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Das Whale – Watching mit Killerwalen !

Seeotter beim Speisen unter BewachungFischerboot im Hafen von MontereyVor unserer Rückkehr nach Europa arbeiten wir hier eine Liste ab mit Dingen, die wir noch unbedingt machen wollen. Einer der Punkte war eine erneute Whale – Watching Tour nach dem tollen Erlebnis mit einem Blauwal vor drei Monaten. Nachdem ich vor zwei Tagen Grauwale vom Strand aus gesehen hatte, schien der heutige Sonntag ideal zu sein. Erneut fuhren wir mit der Firma Monterey Bay Whale Watch und wurden nicht enttäuscht.

KillerwaleFamiliengruppe von Killerwalen auf der JagdDas Wetter war durschnittlich, dafür das Meer trotz einer schönen Dünung an der Oberfläche sehr ruhig. Im Verlauf der Fahrt gab es teilweise fast spiegelglatte Oberflächen und damit waren die Wale viel besser zu sehen. Als erstes sichteten wir aus einiger Entfernung einen migrierenden Grauwal, den wir aber links liegen liessen. Der Tag versprach besseres, jagende Killerwale!

Delfine auf der Fluch vor Killerwalen 01Delfine auf der Fluch vor Killerwalen 02Was sich via Funk ankündigte, wurde bald Realität. In einiger Entfernung erschien eine weiss-schwarz gesprenkelte Wasserwelle, welche auf uns zukam. Was folgte war atemberaubend, unglaublich, unfassbar! Ein Schwarm mit weit über 500 Delfinen raste in panischer Flucht vor den Killerwalen an uns vorbei in Richtung Monterey und Küste. Nochmals,  hunderte mit Vollgas schwimmenden, springenden Delfinen. Ehe man realisierte was passiert war, war das Spektakel vorüber.

Killerwale - friedlich aber gefährlich...Wunderbar elegant...Etwas später gab es den Grund aus der Nähe zu sehen. Eine Familiegruppe von Orcas hatte eine erfolgreiche Jagd hinter sich. Wärend dem Fressen gab es die Tier aus nächster Nähe zu besichtigen. Normalerweise sind die Killerwale nur wenige Minuten an der Oberfläche und tauchen dann für 5 bis 8 Minuten. Wenn es was zu fressen gibt, bleiben sie etwas länger oben. Nachdem noch die Gedärme des Opfers am Boot vorbeischwammen (als dominantes Raubtier des Meeres muss man ja nicht alles fressen), machte sich die Gruppe langsam wieder auf den Weg und wir mit ihnen.

Grauwal - oder mindestens seine SchnauzeKillerwale und anderes Whale Watching BootIn respektabler Entfernung und doch in Seaworld-non-splash-Zuschauernähe begleiteten wir nun die Tiere. Schon bald zeigte ein junges Kalb neben ihrer Mutter spektakuläre Luftsprünge und die Fotografen mit den grösseren Kameras als meiner kleinen Digicam knipsten im Serienmodus. Heute war wieder mal einer der Tage, an dem man sich die digitale Spiegelreflex mit Megazoom gewünscht hätte.

Junger Killerwal beim Wasserspringen 03Junger Orka beim Wasserspringen 02Junger Orca beim Wasserspringen 01

Orca and Sunset 03Killerwale und Sonnenuntergang 04Immer wieder tauchte die Gruppe auf, mal geeint, mal etwas verteilt, manchmal langsam, manchmal so schnell, dass das Wasser nur so spritzte. Die Begeisterung an Bord war grenzenlos, auch wenn nach zwei Stunden Killerwalen die Kinder langsam nach Hause wollten. Kurz vor Rückkehr gab es dann noch zwei weitere Highlights. Zuerst erschreckte die Gruppe Orcas einen einsamen Grauwal wohl fast zu Tode, jedenfalls lag er so einige Minuten im Wasser und gab uns einen guten Blick (Killerwale fressen keine ausgewachsenen Grauwale, jagen aber im Verbund in der Saison die Jungtiere).

