Beiträge mit dem Stichwort - wandern

Im Seilpark Balmberg !

Heute war Familientag und so gingen wir früh aus dem Bett um dem pfingstlichen Massenandrang auf dem Balmberg zurvor zu kommen. Das war eine gute Idee und wir konnten den Seilpark ohne grössere Staus geniessen. Wir machten die grünen, die blaue, rote und die schwarze Route. Wie immer ein Riesenspass, der ziemlich heftig in die Arme und Beine geht. Dafür ist es ein exzellentes Konzentrations– und Balancetraining. Der Seilpark auf dem Balmberg ist gut organisiert und die Routen spannend und immer wieder gespickt mit einer Tyrolienne. Die maximale Aufenthaltsdauer von drei Stunden haben wir leicht überschritten, aber das kontrolliert niemand. Viel länger kann man aus Konditionsgründen auch kaum bleiben.

Danach machten wir eine kleine Wanderung ins Restaurant Stierenberg. Der Ort ist mir eher bekannt von meinen Biketouren. Heute genossen wir guten Hobelkäse und noch besseren Speck. Dazu ein sauerer Most und die Idylle auf der Alp ist perfekt. Natürlich waren sehr viele Mountainbiker unterwegs. Ich sah noch ein Transalpes Mountainbike ‘in the wild’ und führte ein kurzes Gespräch mit dem Besitzer, der das Rad selber aufgebaut hat.  Nächstes Wochenende wäre eine Testfahrt auf den Chasseral, das würde mich immer noch reizen. Das war ein perfekter Pfingstsonntag. Morgen gehe ich dann selber in den Jura biken.

Im Jacks Peak County Park !

Auch heute blieb Zeit für einen kurze Wanderung. Auf der Checkliste fehlte noch der unscheinbare Jacks Peak County Park. Der Park bietet aber wunderbare Blicke über die Monterey Bay, Seaside, Point Lobos und Carmel. Der Jacks Peak ist auch der höchste Punkt auf der Monterey Bay Penninsula. Ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen zieht sich entlang des Bergrücken durch den Park. Ich liebe diesen Geruch von warmen Tannnadeln und Harz. So macht Wandern richtig Spass!

Die Wanderung im Nebel !

Am Samstag machten wir wieder mal eine kleinere Wanderung in unserer schönen Nachbarschaft. Schon bald müssen wir ja Abschied nehmen und so macht es Sinn, noch etwas mit offenen Augen durch die Landschaft zu gehen. Beispielsweise sieht man so die schöne Architektur der viktorianischen Häuser in Pacific Grove und die weniger schönen Leitungen über der Strasse. Trotz theoretisch schönem Wetter hat der Küstennebel Monterey dicht im Griff.

Wir wandern entlang des Küstenweges bis zum Lover’s Point. Die Wellen sind hoch und so wird einiges an Action geboten. Erstaunlicherweise sind wirklich viele Touristen unterwegs. Ich und mein Sohn wählen den direkten Abenteuerweg über den Strand und die Klippen. Die Wellen sollte man jedoch immer im Auge behalten. Hier fällt man nur einmal ins 10°C kalte, tosende Wasser.

Interessant war es auch den Fischern zuzuschauen. Irgendwie bin ich mir aber nicht sicher, ob die jemals etwas fangen. Meistens werfen sie die Fische sowieso wieder rein. Auch am Fischen sind wie immer die Möven. Jeder exponierte Platz wird  als Ausguck genutzt um irgendwelche Abfälle der Touristen zu erspähen. Auf dem Rückweg gibt es noch ein schönes Foto des Hafen-Robben Strandes. So viele Tiere wie heute hatte es hier schon lange nicht mehr. Trotz Nebel war dies eine wirklich schöne Wanderung. Das Gute liegt so nah…

Geocache: I feel pretty

Die Emerald Bay Wanderung !

Rubicon Trail - Blick auf den Lake TahoeRubicon Trail LighthouseWir waren über das lange Labor Day Wochenende wieder einmal am Lake Tahoe und so kann ich noch drei Artikel nachreichen. Am Samstag war Familientag und wir machten eine schöne Wanderung entlang der Emerald Bay des Lake Tahoes. Wir hatten Mühe einen Parkplatz zu finden und es schien als sei halb San Francisco an diesem Wochenende in die Berge gefahren. Von der westlichen Seeseite hatte man einen wunderbaren Blick auf die Bergkette des Ostufers, über welche am Sonntag meine Mountainbike Tagestour führte.

