Es tut sich was auf dem Attisholz-Areal !

In der Zeitung las ich etwas von einem neuen Spielplatz auf dem Attisholz-Areal – eine gute Gelegenheit wieder einmal auf bekannten Pfaden zu biken. Die Biber fressen sich immer näher an die Stadt und beim Schiesstand zeugen alle paar Meter Spuren von den gefrässigen Nagetieren, die sich am reifen Mais die Bäuche vollschlagen.

Von Weitem betrachtet sieht die alte Fabrik aus wie immer. Der blaue Himmel, das grünbraune Gras und die Aare kontrastieren stark mit dem Industrieareal. Zunehmend prominenter rückt nun die neue Fabrik der Biogen ins Panorama.

Auf dem Attisholzareal angekommen bin ich etwas sprachlos. Hier wurde in den letzten Monaten so richtig gebaut und etwas Neues ist entstanden. Nebst einer Bühne für Events wurde ein grosser Spielplatz ins Gelände gelegt. Eine Schneckenauffahrt überwindet den Höhenunterschied und ist für Mountainbikes gesperrt. Da die Anlage erst in einigen Tagen öffnet, erlaube ich mir ein paar Auf- und Abfahrten – Fun pur!

Der Spielplatz ist wirklich toll in die Überbleibsel der Fabrik eingebunden. Überall finden sich alte Bauelemente, die geschickt in das Gesamtbild gefügt wurden. Nebst einem ‚Ritigampfi‘  gibt es noch eine Kletterwand und viele andere Spielelemente. Ein Unfall wird sanft auf dem dämpfenden Boden abgebremst.

Auf dem ganzen Areal konnten (und können) sich Künstler mit Skulpturen und Bildern verewigen. Schon nur dafür lohnt sich ein Besuch der Anlage. In den kommenden Jahren sollte weiteres Leben in die Gegend einziehen. Die Brücke über die Aare ist noch geschlossen – ich bin mir aber sicher, dass hier schon bald ein neuer Treffpunkt im Raum Solothurn entstehen wird.

Auf der anderen Aareseite wird die alte Kantine zum Restaurant umgebaut und Betontreppen laden zum Verweilen entlang der Aare ein. Bereits vor Ort ist die Bar La Chiquita, die für Events geöffnet hat. Fazit: Wirklich toll wie sich das Industrieareal verändert und wie man die alte Bausubstanz neu nutzt. Da bin ich sehr auf die Zukunft gespannt.

Viel gesehen aber noch zu wenig gefahren! Ich jage mit dem leichten Ti29-40 über die Trails im Affolternwald zwischen Luterbach und Derendingen. Weiter über Gerlafingen bis nach Utzensdorf, wo heute das Kantonalbernische Schwingfest 2018 stattfindet. Was für ein Trubel! Ich bin erstaunt über die grosse Bühne und das Schwingerdorf. Solche Dimensionen habe ich seit dem Eidgenössischen nicht mehr gesehen.

Gemütlich radle ich entlang der Emme zurück in Richtung Emmenspitz. Das Titan Hardtail gibt mir einmal mehr grosse Fahrfreude. Dabei wird mir bewusst wie lange ich schon nicht mehr diese ehemaligen Standardrouten gefahren bin.

Das zeigt sich ebenfalls auf der Höhe von Biberist, wo das Emmenufer nicht mehr wiederzuerkennen ist. In einem Zug wird eine ehemalige Deponie saniert und gleichzeitig die Emme erweitert. An beiden Ufern gab es Kahlschlag und viele Bäume wurden wie Monumente auf einigen Metern Höhe abgeschnitten. Ich bin sicher, dass es hier in einigen Jahren wieder toll aussieht – im Moment denke ich etwas wehmütig an den schönen Uferweg zurück. Das war sie also, die kleine Sonntagsausfahrt!

Statistik: 40.8 km, ca. 162 Höhenmeter, Fahrzeit 2:04 h

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