Killerwal und Sonnenuntergang 01Orkas und Sonnenuntergang 02Als Dessert gab es noch kitschige Aufnahmen von Killerwalen vor Sonnenuntergang. Der Kapitän, eine Sie, machte uns glaubhaft, dass es nur wenige Menschen geben würden, die so etwas zu sehen bekämen. Nun ja, ich hab die gleiche Nummer beim Blauwal auch schon gehört. Aber wahrscheinlich sind wir schon etwas Glückspilze. Die Rückfahrt mit Sonnenuntergang und bei einbrechender Nacht war dann nicht nur romantisch, sondern speziell für die Kinder auch wieder ziemlich abenteuerlich.

Fazit: Whale-watching ist einfach der Hammer und die Monterey Bay wohl defintiv einer der besten Plätze dafür!

US Nordwesten – Tag 11: Oregon Nordküste !

Haystack Oregon Coast 01Living History im Fort ClatsopBevor wir die wilde Küste Oregons geniessen konnten, gab es im Fort Clatsop, dem Überwinterungsort der Lewis and Clark Expedition, nochmals etwas US-Geschichte. Wir hatten Glück und konnten das Leben im Winterquartier 1:1 an einem Living History Projekt erleben. Die Kinder waren speziell fasziniert vom Expeditionsmitglied, welches einen Biber häutete und für’s Mittagessen vorbereitete. Danach ging es auf der 101 ans Meer. Das Wetter war heute richtig schlecht, dafür gab es einige dramatische Bilder und Ausblicke auf den Pazifik.

Cape Meares AusblickCape Meares LeuchtturmWahrzeichen der Küste sind verschiedene alleinstehende Felsen, sogenannte Haystacks, oder Heuhaufen. Die endlosen Strände sind zu dieser Jahreszeit menschenleer, die Touristen-infrastruktur ist aber Beweis dafür, dass es im Sommer hier weniger ruhig ist. Abenteuerlich ist ein kleiner Umweg der Küste entlang auf dem Three Capes Scenic Highway. Ich freute mich trotz vertikalem Regen an den Leuchttürmen und den stürmischen Aussichten.

Cape Meares Octopus BaumHaystack Oregon Coast 02Kap reihte sich an Kap und Strand an Strand. Dazwischen gab es immer wieder flachere Abschnitte und Lagunen mit Fischerhäfen. Die Landschaft erinnerte oft an die Atlantikküste. Im Moment ist Krabbensaison und so gab es heute sowohl am Mittag wie am Abend Seafood. So richtig fangfrisch am Ufer des tosenden Meeres schmeckt das am Besten.

Statistik: 164 Meilen, 4:31h Fahrzeit, Übernachtung in Newport, OR

Das Whale – Watching !

Monterey Bay Whale WatchFahrt ins schlechte WetterDank dem aktuellen Besuch nutzten wir die Gelegenheit eine Whale Watching Tour zu machen. Bisher haben wir die Wale  nur vom Strand aus gesehen. Um 0900 waren wir am Pier der Firma Monterey Bay Whale Watch bereit zum Einsteigen. Der Spass ist mit 45 USD pro Erwachsenen nicht günstig, dafür kriegt man aber 5 Stunden lang Action! Das relativ kleine Boot hinterlässt bei uns Landratten einen eher skeptischen ersten Eindruck. Los geht die Fahrt und wir geniessen die Skyline von Monterey aus Meeresperspektive.

Panorama von Monterey aus Meeressicht

Delfine beim Bug-SurfenPelikan auf dem MeerIn der Bucht bleibt das Meer ruhig und wir bestaunen die Tausenden von Quallen in der Bucht. Es gibt viele Seelöwen, Seeotter und Pelikane zu sehen. Auf der Suche nach den Walen verlassen wir die schützende Bucht und werfen uns in die Dünung und die Wellen des Pazifiks. Die Brecher spritzen über das ganze Deck und wir sind froh um unsere seetaugliche Ausrüstung! Nach etwa zwei Stunden sehen wir endlich die ersten Delfine.

