Die MTB Mehrtagestour in Alta Rezia – Planung !

Nächste Woche plane ich meine erste mehrtägige Mountainbiketour mit allem Gepäck auf dem Rücken. Im Stil einer Transalp möchte ich in 7 Tagesetappen die schönsten Trails zwischen Ischgl und St. Moritz abfahren. Im Moment sieht die Grobplanung bzw. Maximalplanung in etwa wie folgt aus (für grosse Ansicht – Rechtsklick – Link in neuem Tab öffnen):

Höhenprofi Scuol - Scuol Mehrtagestour

  • Tag 1: Scuol – Samnaun – Heidelberger Hütte
  • Tag 2: Fimberpass – Ramosch – Val d’Uina – Sesvennahütte
  • Tag 3: Laatsch – Sta Maria – Umbrail – Stilfser Joch
  • Tag 4: Btta die Forcola / Pedenolo – Passo die Fraéle – evtl Passo del Gallo – Valle Alpisella – Livigno
  • Tag 5: Passo della Vallacia – Pass da val Viola – Poschiavo
  • Tag 6: Poschiavo – Bernina – Celerina – Val Bever Loop – La Punt
  • Tag 7: Scuol

Ursprünglich wollte ich die Planung aus zwei Gründen möglichst flexibel halten. Erstens ist im September das Wetter ziemlich unberechenbar und bei Höhen von 2500 – 2800 m ist bei einem Kälteeinbruch sofort ‚Game Over‘. Zweitens habe ich keine Ahnung, ob ich bei 8 kg Gepäck auf dem Rücken die nötige Kondition für die Etappen mitbringen werde. Nun scheinen aber die Hütten und Hotels in dieser Region ziemlich ausgebucht zu sein und so frage ich mich, ob ich trotzdem reservieren soll. Hat hier einer der Leser Erfahrungen ? Gibt es Tipps zu der Route bzw. zu Übernachtungsmöglichkeiten ?

18 Kommentare zu “Die MTB Mehrtagestour in Alta Rezia – Planung !

  1. Spoony Artikelautor
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    Angesichts des Wetters gibt es schon die erste Planänderung. Am Montag geht es direkt durchs Val d’Uina ins Münstertal (Übernachtung im Gasthof Alpenrose) und am Dienstag über die Trails zwischen Stelvio und Oberalp (Übernachtung im Gasthof Buffalora).

  2. Chregu
    Antworten

    Heyyy Spoony! Das tönt nach jeder Menge Spass! Ich konnte diesen Sommer meine ersten Erfahrungen sammeln betreff Mehrtagestouren. Ich war drei Tage im Tessin und in vier Tagen um den Vierwaldstättersee. Und zwar nur mit Rucksack. Hier ein paar Tipps:

    1. Etwas vom allerallerwichtigsten auf einer mehrtägigen Biketour ist der Rucksack. Eine gute Grundkondition sollte schon vorhanden sein, aber wenn Du den ganzen Tag Zeit hast, ist es ja egal, ob Du eine Stunde mehr als geplant unterwegs bist.
    Wenn Du aber einen unbequemen Rucksack hast, kanns sehr mühsam werden. Ich habe mir vor meiner ersten Tour den Deuter Transalp 30 Liter gekauft und würde ihn nie mehr hergeben. Passt super, geht viel rein und hat ein paar ganz ganz coole Seitenfächer. Vorallem ist es toll, dass man auch von unten Zugriff hat. Zudem liegt das Bike super drauf, wenns mal eine Tragepassage gibt. Ich kann dann meistens freihändig laufen.

    2. Ich habe auf meinen Touren diesen Sommer nichts vorreserviert. Ich fuhr einfach los und rechnete dann am Mittag mal nach, wo ich am Abend etwa sein könnte. Da ist natürlich auch ein gewisses Risiko dabei, ist klar. Ich hatte aber immer Glück 🙂
    Bei deinen angesprochenen Hütten aber wäre eine Reservation sicher nicht schlecht. Da aber das Wetter manchmal unberechenbar ist, würde ich erst am Vorabend reservieren. Dann kannst Du Dir immer noch eine andere Route (oder einen Ruhetag und dann am nächsten Tag wieder versuchen) einlegen.

