San Francisco – Die Anfahrt !

Am letzten Donnerstag war hier in der USA Thanksgiving, DER Feiertag für die Amerikaner. An diesem Tag geht es Millionen von Truthähnen anlässlich von grösseren Familienfesten an den Kragen. Wir nutzen die vier Freitage und machten uns auf den Weg nach San Francisco. Auf der schnellen Route ist man von Monterey in zwei Stunden in der Stadt. Wir bevorzugten einen klassischen Hotelaufenthalt anstelle eines Tagesausfluges. Die Unterkunft war im Radisson Fisherman’s Wharf, einem idealen Ausgangspunkt für eine Besichtigung der Stadt. Das Hotel war einfach, ohne Frühstücksmöglichkeit, angesichts der Lage mit 115 USD pro Nacht plus 35 USD Parkgebühren für ein Zimmer mit zwei Doppelbetten jedoch relativ günstig.

In diesem Beitrag möchte ich über die Anfahrt nach San Francisco entlang des Highway No 1 berichten. Die Strecke bis Santa Cruz habe ich ja bereits früher beschrieben. Ab dort führt die Strasse, auch Cabrillo Highway genannt, ziemlich einsam direkt dem Meer entlang in Richtung Norden. Die Küste ist geprägt von steil ins Meer abfallenden Fallaise-Klippen und wilder Natur. An jedem möglichen und unmöglichen Meereszugang hat es wilde Haufen parkierter Autos von Surfern. Absolutes Mekka der kalifornischen Surfer ist natürlich der Mavericks Point am nördlichen Ende der Halfmoon Bay. Diesen Extraausflug spare ich mir für einen Tag mit Riesenwellen auf.

Auf halbem Weg machten wir einen Halt an der Pigeon Point Light Station. Der alte Leuchtturm ist schon lange nicht mehr in Betrieb. Die Besichtigung lohnt sich trotzdem, speziell für Leuchtturmfans wie ich einer bin. Wie immer gibt es exponierte Klippen und wilde Natur zu sehen. Spannend auch die Nebelhornanlagen, die das leuchtende Licht bei Nebel ersetzten. Wer will kann hier gar übernachten. Wie fast überall an der kalifornischen Westküste kann man von November bis Februar Walfische auf der Wanderung beobachten. Leider hatten wir kein Glück. Ein alter Walknochen im Garten des Leuchtturmes entschädigte die Kinder für die verpassten Wale.

Vor San Francisco windet sich die Strasse noch abenteuerlich um die Klippen, um dann einen ersten grandiosen Blick auf die Stadt freizugeben. Wir hatten relativ Glück mit dem Wetter, der berüchtigte Nebel der San Francisco Bay hielt sich in Grenzen. Wir folgten unserem eingeschlagenen Weg und fuhren alles dem Meer entlang, via Cliff House, bis an die Golden Gate Bridge. Ich werde der berühmten Brücke diese Woche noch einen eigenen Beitrag widmen. Auf alle Fälle war die ganze Familie ziemlich begeistert und wir steuerten nebst der Aussichtsplattform am Südende der Brücke auch noch gleich das Fort Point an, das sich direkt unterhalb des Brückenkopfes befindet und genossen die Abendsonne.

Fazit: Es lohnt sich in jedem Fall die Küstenstrasse nach San Francisco zu nehmen. Der zeitliche Mehraufwand wird entschädigt durch wunderbare Ausblicke und wenig Verkehr.

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