DelfineDelfineDanach geht es Schlag auf Schlag. Drei Arten von Delfinen sind sichtbar, öfters in Gruppen von 3 bis 6 Tieren. Kleinere Delfine surfen im Bugwasser des Bootes und begeistern die Kinder. Die grösseren weissen Delfine kämmen derweil ruhig durch die Wellen. Die Begeisterung ist gross. Dann ein Schrei ‘Whale!’ In einiger Entfernung sehen wir die weisse Atemfontäne eines Blauwals. Die Meeresbiologin an Bord versorgt uns mit Informationen während den rund 10 Minuten langen Tauchphasen des Wales, derweil der Kapitän versucht, das Boot an Ort und Stelle zu halten.

Atemfontäne des BlauwalsHintere Hälfte des BlauwalsWir haben Glück und beim dritten Auftauchen ist der Wal nicht weit vom Boot entfernt. Die Ausmasse des jungen Blauwales sind beeindruckend und alle an Bord glücklich. Blauwale zu sehen ist nicht alltäglich!

Fazit: Eine Whale Watching Tour lohnt sich unbedingt.  Die Chance Wale zu sehen ist ganzjährig sehr gut. Wir werden wohl nochmals eine Fahrt unternehmen, wenn im Winter wieder die Grauwale nach Süden migrieren!

Die frische Luft !

Biken auf dem Oceanview BoulevardSeit einigen Tagen hab ich eine kleine Erkältung und so wollte ich mich heute nicht körperlich anstrengen. Das schöne Wetter lockte trotzdem nach Draussen und so fuhr ich eine kleine Abendrunde. Der Nebel scheint hier langsam zu verschwinden, was erneut schöne Sonnenuntergänge verspricht. Ich liess mich von der leichten Meeresbrise nach Monterey tragen.

Quallen im Hafenbecken von MontereyIm Hafenbecken sind mir die vielen Quallen aufgefallen. Zu Hunderten pumpen sie sich in rhythmischen Stössen durch die Boote durch. Schwimmen scheint da keine gute Idee zu sein. Fishermans Wharf MontereyEs ist immer wieder erstaunlich welche Artenvielfalt es hier im kühlen Pazifik gibt. Da braucht man echt nicht mehr ins Aquarium zu gehen. Auf dem Rückweg wurde ich noch durch einen Unfall aufgehalten. Auf meinem täglichen Arbeitsweg hat ein Autofahrer einen Fahrradfahrer angefahren. Sehr unschön! Da habe ich wieder mal Glück gehabt, weil ich heute anstatt auf dem üblichen Radweg entlang des Hafens fuhr.

Statistik: 15.4 km, ca. 129 Höhenmeter, Fahrzeit 0:56 h

Die Point Reyes National Seashore !

Muir BayHighway No 1Steve Potts lebt in einem Nationalpark, der Point Reyes National Seashore. So machte ich gestern noch einen kurzen Ausflug zum Point Reyes Lighthouse. Ähnlich wie in Monterey wurde der Nebel mit jeder Meile näher der Küste dichter. Beim Lighthouse konnte man kaum mehr die Hand vor den Augen sehen. Dafür war das Nebelhorn in seinem richtigen Umfeld. Die Stimmung hat mir gut gefallen und es war interessant zu hören, dass auch in Zeiten von GPS das Nebelhorn immer noch gebraucht wird.

Point Reyes LighthousePoint Reyes - SommernebelNatürlich ist nun alles automatisiert und die alten Installationen zerfallen zusehends. Als Leuchtturm-Fan gefiel mir die Atmosphäre der rostigen Wärterhäuschen trotzdem. Spannend und anstrengend war auch die 300 stufige Treppe runter zum eigentlichen Leuchthaus, die bei Nichtnebel immer dem stürmischen Pazifikwind ausgesetzt ist. Bei guter Sicht hätte man die beinahe endlose, gerade Küste gegen Norden gesehen. Zudem scheint die Steilküste ein perfekter Punkt zu sein um migrierende Wale zu beobachten. Daraus wurde natürlich nichts.

