Das Teeny-Fahrrad (Teil 1) !

Das Fahrrad meiner Tochter ist definitiv zu klein und so haben wir uns vor einigen Wochen nach einer Alternative umgeschaut. Etwas wertvolles kommt für das Schulfahrrad nicht in Frage. Was liegt also näher, als den Velomechaniker-Papi rauszuhängen und ein Schrottbike aufzumotzen. Unser Nachbar hat uns ein altes Swissa Mondia überlassen, das übrigens überhaupt nicht schrottreif war.

Das Velo hat alles was man für den Schulweg braucht, einen Korb, ein Dynamolicht welches nicht geklaut werden kann, ein eingebautes Schloss und ein unglaublich klassisches Werkzeugtäschchen aus Leder, das leider definitiv für den Abfall ist. Die Demontage war relativ problemlos, obwohl ich wieder mal für die Kurbel einen speziellen Kurbelabzieher kaufen musste.

Wir hatten die Idee, den Rahmen neu zu lackieren. Also muss die alte Farbe zuerst mal weg. Naiv versuchte ich mich zuerst mit verschiedenem Schleifpapier, nur um nach wenigen Stunden die Sinnlosigkeit des Tuns einzusehen. Aber so schnell gibt sich der Hobbyschrauber nicht geschlagen. Aufrüsten heisst die Devise und so fuhr ich heute in den Baumarkt.

Ausgerüstet mit verschiedenen Schleifaufsätzen für meine Bohrmaschine machte ich mich wieder an die Arbeit. Langsam aber sicher löste sich die Farbe vom Rahmen und wenn ich nochmals einen Samstag aufwerfe, ist der Rahmen bereit für den neuen Lack. Angesichts der Staublunge und des Arbeitsaufwandes fragt man sich schon, wieso ich nicht einfach ein neues Billigrad gekauft habe. 😉

To be continued…

8 Kommentare zu “Das Teeny-Fahrrad (Teil 1) !

  1. Sarah
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    Wieso du nicht ein billiges Fahrrad gekauft hast? Weil diese alten Damenvelos sowieso wieder in Mode sind und erst noch gratis. Aufwand hin oder her, gib doch zu dass es Spass gemacht hat 🙂

  2. andi
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    Hi,
    „fragt man sich schon, wieso ich nicht einfach ein neues Billigrad gekauft habe“
    Weils manchmal einfach Spaß macht das alte Radl wieder auferstehen zu sehn … find ich. Kann ich komplett nachvollziehen 😉
    Ich hätte den Rahmen wohl zu einem Sandstrahler in der Nähe gebracht, da hab ich gute Erfahrungen gemacht. Und wenns edel werden soll, nebenan ist gleich ein Kunststoffbeschichter. Der schlägt jede Lackierung, qualitativ und preislich auch.
    Grüße
    Andi

  3. Spoony Artikelautor
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    Danke für die guten Ratschläge. Das nächste Mal frage ich die Lackprofis vorher. Die Naben bleiben wie sie sind, ich habe mal die Kugellager gewechselt und versuchte mich ein erneutes Mal am Nabenspiel einstellen. 😀 Betreffend Lackieren habe ich noch keine Ideen, aber selber mache ich es wohl nicht, schliesslich will ich den Hobbyraum nicht völlig zerstören…

  4. marco
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    ach an solchen projekten kann sich schön verweilen 😉 :mrgreen:
    betreffend neuem Lack ; machst dies auch selber ? oder lässt es machen ??
    denn wenn du es machen lässt, je nach lakierer wär das entlacken einfacher gewesen vllcht sogar inbegriffen !?

  5. beat
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    Es wäre einiges einfacher gewesen (und hätte auch viel weniger gestaubt), wenn Du den Rahmen zuvor mit chemischem Entlacker eingestrichen hättest. Ein Tag einwirken lassen und schon blättert über 50% der Farbe wie von selbst ab. Zugegeben, dieser Tipp kommt nun zu spät…

  6. david
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    Da bin ich ja mal gespannt, was da rauskommt. Wenn du damit fertig bist, könntest du sowas auch mal mit meinem Stadtvelo machen 😉
    Btw: Wenn deine Tochter auch bei Regen und Schnee mit dem Velo in die Schule fahren muss und die Naben auch gleich durch sind, würde ich auf einen Nabendynamo umrüsten. Ich hatte mit dem normalen Dynamo immer Probleme, wenn es nass wurde.

  7. Patrick
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    Velo pimpen ist eben richtig cool! Mein Tipp: Alles in einer Farbe – auch die Felgen, Schutzbleche und Lampengehäuse. Mit neuen Griffen und einem stylischen Sattelüberzug aus z. B. einer alten Regen- oder Kunstlederjacke (NäherIn gefragt) wird das Velo dann sicher zum Kultobjekt. Bin natürlich auf Fotos gespannt! Viel Spass beim werken und fahren!

  8. Andi
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    Neben meinen zwei Titanen (Merlin Mountain und Moots Vamoots) habe ich auch ein Schrottbike im Einsatz. Der Unterschied könnte nicht grösser sein: Hier edles Ti, welches das Kennerauge erfreut, dort das in unsäglichen Farben lackierte, über 20 Jahre alte Mountie, auf dem ich täglich 4 km zur Arbeit rolle. An eine Jungbrunnen-Schönheitskur wie von dir beschrieben habe ich schon oft gedacht. Das mit viel Herzblut restaurierte Ding wäre dann aber wieder so attraktiv, dass es bald gestohlen würde. Trotzdem viel Spass beim Schleifen und lackieren.

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