. 1.5h bereit für richtige Tagestouren in den Bergen bin. Weil ich das Bike mit 1:43h nicht in den Keller stellen wollte, fuhr ich noch eine Ehrenrunde ums Haus und kriege dafür 7 WP-Punkte.

Statistik: 31.4 km, ca. 674 Höhenmeter, Fahrzeit 01:45 h

bike to work im Januar !

Morgenstopp am BahnübergangHeute hatte ich mein Auto im Service und die Gelegenheit den Arbeitsweg per Mountainbike zu testen. Vor über einem Jahr hatte ich bereits die Strecke erkundet und mit leichten Abweichungen bin ich heute die rund 2x30km Weg in je 1.5 Stunden gefahren. Am Morgen begleitete mich der Vollmond und eisige Temperaturen, am Arbeitsort war das Bidon durchgefroren. Bei der Rückfahrt begleitete mich die untergehende Januarsonne und herrliches Wetter bei weiterhin tiefen Temperaturen.

Waldau GeocacheBiketechnisch alles problemlos, wenn nicht das Drumherum wäre. Gestern musste ich Arbeitskleider, Duschsachen und Ersatzkleider für die Rückfahrt in der Garderobe ‘einlagern’. Heute bei Ankunft umziehen und duschen, Mountainbike abschliessen und den ganzen Tag Angst haben, dass es geklaut wird. Am Abend umziehen und feststellen, dass die Bikekleider vom Morgen noch nass sind. Morgen die Arbeitskleider aus dem Garderobeschrank holen und nach Hause nehmen und wehe man vergisst einen Schlüsssel in den falschen Hosen!

Januarstimmung auf dem ArbeitswegDoch das Gute zuletzt. Da ich um 0800 ein Meeting hatte, bin ich um 0530 aufgestanden und habe ausnahmsweise gefrühstückt weil 30km mit leerem Magen keine gute Idee sind. Runter in den Keller und Bike vorbereitet und was sehe ich? Platter Vorderreifen (wohl schleichend von der Samstagstour)! Es folgen einige Kraftausdrücke, die ich hier nicht niederschreiben kann. Der zweite Gedanke war: Ich fahre nie mehr Mountainbike! Der Dritte: Ich gehe nach oben, schlafe bis Mittag und nehme ein Ferientag! Schliesslich habe ich mich doch aufgerafft, den Schlauch gewechselt, noch mehr geflucht und war schliesslich um 0758 im Büro.

Sonnenuntergang im Januar - MittellandFazit: Technisch ist es machbar mit dem Bike zur Arbeit zu fahren. Für die Grundlagenausdauer ist es perfekt. Praktisch habe ich die Nerven und die Zeit dazu nicht, umso mehr als mein Job dies fast nicht zulässt. Mit bike to work wird 2008 wohl nichts. Vielleicht mache ich im Sommer nochmals ein Versuch.

Statistik: 65.3 km, ca. 387 Höhenmeter, Fahrzeit 3 h, plus 2 Geocaches und 1 Travelbug (Waldau und Grauholz I)

Der Balmberg – Weissenstein Loop !

Auf dem Weissenstein - Blick ins MittellandReifenplatten auf dem Weg zum BalmbergAm letzten Samstag wollte ich wie angekündigt eine Tour auf den Jura machen. Der ultimative Härtetest hier in der Gegend ist die alte Balmbergstrasse. Nach der Anfahrt via Solothurn (447m) beginnt die Tour bei St. Niklaus. Bereits nach 100 Meter fühlt sich die Gabel etwas komisch an und weitere zehn Meter weiter ist der Grund klar: Platt am Vorderrad. Rad ausgebaut, Nobby Nic problemlos von Hand abgezogen, neuer Schlauch rein und auch wieder von Hand auf die Felge, dann mit der kleinen Handpumpe aufgepumt – und aufgepumpt – und aufgepumpt – und klack bricht das Ventil sauber an der Felge ab. Was bin ich doch für ein Trottel. Also wieder Reifen weg, neuer Schlauch entsorgt, alter Schlauch aufgepumpt, Loch gesucht, Loch geflickt, aufgezogen und diesmal sehr vorsichtig ohne grosse Horizontalbewegungen aufgepumpt. Und schon geht es weiter. :-(

