Beiträge mit dem Stichwort - wale

Die Abendtour vor dem Regen !

Draussen regnet es bereits. Schon von Weitem konnte man heute Abend die schwarze Wolkenwand der nächsten Regenfront auf dem Meer draussen sehen. So reichte es noch knapp für eine Abendrunde auf dem 17 Mile Drive. Die Lichtstimmung auf dem Meer war sehr schön – grau – grün und das silberne Licht. Fast wie Titan! :grin: Heute waren auch die Wale sehr nahe an der Küste. Leider klappte es mit dem Fotografieren nicht. Sobald man die Fontänen sieht und bis man den Fotoapparat hervorgekramt hat, sind die Tier schon wieder abgetaucht. Dann lassen es wir mal regnen, das gibt mehr Zeit zum Schrauben.

Statistik: 38,8 km, ca. 488 Höhenmeter, Fahrzeit 02:01 h

Das Whale – Watching mit Killerwalen !

Seeotter beim Speisen unter BewachungFischerboot im Hafen von MontereyVor unserer Rückkehr nach Europa arbeiten wir hier eine Liste ab mit Dingen, die wir noch unbedingt machen wollen. Einer der Punkte war eine erneute Whale – Watching Tour nach dem tollen Erlebnis mit einem Blauwal vor drei Monaten. Nachdem ich vor zwei Tagen Grauwale vom Strand aus gesehen hatte, schien der heutige Sonntag ideal zu sein. Erneut fuhren wir mit der Firma Monterey Bay Whale Watch und wurden nicht enttäuscht.

KillerwaleFamiliengruppe von Killerwalen auf der JagdDas Wetter war durschnittlich, dafür das Meer trotz einer schönen Dünung an der Oberfläche sehr ruhig. Im Verlauf der Fahrt gab es teilweise fast spiegelglatte Oberflächen und damit waren die Wale viel besser zu sehen. Als erstes sichteten wir aus einiger Entfernung einen migrierenden Grauwal, den wir aber links liegen liessen. Der Tag versprach besseres, jagende Killerwale!

Delfine auf der Fluch vor Killerwalen 01Delfine auf der Fluch vor Killerwalen 02Was sich via Funk ankündigte, wurde bald Realität. In einiger Entfernung erschien eine weiss-schwarz gesprenkelte Wasserwelle, welche auf uns zukam. Was folgte war atemberaubend, unglaublich, unfassbar! Ein Schwarm mit weit über 500 Delfinen raste in panischer Flucht vor den Killerwalen an uns vorbei in Richtung Monterey und Küste. Nochmals,  hunderte mit Vollgas schwimmenden, springenden Delfinen. Ehe man realisierte was passiert war, war das Spektakel vorüber.

Killerwale - friedlich aber gefährlich...Wunderbar elegant...Etwas später gab es den Grund aus der Nähe zu sehen. Eine Familiegruppe von Orcas hatte eine erfolgreiche Jagd hinter sich. Wärend dem Fressen gab es die Tier aus nächster Nähe zu besichtigen. Normalerweise sind die Killerwale nur wenige Minuten an der Oberfläche und tauchen dann für 5 bis 8 Minuten. Wenn es was zu fressen gibt, bleiben sie etwas länger oben. Nachdem noch die Gedärme des Opfers am Boot vorbeischwammen (als dominantes Raubtier des Meeres muss man ja nicht alles fressen), machte sich die Gruppe langsam wieder auf den Weg und wir mit ihnen.

Grauwal - oder mindestens seine SchnauzeKillerwale und anderes Whale Watching BootIn respektabler Entfernung und doch in Seaworld-non-splash-Zuschauernähe begleiteten wir nun die Tiere. Schon bald zeigte ein junges Kalb neben ihrer Mutter spektakuläre Luftsprünge und die Fotografen mit den grösseren Kameras als meiner kleinen Digicam knipsten im Serienmodus. Heute war wieder mal einer der Tage, an dem man sich die digitale Spiegelreflex mit Megazoom gewünscht hätte.

Junger Killerwal beim Wasserspringen 03Junger Orka beim Wasserspringen 02Junger Orca beim Wasserspringen 01

Orca and Sunset 03Killerwale und Sonnenuntergang 04Immer wieder tauchte die Gruppe auf, mal geeint, mal etwas verteilt, manchmal langsam, manchmal so schnell, dass das Wasser nur so spritzte. Die Begeisterung an Bord war grenzenlos, auch wenn nach zwei Stunden Killerwalen die Kinder langsam nach Hause wollten. Kurz vor Rückkehr gab es dann noch zwei weitere Highlights. Zuerst erschreckte die Gruppe Orcas einen einsamen Grauwal wohl fast zu Tode, jedenfalls lag er so einige Minuten im Wasser und gab uns einen guten Blick (Killerwale fressen keine ausgewachsenen Grauwale, jagen aber im Verbund in der Saison die Jungtiere).

