Die Solothurn Kantonsgrenze – Tour (Teil 4) !

Störche in AltreuKantonsgrenze in der Mitte der Aare

Nach der doch ziemlich anstrengenden Wanderung von gestern, legte ich heute mit dem Mountainbike noch einen drauf und fuhr eine weitere Etappe meines Rund-um-den-Kanton-Solothurn Projektes. Die Etappe führte von Nennigkofen via Montagne de Romont nach Gänsbrunnen. Bereits die Anfahrt an die Aare zog sich in die Länge. Die Grenze ist inmitten der Aare und der grenznächste Weg führt so jeder Flussschlaufe entlang.

Die Grenze bedingt auch mal Fahrten durchs hohe GrasErster Grenzstein der Tour bei Niderholz

Überhaupt sind meine auf der Karte geplanten GPS-Tracks in der Realität oft ein wenig unangenehm, wie beispielsweise der fehlende Feldweg links beweist. Da will auch schon mal ein kleiner Wassergraben überwunden werden. Beim Rütisack, einem alten Mäander, geht es schliesslich auf direktem Weg in Richtung Grenchen / Lengnau und dann auf die erste Jurahöhe hinauf.

Jungsteinzeitlicher Schalenstein bei MuntersDie Kantonsgrenze in direkter Verlängerung den Jura hinauf...

Vor Grenchen mache ich noch einen kurzen Abstecher zu einem sogenannten Schalenstein aus der Jungsteinzeit und zu Ausgrabungen eines nahen römischen Gutshofes. Beide Stellen sind gut gewählt und lassen den Blick über die Aare zum Alpenpanorma schweifen. Ich bin sicher, dass von diesem Anblick alle Menschengenerationen der Vergangenheit fasziniert waren.

Steinerne Kantonsgrenze im steilen WaldRuinen eines römischen Gutshofes mit Alpenblick

Danach geht es los. Mit einer geraden Linie auf der Karte steigt die Grenze von Lengnau (449m) auf den Montagne de Romont (1199m). Für mich heisst das, die Höhenmeter in endlosem Zick-Zack auf kleinen Strässchen zu erkämpfen. Im Lengnauwald entdecke ich den interessanten Wurzelweg, den ich mal ohne Bike besuchen muss. Später im Itenberg zeigen sich die Folgen der Kantonsgrenze indem die Waldstrassen kaum mal über die Grenze führen, sondern auf beiden Seiten eine Schlaufe ziehen.

Wiesentrail in Richtung Montagne de RomontEtwas mosiges Velo auf dem Romontberg

In der steilen Flanke, wie auch auf den Jurawiesen, ist die Kantonsgrenze deutlich als Steinmauer sichtbar. Nach den vielen Höhenmetern erlaube ich mir eine kleine Stärkung im Restaurant Romontberg. Danach geht es einen sehr steilen Pfad wieder runter und erneut eine steile Flanke hinauf, bis auf den Bürenberg. Langsam gehen mir die Kräfte aus und bis zum Oberen Grenchenberg (1348m) geht es weiter hinauf. Es ist bereits spät und am Sonntag sind die Gasthöfe schon geschlossen. Doch dank eines Notriegels schaffe ich auch das!

Biken auf der Weissenstein Bike RouteGrandiose Aussichten auf die Alpen

Es folgt meine persönliche  Hasspassage auf der Juraroute, ein übler Gröllpfad runter zum Binzberg. Die Grenze steigt nochmals hinauf auf den Oberdörferberg, welcher sich mit dem Bike kaum bezwingen lässt. So lasse ich es auf dem kleinen Strässchen mit viel Speed laufen, bis der Bahnhof von Gänsbrunnen und ein letzter Kantonsstein dieser Etappe ein Ende setzt. Zurück geht es mit der Eisenbahn durch den Gänsbrunnentunnel nach Solothurn und danach nach Hause.

Gänsbrunnen - Tunnel durch den WeissensteinEinsamer Grenzstein auf einer Jurawiese

Die nächste Etappe fahre ich definitiv nicht mehr ab zu Hause und zudem plane ich einen ganzen Tag ein. Für Nachmittagstouren sind die Jurakreten nicht gemacht. Schliesslich hätte ich die vielen Einkehrmöglichkeiten und die wunderbaren Aussichten gerne etwas länger genossen!

Nach diesen 80km brauche ich nun mal eine kurze Sportpause…

GrenzsteinimpressionenGrenzsteinimpressionenGrenzsteinimpressionen

Statistik: 79.7 km, ca. 1526 Höhenmeter, Fahrzeit 5:20 h

7 Kommentare zu “Die Solothurn Kantonsgrenze – Tour (Teil 4) !

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  3. De Beat vo Brig
    Antworten

    Ich habe mir vorgenommen, einmal den Kt.AG zu umrunden, in dankbarer Anlehnung an deinen Vorschlag zur Umrundung des Kt.SO. Denn ich bin in 4665 aufgewachsen, aber seit 1983 lebe ich in Brig. 😀
    Kennst du schon das Ironbike, es geht dieses Jahr ins Bernbiet.
    http://www.ironbike.ch/

    1. Spoony Artikelautor
      Antworten

      Beat, lieber rund um den AG als um das VS… 🙂
      Der Ironbike lächelt mich schon ein wenig an! Wie ‚angefressen‘ ist das? Eher ein Rennen oder eher ein Plauschanlass? In 12 Stunden müsste die mittlere oder lange Strecke ja machbar sein. Ob ich wohl 100km / 2300Hm schaffen würde – schon etwas happig und evtl auch nicht so gesund. Soll ich…, soll ich nicht…

      1. De Beat vo Brig

        Ciao Spoony, ich werde den MTB-62 Km Kurs fahren. Es ist so eine Art „Plausch-Veranstaltung“. Jeder kann so fahren, wie er gerne möchte.
        Du sollst…!! Liebi Grüess. 😉

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