Beiträge mit dem Stichwort - schlamm

Die Fort Ord Tour – Bye Bye !

Heute war der letzte Tag an dem ich nochmals in Kalifornien aufs Mountainbike konnte. Zum biketechnischen Abschied gab es die besten Trails in Fort Ord. Das Wetter spielte mit und so gab es blauen Himmel und frühlingshafte Temperaturen. Ich startete direkt am höchsten Punkt beim Laguna Seca Raceway. Dank meiner Frau, die mich hinauffuhr, profitierte ich von etwas mehr Downhillmetern und mehr Fahrspass. Trotzdem sammelten sich wieder mal über 1000 Höhenmeter an.

Fort Ord wird speziell im Sommer und Herbst oft als braune Graswüste wahrgenommen. Zu dieser Jahreszeit blüht und grünt es wohin das Auge blickt. Wer die Augen vom Singletrail löst, sieht zudem viele Wildtiere. Heute liefen mir in den ersten 30 Minuten ein wilder Truthahn und eine Bobcat, ein Rotluchs über den Weg. Beide Tiere liessen sich nicht wirklich durch den farbigen Mountainbiker stören. Nahe genug um scharfe Bilder zu schiessen war ich leider doch nicht.

Vom Anblick der sanften Linien der Singletrails in den grünen Hügeln kann man nicht genug bekommen. Nebst den flowig – sandigen Trails wurden in den letzten Wochen auch die berüchtigten ‘Hike-a-Bike’ Dirtroads ausgebessert. Dank Obama – ‘Bring America to Work’ Millionen aus Washington konnten die Karrwege neu geschottert werden. So sind die teils schroffen Aufstiege nun allesamt fahrbar. Gute Voraussetzungen um noch einige Lieblingstrails, wie der 49er anzuhängen.

An meinem üblichen Platz, einem Felssporn mit traumhaften Weitsichten bis runter zum Meer, machte ich eine dringend nötige Rast. Die Beine spürten die 40 windigen Kilometer von Gestern. Anstelle von klebrigen Riegeln gab es ein ‘zünftiges zVieri’ aus dem Rucksack. Brot, Käse und Wurst, so muss eine Zwischenverpflegung aussehen. Das Essen, der warme Fels und die Aussicht waren so gemütlich, dass ich fast nicht mehr weiterfahren wollte.

Bei diesen Verhältnissen war ich logischerweise nicht alleine unterwegs. Erstmals sah ich ganze Mountainbike-Gruppen in Fort Ord. An einem Anstieg überholte ich eine ca. 18köpfige Gruppe, welche nur so den Berg raufkroch. Das lag sicher an der Gruppengrösse, aber auch an den fetten Mountainbikes, welche die Amerikaner hier bevorzugen. Das bestätigte mich wieder mal in meiner Überzeugung: Alleine unterwegs zu sein ist nicht so schlecht.

Der Regen der letzten Wochen hat deutliche Spuren hinterlassen. Überall gibt es flache Seen mit einer unglaublichen Vogelvielfalt. Leider waren auch die Trails ziemlich nass. Da hiess es einfach Augen zu und durch. Leider gibt es viele Biker welche die Pfützen lieber umfahren, anstatt langsam durch die Mitte zu fahren. Die Folge ist ein immer breiterer Weg und Erosion. Was in der Schweiz ein kleines Problem ist, wirkt sich hier massiv aus weil die Humusschicht über dem sandigen Untergrund nur wenige cm dick ist.

Weil es so schön war, fuhr ich gleich nach Hause. Der sandige, eingetrocknete Schlamm ist Gift für die Technik. Die Kurbel klang wie wenn sie schon Jahrelang kein Schmiermittel mehr gesehen hätte. Am Ende gab eine Speiche am Hinterrad den Geist auf. Genau die richtige Zeit um das Scott zu waschen und zu verpacken. Die Kette habe ich gleich in den Abfall geworfen. Zurück in der Schweiz kriegt das Bike zuerst mal eine Totalrenovation. Das war’s…

Statistik:55.3 km, ca. 1126 Höhenmeter, Fahrzeit 3:41 h

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Die Geocaching Samstags Tour !