Sir Francis Drake BoulevardSteine und Flechten - Point ReyesPoint Reyes hat eine alte und reiche Geschichte. Das schlecht unterhaltene Anfahrtssträsschen hat den Titel ‘Sir Francis Drake Boulevard’. Der Weltumsegler hatte hier in einer Bucht in 1579 länger geankert. Die Ankerplätze an der US Westküste sind ja an einer Hand abzählbar. Weiterhin für mich unverständlich die Tatsache, dass man erst 1769 die Einfahrt in die Bucht von San Francisco entdeckte. Übrigens, die Anfahrt nach Point Reyes über den Highway No 1 via Golden Gate Bridge verlangt solide Fahrkünste und einen guten Magen. Die Strasse ist in einem teils sehr schlechten Zustand und kringelt sich endlos um den Mt. Tamalpais und die Küste.

Point Reyes Lighthouse - altes NebelhornLighthouse Point ReyesLetztes Highlight des Nationalparks ist die San Andreas Falte. Die Halbinsel liegt auf der Pazifischen Platte und ist, deutlich sichtbar, mit einem tiefen Einschnitt von der amerikanischen Platte abgetrennt. Der Highway No 1 verläuft quasi genau auf der Grenze. Ziemlich eindrücklich wenn man sich vorstellt, dass sich die Halbinsel jährlich mit 5cm nach Norden bewegt. Wenig erstaunlich deshalb, dass die Insel beim grossen Erdbeben von 1906 ganze 6m nach Norden sprang. Steve ist ein mutiger Mensch…

Die Old Coastal Road in Big Sur !

Highway No 1 - AusblickeHighway No 1 per MTBHeute stand etwas besonderes auf dem Programm. Ich wollte mal etwas anderes sehen als nur den 17 Mile Drive und die Trails von Fort Ord. So fuhr mich meine Frau den Highway No 1 hinunter bis zur Bixby Creek Bridge. Hier startet ein Loop der Old Coastal Road genannt wird. Zuerst muss man sich entscheiden in welcher Richtung man den Loop fahren will. Die Küstenstrasse sollte man in jedem Fall in Windrichtung fahren. ;-) Entsprechend leicht fiel der Entscheid. Mit teilweise über 40 km/h, ohne viel zu pedalen, blies mich der Wind der wunderbaren Küste entlang nach Big Sur.

Bixby Bridge - EleganzAusgesetztes Bänkli auf der Bixby BridgeDoch zuerst ging es über die berühmte historische Bixby Brücke. Sie wurde zur Arbeitsbeschaffung in der Depression 1932 gebaut und ist einer der höchsten Brücken ihrer Art. Man bedenke, dass der Bogen mit einem Holzgerüst erstellt wurde! Tatsächlich überzeugt mich die schlanke Eleganz der Brücke, obwohl der Beton langsam bröckelt. Als Radfahrer hat man zudem den Vorteil mitten auf der Brücke anzuhalten, die Erbauer haben gar auf einem Pfeiler ein Betonbänkli vorgesehen.

Old Coastal Road - FloraOld Coastal Road - kein Problem für ein MountainbikeDer Creek, den die Brücke überspannt ist auch der Grund für die alte Küstenstrasse, welche das Hindernis in einem grossen Bogen über die Berge umgeht. In Big Sur fuhr ich noch eine kurze Runde im dortigen Andrew Molera State Park. Wegen des schönen Wetters hatte es heute sehr viele Ausflügler und so verzog ich mich lieber auf die verlassene Old Coastal Road, die gleich vor dem Parkeingang abzweigt.

Old Coastal RoadOld Coastal Road - NebelEin Schild warnt davor, dass die Strasse nicht durchgehend befahrbar ist. Das kann ja spannend werden. Gleich zu Beginn geht es ruppig den Berg hinauf und schon bald hat man einen weiten Blick hinunter zur Küste. Die Strasse ist eine typische Dirt-Road, Schotter, Sand und Lehm, je nach Abschnitt. Die Regenfälle der letzten Wochen haben tiefe Rillen eingegraben und so wird die Fahrt trotz Mountainbike stellenweise herausfordernd. Natürlich gibt es hier keine Singletrails, aber ich bin zufrieden mal auf so einem Weg fahren zu können.

