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US Nordwesten – 3. Tag: Crater Lake NP !

Winterimpressionen Oregon 02Winterimpressionen Oregon 01Heutiges Hauptziel war der Crater Lake Nationalpark. Mit 13m Schnee im Jahresschnitt, war ich auf alles gefasst und ich befürchtete schon, dass die Zufahrtsstrasse geschlossen sei. Auf der Anfahrt zeigte sich der Himmel bereits variantenreich. Auf unserer Seite des Upper Klamath Lake war es schön, auf der anderen Seite regnete es permanent. So gab es wunderbare Winterimpressionen mit und ohne Regenbogen zu bestaunen.

Schneebedeckte Strasse in OregonSchneekettenNachdem wir jedoch die Parkgrenze überfahren hatten, war es fertig lustig. Unsere kalifornischen Intermediate-Reifen waren nicht wirklich wintertauglich und so fand ich es sicherer die Schneeketten aufzuziehen. Was für ein Sch….system!  :evil: Irgendwann habe ich dann die Dinger doch noch fest genug gekriegt, um damit sicher 40mph fahren zu können. Danach war die Fahrt hinauf zum Kraterrand ein schönes Wintermärchen und nach dem braunen Sommer und Herbst in Monterey eine Wohltat für die Augen.

Crater Lake Panorama

Oben angekommen waren wir froh, im geöffneten Visitor Center Zuflucht zu finden und die heisse Schoggi hat unseren Kindern sehr gefallen. In einem kleineren Schneesturm versuchten wir noch einen Blick auf den See zu werfen, vergeblich. Crater Lake in der TheorieIm Nebel liess sich zwar etwas Wasser erahnen, aber natürlich blieb uns das umwerfende Panorama verwehrt. Es hat sich trotzdem gelohnt. Die Kinder hatten richtig viel Spass. Die Weiterfahrt nach Bend war ereignislos und geprägt von Schneeregen. So liessen wir auch die weiteren Sehenswürdigkeiten der Gegend, das Newberry National Volcanic Monument und das High Desert Museum zu Gunsten des Jacuzzi im Hotel rechts liegen.

Statistik: 240 Meilen, 5:25h Fahrzeit, Übernachtung in Bend

An die frische Luft !

Glungge am MorgenGrosse strubelige, weisse PilzeIn zwei Wochen war ich nur ein Mal auf dem Mountainbike. Meine Erkältung (Typ grüner Schleim) ist ziemlich hartnäckig und so wollte ich nichts forcieren. Doch heute war ich bereit und was muss ich in der Nacht hören – Regen! Bis am Mittag war es noch ziemlich düster, doch schon bald gab es Lücken im Himmel und ich riskierte eine Runde über den 17 Mile Drive. Auf den ersten Metern war es noch ein wenig Nass, danach nur noch frisch.

Sonnenspiele am Ghost TreeFrische Brise am Ghost TreeFrisch war speziell die Luft nach dem reinigenden Regenfall. Erstmals konnte man auf der anderen Seite der Monterey Bay deutlich Details von Santa Cruz sehen. Ich genoss den zweistündigen Loop. Nicht nur weil ich jede Fahrt nach einer längeren Pause speziell geniesse, sondern weil man den Geruch von Regen hier so selten riecht. Am Ghost Tree gab es schöne Lichtspiele mit der tiefen Sonne und den letzten Regenwolken über dem grünblauen, gekräuselten Meer.

Schneebedeckter Toro PeakGrosse FliegenpilzeAndere Highlights waren tellergrosse Pilze an denen ich nicht vorbeifahren konnte, ohne für ein Bild anzuhalten. Überhaupt scheint es in diesem Jahr den Fliegenpilzen sehr gut zu gehen.  In Scharen sieht man sie entlang der Route. Frisch war die Tour auch wegen den kühlen, mit dem Wind noch kühleren 9°C. Der schneebedeckte Toro Peak ist Beweis dafür. Noch 203.3km zum Jahresziel… ;-)

Statistik: 38.8 km, ca. 519 Höhenmeter, Fahrzeit 02:06

Die Lake Tahoe Skiferien – Schönwetter !