Lake Tahoe - Panorama Emerald Bay

Heavenly Gonola im BlumenmeerLake Tahoe - Emerald BayDie Wanderung entlang der steinigen Felsküste war abwechslungsreich. Die Kinder hatten Spass und der Weg (Rubicon Trail) war, wie in den Stateparks üblich, sehr gut ausgebaut. Lustig wie die Amerikaner auch das kleinste Stück Geschichte konservieren. Ein Beispiel war der alte ‘Leuchtturm’ am Wegesrand. Mir kam bei der Bretterbude nur das Stichwort ‘Latrine’ in den Sinn. ;-) Den Abend verbrachten wir in South Lake Tahoe und genossen das warme Wetter. Mir gefiel das Blumenmeer bei der Heavenly Gondola. Welch ein Kontrast zu den eisigen Wintertagen im letzten Dezember.

Im Pinnacles National Monument !

Pinnacles National Monument - SchildPinnacles National Monument - Bear Gulch ReservoirAm Samstag besuchten wir das Pinnacles National Monument. Ein National Monument ist ein Nationalpark, nur kleiner. Pinnacles ist nur zwei Autostunden von Monterey entfernt und berühmt für seine vulkanischen Felsformationen sowie das Aussiedlungsprojekt des Kalifornischen Kondors. Wir fuhren zum weniger überlaufenen Westeingang via die Strasse 146 und fanden problemlos einen Parkplatz. Die Wanderwege sind gut bezeichnet und das Wandern ein Genuss solange man mit den Schuhen auf dem teils losen Kies einen guten Halt hat.

Pinnacles National Monument - Panorama

Pinnacles National Monument - AussichtPinnacles National Monument - Felszacken 02Der Weg führte steil im Zick-Zack den Berg hinauf und die imposanten runden Felsen kamen immer näher. Dank den Höhenmetern konnten wir den Blick über das ganze Hügelmassiv schweifen lassen. Eindrücklich sind die alleinstehenden, rundgeschliffenen Felsspitzen. Diese Felsen sind Zeugen der geologischen Kräfte entlang der San Andreas Spalte. Immer noch bewegt sich die pazifische Platte rund 2 – 3cm jährlich gegen Norden.

Pinnacles National Monument - Felszacken 01Pinnacles National Monument - EidechseDie Wege sind gut unterhalten und die Amerikaner wie unsere Kinder freuten sich über zwei aus dem Fels geschlagenen Tunnels. Wir wanderten ein Stück auf dem High Peak Trail, um dann auf der anderen Seite wieder in Richtung Tal zu gehen. Die Gegend ist karg und es gibt nicht viel Schatten. Wir hatten bereits sehr hohe Temperaturen mit 27°C am Schatten. Genügend Getränke, Hut, Sonnenschutz und gute Schuhe sind wie immer Pflicht.

Pinnacles National Monument - Gelbe BlumenPinnacles National Monument - Rote BlumenLinks und rechts des Weges lassen sich viele Tiere und Blumen entdecken. Es hatte Eidechsen, Kojoten und unser Sohn sah gar eine Schlange. Die Bergblumen spriessen in allen Farben. Am Himmel zogen Raubvögel ihre Kreise. Den kalifornischen Kondor haben wir leider nicht gesehen, obwohl wir dem Condor Gulch Trail entlang gewandert sind. Beim Parkplatz des Osteingangs war dann etwas mehr los und die Wege ziemlich gut mit Touristen gefüllt.

Pinnacles National Monument - Bear Gulch CavePinnacles National Monument - Bear Gulch Cave EingangHighlight des Parks sind zwei begehbare Höhlen. Unsere Kinder hatten einen Riesenspass auf dem abenteuerlichen Weg durch die Bear Gulch Cave. Der Weg wird immer wie enger und teilweise muss man sich in echter Höhlenforschermanier durch ca. 1m breite und kaum höhere Durchgänge zwängen, mit den Schuhen im knöcheltiefen Bächlein stehend. Eine gute Taschenlampe und Normalgewicht sind deshalb ein Muss. Wir hatten Glück, weil die Höhle ab Ende März teilweise gesperrt ist, weil sie eine grössere Kolonie geschützter Fledermäuse beheimatet.

Pinnacles National Monument - Felsen und WanderwegPinnacles National Monument - KletterfelsenNach der Höhle kamen wir noch am idyllischen Bear Gulch Reservoir vorbei, um dann erneut die High Peaks zu bezwingen. An exponierten Felsen wird heftig geklettert, obwohl ich mir bessere Orte dafür vorstellen kann. Der Weg ist nochmals ziemlich spektakulär und teilweise aus dem Fels gehauen. Insgesamt hatten wir für die Rundwanderung inklusive Pausen ca. 6 Stunden gebraucht.

