Vinschgau: Holy Hansen und Jagdhof auf der Durchreise !

Epilog: Es wird Zeit, dass ich in den nächsten Tagen unsere Mountainbikeferien des Jahres 2018 verblogge. Wir waren erstmals für eine Woche am Gardasee. Um die lange Anreise etwas angenehmer zu gestalten, fuhren wir über das Vinschgau und quartierten uns spät nachts erst im Hotel Spöl in Zernez (extrem stylische Zimmer, sehr empfehlenswert) und danach im Hotel Jagdhof in Latsch ein. Die Zusatznacht in Zernez erlaubte uns am heutigen Tag nochmals die besten Trails des Vinschgaus zu geniessen.

Also den freundlichen Check-In hinter uns gebracht und die Mountainbikes ausgeladen. Bei rund 25° C sind wir hier wieder mal Vinschgau-mässig direkt im Sommer gelandet. Die Natur und speziell die Apfelbäume sind alle im Frühlingsmodus. Auf dem Vinschgauer Radweg fahren wir von Latsch nach Göflan. Bei der Holzbrugg vor Göflan bleiben wir links der Etsch und nehmen damit gleich den ersten Singletrail mit.

Ab nun heisst es arbeiten! Von Göflan (720m) steigt es auf Strasse und Waldweg bis rauf zum Haslhof, dem Ausgangspunkt des Holy Hansen Trails. In jedem Fall würde ich vor dem Melanzhof rechts die geteerte Strasse verlassen und den Waldweg nehmen. Bin erstaunt, dass ein anderer Mountainbiker uns explizit nach dem Weg auf der Asphaltstrasse fragt. Der Waldweg hat eine angenehme Steigung, trotzdem muss man die 840 Höhenmeter mit den schlaffen Frühjahrsbeinen erst mal wegstecken.

Auf 1560m ist zum Glück Schluss, höchste Zeit weil hier noch Schnee und Eis liegen und der Boden zunehmend matschiger wird. Wir fahren auf die Wiese in Richtung Haslhof von wo man einen wunderbaren Blick ins Tal hat. Weil wir von der Alm her Lärm hören, sende ich meine Frau mit dem e-Bike über die matschige Wiese um zu schauen ob die Wirtschaft vielleicht nicht schon geöffnet hat. Hat sie nicht! Es ist nur eine aufgedrehte Gruppe bikender Mädels. 😉

Es folgt der Holy Hansen von oben bis fast ganz nach unten. Meine Frau verzichtet auf einige Passagen. Im Mittelteil hat es zwei, drei steile Stellen die, wegen einigen Absätzen, etwas ruppig sind. Unten ist der Trail dann wieder Marke ‚Kugelbahn‘ – mehrheitlich Flow pur und einfach nur ein Riesenspass!

Sobald uns der Trail auf der Teerstrasse ausspuckt halten wir uns rechts und fahren auf dieser wieder rauf in Richtung Melanzhof. Nach einigen Hundert Meter ist die Einfahrt in den Aigen Trail beschildert. Das Teil beginnt so wie der Holy Hansen aufgehört hat. Feinster Flow bis man in den Wanderweg Nr 4 mündet. Ich möchte aber nicht unterschlagen, dass meine Frau einige steile Abschnitte schieben musste.

Ab hier geht es mal flowig, mal wurzlig, mal steinig, mal auf, mal ab hinüber nach Morter, wo zum Abschluss noch einige Spitzkehren ins Tal warten. Insgesamt wohl eine der besten Singletrailabfahrten überhaupt im Vinschgau. Unser Boxenstopp hat sich bereits gelohnt.

Den Rest des Tages geniessen wir bei Wellness und ewigem Mehrgangmenu im Hotel Jagdhof. Dazu gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen – nicht billig, aber eben auch sehr, sehr viel Leistung und Freundlichkeit. Im Moment wird übrigens im grossen Stil umgebaut, ein Grund, dem Haus auch im 2019 ein Besuch abzustatten.

Nach einem ausgedehnten Frühstück packen wir unsere Sachen und machen uns auf die Weiterfahrt nach Torbole. Anstatt die Autobahn wählen wir die Route über Meran – Passo di Palade – Fondo – Rund um den Lago di Santa Giustina – Lagi di Molveno und danach via Sarche zum Gardasee.

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Statistik: 32 km, ca. 1113 Höhenmeter, Fahrzeit 03:32 h

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