OK, hier also die Schönwetterfotos aus unseren Skiferien und eine Beurteilung des Skigebietes Heavenly am Lake Tahoe. Zuerst mal zur Lage (Skikarte links – Achtung, das Bild hat 2MB Grösse). Das Skigebiet ist von vier Basisstationen aus zugänglich. Bei uns war aber der Boulder Lodge Lift geschlossen. Die meisten Besucher kamen via Heavenly Village in South Lake Tahoe, einer effizienten 8er Gondelbahn. Die Höhe liegt zwischen 1890m und 3050m. Entsprechend unterschiedlich sind die Klimabedingungen. Unten gab es mit Glück Schnee und oben herrscht eine klirrende Eiswüste, die schon mal den Liftbetrieb einschränken kann. Das Skigebiet bietet umwerfende Panoramablicke hinunter zum Lake Tahoe und auf die Wüste von Nevada mit den Städten Reno und Carson. Damit ist der Hauptpluspunkt auch klar: Es ist bei schönem Wetter wunderschön!

Ein weiterer Pluspunkt ist das Tiefschneefahren. Weite Gebiete des Skigebietes sind markierte Waldgebiete, in denen man legal Tiefschneefahren kann. Leider war das bei uns nur knapp am letzten Tag möglich. Der Wald reicht bis hinauf auf die Berspitzen und so sind Lawinen keine Gefahr. Die schwarzen Pisten werden ausnahmslos nicht mit Maschinen bearbeitet, was speziell für Frühaufsteher Gelegenheit zu wunderbaren Fahrten bietet.

Positiv sind weiter die effizienten Mehrfachsessellifte (es hat keine Skilifte) und die gute Organisation bei den Schlangen, die relativ klein sind. Und negativ? Zuerst mal die unglaublichen Preise von 82USD pro Tageskarte in der Weihnachtswoche. Wir haben so gleich den Saisonpass für 370USD gekauft. Da es in der USA aber nicht Skiressorts wie Sand am Meer gibt, können die Betreiber beinahe verlangen was sie wollen. Die Infrastruktur auf dem Berg ist erbärmlich. Die wenigen Restaurants haben noch höhere Preislagen als bei uns und zudem gibt es fast keine Indoorplätze. Skibars und heimelige Hüttli gibt es nicht. Gross hängen Alkoholverbotstafeln auf den Liften, gleichzeitig schliesst aber kaum ein Amerikaner den Schutzbügel auf den Sesselbahnen! Helmtragen ist hier zudem noch wenig verbreitet. Die Skis werden übrigens mehrheitlich gemietet und Möglichkeiten dazu gibt es überall (bei uns direkt im Hotel). Die Internetreservation funktionierte sehr gut und die Skis waren bei Ankunft bereit.

Bei schlechtem Wetter muss man deshalb schon sehr wetterfest sein, da rasches Aufwärmen in einer warmen Bar mit Glühwein nicht möglich ist. Die Sesseli sind weder geheizt, noch haben sie eine Schutzhaube, zudem waren sie oft total vereist. Das Skigebiet ist geteilt auf eine Nevada- und eine Kalifornienseite. Nur ein einziger Lift verbindet beide Bereiche. Ist der geschlossen und er war es mehr als einmal, ist man auf eine Seite beschränkt. Eine Talabfahrt nach Heavenly Village gibt es leider auch nicht. Am Abend muss man deshalb mit der Gondola retour.

Genug gemeckert. Heavenly ist das mit Abstand grösste Skigebiet am Lake Tahoe. Wir waren trotz der Nachteile zufrieden. Die Aussicht, der Tiefschnee und die Möglichkeit ohne Auto eine Woche zu verbringen waren die Pluspunkte. An das enorme Loch in der Haushaltskasse nach Skiferien habe ich mit gewöhnt.

Die Lake Tahoe Skiferien – Schlechtwetter !