Killerwal und Sonnenuntergang 01Orkas und Sonnenuntergang 02Als Dessert gab es noch kitschige Aufnahmen von Killerwalen vor Sonnenuntergang. Der Kapitän, eine Sie, machte uns glaubhaft, dass es nur wenige Menschen geben würden, die so etwas zu sehen bekämen. Nun ja, ich hab die gleiche Nummer beim Blauwal auch schon gehört. Aber wahrscheinlich sind wir schon etwas Glückspilze. Die Rückfahrt mit Sonnenuntergang und bei einbrechender Nacht war dann nicht nur romantisch, sondern speziell für die Kinder auch wieder ziemlich abenteuerlich.

Fazit: Whale-watching ist einfach der Hammer und die Monterey Bay wohl defintiv einer der besten Plätze dafür!

Just another ride !

20 Grad Wetter auf dem 17 Mile DriveHuckleberry Hill - 17 Mile DriveNach den letzten Kommentaren (Danke dafür!) und den aktuellen Temperaturen in Europa, wage ich es fast nicht diesen Beitrag zu schreiben. Heute war es schön, sehr schön. Am Morgen gab es noch ein kurzes Gewitter, danach setzte sich die Sonne und die klare Luft durch und das Wichtigste, es war 20°C! Erneut habe ich deshalb mein Tagesprogramm etwas angepasst und das Mountainbiken auf der Prioritätenliste ganz nach oben gestellt. Sollte jetzt jemand neidisch werden, muss ich erwähnen, dass gemäss Bike-Statistik 2009 die Durchschnittstemperatur auf dem 17 Mile Drive von April bis September bei genau 16.8°C lag. Ich dachte immer Monterey sei auf der Nordhalbkugel…  ;-)

Weisser Graureiher ?Eine perfekt schmeckende MandarineWahrscheinlich hatten andere auch Freude am Wetter, der 17 Mile Drive war ziemlich gut gefüllt mit Touristen und Fahrradfahrern. Am Huckleberry Hill (Ja, das ist der gleiche Hügel wie aus dem vorhergehenden Beitrag, aber auf der Pebble Beach Seite) genoss ich das Wetter und eine herrliche Mandarine auf meiner Pausenbank. Auf der restlichen Fahrt begann ich aus Langeweile meine Fahrt laut zu kommentieren, wie wenn ich den Kommentar zu einem Film sprechen  würde. Das war richtig lustig und ich überlege mir, ob ich das nicht mal in echt machen will. Aber wer will sich schon 2 Stunden 17 Mile Drive Biken mit mieser Tonqualität und schlechtem Bild ansehen.

Und sonst? Sonst gab es die Fontänen der migrierenden Grauwale zu sehen und… habe ich schon erwähnt, dass es viele Pilze hat? :smile:

Statistik: 38.8 km, ca. 474 Höhenmeter, Fahrzeit 01:55

Im SeaWorld in San Diego !

Zähnefletschender Killerwal !Journey to Atlantis WasserbahnEin Tag unseres sehr langen Thankgivings Wochenendes verbrachten wir im SeaWorld in San Diego. Ich war etwas enttäuscht, was vielleicht auch am miesen Wetter lag. Es gab Wind, Regen und kühle 15°C, nicht etwas, dass man mit dem sonnigsten Teil von Kalifornien verbindet. SeaWorld lebt im Wesentlichen von zwei Shows, der Orca Show und der Delfin-Show. Die letztere war jedoch geschlossen und wird für das nächste Jahr rundum erneuert. Wohl wegen der Nebensaison war auch die Show Cirque de la Mer nicht in Betrieb.

FlamingosShamu Show - DoppelsprungDamit blieb die Shamu Show übrig und tatsächlich ist diese Attraktion mit den aus den Filmen Free Willy bekannten Killerwalen einzigartig und objektiv betrachtet bereits den Eintritt wert. Wenn ein ausgewachsener Orca in der Luft eine Rolle dreht, ist das schon sehr beeindruckend. Noch schöner ist es zuzuschauen, wie der Wal auf jede erdenkliche Art die Zuschauer nass spritzt. In jedem Fall ist es keine gute Idee in den unteren 16 Reihen, der Splash Zone, zu sitzen.