    3. In Livigno habe ich schon mal im Hotel Pare übernachtet. Dort gibts für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis Zimmer mit Halbpension. http://www.lungolivigno.com/it/livigno-hotel-pare#
    Ich werde in meinem Livignourlaub, welcher in eineinhalb Wochen beginnt *freu* auch dort hingehen.

    4. Die Route die Du Dir da ausgesucht hast, tönt ja brutal frech. Bocchetta di Forcola mit anschliessend Pedenolo werde ich mir in (hoffentlich) zwei Wochen mit meiner Freundin anschauen gehen. Da bin ich auf Dein Feedback gespannt! 🙂

    5. Und zum Schluss: Fahr einfach los, geniesse es, sei spontan (natürlich wo möglich) und habe Spass. Kennst Du Alpenzorro Stuntzi? Genau so wie er machte ich es auf meinen mehrtägigen Touren und genau das empfehle ich Dir auch.

    In diesem Sinne, schönen Urlaub.

    1. Spoony Artikelautor
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      Chregu, danke für das Feedback. Der Deuter ist schon länger mein Begleiter. Das mit den Reservationen werde ich so handhaben. Bei der aktuellen Wetter-Prognose gibt es sicher noch Überraschungen. Stuntzimässig tönt schon gut, aber in der Realität bin ich doch eher ein Warmduscher… 😉

      1. Chregu

        Mit Stuntzimässig habe ich alles gemeint, was Stuntzi macht, ausser draussen schlafen. Das ist auch nicht mein Ding. Da brauch ich schon ein Dach über dem Kopf und eine Matratze als Unterlage. Aber rein von der Planung/Fahrt/reservieren, etc. mag ich das selber auch ganz gut so, wie er es macht.
        Viel Spass bei Deinem Trip!

  3. Ändu
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    hallo spoony, wir sind ab montag auch im gebiet unterwegs. wir starten am ofenpass und nehmen die uina schlucht von der anderen seite, fahren über den costainaspass zurück zum ofenpass und via jufplaun und val mora nach sta maria, anschliessend über den umbrail, forcola und pedenolo über die alpe del gallo zurück zum ofenpass. und das in vier tagen. vielleicht trifft man sich ja unterwegs.
    gruss ändu (fg veloladen leuthold)

  4. Thorsten
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    Zu der Übernachtungsfrage kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Sesvenna unbedingt reservieren.
    Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg und gutes Wetter – das wird sicher eine tolle Tour!

    Grüße
    Thorsten

  5. Andi
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    Tolle Gegend mit wenig Leuten im Herbst. Mittlerweile ist der Schnee auch wieder weggeschmolzen. Was noch fehlt auf der Liste, ist der Passo Zebru – der Höhepunkt aller Touren in der Gegend: Von San Antonio nach Santa Caterina und dann zum Rifugio Forni. Dort kurz powerbaren und dann hoch zur Pizzini Hütte. Bis dort ist alles fahrbar. Anschliessend geht’s hoch zum Passo Zebru. Diese letzten 300 Höhenmeter haben es in sich. Teilweise muss man schieben, die Luft ist ja auch schon dünn. Nach einer kurzen und schwierigen Felspassage mit Stahlseil und Bike je in einer Hand kommt das Dessert: Der endlos lange Singletrail durchs Val Zebru zurück nach San Antonio.

  6. Flo
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    Ich sehe gerade, ich hab bei dem Track ein par hundert Meter zuviel abgeschnitten.
    Also du fährst in Griosch bei diesem Kinderspielplatz rechts ab. Dann geht ein schmaler Pfad auf einer Wiese weiter nach unten. Ist nicht ausgeschildert und nicht wirklich ausgefahren. Wenn du dann aber erst mal unten am Bach bist, kann man den Weg eigentlich nicht mehr verlieren.

