Beiträge mit dem Stichwort - projekt ti29-40

Projekt Ti29-40: Shimano XTR FD-M970 Umwerfer !

Da ich wenig zum Bloggen komme, hier noch einige Tech-Beiträge zum Ti29-40. Beim vorderen Umwerfer habe ich das Modell Shimano XTR FD-M970 gewählt. Ich habe mich eher aus optischen Gründen zur Top-Swing Version entschieden, obwohl die Down-Swing Variante wohl mechanisch optimaler zu sein scheint, aber auch ein wenig schwerer ist. Die Klemmadapter (SM-AD16) für kleinere Rahmen brauche ich mit einem Standard-Sattelrohr mit 34.9mm Durchmesser nicht. Die Klemme wird mit 6Nm angezogen.

Statistik: 245g, Gekauft bei Competitive Cyclist

Projekt Ti29-40: Shimano XTR SL-M970 Schaltung !

Für die Schaltung gab es die Shimano XTR SL-M970. Die Rapid Fire Hebel erlauben das Schalten mit Daumen oder Zeigefinger, von Shimano ’2-way Release’ genannt.  Daran werde ich mich zuerst noch gewöhnen müssen. Weiter wird schon geschaltet während man den Hebel drückt (Instant Release) und man kann zwei Gänge gleichzeitig schalten (Multi Release). Dank der Verstellschraube für die Lenkerklemme kann man die Schaltung vor oder nach der Bremse montieren. Die Klemme am Lenker wird mit 3Nm und die Schraube für die horizontale Verstellung der Schaltung mit 2.5Nm angezogen.

Statistik: 325g (inkl Kabel), Gekauft bei Competitive Cyclist

Projekt Ti29-40: Shimano XTR RD-M972 Schaltwerk !

Ich habe noch nicht alle Teile des Ti29-40 vorgestellt und so möchte ich die Serie der Anbauteile noch etwas mit den ‘Eingeweiden’ eines Bikes erweitern. Ein wichtiges Teil ist das Shimano XTR RD-M972 SGS Schaltwerk. Ich wählte die Shadow Variante, welche kompakter und hoffentlich weniger exponiert ist. Die Top-Normal Version scheint für die Rapid Fire Schaltung besser zu sein und die Long Cage Version kommt mit mehr Übersetzungen klar.

Der Ausleger der langen Version ist vollständig aus Karbon. Optisch mag das nicht so passen und irgendwie vertraue ich dem Plastik noch nicht ganz. Wir werden sehen wie sich das Schaltwerk im harten Einsatz bewährt. Ansonsten ist das Teil ein kleines technisches Kunstwerk. Hoffentlich wirkt sich das in knackigen Schaltvorgängen aus. Der Bolzen am Schaltauge wir mit 8-10Nm angezogen. Das Schaltkabel wird mit 6Nm befestigt.

Statistik: 182g, Gekauft bei Competitive Cyclist

Das Gewicht meiner Mountainbikes !

Noch in der USA hatte ich unsere Mountainbikes kurz an die Waage gehängt. Zum ersten Mal weiss ich also was die Fahrräder genau wiegen. Man liest in den Zeitschriften ja oft über die neuen ‘Standardgewichte’ irgendwelcher Bikeklassen. In Realität zeigt dann die Waage oft ein wenig mehr an. Nun, das Ti29-40 bringt es auf 11.3 kg und ich habe mir ehrlich gesagt ein wenig weniger erhofft, speziell angesichts all der verbauten High-End Teile und der XTR Gruppe. Nicht vergessen sollte man aber, dass das Ti29-40 eben ein 29er ist und die Laufräder und Reifen schon mehr Gewicht bringen.

In der Gewichtsrangliste folgt das Scott Genius MC 40 mit 13 kg und das Scott Contessa FX-15 meiner Frau mit 13.3 kg.  Auf dem Trail sind die 1.7 kg Abstand zwischen dem Ti29-40 und dem Genius deutlich zu spüren, obwohl man bei Vergleichen zwischen 29er und 26er vorsichtig sein muss. Beim Genius und speziell beim Contessa gibt es also noch einiges Abspeckpotential. Sobald ich das Genius wieder zusammengesetzt habe und die Gewichte der einzelnen Teile kenne, kann ich dann auch genauere Aussagen machen, wo die Unterschiede genau verborgen liegen. Speziell beim Bike meiner Frau möchte ich schon noch das eine oder andere Gramm verlieren. Das wäre ja nichts als fair, oder?

Das Problem mit roten eloxierten Bikeparts !

