US Südwesten – Monument Valley !

Die Fahrt von Page ins Monument Valley auf der 98 – 160 – 163 via Kayenta führt durch menschenleeres und  ziemlich unspektakulär ödbraunes Wüstenland der Navajo Nation. Leere Schmuckverkaufsstände der Indianer zeugen erneut von der Low Season. Umso spannender ist das komplexe Zeitmanagement der letzten Tage. Obwohl grundsätzlich Mountain Time gilt, macht Arizona bei der Sommerzeit nicht mit, die Stammesgebiete der Navajo aber schon. So stellt man bei einer Fahrt von Utah nach Arizona, durch die Reservate und zurück nach Utah, einige Male die Uhren um.

Endlich stehen wir ziemlich überraschend vor dem berühmten Monument Valley. Die imposanten freistehenden Felsformationen sind erst ab dem Besucherparkplatz auf einer leichten Anhöhe richtig sichtbar. Ab hier kann man  sich mit offenen Jeeps zu Navajopreisen und mit einer garantierten Staublunge ins Tal, welches im eigentlichen Sinne keines ist, hinunter fahren lassen. Nach einer etwas intensiveren Diskussion fahren wir die Strecke mit unserem Mietwagen, obwohl Offroad Fahrten explizit verboten sind (Dieser Punkt in den Mietwagenverträgen ist ein wirkliches Problem für USA Reisende welche etwas abseits der üblichen Touristenströme fahren wollen). Doch angesichts unseres Autos und der niedrigen Temperaturen war das Risiko kalkulierbar und wir bereuten die Rundfahrt keineswegs. Von nah sehen die freistehenden Pfeiler noch viel besser aus.

Wir haben uns im The View Hotel einquartiert (der Name ist Programm), das einmalig und wunderschön an bester Aussichtslage liegt (siehe Bild rechts im nächsten Abschnitt mittig am Horizont), und optisch sehr dezent in die Landschaft eingepasst wurde. Der Hotelbalkon bietet einen direkten Blick auf die drei bekannten Tafelberge und die abendliche Stimmung ist einzigartig. Die Ruhe am späten Abend ist eindrücklich und die Lichtspiele verführen erneut dazu, die digitalen Apparate im Zeitraffermodus knipsen zu lassen.

Erwähnenswert ist, dass die Sonne am Abend im Rücken des Hotels untergeht und man somit ganz früh am Morgen den Wecker stellen muss, will man einen märchenhaften Sonnenaufgang bewundern. Leider war an diesem Tag der Himmel ziemlich bedeckt, aber die blaue Stunde war trotzdem ein eindrückliches und bleibendes Erlebnis. Wer es einrichten kann, dem sei das Hotel wärmstens empfohlen. Die restliche Infrastruktur ist bescheiden, ein Gift Shop und ein Navajo Restaurant mit währschaftem Essen.

Nach diesen Eindrücken fehlte nur noch ein Bild, DAS Bild! Der Anblick einer endlosen geraden Strasse mit dem Hintergrund des Monument Valleys prägte mein Bild der USA schon als Kind, lange bevor ich jemals daran dachte, dort 18 Monate leben zu können. Auf dem Highway 163, nördlich des Monument Valley in Richtung Mexian Hat findet man schliesslich die berühmte Stelle – KLICK!

Statistik: 188 Meilen (inkl Ausflüge in Page), 4:56h Fahrzeit, Übernachtung im Monument Valley

Ein Kommentar zu “US Südwesten – Monument Valley !

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