Pico Blanco - heiliger BergZugangssträsschen zum Pico Blanco - gut gesichertDas Wetter wechselt von Krete zu Krete. Nebelschwaden ziehen über die Hügel und ich wechsle bei kühlen 13°C mehrmals das Tenu. Dafür blühen die Wiesenblumen erneut in allen Farben. Der erste ‘Pass’ gibt den Blick zum Pico Blanco frei, einem heiligen Berg der Indianer, die hier einmal wohnten. Danach führt die Strasse rassig in den nächsten Creek hinunter. Dort würde ein Strässchen zum Pico Blanco abzweigen, aber der gehört einer Mining Company und die macht mit mehreren Schlössern am Gatter klar, dass Besuch nicht erwünscht ist.

Private Property soweit das Auge reicht...Old Coastal Road - RedwoodsÜberhaupt muss man sich hier daran gewöhnen, dass weite Landstriche Privateigentum sind. Die Schilder sind unübersehbar. Stacheldraht säumt über fast die ganze Strecke die Old Coastal Road und weist das Gebiet als Eigentum der El Sur Ranch aus. Nach dem ersten Hügel steigt die Strasse teils abenteuerlich wieder an. In jedem Taleinschnitt wechselt die Szenerie schlagartig und ziemlich grosse Redwoodbäume zeugen von Wasser. Das macht die Tour sehr spannend.

Bixby Bridge von der Old Coastal RoadOld Coastal Road - BrückeNach einem letzten kleinen Aufstieg kommt dann die Brücke wieder ins Blickfeld und der Loop ist zu Ende. Fazit: Eine abwechslungsreiche und durchaus nahrhafte Tour hoch über dem Pazifik. Es hat viel Spass gemacht, eine schöne Ostertour! Die Strasse war durchgehend befahrbar, teils aber etwas in prekärem Zustand. Mit dem Auto würde ich es nicht versuchen, obwohl mir total ca. 5 Fahrzeuge entgegenkamen.

Bixby Bridge Panorama

Statistik: 34.2 km, ca. 994 Höhenmeter, Fahrzeit 02:27 h

Der Point Lobos State Park !

Point Lobos - BrandungPoint Lobos - North Shore TrailHeute Sonntag machten wir eine wunderbare Wanderung im nahegelegenen Point Lobos State Park. Ich kann hier gar nicht all die schönen Fotos posten, die ich gemacht habe. Der Eintritt kostet 10 USD pro Fahrzeug, dafür ist das ganze Gelände ‘besenrein’. Man erhält eine ausführliche Informationsbroschüre mit einer Trailmap. Die Wege sind gut markiert und beinahe überall mit einem kleinen Zaun versehen, um die Natur zu schonen und Kinder vor dem Absturz zu bewahren.

Point Lobos - PilzPoint Lobos - Guillemot Island (?)Wir starteten an der idyllischen Whalers Cove und besuchten das lokal kleine Walmuseum.Verstreut liegen Walknochen vor dem Gebäude und es wird rasch klar, dass die Gegend im 19. Jahrhundert etwas weniger idyllisch war. Sehr eindrücklich das Ganze. Danach folgten wir dem Weg der hoch über dem Meer bis an die Spitze von Point Lobos führt. Immer wieder geben die alten knorrigen Zypressen den Blick auf malerische Buchten und die Brandung frei.

Point Lobos - Pelican PointPoint Lobos - South PointBeim Picknick hoch über dem Pazifik bestaunen wir zwei Seeotter, einer mit seinem Jungen und staunen über die zahlreichen Grauwale ca. 3 Meilen vor der Küste. Mitte Januar ist der Höhepunkt der Migration gegen Süden. Zum Glück hatte ich das Fernglas wieder dabei. Auf der südlichen Seite der Halbinsel wechselt dann die Natur und die Küste wird flacher aber nicht minder spektakulär. Robben, Seelöwen und zahlreiche Vögel wohin das Auge blickt. Entsprechend zahlreich waren die Profi-Natur-Beobachter, teilweise mit eindrücklicher Fernrohr- und Kameraausrüstung.

