Zermatt: Prolog !

Drei Tage auf Einladung von Zermatt Tourismus die Traumtrails im hinteren Mattertal unsicher machen! Ich verlängere kurzentschlossen meine Sommerferien und fahre mit viel Vorfreude ins Wallis. Bei Täsch ist bekannterweise Schluss mit Auto und für 4 CHF darf das Bike ebenfalls auf den Zugsshuttle rauf ins Dorfzentrum von Zermatt. Dani, der Kurdirektor himself, empfängt die kleine Truppe (Ben und Tina, Sven, Chregu) und gibt uns auf einer kurzen Dorfführung interessante Hintergrundinformationen zum weltweit bekannten Bergsteigerdorf.

Auf dem ‚Touristenfriedhof‘ bei der Kirche tummeln sich die Bergsteigerlegenden mitsamt ihren packenden Geschichten in der feuchten Erde. Als die ersten Engländer die Alpen und das Matterhorn als Touristenziel entdeckten, waren die Walliser skeptisch. Heute spürt man davon (zumindest in Zermatt) nichts mehr. Das Dorf ist voll auf Tourismus getrimmt und die Ziegen werden immer noch durch die Hauptgasse getrieben – für mich eine schöne Kindheitserinnerung. Dani zeigt uns ebenfalls das Zermatt abseits von Mc Donalds und teuren Boutiquen – den alten Dorfteil mit seinen typischen Speichern. Wir lernen zudem Kurioses – in Zermatt, dem motorlosen Dorf, braucht man als Einheimischer für e-Bikes eine Bewilligung der Behörden. 😉

Anschliessend checken wir im Hotel Bristol ein. Das Haus liegt an DEM Fotospot von Zermatt, der Brücke über die Vispa. Sie bietet unverbaute Sicht auf das Matterhorn und die Konsequenzen zeigen sich in einer skurrilen Szene morgens früh bei Sonnenaufgang: Eine entzückte Touristenschar aus Asien bevölkert die Brücke und knipst das Matterhorn ab bis die Akkus leer sind!

Nachtessen gibt es im nahe gelegenen Hotel Ambiance. Die Motivation der Gastgeber, die sich mit Innovation und Herz versuchen von der Masse abzuheben, ist sofort spürbar. Ich geniesse die sehr gute Zermatter Rösti und die Bergkräuter Ravioli. Dani stellt sicher, dass wir dazu nicht verdursten und zeigt eine sichere Hand bei der Walliser Weinauswahl. Wie viele Hotels in Zermatt hat das Ambiance ebenfalls die nötige Mountainbike Infrastruktur und vor dem Dessert besichtigen wir noch kurz die Zimmer mit Matterhornblick.

Nun, der Einstieg ist gelungen und auf dem kurzen Heimweg lassen wir die ersten Eindrücke im Papperla Pub mit einem Bier durch den Kopf gehen.

Kleines Fazit zum Hotel Bristol nach einer Nacht? Nicht ein spezifisch auf Mountainbike getrimmtes Hotel, aber das Nötigste, wie ein abschliessbarer Bikeraum, ist vorhanden. Die Zimmer sind relativ klein, aber komplett eingerichtet und der Rest des Hauses ist top. Restaurant, Bar und Terrasse besitzen dank dem verbauten Holz viel Ambiance und Wärme. Das Frühstücksbuffet ist lustig verwinkelt im Restaurant angeordnet und bietet was das Herz begehrt. Das Motto heisst: Selber kochen. Die Auswahl geht von gekochten Eiern, über Spiegeleier bis hin zu amerikanischen Pancakes. Hätten wir das gewusst, wären wir eine Stunde früher aufgestanden. 😉 Aber wir müssen los, aufs Mountainbike!

Ein Kommentar zu “Zermatt: Prolog !

  1. Chregu
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    Toller Bericht, welche gleich mal wieder die Erinnerungen auffrischt. Waren tolle Tage in Zermatt. Und ja, für das Frühstück im Bristol hätte es sich definitiv gelohnt, eine Stunde früher aufzustehen :-)!

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