Alte BalmbergstrasseGoogle Maps TourenkarteAlles über Forststrassen führt der Weg bis nach Balm bei Günsberg (760m), auf einem Singletrail an der dortigen Burg vorbei. Ab hier führt dann die unglaublich steile, feinschotterige, alte Balmbergstrasse hinauf bis zum Skilift (940m) und weiter auf der Teerstrasse zur Passhöhe (1084m). Auf dem Steilstück heisst es ab Beginn den kleinsten Gang rein und die Gabel soweit absenken wie es nur geht. Noch dann ist das Vorderrad ständig in der Luft und das Hinterrad braucht jeden Steinkrümmel um etwas Grip zu haben. Ohne gleichmässiges, gefühlvolles Fahren geht nichts. Die Steigung dürfte irgendwo zwischen 18% und 20% sein.

Balmberg Passhöhe auf 1084 mDownhill vom Weissenstein - DropAuf dem Balmberg ist recht viel Action, speziell wegen dem neuen Seilpark. Nach einer Verschnaufspause geht es weiter zum Weissenstein hinauf. Auch dieser Streckenabschnitt beginnt harmlos und wird dann immer steiler und grobschotteriger. Oben angekommen gibt es im Kurhaus Weissenstein (1300m) das verdiente kühle Getränk und eine umwerfende Aussicht auf das Mittelland.

Höhenprofil Balmberg - Weissenstein LoopDen Weissenstein runter führt eine beschilderte Downhill – Strecke nur für Mountainbiker. Leider ist sie im ersten Teil total ausgewaschen und ein einziges Bachbett. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass hier jemand runterfahren kann. Ab der Mittelstation wird es etwas besser und über kurze Strecken gibt es Anlieger, Sprünge und Wellen. Leider ist es immer noch sehr feucht und ich muss einige Male absteigen. Für diesen Downhill lohnt es sich nicht mal mit der Bahn raufzufahren. Wer ein Erlebnis haben will, soll die Strecke nach Ost oder West verlängern. Fazit: Ein guter Härtetest für die Beine und die Geometrie des Bikes gepaart mit einer Super Aussicht. Zum Runterfahren wählt man besser eine andere Strecke als direkt vom Weissenstein nach Solothurn.

Statistik: 37.5 km, ca. 945 Höhenmeter, Fahrzeit 02:34 h

Das Regenloch !

Heute ist Frühlingsbeginn, aber viel ist nicht davon spürbar. Es regnet seit Tagen und wird weiter regnen. Selbst die härtesten Mountainbiker sind deshalb etwas ruhiger geworden und so sinken die Bike-relevanten Beiträge sowohl auf diesem Blog wie auf anderen Seiten im Web. Die Geduld ist langsam zu Ende und wenn ich Zeit finde, werde ich mein Regenmaterial einmal ausgiebig testen.

Bis dahin kann ich mir überlegen, ob ich an der Aktion ‘Bike to Work’ mitmachen soll. Mein Arbeitgeber hat sich noch nicht dazu entschlossen mitzumachen, den Arbeitsweg per Bike habe ich aber bereits hier mal rekognosziert. Das wären dann ca. 1470 km Radfahren in einem Monat und ich denke nicht, dass ich das mit dem Mountainbike schaffen würde. Mit der Minimalvorgabe (jeden 2. Arbeitstag mit dem Velo zur Arbeit) und schönem Wetter wäre es schon eher machbar. Die Aktion dauert den ganzen Monat Juni.

Nachdem ich nicht der Schlauchwechselprofi bin, könnte ich mich für einen Veloreparaturkurs der IG Velo Bern anmelden. Wäre doch was zur Überbrückung des schlechten Wetters.

Beide Events heute gefunden im heute.

Die Burgdorf Trails Nord !

Nach den Skiferien war heute morgen eine grössere Mountain-Bike Tour angesagt. Start um 0800 in der Früh ab Gerlafingen, im sehr dichtem Nebel der Emme entlang nach Burgdorf. Nachdem ich noch im letzten Jahr einen guten Trail in der Gegend fuhr, wollte ich nochmals ein wenig Burgdorf auskundschaften. Die Singletrailmap Napfbergland zeigt nebst dem Eggtrail noch einen Singletrail auf dem Düttisberg und einer vom Gärstler nach Blatte. Die Strecken habe ich auf mein GPS übertragen und war nun gespannt auf die Qualität dieser kurzen Abschnitte.

