Mountainbiken und Regen !

GPSmap 60CSx im RegenEs regnet über der Monterey Bay

Ich gebe es gerne zu, ich bin kein Mountainbiker, der gerne im Regen fährt. Schnee und Kälte ist noch OK, aber Nässe und Kälte machen mir keine Freude. Laut Statistik war ich in den letzten drei Jahren genau 11x bei Regen unterwegs. Leider gibt es hier in Monterey eine längere Regenperiode und angesichts der knappen Zeit bis Ende Jahr, blieb nichts anderes übrig als die Regenausrüstung hervorzukramen. Die beste Gelegenheit um das Thema Regen und Mountainbiken etwas detaillierter zu betrachten.

Pulp Cycling Regenjacke - VornePulp Cycling Regenhose

Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Für Regen habe ich zuerst mal eine Regenjacke. Ich bin mir nicht sicher ob dieses Modell schon als Regenjacke zählt, oder noch unter Windjacke läuft. Theoretische Angaben wie Wassersäulen haben mich heute beim Praxistest im strömenden Regen auch nicht interessiert. Die Jacke ist gut geschnitten und das knalle Gelb mit den Reflektoren ist bei regengrauem Wetter sicher eine gute Idee. Mir gefällt, dass die Jacke einen hohen Kragen hat und die Rückentasche gleichzeitig auch ein Verpackungssack mit Bändel ist. Damit kann man die Jacke einfach an den Rucksack oder um den Körper binden. Negativ fällt der kurze Rücken auf. Die Jacke könnt durchaus noch einige Zentimeter länger sein.

Pulp Cycling Regenhose DetailPulp Cycling Regenjacke - Hinten

Vom gleichen Hersteller habe ich Regenhosen. Damit bin ich sehr zufrieden. Sie ist sehr leicht, hat aber innen noch ein angenehmes Netz. Ein langer Reissverschluss erlaubt es die Hosen auch über die Schuhe anzuziehen. Sehr sinnvoll bei einem plötzlichen Wolkenbruch. Am Knie ist die Hose überlappend geschlitzt und lässt eine gute Bewegung sowie eine Lüftung zu. Mit drei Klettriemen kann man die Hose eng ans Bein anlegen, damit sich nichts in der Kette wiederfindet. Beim Kauf ist auf die Länge der Hosen zu achten, immer auf einem Fahrrad ausprobieren! Weiter Regentools sind ein Helmüberzug sowie ein Rucksacküberzug. Für die Schuhe habe ich meine Winter-Neoprenüberzüge angezogen.

Veloplus RucksacküberzugAbsitzen nur mit Regenausrüstung !

Wie sieht nun die Praxis aus? Erstens, wer Angst vor Dreck hat oder ein Weichei ist, sollte vielleicht Schutzbleche ans Bike montieren… 😉 Zweitens, der Helmüberzug bewährt sich sehr und ist in Sekunden montiert. Drittens, der Rucksacküberzug lässt sich nur gut montieren, wenn der Rucksack oben eine Kante hat und nicht direkt in den Träger übergeht. Zudem hat die Hülle dem starken Regen nicht wirklich Stand gehalten. Drittens, die Jacke ist angenehm und leidlich dicht. Leider scheinen die Reissverschlüsse nicht dicht zu sein, dafür klemmen sie permanent den leichten Stoff ein. Aber dieses Problem habe ich bei einer sehr teuren Rukka Regenjacke mit superdichten Reissverschlüssen auch. Viertens, die Regenhosen sind perfekt und stören beim Pedalen nicht. Zudem kleben sie nicht an den Beinen. Auch bei starkem Regen fühlte ich keine direkte Nässe. Fünftens, bei den Schuhen nützt alles nichts. Beim Durchfahren von Pfützen werden die Schuhe von unten mit Wasser gefüllt. Diese Schwachstelle lässt sich wohl mit Überzügen nicht wirklich lösen.

Feuchte AussichtenVaude Helmüberzug

Fazit: Trotz umfassender Regenausrüstung bleibt man bei starkem Regen wie dem heutigen nicht wirklich trocken. Diese Erkenntnis ist aber nicht neu. Die moderne Kleidung reicht höchstens dazu, um einen überraschenden Regen für 1-2 Stunden auszuhalten. Wer wirklich stundenlang im Regen biken will, muss wohl sehr tief in die Tasche greifen und dürfte erheblich in der Bewegung eingeschränkt sein. Zudem weiss man trotz aller atmungsaktiver Kleidung auch heute noch nie so genau, ob die Nässe von innen oder von aussen kommt. Lustig war es trotzdem und wenn morgen alles wieder trocken ist, geht es gleich nochmals auf Regentour!

Noch 122 km zum Jahresziel…

Statistik: 30.8 km, ca. 280 Höhenmeter, Fahrzeit 01:35

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