So wir sind zurück im sonnigen Monterey. Drei Beiträge zu den Skiferien und dem Lake Tahoe gibt es noch. Einen über die schönen Tage, einen über die Infrastruktur in Heavenlys und diesen hier über die schlechten Tage. Am Weihnachtstag hat es innert kurzer Zeit auf Seehöhe in einem veritablen Schneesturm ca. 50cm geschneit. Auf der Strasse herrschte blankes Chaos und das an einem der Hauptanreisetage. Die Amerikaner haben keine langen Ferien und so sind zwei- bis dreitägige Aufenthalte die Norm. Man fährt um 0430 in der Bay-Area los und steht dann um 0900 auf der Piste.

Doch an Weihnachten blieb die Gondel wegen den starken Winden geschlossen und so wurde nichts aus Skifahren. Wir haben uns den Tag mit DVDs und Spaziergängen in der wunderbaren Winterlandschaft um die Ohren geschlagen. Die Amerikaner haben derweil am Morgen die Geschenke ausgepackt, die der Santa Claus in der Nacht durchs Kamin gebracht hatte. Interessant war wir rasch das Wetter wechselte. Bereits am nächsten Tag strahlte die Sonne wieder um die Wette und als kleiner Vorgeschmack gibts hier ein erstes sonniges Panoramabild.

Die Winterrunde !

Ich weiss, für hier in Kalifornien ist der Titel ein wenig zynisch. Aber heute Morgen musste man die Autoscheibe kratzen und am Nachmittag war es kaum über 7°C. Nach einigen Tagen Regen, war heute wieder strahlend schön und eine Super Weitsicht. Im Hafen von Monterey konnte man gar ‘Schneeberge’ erblicken. Ich denke das rechtfertigt den Titel Winterrunde. Ich fuhr alles dem Coastal Trail entlang bis Marina und retour. Das war richtig erfrischen!

Statistik: 45.1 km, ca. 390 Höhenmeter, Fahrzeit 2:04 h

Die Schneeregentour !

Lueg 2008 am OstermontagLueg 2008 ohne AussichtNach vier Tagen Ostereieressen in allen Variationen zog es mich gestern trotz miesestem Wetter nach draussen. Den schönen Morgen hatte ich verschlafen und so startete ich am Nachmittag im gröberen Schneegestöber zu einer längeren Tour. Dies ging nur mit voller Ausrüstung, sprich Helmüberzug, Regenjacke, Regenhosen und Neoprenüberzüge sowie einigen Lagen weitere Kleider. So fuhr ich vorwiegend auf Strässchen im Schneetreiben und Schneeregen via Wynigen rauf zur Lueg. Schon lange wollte ich dort einen Geocache heben. Übrigens wieder mal ein Magnet-Minicache der interessantesten Sorte (ca. 20x15x5 mm gross). Die Aussicht war ‘WEISS’! Auf einem unberührten, verschneiten Waldweg ging es weiter. Auf solchen Strecken weiss man wieder wieso Winterbiken seinen speziellen Reiz hat! Eigentlich wollte ich mich kurz aufwärmen, da jedoch die Schaukäserei völlig überlaufen war, zog ich trotz Kälte und Nässe gleich durch.

Geocache auf einen Blick !Winterbiken am Ostermontag 2008Rasant ging es runter durch das Rüegsbachtal. Auf halben Weg wollte ich noch schnell einen weiteren Geocache mitnehmen, der an einem freistehenden Baum versteckt war. Im Emmental heisst das locker rasch 250Hm rauf. Mit ziemlich Rückenwind und neuem Schnee fuhr ich via Hasle-Rüegsau, Burgdorf, Ersigen, Koppigen nach Hause. Beim Schreiben des Beitrages stelle ich fest, dass ich die gleiche Tour in umgekehrter Richtung vor genau einem Jahr gemacht habe! Zufälle gibt es! Dies war eindeutig die Mountainbiketour mit dem härtesten Wetter. Interessant, dass ich trotzdem oder vielleicht deswegen ziemlich schnell unterwegs war. Beim anschliessenden Vollbad waren die Anstrengungen aber schon wieder vergessen!

Statistik: 60.1 km, ca. 809 Höhenmeter, Fahrzeit 03:03 h, 2 Geocaches

Die fast zum Napf Tour !