Fazit: Das Pinnacles National Monument ist ein Tagesausflug wert. Im Sommer würde ich den Park jedoch wegen der Hitze nicht besuchen. Die Höhlen sind ein Ereignis für Kinder und je nach gewählter Zufahrt nach einer kurzen Wanderung erreichbar.

Point Lobos zum Zweiten !

Point Lobos - Schwertlilienartige BlumenPoint Lobos - rauhe SeeVor lauter Outdoor – Aktivitäten bleibt kaum Zeit zum Bloggen. Ausnahmsweise habe ich deshalb drei Artikel zurückdatiert. Heute war ich mit meinem Besuch in Point Lobos auf einer Wanderung. Es war ziemlich kühl und windig. Der Monterey Nebel hatte sich glücklicherweise verzogen. Im Gegensatz zum letzten Mal sahen wir keine Wale, aber viele schöne Frühlingsblumen, Hirsche und Seeotter. In einer Bucht gab es gleich drei Seeotter, einer mit einem Jungen auf dem Bauch. Ein Fernglas ist aber Pflicht um die Tiere beobachten zu können.

Point Lobos - Poison Oak WarnhinweisPoint Lobos - Poison OakEin Amerikaner hat uns auf das viele frische, grüne Poison Oak im Park hingewiesen. Das Kraut wuchert im Moment an jeder Ecke. Poison Oak verursacht bei Berührung je nach Veranlagung mittlere bis schwere allergische Reaktionen. Man wird auf Schritt und Tritt vor dem Gewächs gewarnt. Persönlich habe ich glücklicherweise noch keine Erfahrungen damit gemacht. Im Gegensatz zu vielen Amerikanern bin ich aber beim Wandern richtig ausgerüstet mit Wanderschuhen, hohen (nicht roten) Socken und allem weiteren Drum und Dran.

Point Lobos - Bucht mit HafenrobbenAm Abend fuhren wir noch dem Coastal Bike Trail entlang. Erstmals kam meine Tochter auf dem Mountainbike meiner Frau mit. Wir haben die Kindervelos zu Hause gelassen, weil die Kids hier in der USA nicht mit den Fahrrädern in die Schule fahren können. Ich hoffe meine Tochter kommt noch einige Male mit auf eine Biketour. Wenn sie Freude am Mountainbiken bekommt, würde ich mich vielleicht zu einem neuen Bike überreden lassen.

Statistik: 19,4 km, ca. 167 Höhenmeter, Fahrzeit 01:36 h plus eine kräftige Wanderung

Der Point Lobos State Park !

Point Lobos - BrandungPoint Lobos - North Shore TrailHeute Sonntag machten wir eine wunderbare Wanderung im nahegelegenen Point Lobos State Park. Ich kann hier gar nicht all die schönen Fotos posten, die ich gemacht habe. Der Eintritt kostet 10 USD pro Fahrzeug, dafür ist das ganze Gelände ‘besenrein’. Man erhält eine ausführliche Informationsbroschüre mit einer Trailmap. Die Wege sind gut markiert und beinahe überall mit einem kleinen Zaun versehen, um die Natur zu schonen und Kinder vor dem Absturz zu bewahren.

Point Lobos - PilzPoint Lobos - Guillemot Island (?)Wir starteten an der idyllischen Whalers Cove und besuchten das lokal kleine Walmuseum.Verstreut liegen Walknochen vor dem Gebäude und es wird rasch klar, dass die Gegend im 19. Jahrhundert etwas weniger idyllisch war. Sehr eindrücklich das Ganze. Danach folgten wir dem Weg der hoch über dem Meer bis an die Spitze von Point Lobos führt. Immer wieder geben die alten knorrigen Zypressen den Blick auf malerische Buchten und die Brandung frei.

Point Lobos - Pelican PointPoint Lobos - South PointBeim Picknick hoch über dem Pazifik bestaunen wir zwei Seeotter, einer mit seinem Jungen und staunen über die zahlreichen Grauwale ca. 3 Meilen vor der Küste. Mitte Januar ist der Höhepunkt der Migration gegen Süden. Zum Glück hatte ich das Fernglas wieder dabei. Auf der südlichen Seite der Halbinsel wechselt dann die Natur und die Küste wird flacher aber nicht minder spektakulär. Robben, Seelöwen und zahlreiche Vögel wohin das Auge blickt. Entsprechend zahlreich waren die Profi-Natur-Beobachter, teilweise mit eindrücklicher Fernrohr- und Kameraausrüstung.