Point Lobos - Cannery PointPoint Lobos - Gibson BeachWir beendeten den Besuch am Sandstrand der Gibson Beach und wanderten anschliessend zurück zum Auto. Der Besuch lohnt sich unbedingt. Für Kinder ist es sehr kurzweilig, Bäume klettern, Krabben suchen, Füsse baden und vieles mehr ist möglich. Einen halben Tag sollte man jedoch einplanen um auch einige Details geniessen zu können. Reine Wanderzeit für eine ganze Umrundung des Parkes inkl Abstecher ist ca. 3 Stunden.

Der Highway No 1: Monterey – Los Angeles !

Highway No 1 zwischen Monterey und San SimeonHighway No 1 - eine von vielen BrückenWir haben vier Tage in Los Angeles verbracht und hier ist der erste von drei Beiträgen. Auf der Hinfahrt haben wir eine der schönsten Küstenstrassen der Welt abgefahren, den Highway No 1 zwischen Monterey und Los Angeles. Nach Carmel und Point Lobos beginnen ca. 90 Meilen menschenleere Wildnis und stroffe, felsige Pazifikküste, durchzogen von einer sich an den Hang windenden Küstenstrasse. Immer wieder hielten wir an und bestaunten die fantastischen Ausblicke. Das Beste: sogar vom Auto aus konnte man die Wasserfontänen der südlich wandernden Wale sehen. Dank Fernglas, guten Augen und etwas Geduld waren so Walbeobachtungen ab der Küste möglich. Eine seltene Gelegenheit. Die Wale wandern nur in den Wintermonaten und wenn das Meer nicht ruhig ist, sieht man sie kaum. Man sollte sich für diesen Highway genügend Zeit nehmen. Eine Fahrt bis nach Los Angeles in einem Tag ist unrealistisch. Beim Ragged Point haben wir einen guten Burger gegessen und das Motel hoch über den Klippen sieht sehr gut aus. Vielleich übernachten wir mal dort.

Piedras Blancas - Neugeborene See-ElefantenPiedras Blancas - See-ElefantenEtwas weiter thront mitten im Nichts hoch über der Küste das Hearst Castle. Ein ‘europäisches’ Schloss in Kalifornien, das Scharen von Besuchern anzieht. Wir verzichten und bestaunen lieber die Kolonie See-Elefanten am Piedras Blancas Beach. Seit 20 Jahren kommen hier die See-Elefanten, die grössten Robbenart der Welt, wieder zu Hunderten an den Strand. Wir sahen wenige Tage oder Stunden alte Jungrobben, famose Kämpfe zwischen den jungen Bullen und imposantes Gehabe der riesigen Haremchefs. Man kann bis auf wenige Meter an die Tiere heran. Die Männchen sind sehr eindrücklich. Geburtszeit ist Dezember – Januar, ab Mitte März sind die Tiere bereits wieder weg.

Pier in Santa BarbaraSolvang - Dänisches StWir fuhren weiter der No 1 entlang bis nach Lompoc, bogen da jedoch auf die 246 ab, um in Solvang ein z’Vieri zu essen. Solvang ist ein ‘dänisches’ Dörfchen und sieht aus wie ein Gemisch aus Freilichtmuseum und Disneyland. Alles im Dorf ist Dänisch und die Touristen bewundern dieses kleine Europa in Kalifornien. Wir geniessen das sehr gute Dänische Gebäck. Der Besuch ist etwas für die Kategorie ‘unglaublich, aber wahr’. Via die 154 fuhren wir entlang des Lake Cachuma um dann den Berg runter nach Santa Barbara zu stechen. Dort übernachteten wir und hatten am nächsten Tag leider zuwenig Zeit das alte und relativ schöne Städtchen länger zu besuchen. Bis nach Los Angeles und die nächste Destination, die Universal Studios, waren es nochmals 90 Minuten Fahrt.