Shamu Show - fastSaltoShamu Show - Rolle

Eisbären in Südkalifornien ?Beluga WalDer Rest des Parks ist eine Mischung aus Aquarium, Zoo und Vergnügungspark und das ist auch das Problem von SeaWorld. Die Aquariumsbereiche können bei Weitem nicht mit einem echten Aquarium, wie jenes in Monterey, mithalten. Die Zoobereiche und speziell die Wild Arctic Zone mit Eisbären und Belugawalen ist für die Tiere wie die Zuschauer trostlos und kommt nicht an den Standard moderner Zoos heran. Schliesslich wirken die Wasserbahnen etwas aufgesetzt. Vielleicht sollte man SeaWorld nicht im direkten Anschluss ans Disneyland besuchen. ;-)

Sesamstrasse AbenteuerspielplatzSeelöwen Klamauk - ShowFazit: Ein Besuch im SeaWorld lohnt sich wegen der weltweit einzigartigen Killerwal-Show. Obwohl man billige 2-Tageskarten bekommt, lässt sich der Park gut in einem Tag sehen. Wer sich nicht so gerne eingesperrte (Meeres-)Säugetiere ansieht, sollte vielleicht auf einen Besuch verzichten. Deswegen sollte man aber nicht auf San Diego verzichten, eine Stadt, die weit mehr als das SeaWorld  zu bieten hat. Mehr im nächsten Blogbeitrag.

PS: Interaktive Parkkarte des SeaWorld

Das Whale – Watching !

Monterey Bay Whale WatchFahrt ins schlechte WetterDank dem aktuellen Besuch nutzten wir die Gelegenheit eine Whale Watching Tour zu machen. Bisher haben wir die Wale  nur vom Strand aus gesehen. Um 0900 waren wir am Pier der Firma Monterey Bay Whale Watch bereit zum Einsteigen. Der Spass ist mit 45 USD pro Erwachsenen nicht günstig, dafür kriegt man aber 5 Stunden lang Action! Das relativ kleine Boot hinterlässt bei uns Landratten einen eher skeptischen ersten Eindruck. Los geht die Fahrt und wir geniessen die Skyline von Monterey aus Meeresperspektive.

Panorama von Monterey aus Meeressicht

Delfine beim Bug-SurfenPelikan auf dem MeerIn der Bucht bleibt das Meer ruhig und wir bestaunen die Tausenden von Quallen in der Bucht. Es gibt viele Seelöwen, Seeotter und Pelikane zu sehen. Auf der Suche nach den Walen verlassen wir die schützende Bucht und werfen uns in die Dünung und die Wellen des Pazifiks. Die Brecher spritzen über das ganze Deck und wir sind froh um unsere seetaugliche Ausrüstung! Nach etwa zwei Stunden sehen wir endlich die ersten Delfine.

DelfineDelfineDanach geht es Schlag auf Schlag. Drei Arten von Delfinen sind sichtbar, öfters in Gruppen von 3 bis 6 Tieren. Kleinere Delfine surfen im Bugwasser des Bootes und begeistern die Kinder. Die grösseren weissen Delfine kämmen derweil ruhig durch die Wellen. Die Begeisterung ist gross. Dann ein Schrei ‘Whale!’ In einiger Entfernung sehen wir die weisse Atemfontäne eines Blauwals. Die Meeresbiologin an Bord versorgt uns mit Informationen während den rund 10 Minuten langen Tauchphasen des Wales, derweil der Kapitän versucht, das Boot an Ort und Stelle zu halten.

Atemfontäne des BlauwalsHintere Hälfte des BlauwalsWir haben Glück und beim dritten Auftauchen ist der Wal nicht weit vom Boot entfernt. Die Ausmasse des jungen Blauwales sind beeindruckend und alle an Bord glücklich. Blauwale zu sehen ist nicht alltäglich!

Fazit: Eine Whale Watching Tour lohnt sich unbedingt.  Die Chance Wale zu sehen ist ganzjährig sehr gut. Wir werden wohl nochmals eine Fahrt unternehmen, wenn im Winter wieder die Grauwale nach Süden migrieren!

Der Point Lobos State Park !

Point Lobos - BrandungPoint Lobos - North Shore TrailHeute Sonntag machten wir eine wunderbare Wanderung im nahegelegenen Point Lobos State Park. Ich kann hier gar nicht all die schönen Fotos posten, die ich gemacht habe. Der Eintritt kostet 10 USD pro Fahrzeug, dafür ist das ganze Gelände ‘besenrein’. Man erhält eine ausführliche Informationsbroschüre mit einer Trailmap. Die Wege sind gut markiert und beinahe überall mit einem kleinen Zaun versehen, um die Natur zu schonen und Kinder vor dem Absturz zu bewahren.

Point Lobos - PilzPoint Lobos - Guillemot Island (?)Wir starteten an der idyllischen Whalers Cove und besuchten das lokal kleine Walmuseum.Verstreut liegen Walknochen vor dem Gebäude und es wird rasch klar, dass die Gegend im 19. Jahrhundert etwas weniger idyllisch war. Sehr eindrücklich das Ganze. Danach folgten wir dem Weg der hoch über dem Meer bis an die Spitze von Point Lobos führt. Immer wieder geben die alten knorrigen Zypressen den Blick auf malerische Buchten und die Brandung frei.

