Die Bantiger Tour (Teil 2)

Reifer WeizenBantigerantenne

Heute ist vielleicht der bisher schönste Tag in diesem Jahr und damit die Gelegenheit gleich zwei Versprechen einzulösen. Erstens die Bantiger Tour zu Ende zu fahren und zweitens mal im Sommer und nicht im Januar mit dem MTB zur Arbeit zu fahren. So liess ich um 1530 den Hammer fallen und setzte mich aufs Bike. Die Anfahrt führte auf den Spuren des Bantiger Loops über den Ostermundigenberg bis rauf zur Antenne (947m). Oben angekommen war ich bereits  ziemlich kaputt. Der Blick auf den Tacho zeigt warum: 15 Km, 660 Hm und dies praktisch alles auf Singletrails.

Blick auf die Strafanstalt ThorbergGratrail bei Krauchthal 01

Kurz die fantastische Aussicht genossen und dann weiter dem GPS-Track der Bantiger Tour entlang. Bei der Abfahrt musste ich noch durch die Dornenhölle – überhaupt war die heutige Tour eine TorTOUR von Brennesseln, Mücken, Zecken und Dornen. Es folgte das Highlight der Tour, der Grat runter von der Chlosteralp nach Krauchthal (582m), hoch über dem Lindental. Wie es Gratwege so an sich haben, werden sie immer schmaler, der Grat immer gratiger und der Abgrund links und rechts immer tiefer.

Grattrail bei Krauchthal 03Grattrail bei Krauchthal 02

Wer sein Bike und sich gerne hat und beim Blick in den Abgrund komische Bewegungen auf dem Bike macht, steigt bei einigen Passagen lieber ab. Richtig gefährlich wird es nie, schliesslich hat es Fixseile.  😉 Vor Krauchthal gibt es wunderbare Ausblicke auf den Thorberg, der Strafanstalt wo die Gefangenen noch im Sand-Steinbruch arbeiten. In der Sandsteinfelswand gibt es zudem zwei in Höhlen eingelassene Häuser, den Fluehüsli. Den Bewohnern fährt man durch den Garten. Speziell!

V-förmiger Pfad in der Nähe BurgdorfFluehüsli bei Lindental

Doch die Tour führt noch zweimal nach oben, zuerst auf den Zimmerberg (714m). Danach folgt eine magische Abfahrt in einem dieser für die Gegend typischen V-Wegen – Monsteranlieger inklusive. Zum Schluss geht es den ungenannten Wald hoch und dann runter nach Burgdorf zum verdienten Bier.

Fazit: Die Tour ist wegen dem Grattrail ziemlich anspruchsvoll (schwarze Route auf der Singletrail Map) und sollte keinesfalls bei nassen Verhältnissen gefahren werden. Teil 1 und 2 zusammen braucht dann schon einiges an Kondition! Die Strecke selber ist aber über weite Teile auf Strässchen und die kritischen Abfahrten lassen sich auch umfahren. Mir gefielen speziell die abwechslungsreichen Passagen und die spannende Geschichte der Region.

Statistik: 53.2 km Distanz, ca. 1073 Höhenmeter, 03:45h Fahrzeit

6 Kommentare zu “Die Bantiger Tour (Teil 2)

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  2. Trailblatzer
    Antworten

    Mein Heimrevier, kenne den Grat Trail inn und ausswendig wirklich besser mann steigt zwischendurch mal ab,also ganz so ungefährlich ist es dann doch nicht 😯

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