Heute hatte ich frei genommen und wollte die Ostern mit einer ersten richtigen Frühlingsbiketour einläuten. Ziel war der Napf mit anschliessender Rundstrecke nach Ahorn. Start war in Trubschachen (731 m) beim Bären, da dieser am Donnerstag geschlossen hat und damit die Parkplätze frei waren. Stetig steigend geht es gemütlich einrollend auf einem Teersträsschen hinauf zur Mettlenalp (1060 m). Dort war es bereits sehr neblig und die Wiesen waren schneebedeckt.

Ohne viel Hoffnung fuhr ich das steile Strässchen in Richtung Napf, bis ich auf 1240 m definitiv im Schnee versank und die Übung abbrechen musste. Nach einem hervorragenden Burehamme-Teller in der Mettlenalp ging es retour nach Trubschachen und durch den Gohlgraben hinauf zur Lüderenalp (1150 m). Hier schien die Sonne und der Schnee verschwand in Riesenschritten. So entschied ich es von dieser Seite zu versuchen.

Nach einigen abenteuerlichen Wiesentrails und Beinahe – Stürzen im Schnee, musste ich nach ca. 2 km angesichts des Geissgratfluhweges, der schon im Hochsommer ein Riesenchallenge ist, ein zweites Mal kapitulieren. Bei diesem Schnee und den feuchten Trails ist der Weg über die Geissgratfluh zur Lushütte einfach zu riskant. Plan A verworfen, Plan B nicht geklappt, blieb noch Plan C. Zurück zur Lüderenalp und danach via Tällihüttli – Hulleren – Stock runter nach Langnau. Diese Strecke führt vorwiegend auf Forstwegen und ist ein abwechslungsreiches Auf und Ab.

Zum Schluss gibt es vor Langnau noch einen steilen Singletrail. Die Strecke zurück nach Trubschachen verläuft entlang dem malerischen Ilfis – Uferweg.

Fazit: Wo sonst als im Emmental gibt es verlassene Bänkli mit solchen Inschriften:

“Umgäh vo stiller Schönheit u Pracht,

e Ort zur Bsinning unes Plätzli zur Rascht!”

Deswegen lohnt sich jede Tour ins Emmental. Die fast zum Napf Tour macht so keinen Sinn, aber der Lüderenalp Loop ist empfehlenswert, sofern man nicht Singletrails sucht.

Der Napf hat diesmal gewonnen, aber ich gebe nicht auf. Der Frühling kommt bestimmt!

Statistik: 67.4 km, ca. 1390 Höhenmeter, Fahrzeit 4:38 h

Der Burgdorf – Lueg – Winterloop !

Heute Nachmittag beruhigte ich mein schlechtes Gewissen mit einer Velotour. An diesem und den nächsten Wochenenden wimmelt es von Zweiradfrühlings – Ausstellungen. So war mein Ziel die Ausstellung des Kraftwerk – Bikeshops in Hasle-Rüegsau. Da die Trails noch schneebedeckt sind, blieb ich heute auf den Strassen. Vorgängig rasch die Tour auf dem PC zusammengeklickt und ins GPS geladen und ab nach Burgdorf. Dank drei Schichten Funktionsbekleidung und Regenjacke, überlebte ich die Spritzorgie ohne zu erfrieren. Nach einem längeren Aufenthalt im Bikeshop hängte ich noch die Lueg an. Die Strasse steigt stetig von 520m auf 838m und glücklicherweise war der Schnee genug zusammengeschmolzen um Tiefschneefahrten zu vermeiden. Rasant runter ging es via Mistlenberg – Wynigen – Grasswil nach Hause.

Diese Tour ist ideal zur kalten Jahreszeit, wenn die Waldstrassen und Singletrails nicht befahrbar sind. Sie führt fast ausschliesslich über verkehrsarme Strassen und die Aussicht auf den Emmentaler Höhen ist schön wie immer. Ein Fully braucht man natürlich nicht dazu, ein Hardtail wäre sogar sinnvoller.Statistik: 58 km, ca. 540 Höhenmeter, Fahrzeit 2:50 h