  7. Flo
    Antworten

    Einen Klitzekleinen Vorschlag habe ich auch noch!
    Und zwar wenn du ab Griosch bis Vna fährst, verpasst du was!
    Ich wollte auch so fahren vor 2 Monaten. Aber dann hat mir jemand diese Alternative gezeigt, die in den GPS-Tracks, die ich mir angeschaut habe nicht enthalten war:
    https://rapidshare.com/files/5190026/fimberpass-griosch-ramosch.kmz
    Erstens schöne Singletrails statt Feldweg!
    Zweitens Top Landschaft in diesem Tal ganz unten. Landschaftlich ein ansolutes Highlight, das man sonst verpassen würde.
    Ich versprech dir, das rentiert sich 🙂

    Dein Tourenplan sieht übrigens sehr gut aus. Auf jeden Fall besser als ein Alpencross, wo man erst mal zwei Tage losfährt, bis es dann endlich richtig alpin wird! Ich wünsch dir viel Spass!

  8. Trailblazer
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    Das wird aber ziemlich hart, kenne diverse deiner geplanten Strecken aus eigener Erfahrung, gerade die zweite Etape mit Fimber (cà. 45-60 min Bike schieben/tragen) ❗ und anschliessend noch der steile Anstieg durchs d’Uina wird sicher einiges an Kondition voraussetzen, ich wünsche Dir auf jeden fall viel Spass und unfallfreie Fahrt.

  9. rotscher
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    Die Hütten würde ich auch reservieren oder zumindest telefonisch die Notwendigkeit nachfragen. Im Tal sollte es auch spontan möglich sein.
    Ich finde übrigens deine Idee super. Es gibt doch nichts schöneres als aus eigener Kraft über die Berge zu fahren. Mit Rucksack bist du einfach flexibel und macht die Tour etwas mehr zum Abenteuer als mit gebuchter Tour. Das Gewicht vom Rucksack einfach optimieren und es klappt schon! Ausser wenn du dich nicht an einen Rucki gewohnt bist, wirst du ihn evt. mit Druckstellen an den Schultern merken.
    Kurz gesagt, mach es mit Rucksack und geniesse die Freiheit und Unabhängigkeit.
    Viel Spass!

  10. Schwoscht
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    Wow da hast Du ja ganz schön was vor! Aber die Route tönt wunderbar, die Gegend um die Tage 5-7 kennen wir mittlerweile ganz gut (Val Viola ist unglaublich schön) – aber da immer mit dem Zelt unterwegs kann ich Dir mit Übernachtungstipps nicht wirklich dienen… Ich wünsche Dir ein Prachtswetter und gutes Gelingen!

  11. beat
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    Da will ich zuerst zurückfragen: Wie bist Du denn auf diese Strecke gekommen? Selbst ausgedacht und GPS-Tracks zusammengesammelt oder selbst gezeichnet?

    7 Tage und MTB-Touren im Gebirge lassen aber gar nicht mehr viel Spielraum für „Flexibilität“. 😎

    Berghütten (Heidelberger, Sesvenna) musst Du vorreservieren, denn da gibt es keine Alternativangebote. Stilfserjoch hat (glaub ich) zwei Hotels, sollte klappen. In den Orten Livigno, Poschiavo, und Scuol solltest Du mit genügend Kleingeld auch ohne Vorreservation ein Zimmer finden (oder in vertretbarer Nähe). La Punt weiss ich nicht.

    Ich machte schon mehrere Alpencross und einwöchige MTB-Touren, doch immer organisiert und immer mit Gepäcktransport. Falls ich denn alleine fahren wollte, würde ich mir vermutlich eine Route suchen, die einen Gepäcktransport anbietet (siehe z.B. unter „self guided“: http://www.bike-explorer.ch/beg/index.htm) und möglichst auch gleich GPS-Tracks liefert. Richtig mountainbiken macht mir aber mit einem 10 Kilo Rucksack einfach keinen Spass und bei schlechtem Wetter mieft schnell alles. Nein, das wäre nicht mein Ding. Aber es soll ja DEIN Ding sein! 😉

    1. Spoony Artikelautor
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      Hoi Beat, danke für die guten Tipps. Die Tour ist selbst ausgedacht, basiert aber auf Berichten und vorhandenen GPS-Tracks. So war es leicht auf dem Portal bike-gps die Tour für das obige Höhenprofil nachzuklicken. Du bringst mein Dilemma gut auf den Punkt – Gepäcktransport und Hotelbuchungen versus Flexibilität. Ich will nicht eine Etappe fahren MÜSSEN. Grübeln…. Vielleicht plane ich eine Variante mit einem Stützpunktsystem zB in Livigno, Scuol und St. Moritz.

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