Point Lobos - Cannery PointPoint Lobos - Gibson BeachWir beendeten den Besuch am Sandstrand der Gibson Beach und wanderten anschliessend zurück zum Auto. Der Besuch lohnt sich unbedingt. Für Kinder ist es sehr kurzweilig, Bäume klettern, Krabben suchen, Füsse baden und vieles mehr ist möglich. Einen halben Tag sollte man jedoch einplanen um auch einige Details geniessen zu können. Reine Wanderzeit für eine ganze Umrundung des Parkes inkl Abstecher ist ca. 3 Stunden.

Yosemite Nationalpark – Vernal / Nevada Falls !

Einen Tag haben wir uns im Yosemite Nationalpark für eine längere Wanderung reserviert. Weil wir trotz Herbst noch Wasserfälle ‘in Betrieb’ sehen wollten, wählten wir eine Tour zum Vernal und Nevada Fall. Das Auto parkiert man am besten im Curry Village und nimmt dann den Shuttle Bus bis zum Stop 16, Happy Island Center. Der Weg bringt uns ins Little Yosemite Valley, entlang dem Merced River, dem Hauptfluss des Tales. Der erste Streckenabschnitt führt auf einem gut ausgebauten Wanderweg entlang, in den Alpen würde der breite asphaltierte Weg schon fast als Passsträsschen durchgehen.

Er erlaubt den Touristenmassen (die aber heute wegen den doch ziemlich kühlen Temperaturen weitgehend fehlen) bis zu einer Brücke zu gehen von der man einen entfernten Blick auf den Vernan Fall hat. Danach ändert der Weg dem Charakter und wird tatsächlich zum Wanderweg, der aber weiterhin amerikanisch gut ausgebaut ist. Wir folgen dem Mist Trail dem Fluss entlang. Wie der Name schon sagt, bleibt man auf diesem Weg wegen der Gischt des Wasserfalles im Frühjahr und Sommer nicht trocken. Jetzt ist es jedoch keine Problem.

Der letzte Wegabschnitt ist ein steiler, teils ausgesetzter Aufstieg zum Vernal Wasserfall. Über hunderte von Treppenstufen hat man eine wunderbare Aussicht auf den Wasserfall. Oben angekommen bietet sich die Gelegenheit etwas zu rasten und die Sonne zu geniessen. Der Fluss fliesst über eine riesige Granitplatte, um dann senkrecht in den Fall abzustürzen. Die Aussicht vom Emerald Pool auf die umliegenden massiven Granitfelsen sind wunderbar.

Wir laufen weiter auf dem Mist Trail zum zweiten Wasserfall des Tages. Auch hier zwingt ein steiler Aufstieg die Höhenmeter des Falles zu überwinden. Oben angelangt haben wir Zeit um etwas zu Essen und die WC-Häuschen zu benutzen. Im ganzen Park sind WCs im Blockhausstil installiert. Wir können beobachten wie ein Cowboy mit Maultieren die Chemie-WCs leert und mit der Karawane voll Schei… ins Tal runterläuft. Faszinierend wie trittsicher die angebundenen Maultiere auf dem teils steilen und schmalen Wanderweg sind. Auch beim Nevada Fall kann man direkt an die Absturzkante stehen und einige Hundert Meter runterschauen. Die Aussicht auf das ganze Tal ist grandios.

Zum Glück müssen wir nicht den gleichen Weg zurücknehmen, sondern wechseln die Talseite und laufen auf dem John Muir Trail wieder ins Tal hinunter. Er führt im oberen Abschnitt spektakulär durch eine Felswand, immer im Blick die abgeschliffene Rückseite des Half Dome. Auf diesem Pfad hat es erste massive Eiszapfen und es verwundert nicht, dass der Weg im Winter deshalb gesperrt ist. Die Kinder wanderten übrigens wunderbar mit und die verschiedenen Warnungen am Wegrand zum Verhalten bei Kontakt mit Bären und speziell mit Pumas sorgten dafür, dass die Wanderdisziplin in der Familie ziemlich gut war (Pumas fressen besonders gerne kleine Kinder, die zu weit hinter den Eltern zurückbleiben).  ;-)

Fazit: Die Rundtour ins Little Yosemite Valley ist eine wunderbare Tageswanderung, geeignet auch für kleinere Kinder, obwohl es einige ausgesetzte Stellen hat. Die Wanderung dauert 4 – 6 Stunden, je nach Kondition.