An meinem Ti29-40 gibt es ja ziemlich viele rot eloxierte Teile. Wie ich bald feststellen musste, ist rot nicht gleich rot. Es scheint technisch nicht möglich zu sein die roten Eloxalteile in genau der gleichen Farbe hinzukriegen. Was ich bei unterschiedlichen Herstellern noch verstehe, ärgert mich beim gleichen Hersteller doppelt. Speziell Salsa kriegt seine Schnellspanner nicht im gleichen Rot wie seine Sattelstützenklemmen hin, welche eher Orange als Burgundrot sind. Was auf den Fotos nicht so klar ersichtlich ist wirkt in echt sehr störend. Nach langem Suchen habe ich aber nun alle Teile mehr oder weniger im Chris King Referenzrot!


Projekt Ti29-40: Feintuning !

Das Pfingstwochenende sieht ja nach einem echten Mountainbike – Leckerbissen aus und so musste ich heute noch das Ti29-40 etwas feintunen. Zuerst habe ich den Vorbau mal runtergesetzt. Gleich vorweg: So ist es viel besser. Sobald ich mir sicher bin, wird der überstehende Rest der Gabel abgesägt. Auf Anraten von singlestoph habe ich noch den Sattel etwas nach vorne gestellt. Am Wichtigsten, ich habe neue Bikeschuhe gekauft. Die Alten waren nur noch Fetzen und sind in der USA geblieben. Die Frage auf der heutigen Tour: Wie sind die Schuhe? Ergebnis: Erster Eindruck ist gut.

Ich fuhr die Runde in die Weissensteinflanke zu den Dinosaurier Fussspuren (Jawohl, dazu muss man nicht nach Arizona oder New Mexico). Aufgefallen ist das wunderbare Grün der Bäume. Etwas bedrückt hat mich der Anblick der abgekabelten Weissenstein Sesselbahn. Der Kampf zwischen den Bewahrern und den Modernisieren tobt nun schon seit Jahren. Unter dem Strich bin ich für eine  neue Bahn trotz den nostalgischen Kindererinnerungen. Schliesslich schauen wir ja auch nicht mehr Schwarz-Weiss Fernsehen.

Im Anschluss habe ich mich vor lauter Fahrspass noch etwas verfahren und musste vor einer steilen Treppe die Fluh hinunter kapitulieren. Ein kurzer Test zeigte aber einen weiteren Vorteil des Ti29-40 – es ist auch auf dem Rücken leichter als das Scott. Beim anschliessenden Downhill fuhr ich das Titanbike ohne Rücksicht auf Verluste. Fazit: Das Bike fährt sich rauf wie runter genial. Speziell grössere Hindernisse wie kleine Treppen kann man mit dem 29er bergauf mühelos überfahren. Auch runter macht das Ti29-40 eine gute Figur. Ich wage es fast nicht zu sagen, aber irgendwie habe ich bergab mit einem Hardtail mehr Kontrolle als mit einem Fully. Mit dem Fully ist das Bergabfahren mehr eine ‘Auge zu und durch’-Sache, mit dem Hardtail weiss ich genau was ich mache. :smile:   Letztes Problem: Das rechte Knie zwickt ein wenig. Ich denke, dass sich das mit der Sattelhöhe und den Pedalplatten noch richten lässt. Wenn nicht, habe ich bald einen Rahmen zu verkaufen… :mrgreen:

Statistik: 35.1 km, ca. 673 Höhenmeter, Fahrzeit 2:11 h

Projekt Ti29-40: Jungfernfahrt und erster Eindruck !

Heute war die Junfernfahrt mit meinem Titanium Bike. Es war im Prinzip eine dreifache Jungfernfahrt: 1. mit einem neuen Bike. 2. erstmals seit zwei Monaten wieder auf dem Fahrrad und 3. erstmals seit fast 2 Jahren wieder auf meiner heimatlichen Feierabendrunde. Da können die Emotionen schon etwas hochgehen und so ist ein Urteil zum Ti29-40 mit Vorsicht zu geniessen. Ich fuhr entlang von Emme und Aare nach Wangen und zurück. Es ist alles fast noch wie vor zwei Jahren, ausser einer weiteren Renaturierung der Aare in der Nähe von Wangen an der Aare. Gut so!

Aufgefallen ist mir wie schön die Schweiz ist. Speziell die vielfältigen Gerüche unserer Landschaft sind sehr verschieden zur USA. Der Mix machts: Aarewasser, frisches Laub, Raps, alter Bärlauch, Bauernhöfe mit Mist, Kläranlagen und vieles mehr – ein Genuss. ;-) Gestört hat mich das fliegende Getier. Diese Plage in Mund, Ohren und Augen gibt es auf den kalifornischen Trails kaum.

