Der (erste) Ausflug zum Gardasee !

Das Wetter ist immer noch durchzogen und so nahe war ich dem Gardasee noch nie. Meine Frau ist einem Latte Macchiato auf einer Piazza ebenfalls nicht abgeneigt und so satteln wir das Auto und fahren über Trento und Vezzano in Richtung Lago. Ich bin das erste Mal hier und erstaunt über die schroffen Felswände und deren Charakter. Das erinnert mich stark an ähnliche Felsformationen in Thailand. Mitten in Garda del Riva parkieren wir beim alten Bahnhof und erkunden die Stadt.

Im leichten Nieselregen zieht es uns erst an die Strandpromenade und der erste Eindruck ist trotz grauem Himmel nicht schlecht – See, ockerfarbene Palazzi, Mittelmeerambiance, Italianità, eine vor Geschichte triefende Altstadt und im Hintergrund eindrückliche Felswände. Im Vergleich zum beschaulichen Valsugana drückt der Touristenbusiness jedoch voll durch.

Wir schlendern durch die Altstadt und lassen Riva del Garda auf uns wirken. Eine ausgedehnte Einkehr in einem Strassenkaffee auf der Piazza Catena mit People Watching und einem Aperol Spritz darf nicht fehlen und schliesst den kurzen Besuch ab. Es könnte mir hier tatsächlich gefallen, wenn vielleicht auch nicht direkt in der Stadt.

Bei der Rückfahrt in Richtung Torbole staune ich über die vielen Bikeshops und die zahlreichen Mountainbiker. Aber dass der Gardasee ja DAS deutsche Mountainbikemekka ist, muss ich hier niemandem erzählen. Wahrend des Tages habe ich aufmerksam die diversen Bikekarten studiert und In jedem Fall machen die angrenzenden Berge durchaus Lust auf die eine oder andere Tour. Aber irgendwie bin ich trotzdem lieber in der (geografischen) zweiten Reihe und nicht mitten im Trubel.

In der zweiten Reihe sind definitiv die Bergketten und -täler, welche wir bei der Rückfahrt ins Valsugana durchfahren. Via Rovereto fahren wir durchs faszinierende Terragnolo, über den Pass bei Serrada und danach via Folgaria und Carbonare zurück ins Hotel. In dieser Landschaft, einmal wild, einmal touristisch mit Skigebieten, dürfte noch mancher Trail und Militärpfad versteckt sein.

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