Point Lobos - Pelican PointPoint Lobos - South PointBeim Picknick hoch über dem Pazifik bestaunen wir zwei Seeotter, einer mit seinem Jungen und staunen über die zahlreichen Grauwale ca. 3 Meilen vor der Küste. Mitte Januar ist der Höhepunkt der Migration gegen Süden. Zum Glück hatte ich das Fernglas wieder dabei. Auf der südlichen Seite der Halbinsel wechselt dann die Natur und die Küste wird flacher aber nicht minder spektakulär. Robben, Seelöwen und zahlreiche Vögel wohin das Auge blickt. Entsprechend zahlreich waren die Profi-Natur-Beobachter, teilweise mit eindrücklicher Fernrohr- und Kameraausrüstung.

Point Lobos - Cannery PointPoint Lobos - Gibson BeachWir beendeten den Besuch am Sandstrand der Gibson Beach und wanderten anschliessend zurück zum Auto. Der Besuch lohnt sich unbedingt. Für Kinder ist es sehr kurzweilig, Bäume klettern, Krabben suchen, Füsse baden und vieles mehr ist möglich. Einen halben Tag sollte man jedoch einplanen um auch einige Details geniessen zu können. Reine Wanderzeit für eine ganze Umrundung des Parkes inkl Abstecher ist ca. 3 Stunden.

Der Highway No 1: Monterey – Los Angeles !

Highway No 1 zwischen Monterey und San SimeonHighway No 1 - eine von vielen BrückenWir haben vier Tage in Los Angeles verbracht und hier ist der erste von drei Beiträgen. Auf der Hinfahrt haben wir eine der schönsten Küstenstrassen der Welt abgefahren, den Highway No 1 zwischen Monterey und Los Angeles. Nach Carmel und Point Lobos beginnen ca. 90 Meilen menschenleere Wildnis und stroffe, felsige Pazifikküste, durchzogen von einer sich an den Hang windenden Küstenstrasse. Immer wieder hielten wir an und bestaunten die fantastischen Ausblicke. Das Beste: sogar vom Auto aus konnte man die Wasserfontänen der südlich wandernden Wale sehen. Dank Fernglas, guten Augen und etwas Geduld waren so Walbeobachtungen ab der Küste möglich. Eine seltene Gelegenheit. Die Wale wandern nur in den Wintermonaten und wenn das Meer nicht ruhig ist, sieht man sie kaum. Man sollte sich für diesen Highway genügend Zeit nehmen. Eine Fahrt bis nach Los Angeles in einem Tag ist unrealistisch. Beim Ragged Point haben wir einen guten Burger gegessen und das Motel hoch über den Klippen sieht sehr gut aus. Vielleich übernachten wir mal dort.

Piedras Blancas - Neugeborene See-ElefantenPiedras Blancas - See-ElefantenEtwas weiter thront mitten im Nichts hoch über der Küste das Hearst Castle. Ein ‘europäisches’ Schloss in Kalifornien, das Scharen von Besuchern anzieht. Wir verzichten und bestaunen lieber die Kolonie See-Elefanten am Piedras Blancas Beach. Seit 20 Jahren kommen hier die See-Elefanten, die grössten Robbenart der Welt, wieder zu Hunderten an den Strand. Wir sahen wenige Tage oder Stunden alte Jungrobben, famose Kämpfe zwischen den jungen Bullen und imposantes Gehabe der riesigen Haremchefs. Man kann bis auf wenige Meter an die Tiere heran. Die Männchen sind sehr eindrücklich. Geburtszeit ist Dezember – Januar, ab Mitte März sind die Tiere bereits wieder weg.

Pier in Santa BarbaraSolvang - Dänisches StWir fuhren weiter der No 1 entlang bis nach Lompoc, bogen da jedoch auf die 246 ab, um in Solvang ein z’Vieri zu essen. Solvang ist ein ‘dänisches’ Dörfchen und sieht aus wie ein Gemisch aus Freilichtmuseum und Disneyland. Alles im Dorf ist Dänisch und die Touristen bewundern dieses kleine Europa in Kalifornien. Wir geniessen das sehr gute Dänische Gebäck. Der Besuch ist etwas für die Kategorie ‘unglaublich, aber wahr’. Via die 154 fuhren wir entlang des Lake Cachuma um dann den Berg runter nach Santa Barbara zu stechen. Dort übernachteten wir und hatten am nächsten Tag leider zuwenig Zeit das alte und relativ schöne Städtchen länger zu besuchen. Bis nach Los Angeles und die nächste Destination, die Universal Studios, waren es nochmals 90 Minuten Fahrt.