Versteckter Cache am EmmenspitzCache im Mösli an der AareAn diesem regenverhangenen, nicht zu kühlen Nachmittag (6°C fuhr ich auf den Spuren der Feierabendrunde in Richtung Wangen a/A. Das Wetter hielt bis zum Schluss durch und von oben wurde ich heute nicht nass. Dafür war dies die erste Schlammtour der Wintersaison. Einzig an den Händen fror ich mit der Zeit, was daran lag, dass ich oft nach den Geocaches graben musste und Kälte und Feuchtigkeit bekanntlich gute Kollegen sind. Es hat sich gelohnt, in kurzer Zeit konnte ich ganze neun Geocaches heben. Neuer Rekord !

Betonkuppel Autobahnraststätte DeitingenDeitingen Cache - Super VersteckDer erste Cache war am Emmenspitz mitten in einem Dickicht. Heute war es ein leichtes, im Sommer habe ich hier mehrmals lange im grünen Dschungel gesucht. Das zweite war einfach zu finden an einer Ecke des Golfplatzes Wilihof. Die Golfer scheinen nicht so wetterfest zu sein. Überhaupt sah ich heute keine Menschenseele. Ideales Wetter um an auffälligen Orten nach Verstecken zu suchen. Der dritte Cache fand ich im Mösli in der Nähe der Strafanstalt Schachen bei Deitingen. Nicht weit war es zum vierten Cache, der sehr originell an der Lärmschutzwand bei der Autobahnraststätte Deitingen versteckt war.

Bahnübergang im SchachenCache am MürgelibrunnenAuf dem High-Speed Strässli fuhr ich gegen Wangen an der Aare und genau als ich auf dem Feldweg die Bahnlinie überqueren wollte, schloss sich die Barriere. Zeit für ein ‘Actionbild’. Wegen Bauarbeiten musste ich hier ewiglange durch feinen Schlamm fahren. Ich erspare dem Leser detaillierte Fotos. Die Farbe ist klar: Braun in allen Schattierungen. Der fünfte Cache fand sich bei Wangenried in einem wunderbaren Biotop und Naturschutzgebiet namens Mürgelibrunnen. Der Cache befindet sich übrigens unter dem ersten Stein des Brückli auf dem Bild. Originelle Verstecke sind immer eine Freude.

Aaresteg im AbendlichtIX Stunden bis BernDer sechste Cache war in der Nähe eines Distanz – Stundensteines aus dem alten Bern. Kaum lesbar zeigt hier die Beschriftung ‘IX Stunden Bern’ an. Das waren noch gemütliche Zeiten – 9 Stunden von Wangen nach Bern. Heute benötigt man eine gute halbe Stunde. Wieder dank einem Geocache etwas historisches gelernt. Der siebte Cache ist bei einer alten Sägerei im Chleiholz im Önztäli. Hier wird noch mit Wasserkraft gesägt. Auf einem spannenden Weg geht es zurück an die Aare, um an einem versteckten Weiher im Tannwald das achte Cache zu heben. Der letzte Cache findet sich dann noch am Aaresteg bei Walliswil. Ab da ging es in der Dämmerung mit ihrer speziellen Atmosphäre der Aare und Emme entlang retour nach Hause.

Statistik: 45.9 km, ca. 385 Höhenmeter, Fahrzeit 02:31h, 9 Geocaches !

Der Schlamm !

Und hier sind sie, die weniger lustigen Erlebnisse in dieser Jahreszeit. Obwohl die Sonne scheint, ist der Waldboden feucht bis nass und das heisst nichts anderes als Schlamm und Matsch. Einverstanden, nachdem man die erste Pfütze mit Schwung durchfahren hat und das Wasser wegen teilweise fehlender Schutzbleche in Gesicht und Rücken spritzt, ist die zweite ‘Glungge’ schon nicht mehr so schlimm. Nach einer Stunde Schlammfahrt beginnt man sich an die frühe Jugend zurückzuerinnern, als man als 6 – 8 Jähriger auf Baustellen Schlammburgen baute und später im Pfadfinderlager in den Badehosen mit Wonne in metertiefe Schlammgruben sprang oder versuchte mit den Gummistiefeln möglichst so im Dreck einzusinken, dass man von den Kollegen in den Socken rausgezogen werden musste. Irgendwann ist dann der Moment da, wo man mit einem breiten Grinsen – aber geschlossenem Mund ;-) – und etwas Extraschub durch das nächste Schlammloch fährt. Fazit: Nach der ersten Überwindung macht es ja richtig Spass!