Zermatt: Gornergrat – Mark Twain- und Moostrail !

Entspannt erwachen wir in den bequemen Betten des Riffelhauses und trotz viel Schlaf spüre ich ein leichtes Ziehen am einen oder anderen Muskel. Die vielen Downhillmeter auf den Singletrails der letzten Tage haben leichte Spuren hinterlassen. Auf der Terrasse ist die Luft am Morgen frisch, der Himmel blau und sowohl die Schwarznasenschafe wie das Matterhorn sind für die ersten Klischeefotos des Tages pünktlich zur Stelle. 😉

Die Mountainbike-Wegweiser bieten hier zwei ausgeschilderte Abfahrtsrouten an. Aber faul wie wir sind, warten wir bei der Station Riffelberg (2582m) auf die Gornergratbahn, welche uns auf das 3090m hohe Gornergrat bringt – man will ja etwas Höhe haben beim Tourenstart! 😉  Bevor es losgeht erkunden wir die Aussichtsplattform, welche zu diesem Zeitpunkt noch relativ ruhig ist. Über das Panorama muss ich definitiv nichts mehr erzählen.

Eine Übernachtung im Kulmhotel Gornergrat wäre sicher ein tolles Erlebnis, Nebst den Gletschern sollte man hier 29 Viertausender bewundern können – heute sehen wir sie wohl alle. Für die Abfahrt wählen wir die Variante über den sogenannten ‚unteren‘ Mark Twain Trail, gefolgt vom Moos Trail. Im oberen Teil kommen wir kaum vom Fleck. Die Fahrt der Krete entlang, hoch über dem Gornergletscher, bietet zu geniale Fotospots an um direkt zum Riffelsee durchzufahren.

Ich schone meine kalten Knochen und steige bei einigen Absätzen lieber vom Bike. Andere steigen ebenfalls ab, jedoch mit der dynamischen Variante. 😉 Den Trail zum Riffelberg fahren wir bereits zum zweiten Mal und so kann man die Geschwindigkeit auf der Piste ruhig höher schrauben. Irgendwie kommen wir alle heil und warmgefahren auf dem Riffelberg an. Es folgt der wohl fotogenste Trail in ganz Zermatt – die Fahrt vom Riffelhaus zum Punkt 2445 bei Dristelen, das Matterhorn in der direkten Trail-Verlängerung immer im Blick!

Die Weiterfahrt zur Abbruchkante beim Riffelbord bleibt flowig. Die Stufe runter zur Riffelalp mit seinem 5 Stern Resort ist nochmals etwas knifflig und nicht immer fahrbar. Dies im Gegensatz zum weichen Waldbodenkarrweg, der weiter zur Schweigmatten führt.

Ich gebe Vollgas, bin unkonzentriert und lese mir prompt bei einer Querrille einen Snakebite auf – Pfffffff – Platt! Wenigstens habe ich keine Probleme mit dem Schlauchwechsel und so muss die Gruppe nicht zu lange auf mich warten. Zermatt gibt sich alle Mühe unser Erlebnis auf einer Highnote enden zu lassen. Wir biegen auf den Moos-Trail ein, ein familienfreundlicher Spasstrail, gebaut für Mountainbiker.

Im Chügelibahn-Modus rollen wir grinsend nach Zermatt runter. Erneut haben wir mühelos 1485 Höhenmeter auf Singletrails vernichtet und dies noch vor dem Mittagessen. A propos – ein feines Essen wartet bereits im Restaurant Old Zermatt. Gelegenheit um mit dem Team von Tourismus Zermatt die letzten Tage Revue passieren zu lassen.

So endet unser Aufenthalt in Zermatt und ich freue mich bereits auf einen nächsten Besuch, dann wahrscheinlich nicht in offizieller Mission und ohne Marketingsupport. Eines wird aber gleich bleiben: Grandiose Berglandschaften und legendäre Singletrailabfahrten!

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