Der Start am frühen Sonntag Morgen war die ersten Kilometer kalt und feucht. Dafür liess sich die absolute Ruhe geniessen, die es nur an nebligen Sonntagen gibt. An der Kleidung bildete sich weisser Raureif und die Brillengläser waren so beschlagen, dass der Blick auf das GPS stark getrübt war. Die Erlösung kam auf der Höhe Kirchberg, als die Sonne durch den Nebel strahlte und klar wurde, dass der Tag wunderschön würde. In Burgdorf (530m) startete ich dann bei hellem Sonnenschein und wärmeren Temperaturen mit dem kurzen Aufstieg Richtung Düttisberg oder präziser zur Färnstuhöchi (651m).Bereits beim Aufstieg machte ein starkes Wippen auf technische Probleme aufmerksam. Oben angelangt die bittere Realität: Ich hatte mir meinen ersten platten Reifen auf dem SCOTT Mountainbike eingefangen. Mehr dazu hier. Der anschliessende Trail der Flanke des Hügels entlang, ist ein kleiner Traum mit viel Flow, einigen Treppen und ein paar Spitzkehren. Auf alle Fälle hat der Färnstuhöchi-Trail so Spass gemacht, dass ich gleich eine zweite Runde anhängte, diesmal mit dem Sattel tief und etwas mutigerem Fahrstil.

Weiter ging die Tour zum nächsten Trail mit dem Aufstieg über Kaltacker (706m) nach Gärstler (727m). Der in der Karte eingezeichnete Weg war dann leider eine Enttäuschung. Die hohle Gasse im Sandstein erwies sich wegen den Holzarbeiten, als matschige, schlecht fahrbare Abfahrt, die keinen grossen Spass aufkommen liess. Also abgehakt und via Rumstal wieder rauf auf die Egg und zum Abschluss den bekannten Eggtrail. Auch dieser war im Vergleich zum letzten Jahr durch Holzarbeiten mitgenommen, aber der untere Abschnitt bleibt Spass pur.Das Dessert blieb die Rückfahrt der Emme entlang und der Abschnitt Burgdorf – Kirchberg entwickelt sich langsam zu meinem absoluten Favoriten-Singletrail. Das nächste Mal gibt es darüber einen detaillierten Blog Eintrag.

Fazit: Burgdorf hat einige Überraschungen parat und die 20km An- und Rückfahrt lohnen sich durchaus. Die Trails lassen sich auch gut mit einer Tour auf die Lueg kombinieren. Dabei habe ich bisher nur den Osten Burgdorfs erkundet, mehr folgt…

Statistik: 55 km, ca. 665 Höhenmeter, Fahrzeit ca. 3:30 h (mit Schlauchflicken länger…)

Die Schlauchreparatur !

Auf dieser Tour ist heute das Unvermeidliche passiert. Mit einem schwammigen Wippen kündigte sich ein platter Hinterreifen an. Nachdem ich nun sicher schon Tausende Kilometer Ersatzschlauch, Pumpe, Reifenheber und Flickzeug mitgeschleppt hatte, endlich mal ein Ernstfall (bzw. der erste Platten auf dem SCOTT). Doch die tollen Sprüche in den Bikemagazinen von ‘Reifenwechsel in 2 Minuten’ sind in der schlammigen Realität, mitten im Wald und mit klammen Fingern nicht so einfach umzusetzen.

Wenigsten war der Aus- und Einbau des Rades problemlos. Der Unterschied zwischen den groben Reifen des Fully zu einem Schlauchwechsel mit dem Hardtail war dann doch etwas überraschend. Machen wir es kurz: Ich habe dem Reifen nur mit roher Gewalt von der Felge gekriegt und beim Raufwuchten des Reifens den Ersatzschlauch mit dem Reifenheber ruiniert. Also kurz mal den neuen Schlauch mit Flickzeug geflickt und nach etwas längerer Zeit, war ich wieder fahrbereit. Zum Glück hat mir keiner zugeschaut und ich werde nun den Schlauchwechsel etwas mehr üben. Vielleicht brauche ich doch einen Fahrtechnikkurs mit Schlauchwechseldrill. Aber als Mann steht man ja über solchen Kleinigkeiten, oder etwa doch nicht?