Natürlich machte ich zuerst Bilder vom Ti29-40 in unverdrecktem Zustand bevor es durch die erste Pfütze fuhr. Zum Glück waren die Trails ziemlich trocken. Was sind die ersten Eindrücke? Hätte das Bike einen Motor würde ich das Stichwort zum Fazit ‘Laufruhe’ nennen. Tatsächlich fährt sich das 29er sehr flüssig, flowig und bequem. Grund dafür sind sicher die grösseren Räder, der geringere Widerstand bei Hindernissen merkt man deutlich. Noch wichtiger dürfte die Fox Gabel sein, welche butterweich alle Unebenheiten wegputzt.

Das weiche Gabelsetup hat auch Nachteile. Beim Start aus dem Stand spürt man den grösseren Radumfang und geht tendenziell mehr aus dem Sattel. Dies wiederum führt zu einem starken Wippen der Gabel. Nur das Lockout löst das Problem. Die Aufstiege funktionierten erstaunlich problemlos, obwohl man die geringere Übersetzung in den Schenkeln spürt. Die grossen Räder kompensieren viel, speziell bei den wurzeligen Uphill-Trails die ich heute fuhr.

In Sachen Komfort kann ich nach 36km noch nicht viel sagen. Die Sitzposition scheint ziemlich perfekt. Einzig der breite Lenker und das Schalten mit dem Daumen (am Scott habe ich Dual Control Hebel) ist noch etwas ungewohnt für die Hand. Aber das lässt sich mit den Spacern, dem Lenker und der Position der Schalthebel noch korrigieren. Zudem hatte ich Bremsprobleme. Ich weiss nicht ob dies an den bissigen Maguras lag oder daran, dass ich die Bremsen links und rechts vertauscht hatte. Ungewohnt war auch die Übersetzung. Ich hatte immer das Gefühl irgendwie im falschen Gang zu fahren.

Und sonst? Das Bike geht ab wie eine Rakete. Das dürfte natürlich am geringen Gewicht und dem Charakter des Hardtails liegen. Die XTR Schaltgruppe ist einfach ein Traum – die Schaltvorgänge sind präzis und sekundenschnell – ich bin fasziniert und ein wenig stolz, schliesslich habe ich das alles selber zusammengebastelt und eingestellt… Abgefallen ist auf der ersten Fahrt jedenfalls nichts. :lol:

Fazit: Das kommt gut! Der Rahmen passt und der Rest ist nur noch Feintuning. Freude herrscht…

Statistik: 36 km, ca. 211 Höhenmeter, Fahrzeit 1:46 h

Projekt Ti29-40: Vorhang auf !

Lange hat es gedauert und nun ist es endlich soweit. Mein Mountainbikeprojekt Ti29-40 ist beendet, die ‘Aufrichte’ kann gefeiert werden. Für heute gibt es mal einen ersten Blick auf das Fahrrad und einige Gedanken zum optischen Design. Detaillierte Bilder, eine Zusammenstellung der Teile, Aussagen zum Gewicht sowie eine eigene Seite für das Ti29-40 auf diesem Blog, folgen später. Die erste echte Jungferntour und Aussagen zu Fahrbarkeit und Handling stehen dank des Dauerregens hier in der Schweiz noch aus. Zudem gab es noch einige Last Minute Detailänderungen am Bike.

Das optische Endresultat ist ziemlich nahe an den ersten farblichen Überlegungen vor neun Monaten. Ausgangslage war die weisse Gabel. Es folgten weisse Laufräder, weisser Sattel, Pedale und ein weisser Lenker. Als Kontrast und Bling gibt es ziemlich viel eloxiertes Rot sowie natürlich eine Menge Titan im Hintergrund. Es ist klar, dass im Gegensatz zu vielen anderen Titanium-Bikes hier der Steve Potts Rahmen klar in den Hintergrund rückt. Das strahlende Weiss wird aber nach den ersten Ausfahrten schnell verschwinden und so dürfte das Gesamtbild etwas harmonischer werden.

Die Geometrie des Bikes ist typisch 29er. Ich bin aber mit den Proportionen sehr zufrieden (und ich denke darin liegt auch das Geheimnis eines Custom Bikes). Die Front scheint mir noch etwas hoch, die erste Ausfahrt wird zeigen wie das Handling ist. Ich wollte aber ein Tourenbike und kein Rennbike. Bereits geplant sind folgende Garantiearbeiten: Wechsel der Sattelklemme (möglichst in Titan, evtl auch in Weiss, oder mindestens das gleiche Rot), Wechsel der Lenkerendkappen, Montage des Bidonhalters, Straffen des oberen Zuges und Kürzen der vorderen Bremsleitung.

So, nun bin ich auf eure Kommentare gespannt. Über den Geschmack zu streiten bringt nicht viel, ich bin aber froh für konstruktive Kritik, schliesslich beginnt das Feintuning erst jetzt. Drüben im IBC Forum habe ich das Bike auch mal in die Titanium Gallerie gestellt. Da bin ich speziell gespannt auf’s Feedback der Profis.